Susanne Gerdom: Die schwarze Zitadelle

Susanne Gerdom: Die schwarze Zitadelle

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Susanne Gerdom: Die schwarze Zitadelle
Verlag
ET (D)
2003
Ausgabe
Taschenbuch
ET (Original)
2003
ISBN-13
9783453870758

Informationen zum Buch

Seiten
333

Serieninfo

Sonstiges

Erster Satz
Die Reise in den Norden dieses seltsamen Landes war nicht ganz so anstrengend, wie ich zuerst befürchtet hatte.

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Mit aller Macht versucht die Weiße Hexe Ylenia das uralte Volk der Grennach zu überzeugen, ihrer Nichte Adina das mächtige Herz der Erde anzuvertrauen. Nur so kann Adina mit ihrer Zwillingsschwester Anida die Völker und Länder verschlingende Nebelgrenze stoppen. Derweil ist Anida mit zwei magischen Steinen unterwegs zur Schwarzen Zitadelle, in der ihr verschollener Bruder von einem dunklen Magier gefangen gehalten wird. An diesem unheilvollen Ort lüftet sich ein sorgsam gehütetes GeEheimnis, und plötzlich stehen sich die Schwestern als Feinde gegenüber.

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Die schwarze Zitadelle

Der Kampf von Adina und Anida um den Weltfrieden setzt sich fort: Auf getrennten Wegen arbeiten die Schwestern an ihrem Ziel, alle magischen Herzen zusammen zu bringen, die das Volk der Grennach einst geschaffen hatte. Während sich die Nebelwand weiter ausbreitet, die die Grenze zur Provinz Nebelhort bildet, versucht Anida in der gefährlichen schwarzen Zitadelle ihren Bruder zu finden, der dort gefangen sein soll. Und auch Adina findet sich plötzlich in diesem finsteren Gemäuer wieder - ein Reise, die die Zwillingsschwester wiederum gar nicht so geplant hatte.

"Die schwarze Zitadelle" setzt nahtlos das Buch "Anidas Prophezeiung" fort, das sehr abrupt aufhört und das auch nicht für sich alleine gelesen werden sollte. Es muss allerdings gesagt werden, dass diese unglückliche Teilung eine Entscheidung des Verlags war. Doch, wie ich schon zum ersten Band geschrieben habe, will man am Ende des ersten Buches ohnehin wissen, wie es weitergeht. Während der erste Band recht ruhig ist und sich Zeit lässt, die Protagonisten vorzustellen, liefert der zweite Band die Handlung, auf die der Leser gewartet hat: Der eigentliche Kampf um die Wiederherstellung des Weltfriedens beginnt.

Es gibt eine Warnung der Sturmkrähe, man dürfe nicht alles für bare Münze nehmen und man solle seinen Augen nicht trauen, wenn man in der schwarzen Zitadelle unterwegs ist. Dieselbe Warnung gilt auch für die Lektüre. In der Zitadelle wird es sehr verwirrend, denn die Realitäten verschieben sich gewaltig und es dauert, bis man die Geschehnisse zuordnen kann. Überhaupt spielt Susanne Gerdom mit der einen oder anderen Erwartung und gerade dadurch spielt sie manchen Streich. Das macht am Buch auch viel vom Gesamteindruck aus: Vieles wirkt verdreht, manches wird absichtlich auf den Kopf gestellt, doch am Ende in der Regel schlüssig aufgelöst. Sicher sind mir einige Finessen noch entgangen, weil ich die Spielarten der Fantasy zu wenig kenne, aber genossen habe ich die Lektüre dennoch sehr.

Mit ein Grund dafür ist auch, dass einige gesellschaftliche Phänomene bei Gerdom auf eine Art und Weise präsentiert werden, die auf den ersten Blick nur erzählerische Varianten zu sein scheinen, die auf den zweiten Blick aber viel Möglichkeiten zum Hinterfragen geben. Die Struktur des Grennach-Volkes zum Beispiel gibt da eine ganze Menge her. Sehr interessant fand ich auch, dass die Geschichte von Anida und Adina bis zu deren Tod weitererzählt wird. Das läuft zwar im Vergleich zur Hauptgeschichte wie im Zeitraffer ab, bringt aber manche Details aus der Geschichte zu einem klareren Ende. Und es steckt bereits ein Vorgeschmack auf Band 3 drin, in dem ein hier noch kleines Kind die Hauptrolle spielen wird.

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Die Geschichte knüpft nahtlos an “Anidas Prophezeiung” an und konnte mich wieder von der ersten Seite an verzaubern. Ich durfte sogar meine Lieblings-Nebenfigur aus dem ersten Band noch etwas begleiten: Ylenia. Die Darstellung der ältesten Siedlung der Grennach hat mir sehr gefallen, so viele wunderschöne Ideen! Ganz besonders angetan haben es mir ja die kleinen Schlaf-Nester, die sich sanft im Wind wiegen. So sehr, dass ich meine Höhenangst völlig vergessen und sogar von ihnen geträumt habe…

Es gab so einige Figuren, die mir durch ihre Persönlichkeit ans Herz gewachsen sind – und einen geheimnisvollen Charakter, der mich verwirrt, beeindruckt, beschäftigt und dann neugierig zurückgelassen hat. Da waren einfach noch Fragen übrig, die mir erstmal keine Ruhe gelassen haben. Auch wenn meine Phantasie nicht zu unterschätzen ist, hätte ich mich da über ein paar Details mehr gefreut – auch zu ein paar anderen Dingen.

