Susanne Gerdom: Die Seele der Elben

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Susanne Gerdom: Die Seele der Elben
Verlag
ET (D)
2009
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783492701471

Informationen zum Buch

Seiten
491

Serieninfo

Sonstiges

Erster Satz
"Prinzessin! Ach, bitte, Hoheit!"

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Seelentrinker - allein das Wort löst bei dem Halbelben Lluigolf eiskalte Schauer aus. Der Name der teuflischen Geschöpfe klingt ihm unheilvoll und todbringend in den Ohren. Lluigolf verrichtet in der Mark Raakus Dienst auf dem Gut des Markgrafen. Dort verfällt er der atemberaubend schönen Elbin Chantreea. Diese verfolgt jedoch andere Ziele, als er sich erhofft - denn Chantreea gehört zu den gefürchteten Seelentrinkern. Sie giert danach, ihren Opfern die Seele zu entreißen und dadurch ewige Jugend zu erlangen. Chantreea aber hat nicht mit der Widerstandskraft des Halbelben gerechnet. Und auch nicht mit Lluigolfs engstem Verbündeten, dem zwergischen Magier Trurre.

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Die Geschichte um Lluigolf und seine Freunde wirkte auf mich von Anfang an sehr stimmungsvoll und wurde in einem ruhigen Ton erzählt. Dadurch habe ich mich beim Lesen einfach wohl gefühlt und konnte - sicher auch durch die gelungenen Charaktere - tief in diese Welt eintauchen. Das Buch las sich sehr flüssig, konnte mich überraschen und mit tollen Szenen sowie ungewöhnlichen Ideen überzeugen.

Es gab auch einige unheimliche Stellen, die jedoch nie sehr blutig waren und nicht überhand nahmen. Durch viele ruhige, geheimnisvolle und auch humorvolle Momente wurden diese aufgelockert und zu einem abwechslungsreichen Ganzen verwoben.

Ein zentrales Thema sind Freundschaften, sowohl neu entstandene (wie beispielsweise die zwischen Trurre und Lluigolf) als auch schon länger bestehende. Mir gefallen da besonders die kleinen und großen Unterschiede, die diese Beziehungen so besonders machen - und von Offenheit und Toleranz zeugen.

Mit einer Entwicklung kann ich mich leider immer noch nicht so recht anfreunden - auch wenn es eigentlich nichts "schlimmes" ist, so passt es doch einfach nicht zu meinem Gefühl. Allerdings gab es noch so viele andere tolle Figuren, dass ich mich da schnell ablenken konnte.

Eine meiner Lieblingsfiguren war Tijan der Schreiber, er bringt noch mal eine ganz eigene Atmosphäre in die Geschichte. Besonnen, etwas poetisch, geheimnisvoll und mit der Magie seiner Schreibkunst hat er einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen. Ebenso wie einige Nebenfiguren, die sehr liebevoll dargestellt wurden - ganz zu Schweigen von einer tragischen Figur, die mich dann doch noch zum Weinen gebracht hat...

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Nachdem Susanne Gerdom in meinem Augen mit „Elbenzorn“ eine recht ansprechender und innovativer Fantasyroman gelungen ist, war ich sehr gespannt auf „Die Seele der Elben“, ein Prequel mit bekannten Figuren aus dem Vorgängerroman. Und ich wurde nicht enttäuscht; der flüssige und unverbrauchte Schreibstil der Autorin haben mir wiederum ein sehr schönes Leseerlebnis bereitet und ich fühlte mich sehr wohl mit der Geschichte.

Konkret geht es um Lluigolf, eine der Hauptfiguren aus „Elbenzorn“ – dort bereits ein mit allen Wassern gewaschener Haudegen, erleben wir ihn hier als unbedarften Halbelben-jüngling, der gezwungenermaßen in die weite Welt hinauszieht und seine ersten Erfahrungen macht – mit dem Leben an sich, mit Intrigen und Versteckspielen, aber auch mit der Liebe und nicht zuletzt mit geheimnisvollen magischen Kräften, die ihn in ihren Bann ziehen.

Damit er nicht so ganz einsam und verlassen umherirrt, hat die Autorin ihm einige recht interessante Figuren zur Seite gestellt, die seinen Weg fortan begleiten und mit seinem Schicksal verflochten sind. Vor allem möchte ich da natürlich den heimlichen „Star“ aus „Elbenzorn“ hervorheben, den allseits beliebten Zwerg Trurre, der hier als angehender Zauberlehrling seinen Auftritt hat und Lluigolf aus so mancher Patsche hilft.

