Kai Meyer: Die Seiten der Welt

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Kai Meyer: Die Seiten der Welt
ET (D)
2014
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ISBN-13
9783841421654

Informationen zum Buch

Seiten
560

Serieninfo

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Während sie die Stufen zur Bibliothek hinablief, konnte Furia die Geschichten schon riechen: den besten Geruch der Welt.

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Handlungsort

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Furia Salamandra Faerfax lebt in einer Welt der Bücher. Der Landsitz ihrer Familie birgt eine unendliche Bibliothek. In ihren Tiefen ist Furia auf der Suche nach einem ganz besonderen Buch: ihrem Seelenbuch. Mit ihm will sie die Magie und die Macht der Worte entfesseln.
Doch dann wird ihr Bruder entführt, und Furia muss um sein Leben kämpfen. Ihr Weg führt sie nach Libropolis, die Stadt der verschwundenen Buchläden, und an die Grenzen der Nachtrefugien. Sie trifft auf Cat, die Diebin im Exil, und Finnian, den Rebellen. Gemeinsam ziehen sie in den Krieg – gegen die Herrscher der Bibliomantik und die Entschreibung aller Bücher.

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Eine Buchwelt voller Phantasie und Gewalt

Am besten gefiel mir an diesem Buch der Anfang. Hier wird der Leser auf kurzweilige Weise in eine phantasievolle interessante Buchwelt eingeführt. Die unterirdische Bibliothek im Haus der Familie Faerfax mit all den originellen Wesen, die sie bevölkern (Origami-Vögel, dieser Buchstabenschwarm) hat mir sehr gut gefallen, auch die Idee der Bibliomantik und der Sprünge, und Furias Briefwechsel mit Severin. Kai Meyers Phantasie ist voller guter Ideen! Gerne hätte ich hier, in der Residenz, mit Furia noch mehr Zeit verbracht. Meine absoluten Lieblinge sind übrigens die Leselampe und der Sessel und die Dialoge der beiden - schon alleine ihretwegen lohnt sich die Lektüre von "Die Seiten der Welt".

Doch ab der Mitte des Buches, nach Furias Ankunft in der Bücherstadt Libropolis, hatte das Buch deutliche Längen. Für meinen Geschmack gab es zu viel zielloses Herumgerenne und Verfolgungsjagden. Das war zwar zeitweise recht spannend, aber auch grausam und bedrohlich und ein bisschen wirr. Personen traten auf und verschwanden gleich wieder. Irgendwie fehlte mir hier die klare Linie. Die bibliomantischen (und sonstigen) Zusammenhänge hätten hier deutlicher herausgearbeitet werden können. Wie Furia tappt der Leser hier sehr lange im Dunkeln. Außerdem geht es mir in Kai Meyers Bücherwelt zu brutal und gewaltvoll zu, ohne dass eine Notwendigkeit hierfür erkennbar wäre.

Gegen Ende steuert die Handlung dann jedoch wieder auf ein klares Ziel zu und obwohl ein paar Unwahrscheinlichkeiten passierten, klärt sich einiges. Das Ende ist nicht völlig hoffnungslos und macht neugierig auf Band 2 (Nachtland).

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Buch, Bücher und noch mehr Bücher

Inhalt:
Fünf Familien waren ursprünglich Mitglieder der Adamitischen Akademie. Doch die Rosenkreutz wurden ausgeschlossen und werden seitdem verfolgt. So leben sie heimlich und zurückgezogen unter dem Namen Fairfax in England. Hier wachen sie über eine riesige Bibliothek. Die 15-jährige Furia hat das bibliomantische Talent ihres Vaters geerbt und hilft ihm, den Fehler eines Vorfahren auszubügeln, indem sie „Leere Bücher“ auf der ganzen Welt suchen und zerstören, denn diese Leeren Bücher sind gefährlich …

Aufmachung:
Mit dem Golddruck auf dem Schutzumschlag und auch auf dem inneren Cover ist das Buch schon rein äußerlich ein Schmuckstück. Toll fand ich auch, dass ein wunderschönes Libropolis-Lesezeichen beiliegt, da dieses Lesezeichen auch in der Geschichte eine Rolle spielt.

