Patricia A. McKillip: Die Schule der Rätselmeister

Patricia A. McKillip: Die Schule der Rätselmeister

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Patricia A. McKillip: Die Schule der Rätselmeister
Verlag
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
Quest of Riddlemasters
ISBN-13
9783442247271

Informationen zum Buch

Seiten
253

Serieninfo

Sonstiges

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Auf der kleinen Insel Hed gab es keine Helden, nur einfache Bauern. Das Leben mit der Natur als Gefährtin erforderte keine Helden oder Krieger. Sogar die Fürsten von Hed waren immer Bauern gewesen - und Morgon war der jetzige Fürst. In dieser Welt war er glücklich und sträubte sich deshalb gegen alle Zeichen seines Andersseins. Wie kam er zu dem rätselhaften Sternenmal auf seiner Stirn, wie zu der uralten Harfe mit denselben drei Sternen, die nur er zu spielen vermochte, wie zu dem Schwert, das ebenfalls die Sterne trug? Es ging die Sage, daß mit diesen Sternen das Ende eines Zeitalters anbrechen und der Sternenträger es herbeiführen würde, ob er wollte oder nicht.

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Mein absolutes Lieblingsbuch-heißgeliebt, x-mal gelesen und immer wieder
völlig in der verästelten Story, den sensiblen, teils humorvollen Figuren
und der vielschichtigen Dramatik versunken. Der Autorin ist es gelungen,
eine einzigartige, wunderbare Welt zu erschaffen, die sich erheblich von dem
üblichen Umfeld einer Fantasy-Erzählung unterscheidet. Die Grundidee ist
anders gelagert als die bekannte Böser-Dämon/Geist - Gute-Menschen Dramatik
vor handelsüblichen mittelalterlichen Hintergrund;

Die Erdzauber -Trilogie ist eines der wenigen Werke, wo man tatsächlich erst
auf den letzten 40 Seiten des dritten Buches allmählich auf den Trichter
kommt, WOZU DAS ALLES. Erst ganz langsam verbinden sich im Laufe des Buches
die Fäden der "Rätsel" (also Ausschnitten aus der Landesgeschichte) und
fügen sich zum Begreifen der Situation und dem Erkennen einer gewaltigen,
aber vergessenen Historie zusammen; Die nicht unbekannte Erfahrung, dass die
Geschichte(n) dieser Welt einen ganz anderen und die Legenden einen wahren
Kern haben, wird in dieser Erzählung intensiv aufgegriffen und kam mir beim
ersten Lesen völlig neu vor.

Nicht zuletzt gefällt mir schlichtweg der Umgang der (menschlichen) Figuren
miteinander, die sich streiten, ärgern, bekämpfen und Milchkübel über den
Kopf gießen mögen, aber ohne rohe Grausamkeit auskommen und stets von ihren
eigenen, tiefen Gefühlen geleitet werden. Die sich notgedrungen stets
wandelnde Hauptfigur Morgon von Hed, der von unheimlichen, unbekannten
Mächten gejagt wird, die unbegreifliche, widersprüchlich erscheinende Figur
des Harfners Thod, das Temperament der widerspenstigen Rendel und all die
wunderbaren, vielseitigen, lebhaften Gestalten, ihre Verwandlungen und ihre
Beziehungen zueinander - das macht dieses Buch so amüsant und spannend zum
immer wieder Lesen. Verpasst dieses Buch nicht!!!!

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Im ersten Band der Erdzauber-Trilogie geht es um Morgon, dem Landerbe und Fürst vom friedlichen Hed, der aber nicht nur Bauer, sondern nach seiner Lehre in der Schule in Caithnard auch ein Rätselmeister ist, der es sicherlich auch zum Großmeister schaffen könnte. Doch Morgon will trotz seiner Begabung nichts mehr mit den großen Rätseln der Weisen zu tun haben. Er erfährt, dass für ihn scheinbar ein Schicksal vorbestimmt ist, als er eine Harfe findet, der nur er allein Töne entlocken kann. Aber er weigert sich dagegen, dass er derjenige sein soll, der für das Ende des derzeitigen Zeitalters des Erhabenen verantwortlich sein wird. Er will nicht hinnehmen, dass irgendwann vor tausend Jahren jemand eine Harfe und ein Schwert speziell für jemanden angefertigt hat, der mit einem Sternenmal auf der Stirn geboren werden wird. Morgon, der Sternenträger, will damit aber nichts zu tun haben, denn dieses Schicksal lässt sich nicht vereinbaren mit seinem größten Bedürfnis: als Bauer in seinem ruhigen, ereignislosen Heimatort in Hed zu leben. Er will den Rätseln, die ihm im Zusammenhang mit dem scheinbar unabwendbaren Schicksal begegnen, den Rücken kehren. Aber er muss feststellen, dass dies sein Tod bedeuten wird…

