Ulrike Schweikert: Die Seele der Nacht

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Ulrike Schweikert: Die Seele der Nacht
Verlag
ET (D)
2003
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ISBN-13
9783426196434

Informationen zum Buch

Seiten
336

Serieninfo

Sonstiges

Originalsprache
deutsch

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Das Mädchen Tahâma ist die Einzige, die ihr Volk vor dem Schattenlord retten kann, neben dem selbst das Nichts zu verblassen scheint. Auf ihrer gefahrvollen Reise durch die Wälder Phantásiens lernt sie Cerédas kennen, der bereit ist, ihr zu helfen. Tahâma kann nicht ahnen, dass der junge Mann nach einem Angriff des Werwolfs Gmork selbst ein dunkles Geheimnis hat ...

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Dieser Roman ist eindeutig einer der schwächeren aus der Reihe "Die Legenden von Phantásien".

Zunächst einmal muss ich feststellen, dass die Verbindung zur "Unendlichen Geschichte" hier kaum zu erkennen ist. Es gibt einen Prolog und einen Epilog, in dem der Alte vom wandernden Berg die Geschichte Phantásiens aufschreibt, und auch Atréjus Reise wird nebenbei angesprochen, der Werwolf Gmork hat einen kurzen Auftritt - das war es aber dann schon mit den Gemeinsamkeiten. Das an sich wäre nicht so schlimm; schliesslich haben andere Autoren der Legenden von Phantásien ebenfalls Romane geschrieben, die sich sehr weit vom Original entfernt haben. Aber wenn schon keine inhaltliche Verknüpfung zur Unendlichen Geschichte besteht, dann hätte ich mir wenigstens gewünscht, dass die Atmosphäre Phantásiens um so besser transportiert wird - dies ist aber nicht einmal ansatzweise gelungen. Der Horror steht in dieser Geschichte eindeutig im Vordergrund und drückt ihr seinen Stempel auf, entsprechend düster ist sie geraten.

Von diesem Kritikpunkt abgesehen, hat der Roman auch an sich seine Schwächen. Einerseits ein "Roadmovie" durch die Länder Phantásiens, ist über lange Strecken keine Ziel erkennbar, bzw. ändern sich ständig die Zielorte, die man zu erreichen versucht, und so stolpern die Protagonisten hin und her zwischen verschiedenen Städten und Gegenden, kehren immer wieder zu Plätzen zurück, die ich schon erleichtert abgehakt hatte.

Ähnlich ziellos ist auch die Handlung selbst konstruiert; viele Wirrungen und Rätsel, aber bevor es eine vernünftige Erklärung gibt, tun sich schon wieder neue Fragen auf, die leider zum Teil am Ende offen bleiben. Einige Ideen haben mir im Ansatz recht gut gefallen, aber was hilft das schon, wenn sie nicht konsequent bis zum Ende durchgedacht werden. An manchen Stellen konnte ich nur mit dem Kopf schütteln, weil völlig unpassende Elemente in die Handlung eingebaut wurden.

Die Figuren selbst blieben mir zu größten Teil sehr fremd, obwohl manche von ihnen durchaus Potential haben. Die angedeutete Liebesgeschichte zwischen den Hauptfiguren Tahâma und Céredas hätte mir sehr gut gefallen, leider geht ihr unterwegs die Luft aus. Einzig der Erdgnom Wurgluck, eigentlich eine Nebenfigur, hat mich durch seine Ähnlichkeit mit Engwyck und seinem typischen Gnomcharakter überzeugt; hier erkannte ich den echten Phantásier wieder.

Ein holperige Sache also, das Ganze, und auch der Sprachstil konnte da nichts mehr retten; zu unbeholfen kamen mir die Bemühungen der Autorin vor, sich in eine phantastische Welt einzufinden. Schade, dass dieses Experiment missglückt ist, zumal wie gesagt, einige Ansätze durchaus gut sind. Nur mit der Umsetzung hapert es gewaltig.

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Das friedliebende und künstlerischen Volk der Blauschöpfe wird nicht nur durch das Nichts bedroht, sondern auch von dunklen Kreaturen, die des nachts ihr Unwesen treiben. Ein zur Kindlichen Kaiserin entsendeter Bote kehrt nicht zurück und die Blauschöpfe machen sich auf den Weg in ein geheimnisvolles, fruchtbares Land, das sich angeblich ständig erweitert. Nur Tahâma, die Tochter des entsendeten Boten, wartet auf ihren Vater und verbleibt alleine in dem einst blühenden Dorf, in dem nun jedoch Schattenwesen alles Schöne zerstören. Tatsächlich kehrt ihr Vater schwer verletzt von seiner Mission zurück: Gescheitert und im Sterben liegend, kann er dem jungen Mädchen nur noch den machtvollen Stein Krîsodul und den verzweifelten Rat, sich von ebenjenem geheimnisvollen Land fernzuhalten, auf den Weg geben. Doch Tahâma zieht es zu ihrem Volk und sie macht sich auf die gefahrvolle Reise, ein paradiesisches Land zu finden. Ihrem Weg schließen sich der mutige Jäger Ceredas und der kauzige Erdgnom Wurgluck an.