Meine Meinung:
Ich hatte große Erwartungen an dieses Buch, vielleicht zu große. Eine Welt, in der sich alles nur Bücher dreht, ist für mich an sich schon magisch. Doch wurde hier zwar viel über Magie geschrieben, es fühlte sich für mich aber gar nicht so magisch an, wie ich erwartet hatte. Durch seitenweise Erklärungen und Beschreibungen dieser Welt gab es doch einige etwas langatmige Stellen. Doch sind sie notwendig, denn die Welt, die Kai Meyer sich hier ausgedacht hat, ist sehr komplex und fantasievoll. Alles dreht sich um Bücher, Bücher und Bücher. Bibliomanten können mit Hilfe von Büchern Magie wirken. Exlibris werden gejagt, und Lesezeichen wachsen auf Bäumen. Furia Fairfax ist auf der Suche nach ihrem Seelenbuch, dem einen Buch auf der ganzen Welt, das zu ihr gehört und ihre magischen Kräfte voll entwickeln kann. Auf der Flucht vor den Agenten kommt Furia nach Libropolis, der Stadt der Bücher, deren Vorbild das real existierende walisische Dorf Hay-on-Wye ist. Hier findet das Mädchen neue Verbündete, doch kann sie nie ganz sicher sein, wem sie trauen kann und wem nicht. Dabei lernt sie immer mehr über ihre eigenen Fähigkeiten und über die Welt, in der sie lebt.

Furia ist zwar eine interessante Protagonistin, die sich nicht einfach in eine Schublade stecken lässt. Aber leider blieb sie für meinen Geschmack etwas zu blass. Ich hatte bis zum Schluss kein konkretes Bild von ihr und konnte mich nicht mit ihr identifizieren. Manche ihrer Handlungsweisen konnte ich nicht nachvollziehen. Ihre Sympathien wechselt sie zum Teil so locker wie andere das Hemd. Da konnte ich mich in ihren kleinen Bruder Pip schon besser hineinversetzen. Schade, dass seine Auftritte eher kurz waren.

Insgesamt ist es aber schon ein tolles Buch, das ich gerne gelesen habe und das mir einige Stunden Lesevergnügen beschert hat.

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(Aktualisiert: 27 Oktober 2014)
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Die Seiten der Welt

EDES BUCH HAT GEHEIME SEITEN - EIN MAGISCHER ROMAN VOLLER PHANTASTISCHER ABENTEUER
„Während sie die Stufen zur Bibliothek hinablief, konnte Furia die Geschichten schon riechen: den besten Geruch der Welt.“ Furia Salamandra Faerfax lebt in einer Welt der Bücher. Der Landsitz ihrer Familie birgt eine unendliche Bibliothek. In ihren Tiefen ist Furia auf der Suche nach einem ganz besonderen Buch: ihrem Seelenbuch. Mit ihm will sie die Magie und die Macht der Worte entfesseln.

Doch dann wird ihr Bruder entführt, und Furia muss um sein Leben kämpfen. Ihr Weg führt sie nach Libropolis, die Stadt der verschwundenen Buchläden, und an die Grenzen der Nachtrefugien. Sie trifft auf Cat, die Diebin im Exil, und Finnian, den Rebellen. Gemeinsam ziehen sie in den Krieg – gegen die Herrscher der Bibliomantik und die Entschreibung aller Bücher.

Sehnsüchtig wartet die fünfzehnjährige Furia auf ihr Seelenbuch, denn nur damit wird sie zu einer richtigen Bibiomantin, die sich die Magie der Bücher zu Nutzen machen kann. Aber nach einem Büchersprung mit ihrem Vater, auf der Suche nach einem Leeren Buch, überschlagen sich die Ereignisse. Ihr kleiner Bruder Pip, der die Fähigkeit der Bibliomantik nicht geerbt hat, wird entführt und nur Furia kann ihn retten. Dazu muss sie allerdings nach Libropolis, der Stadt der Buchhandungen. Eine Auftragsmörderin ist ihr allerdings dicht auf den Fersen und sie will ein ganz bestimmtes Buch. Wenn Furia ihr dieses gibt, besteht allerdings die Gefahr der Entschreibung, was bedeuten würde, dass alle Bücher aus der Welt verschwinden würden. Zusammen mit ihren neuen Freunden versucht Furia alles, dies zu verhindern und außerdem ihren Bruder zu retten.