Der Leser begleitet Morgon während dieses ganzen ersten Teils, in dem Morgon öfter mit sich selbst und seinem Schicksal als mit den unbekannten Mächten, die ihn vernichten wollen, zu kämpfen hat. Man lernt ihn kennen und kann den Zwiespalt, den Morgon erlebt, gut mitempfinden. Neben dem Mitleid mit ihm und dem Verständnis für sein Sträuben, das Schicksal zu akzeptieren, das sich dem friedfertigen Morgon aufdrängt, neigt man als Leser beinahe dazu, das ganze Irren Morgons zu belächeln, der scheinbar zum Helden geboren wurde, dies aber ganz und gar nicht will. Morgons innerer Kampf zeigt sich in seinen Gedanken, Worten, aber auch darin, dass er so oft seinen Zielort wechselt, dass er ständig auf dem Kontinent umherzuirren scheint. Um die Orientierung als Leser nicht zu verlieren, bietet das Buch drei theoretisch zusammensetzbare Karten, auf denen der Leser den Weg Morgons zu jeder Zeit nachvollziehen kann. Während des gesamten Buches tun sich immer neue Rätsel und Fragen auf, die nur ansatzweise, aber keinesfalls ausreichend aufgelöst werden. Erst das Ende des Buches öffnet sowohl Morgon als auch dem Leser die Augen und lässt gleichzeitig beide mit vielen offenen Fragen zurück. Insofern kann ich dem Klappentexthinweis „nichts für Leute, die dünne Bücher lieben oder sofort Antwort auf alle Fragen wollen“ voll zustimmen. Aber es wird dennoch genügend aufgeklärt, um immer wieder Spannung und großes Interesse für ein Weiterlesen zu erzeugen.

Morgon ist der einzige Charakter, den man als Leser näher kennen lernt. Alle anderen, die Morgons Freunde werden, sind interessant und sympathisch, bleiben aber dennoch eigentlich Teil des größeren Rätsels um Vergangenheit und Zukunft, das sich hoffentlich im zweiten Band ein Stück weiter aufklären wird.

McKillip zeigt in diesem Buch einen sehr fantasievollen Schreibstil, der, wenn sich der Leser darauf einlässt, die Atmosphäre an den unterschiedlichen Orten reich an Details und teilweise märchenhaft wiedergibt.

Einzig ärgerlich war für mich - es sei nur am Rande erwähnt - das Phänomen, das mir sehr oft begegnet, dass sich der Originaltitel „The Riddle-Master of Hed“ als inhaltlich passender erweist als dessen deutsche Übersetzung.

Dass mir das Buch so gefallen hat, zeigt eigentlich, dass dem Buch etwas Zeitloses anhaften muss, wo doch die Originalausgabe 1976 veröffentlicht wurde. Vielleicht liegt es einfach am Genre, vielleicht haben aber auch die Fantasy-Elemente, die mir hier besonders gefallen haben, einen Anteil daran: Gestaltwandler, jahrhunderte alte Rätsel auf mysteriöse Weise verschwundener Zauberer, Vestas, der physikalische Gesetze brechende Große Schrei, geheimnisvolle, abgründige Harfner und verzauberte Schwerter und Harfen. Durch und durch ein Buch der Phantastik, bei dem ich einigen Lesespaß verpasst hätte, wäre es mir nicht zufällig in die Hände gefallen, und dem ich, die ich dieses Genre lesetechnisch bevorzuge, durchaus etwas abgewinnen konnte. Ich würde es als nicht außergewöhnlich aber auch nicht als durchschnittliche Fantasy beurteilen.

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Für mich ist die "Erdzauber"-Trilogie eines der besten Fantasy-Werke überhaupt. Und eines der wenigen, in denen einer Faru (Rendel) eine zentrale, interessante und eigenständige Rolle zugestanden wird. „Erdzauber“ ist vom ersten Band an spannend, transportiert einen feinen, nicht gehässigen Humor, weckt Mitgefühl für alles Lebendige – nicht nur für Menschen – und transportiert ein

"grünes" Verständnis, das ich mir heute öfter wünsche. Und von allem abgesehen ist es wundervolle Flucht-Lektüre.

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Erdzauber Trilogie

Die beste Fantasy Reihe aller Zeiten. Kommt bei mir noch vor Richard und Kahlan, vor Belgarion und CeNedra, vor Frodo und Sam, vor Sonea und Akkarin und weit vor allem anderen.
Das ist anspruchsvolle Fantasy at its best. Leider unterschätzt.

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