Autorin Ulrike Schweikert machte sich vor allem mit ihren historischen Romanen einen Namen. Dass mehr in ihr steckt, beweist sie nun mit einem weiteren Teil der Legenden von Phantásien - einem Projekt des Knaur Verlages, zu dem bisher noch zwei weitere Teile gehören. So merkt man beim Lesen auch schon die nötige Schreibroutine, wobei man allerdings nicht den Fehler machen darf, Michael Endes "Die unendliche Geschichte" direkt mit "Die Seele der Nacht" zu vergleichen. Zwar wird auch hier wieder Bezug auf die Rettung Phantásiens vor dem Nichts genommen, doch die eigentliche Geschichte hat nichts damit zu tun.

Zwischendurch hat das Buch ein paar Längen, doch es überrascht vor allem mit dem liebenswerten Erdgnom Wurgluck und einem unerwarteten Ende. Insgesamt ist es - wie auch "Der König der Narren" von Tanja Kinkel - düsterer als "Die unendliche Geschichte" selbst und "Die geheime Bibliothek des Tillman Thaddäus Trutz" von Ralf Isau. Auch die Idee, mit den Blauschöpfen ein Volk zu schaffen, das durch Musik, Melodie und Rythmus zu heilen und Magie zu wirken vermag ist - wenn auch nicht besonders neu - so doch wunderschön herausgearbeitet. Der Jäger Ceredas bleibt unnahbar und mir leider während des Lesens entsprechend blass. Doch vor allem der so nicht erwartete Schluß hat es mir angetan.

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Meinung: Ganz ehrlich, Leute: ich wüsste nicht, wofür ich diesem Buch eine "Ratte" verschenken bzw. auch nur irgendein Detail, das ich auch nur annähernd interessant und weiterlesenswürdig emfpunden hätte, bescheinigen sollte.

Denn ein solches hat es über 370 Seiten lang beim besten Lesewillen nicht gegeben! Dass Ulrike Schweikert ihrem Werk einen eher düsteren Stempel aufzudrücken versucht, finde ich ja eigentlich gut - ich bin kein Fan von diesem häufigen Zuckerguss-Flair in Fantasygeschichten. Was dabei rausgekommen ist, finde ich jedoch einfach nur schrecklich: ständig erzählt sie von "Schatten der Nacht", "rotglühenden Augen" und "Kapuzen, die das Gesicht verdecken", alle zwei Seiten tischt sie uns die Erscheinung irgendeines neuen, mordlüsternden Monsters auf, und irgendwann kam ich mir vor wie in 'nem RPG. Dabei bleibts aber auch. Nun gut, zwischen durch kommt es da beispielsweise zu einer ziemlich wilden Hetzjagd zwischen den Hauptprotagonisten und besagten Untieren, aber auch die war für mich relativ spannungsarm.

Warum? Die Antwort liegt wohl u.A. bei den Charakteren. Die sind Ulrike Schweikert - beim besten Willen - wirklich furchtbar oberflächlich und klischeehaft geraten. Während es sich bei den "Bösen" nur um den bereits erwähnten Haufen rotäugiger Widerlinge handelt, sind die "Guten" natürlich allesamt von einer attraktiven (Ceredas), zarten (Tahama) oder zumindest erheiternden Gestalt (Wurgluck).

Und, ich will ja nicht gemein sein, aber dabei bleibt es auch größtenteils. Keine näheren Charakterezüge, keine Details. Nichts. Dabei hätten die "Blauschöpfe" sicher ein recht interessantes Völkchen mit ihrer musikalischen Ader abgegeben - leider hab ich gerade von der die ganze Zeit über gar nichts bemerkt. Die Autorin lässt zwar mal öfter einfließen, wie Tahama gerade mal wieder ein Liedchen anstimmt - das war's jedoch schon, das hervorstechendste Merkmal (das auch immer und immer wieder Erwähnung findet) sind ihre blauen Haare. Ceredas wiederum ist nicht nur als Figur ansich relativ leer geblieben, sein Volk erinnert mich auch entschieden zu viel an das von unserem Büffeljäger Atréju.