Bibliomanten, die die Magie der Bücher nutzen. Seelenbücher, die zu den Bibliomanten gehören. Exlibri, Romanfiguren, die aus den Büchern fallen und in der wirklichen Welt landen. Libropolis, eine Stadt voller Buchhandlungen. Ein Friedhof toter Bücher, die bei Bücherkämpfen "sterben". Schnabelbücher, die für diese Kämpfe missbraucht werden. Kai Meyers Phantasie scheint keine Grenzen zu kennen. "Die Seiten der Welt" ist mein erstes Buch von ihm und ich bin total begeistert.

Diese Geschichte ist einfach wundervoll. Man taucht in eine völlig andere Welt ab, die Welt der Bücher. Spannung, Herz und Humor, das Buch hat alles, was es braucht, um den Leser von der erste Seite an gefangen zu nehmen. Und trotz all der Fantastik kann man doch Parallelen zum echten Leben finden.

Ein Muss für alle Büchersüchtigen und für alle, die Bücher über Bücher lieben. Und deswegen gibts das komplette Rudel Sterne.

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Es steckt so viel mehr in Büchern ;)

Fazit:

Ein klasse Auftakt des ersten Teils. Es war durchgehend spannend und die Charaktere waren für mich sehr authentisch. Ich bin schon sehr gespannt auf Teil zwei.

Bewertung:

Kai Meyer hat hier seine eigene Welt erschaffen. Es gibt, Buchstaben, die aus Büchern zerfallen Büchern gefallen sind und sich mit ihr unterhalten. Auf ihre ganz eigene Art. Origami-Vögel, die den Staub essen, um die Bücher frei davon zu halten und Schimmelrochen, die aus Nässe entstehen. Eine total umwerfende Welt. Und es gibt so vieles mehr zu entdecken. Auf jeder Seite entdeckte ich neue Sachen. Durch diese Welt und auch durch die Handlungen, fand ich das Buch sehr spannend.

Furia ist sehr authentisch. Bisher ist sie nicht total überzogen und schafft auf Anhieb nicht alles. Sie ist eben noch am Anfang. Öfter ist es ja so, dass die Hauptperson besonders mächtig ist und das auch ziemlich schnell. Und auch gegen Supergegner gegen anstinken kann. Furia zum Glück nicht.
Außerdem verfolgt sie ihre Ziele. Sie lässt sich nicht von der Rettung von Pip abringen, komme was da wolle.

Dann gibt es da noch einige andere Charaktere. Die ich alle auch sehr authentisch finde, auch wenn nicht alle nett sind. Manche müssen auch erstmal eine Wandlung durchmachen.
Also da sind Cat und Finnian, beide starke Persönlichkeiten. Besonders hinter Finnian steckt einiges mehr. Und auch hinter Cats erst angenommenen harten Schale, steckt ein weicherer Kern, wenn man sie kennt.

Das Buch ist aus verschiedenen Sichten geschrieben. Meistens aus der Sicht von Furia. Aber es wird auch mal aus der Sicht von Finnian, Cat oder Mater Antiqua erzählt. Alles sehr spannend. Mehrere Perspektiven finde ich ja meistens sehr interessant. Da ich dadurch mehr Charaktere wirklich kennenlernen kann.

Schön fand ich auch und das passiert nicht oft, das alles eigentlich sehr schön zusammengepasst hat. Es waren keine unnötigen Handlungen vorhanden. Auch keine Handlungen wo ich dachte, ja jetzt taucht Furia auf und alles wird anderes. Und auch nichts wo ich dachte, Hä? Wie kam das denn jetzt. Meistens denke ich das ab und an mal bei Büchern und sie können dann trotzdem noch gut sein. Aber hier fand ich alles sehr schön zusammen passend.