Aber auch das geheimnisvolle Halbweltmädel Hadmut, der Barde Garness, der geheimnisumwitterte Elb Maris, der magische Schreiber Tijan und die unzufriedene Prinzessin Vanandel sind einige Beispiele für tolle Protagonisten mit einer liebevollen und ausgeprägten Charakterzeichnung, die jeder Figur ihre eigene Note gibt. Selbstverständlich gibt es auch die titelgebenden Elben in der Geschichte, die hier eine ganz eigene Rolle spielen und den Schlüssel für so manche rätselhafte Geschehnisse bilden, ohne aber allzu sehr im Vordergrund zu stehen.

Erfrischend fand ich die Riesenadlerfrau Ranvidar, die als Luxus-Transportmittel herhalten muss und die Handlung mit frechen Sauf- und Seemannsliedern belebt, so dass auch der Humor nicht zu kurz kommt. Überhaupt finden sich neben der doch eher düsteren Haupthandlung sehr viele kleine Szenen, die zum Schmunzeln einladen und mir riesig Spaß gemacht haben. Aber der Roman hat auch eine gewisse poetisch-romantische Seite, ebenso wie eine reichliche Portion Phantastik im ansonsten mittleralterlich geprägten Ambiente und ist weniger episch angelegt, als dies in der Fantasyliteratur oft der Fall ist; daher wirkt die Handlung auch sehr temporeich und hat keine Längen.

Durch den häufigen Perspektivenwechsel werden alle Handlungsstränge gleichmäßig aufgebaut, ver- und entflechten sich immer wieder, bis dann am Ende ein fulminanter Showdown für die Auflösung der zahlreichen Rätsel sorgt, die mich bis dahin immer wieder in Atem hielten. Dennoch bleiben einige interessante Fragen offen und lassen mich hoffnungsvoll auf eine Fortsetzung oder ähnliches spekulieren... Insgesamt ist die Geschichte aber schon in sich abgeschlossen und hat mich auch in der Auflösung voll überzeugt.

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Lluigolf wächst in Weidenheim auf. Hier im ländlichen Gebiet haben sich sowohl Waldelben, als auch Menschen angesiedelt. Trotzdem fühlt sich Lluigolf immer als Außenseiter, in die Familie wird er nicht richtig einbezogen. Schließlich ist er als Spross von Rialinn, seiner menschlichen Mutter und eines unbekannten Elbenmannes, doch etwas sehr seltenes: Ein Halbelb. Als dann seine Liebste, eine junge Elbenfrau namens Siiran, in seinen Armen stirbt, stellt er sich die Frage wie dies denn überhaupt geschehen konnte, schließlich werden Elben nicht einfach so krank. Lluigolf wird von seiner liebenden Mutter fort geschickt in die Residenz Raakus, nach dem Tod Siirans hält ihn nichts mehr in Weidenheim und er zieht mit kargem Geldbeutel los.

Angekommen in Raakus trifft er nicht zuletzt auf Trurre Silberzunge, den Zwerg, einer illustren Truppe von Wachleuten, die aus Orks besteht und Hadmut, die geschickte Diebin und Einbrecherin...


Dieser Roman ist nicht reißend spannend, schnell und hektisch. Nein, im Gegenteil, er bietet Ruhe, sehr lebendige Figuren und eine wunderbare Geschichte, ohne großes Schwertgefuchtel. Genau das macht ihn zu einer tollen Lektüre für ruhige Stunden, in denen man ihn nicht aus der Hand legen wird. Trotz der wenig actionreichen Story, schafft es Susanne Gerdom mit dieser Geschichte zu fesseln. Sie schreibt Fantasy mit einer großen Portion Phantasie, sie stellt mutig "Regeln" auf den Kopf. Ihre Orks zum Beispiel sehen völlig anders aus, als die normalerweise anzutreffenden grünhäutigen Gesellen. Es sind Tiermenschen mit Schafs-, Hunde- und Raubtierköpfen, auch wenn ihr Intellekt dem des tumben grünen Orks in einigen Fällen sehr ähnlich ist.

Die Charaktere entsprechen keinen Archetypen, mit Klischees wird gespielt und immer wieder gebrochen. Es zeigt sich, dass Liebe keine Grenzen kennt. Alter, Geschlecht, Volk, gesellschaftlicher Stand - das alles ist unwichtig, wenn es um Liebe und Freundschaft geht. Gerade das macht diesen Roman wieder zu einem absoluten Vergnügen. Wer will denn auch immer am Ende nur die hübschen Helden glücklich in den Sonnenuntergang reiten sehen? "Die Seele der Elben" ist wie die Anida-Trilogie aus Susanne Gerdoms Feder, ein Paradebeispiel für einen Roman voller Toleranz, der mit jeglichen Vorurteilen aufräumt.

Wem das Spaß macht, wer keine Probleme mit neuen Ideen hat, wer endlich die heimlichen Hauptdarsteller aus Elbenzorn: Trurre und Lluigolf wiedersehen möchte und wer schon immer mal von einer Trinklieder schmetternden Riesenadlerdame lesen wollte, muss dieses Buch lesen!

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