Was, und damit kommen wir zum nächsten Punkt, aber auch die einzige Parallele zu der unendlichen Geschichte zu sein scheint - die und deren Problematik (das "Nichts") gehen in der "Seele der Nacht" (der Titel ist wohl das noch Beste an der Geschichte, reicht aber allein auch nich' für 'ne Gnadenratte aus) völlig unter, ständig wird von Punkt A nach B gehechelt, dem Schattenlord (wow, mal im Ernst, wer hätte einen Mann mit diesem Titel nur mit dem Bösen in Verbindung gebracht ... sorry, aber das ist wirklich nicht besonders einfallsreich) und seinem finsteren Geheimnis hinterher.

Eine unphantás(t)ischere Story hab ich bisher noch nicht in die Finger gekriegt, also gibts für den Plot ansich wohl auch keine Ratte. Sorry! Damit ist Ulrike Schweikerts Geschichte bisher die für mich Schwächste aus der "Legenden"-Reihe. Kann sein, das andere Leute mehr damit anfangen konnten, aber ich habe jeden Cent bereut, den ich dafür ausgegeben habe.

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Eine äußerst spannende Geschichte um Tahama, ein Mädchen vom Volke der Blauschöpfe, das aufbricht, um ihrem Volk zu folgen, daß in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft nach Nazagur aufbrach, da das eigene Land vom alles vernichtendem Nichts bedroht wird. Tahamas Weggefährten hierbei sind der kauzige Erdgnom Wurgluck, eine äußerst liebenswerte Kreatur, sowie der geheimnisvolle Jäger Ceredas, zu dem sich Tahama sehr hingezogen fühlt. Doch auch in Nazagur finden sie keinen Frieden, da das Land Nacht für Nacht von Angst und Schrecken verbreitenden Kreaturen heimgesucht wird.

Beim Lesen fielen mir immer wieder Parallelen zum Herr der Ringe auf, sei es zum einen die Spinnenfrau Crachna, deren sehende Augen an Galadriels Spiegel erinnern oder zum Anderen der dunkle Lord, den es zu vernichten gilt, sowie sein entsetzliches Gefolge von Untoten, die einen an die schwarzen Reiter von Mordor erinnern.

Das tut der Geschichte aber keinen Abbruch, da sie einen von Anfang an in den Bann zieht und bis zuletzt spannend bleibt.

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Ich hatte mir das Buch irgendwann mal auf einem Flohmarkt gekauft und die Hintergründe der Geschichte wurden mir erst während der LN klar. Es handelt sich dabei um eine Geschichte die in "Phantasien" spielt also als eine Ergänzung zur "Unendlichen Geschichte" aufgefasst werden muss.

Es geht hier im den Blauschopf Tahama und den Jäger Ceredas, die eine sucht ihr Volk, welches vor dem Nichts geflohen ist, der andere eigentlich auf dem Weg zur kindlichen Kaiserin schließt sich Tahama nach einem Biss Gmorks und der "Heilung" durch einen Gnom an.

Von Beginn an war mir die Geschichte zu gekünstelt und konstruiert. Die Charaktere blieben oberflächlich und ihre Handlungen ohne tieferen Sinn. Die Beziehung des reisenden Dreiergespanns war ohne Tiefe, die angedeutete Liebe zwischen Tahama und Ceredas war nur spärlich dargestellt, und auch die Beziehung Tahamas zu Ihrem Volk empfand ich als verwirrend. Ich hätte gern etwas mehr über die Blauschöpfe erfahren. Ich glaube ich hätte das Buch abgebrochen, wenn nicht zur Mitte hin wenigstens ein bisschen Spannung aufgekommen wäre, die mich motiviert hat, das Buch zu beenden. Immerhin wollte ich wissen wie es ausgeht, wohl der einzige Pluspunkt dem ich diesem Buch geben kann.

Gern hätte ich ein paar Seiten mehr gelesen, wenn das Buch dadurch an Emotion und Tiefe gewonnen hätte, wenn mehr Details erwähnt wurden wären, die interessant und fesselnd dargeboten werden. Doch all diese Feinheiten fehlten diesem Buch, so dass ich hier nur 2 Leseratten vergeben kann.

Vielleicht ist es ja als Kinder- oder Jugendbuch gedacht, doch selbst hierfür empfinde ich es zu karg und ohne " innere Atmosphäre". Eigentlich sehr schade, doch ich habe gehört das andere Bücher der Phantasien - Reihe besser sein sollen, vllt. versuche ich es doch nochmal damit...

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