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Wird Furia ihren Bruder wiederfinden?

Furia war auf dem Weg in die Bibliothek. Sie musste unbedingt nachsehen, ob das Buch noch da war, das sie versteckt hatte. Denn ihr Vater vernichtete alle Bücher von Siebenstern, ihrem Urahn. Doch da gab es eines das Fantastico Fantasticelli, der Herr des herbstlichen Halblichts Hieß, und das war Furias Lieblingsbuch. Sie hatte es von ihrer Mutter, die bei Pips Geburt gestorben war. Pip war Furias kleiner Bruder, der Angst vor Clowns hatte, und deshalb oft mit einer Clownsmaske herumlief. Auf ihrem Weg durch die Bibliothek musste sie sich gegen einen Schimmelrochen wehren.
Als sie zurück in die Wohnung kam wollte ihr Vater schwarzes Eis und Furia wusste was das hieß: Er hatte wieder ein leeres Buch gefunden und wollte es vernichten. Und sie sollte ihn bei diesem Sprung begleiten. Für einen Sprung brauchten sie zwei haargenau gleiche Bücher, eines am Start und eines am Ziel. Genauso wieder um zurück zu springen. Kaum hatten sie das leere Buch gefunden, wurden sie entdeckt, und Furias Vater wurde angeschossen. Schwer verletzt und mit Hilfe von Isis Nimmernis – die ihr Vater als den Feind bezeichnete – konnte sie mit ihm zurückspringen. Doch nichts konnte ihm mehr helfen.
Furia hatte einen Freund in der Vergangenheit. Zweihundert Jahre lagen dazwischen. Sie hatte ihn gefunden durch ein bestimmtes, leeres Buch. In dieses Buch schrieb sie etwas und kurz darauf stand eine Antwort da. Und so ging es immer weiter, sie unterhielt sich mit Severin. Und sie war immer mehr davon überzeugt, dass er Siebenstern war. Nach dem Tod ihres Vaters wurde die Residenz überfallen und alle Bediensteten ermordet. Furia konnte sich noch in einen vorbeifahrenden Zug retten, aber sie hatte nicht die Kraft ihren Bruder Pip den Kavalieren zu entreißen. So machte sie sich allein auf den Weg nach Libripolis um Kyriss zu finden. Sie fand nicht nur Kyriss sondern auch Finnian und Cat. Und sie traf die Exlibris, die von allen verabscheut wurden. Und eines Tages kam sie in einen Wald, in dem die zerfetzten Bücher bestattet wurden und neue Bäume wuchsen. Und dort rettete sie Isis das Leben. Doch etwas hatte sich an ihr verändert…...
Wird Kyriss Furia helfen können? Ist Isis wirklich der Feind wie Furias Vater geglaubt hatte? Wird Furia ihren Bruder Pip aus den Fängen der Umgarnten befreien können? Wer ist die Drahtzieherin hinter den Aktikonen der Umgarnten und warum ist sie so? Wer war Severin? Das alles erfährt der geneigte Leser beim Lesen dieses Buches.
Dies ist ein Fantasy-Buch in dem nichts so ist wie es scheint. Das Buch ließ sich leicht und flüssig lesen. Die Geschichte zog mich gleich in seinem Bann, und die Spannung war von Anfang an in dem Buch. Ich konnte mich sehr gut in die Protagonistin hineinversetzen. Ich litt mit Furia, ich freute mich mit ihr, als sie ihren Bruder wieder fand und hasste mit ihr die Umgarnte. Das Buch ist wieder hervorragend geschrieben wie von Kai Meyer erwartet. Ganz am Schluss hat mich allerdings ein kleiner Punkt gestört, denn das Auftauchen dieser Person hätte ich nicht erwartet. Aber das ist nicht sooo wichtig. Es hat mir insgesamt jedenfalls sehr gut gefallen und erhält von mir fünf Sterne.

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