Die Ereignisse in der Schwarzen Zitadelle haben mich sehr überrascht und teilweise auch erschreckt. Sie gingen in eine ganz andere als von mir vermutete Richtung, waren recht verwirrend und voller Täuschungen. Ich wurde da im ersten Moment schön aufs Glatteis geführt, habe mich zwar ein wenig gewundert aber die Entwicklung nicht angezweifelt. Das kam erst ein wenig später, als Ylenias Reaktion mich etwas stutzig gemacht hat. Was war Täuschung, was war Realität?

Das Ende ist noch etwas besonderes, da es viel weiter als bis zum eigentlichen Abschluss der Ereignisse geht. Viele Jahre später treffen wir wieder auf Anida und Adina, erfahren etwas über ihr weiteres Leben und begleiten sie bis zu ihrem Ende. Auch durch die schnellen Wechsel der Erzählperspektiven wirkt das zwar manchmal ein wenig chaotisch, aber mir hat dieser weitreichende Abschied gut gefallen. Er hinterlässt bei mir ein warmes Gefühl und passt somit wunderbar zu einer liebevollen und lebendigen Geschichte, die mich gefesselt, berührt und verzaubert hat.

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Die Geschichte der beiden Zwillingsschwestern Anida und Adina, die in "Anidas Prophezeiung" ihren Anfang nahm, geht weiter: Noch immer trennt eine dichte Nebelwand das Land in zwei Hälften, wandert weiter Richtung Süden, um weitere Teile zu verschlucken. Doch Anida macht sich trotzdem auf den Weg zur Schwarzen Zitadelle, wo angeblich ihr Bruder Albuin gefangen gehalten wird. Und auch Adina findet sich plötzlich in der Zitadelle wider, wo schließlich ein Geheimnis um die Herkunft der magischen Herzen und der Schwestern gelüftet wird.

Erschien der erste Teil eher vorbereitend, geht es hier nun richtig rund! Die Beschreibungen der Grennach und ihres Lebensraumes, meistert Susanne Gerdom wie erwartet mit viel Atmosphäre. Auch die Charaktere sind niemals so, wie man sie eigentlich erwartet. Liebesbeziehungen, die sich zwischen manchen Protagonisten entwickeln entsprechen niemals den gängigen Klischees, sondern zeichnen sich durch das Außergewöhnliche aus. Hübsche Helden und Heldinnen sind kaum zu finden. Jeder hat seine Ecken und Kanten, werden aber für den Leser innen schön. Doch die Autorin tischt nicht nur ungewöhnliche Charaktere auf, sondern führt den Leser mit diversen Verwirrspielchen und experimentellen Stilmitteln an der Nase herum.

Für die Bestnote reicht es dieses Mal jedoch nicht, da zu viele Fragen, die sich mir sowohl im ersten als auch im zweiten Teil stellten, ungeklärt blieben. Auch geriet die Szene in der schwarzen Zitadelle für meinen Geschmack etwas zu verwirrend. Das Buch selbst ist etwas düsterer als der Vorgänger, den man für das Verständnis des zweiten Teils aber unbedingt gelesen haben sollte. Dafür ist allerdings der dritte Teil, "Das Herz der Welt", wegoptimierbar (laut Autorin).

Trotz der Kritikpunkte gehören die beiden Bücher zu den Sternchen deutscher Fantasyliteratur und ich hoffe, dass sie bald wieder von einem Verlag gedruckt werden.

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"Die schwarze Zitadelle" ist der zweite Band der Anida-Trilogie und schließt nahtlos an den ersten Band "Anidas Prophezeiung" an. Negativ aufgefallen ist mir, dass nirgends im Buch und auch nicht im Klappentext erwähnt ist, dass es sich um die Fortsetzung von "Anidas Prophezeiung" handelt. Diesen Fehler kreide ich allerdings voll dem Verlag an.

Ansonsten ist "Die schwarze Zitadelle" ein wunderbarer Fantasy-Roman mit vielen ungewöhnlichen Elementen und neuen Ideen. Er ist sehr spannend und man kann sich hervorragend mit den Protagonisten identifizieren, für jeden ist etwas dabei ;-) Susanne Gerdom bricht mit den Klischees, die es oft in Fantasy-Romanen gibt. Die "Menschlich"- und Vielschichtigkeit" der Charaktere steht im Vordergrund, nicht etwa Äußerlichkeiten. Aber auch die Charaktere müssen erst lernen einen zweiten Blick zu wagen und die wahren Persönlichkeiten zu erkennen. Den ein oder anderen Leser werden die Geschehnisse sicher auch zum Nachdenken anregen.

Die ersten zwei Bände der Anida-Trilogie bilden eine sehr schön runde Einheit und sollten am besten direkt hintereinander gelesen werden. Im Laufe der Geschichte begleitet man das Leben von Anida und Adina und ich persönlich liebe solche umfassenden Geschichten.

Das Buch erhält von mir die Höchstwertung von 5 Leseratten, ich würde mir allerdings eine Ausgabe in nur einem Buch wünschen. 5 Ratten gäbe es dann natürlich trotzdem :)

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