Catherine Fisher: Die vergessene Kammer

Catherine Fisher: Die vergessene Kammer

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Catherine Fisher: Die vergessene Kammer
Verlag
ET (D)
2015
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
Crown of Acorns
ET (Original)
2010
ISBN-13
9783442264063

Informationen zum Buch

Seiten
320

Sonstiges

Originalsprache
amerikanisch
Übersetzer/in
Erster Satz
Mein Name war verfemt.

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Handlungsort

Handlungsorte
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Zac ist Lehrling bei dem berühmten Baumeister Jonathan Forrest. Einem Mann, der ebenso besessen ist von den Mysterien der Druiden wie von seiner kühnen architektonischen Vision. Doch Forrests Vorhaben, eine gigantische spiralförmige Straße namens King’s Circus zu bauen, scheitert. Und da erkennt Zac, dass die wahre Leidenschaft seines Meisters gar nicht der Straße gilt, sondern einer Kammer, die Forrest im Herzen des King’s Circus einbauen will – um darin ein Geheimnis zu verbergen. Doch welches Geheimnis könnte einen solchen Aufwand wert sein?

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Andere Erwartungen

Sulis ist ein 17jähriges Mädchen, das seit Jahren von einer Pflegefamilie in die nächste weiterzieht. Es hat den Anschein, als wäre sie in einer Art Zeugenschutzprogramm, sie bekommt einen neuen Namen und soll niemandem von ihrer Vergangenheit erzählen. In Bath, bei ihren neuen Pflegeeltern, scheint sie sich zum ersten Mal seit langer Zeit wohl und sicher zu fühlen. Sie nimmt einen Ferienjob an und führt ein beinahe normales Leben. Doch dann hat sie wieder den Eindruck, dass sie jemand verfolgt. Ist wirklich jemand hinter ihr her oder bildet sie sich das ein? Was ist in ihrer Kindheit Schreckliches geschehen? Nach und nach vertraut sie sich ihrem Kollegen Josh an und begibt sich gemeinsam mit ihm auf die Reise in ihre Vergangenheit.

Ich muss gestehen, ich hatte etwas anderes von dem Buch erwartet. Das Cover hat mich mehr in Richtung Fantasy denken lassen. So war ich zwar nicht direkt enttäuscht, musste aber einfach meine Erwartungen während des Lesens komplett umwerfen und mich auf die Geschichte, die hier erzählt wird, neu einlassen.

Wobei es eigentlich drei Geschichten sind. Die von Sulis ist nur ein Teil der Handlung. Ein weiterer handelt von Bladud, dem sagenhaften König, der einst die heilsamen Quellen von Bath entdeckt haben soll. Seine Abschnitte sind die kürzesten im Buch, dabei hätte ich gerne mehr von ihm gelesen.

Der dritte Handlungsstrang befasst sich mit dem Baumeister Jonathan Forrest und dessen Lehrling Zac. Forrest ist ein begnadeter Architekt und hat die Vision einer kreisförmigen Anlage mit Wohnhäusern um einen runden Mittelplatz herum. Doch die Geldgeber sind zunächst wenig angetan von seinen Plänen und selbst unter seinen eigenen Mitarbeitern ist er vor Sabotage nicht sicher.
Das Bindeglied zwischen den drei Geschichten ist dieser King’s Circus, der schließlich doch gebaut wird und in einem der Häuser Sulis Jahrzehnte später lebt.

Obwohl ich die Ansätze aller drei Geschichten interessant fand, konnte ich mit der Geschichte um Sulis wenig anfangen und Bladud kam mir, wie bereits erwähnt, zu kurz. Forrest und Zac waren spannend, aber einen historischen Roman hatte ich wirklich nicht erwartet und so fühlte ich mich beim Zuklappen des Buches einigermaßen ratlos.

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Der Kreis ist die älteste Magie

Die junge Sulis zieht zu ihrer neuen Pflegefamilie nach Bath, die in dem kreisrunden King's Circus wohnen, einem Bau, der seinerzeit von Jonathan Forrest erbaut wurde. Sulis trägt seit 10 Jahren ein düsteres Geheimnis mit sich und ist auf der Flucht vor einem unbekannten Mann, der sie auch in ihrem neuen Zuhause zu verfolgen scheint.

Der junge Zac ist aufgrund von Spielschulden seines Vaters gezwungen, einen Beruf zu erlernen und geht bei dem Architekten Forrest in die Lehre. Da Forrest ein großer Anhänger der druidischen Mythologie und von König Bladud ist, ist die Erbauung des kreisrunden Circus sein größter Traum. Zufällig erfährt Zac, daß Forrest eine geheime Kammer in den Circus einbauen will.

Es handelt sich bei diesem Buch um keinen fantastischen Roman, sondern es geht eher um alte Legenden rund um die Stadt Bath mit einem Hauch Mystik. Das Buch unterteilt sich in drei Handlungsebenen, die sich immer wieder abwechseln: die eine Ebene spielt in der Gegenwart und beleuchtet das Leben von Sulis in ihrer neuen Pflegefamilie sowie ihre Angst vor dem Verfolger aus der Vergangenheit.

Die zweite Ebene spielt in der Vergangenheit und erzählt die Geschichte des Architekten Jonathan Forrest sowie seinem Assistenten Zac und dem Bau des King's Circus, in dem später Sulis neue Familie wohnen wird.

Die dritte Ebene liegt weit in der Vergangenheit und erzählt die Legende von König Bladud und seiner Verbindung zu den heißen Quellen von Bath.

Zu Beginn des Buches tauchen eine Menge Fragen auf, die im Laufe der Handlung Stück für Stück beantwortet werden. Auf den ersten Blick haben die drei Handlungsstränge eigentlich keine Auswirkung aufeinander, bei genauerem Hinsehen entdeckt man aber Ähnlichkeiten zwischen den Zeitebenen, die dennoch eigenständig blieben. Der Circus und die heißen Quellen sind die Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

Die Charaktere sind gelungen dargestellt, mit guten und schlechten Seiten, mit Ecken und Kanten. Sie haben ihre Geheimnisse und kämpfen gegen ihre inneren Dämonen und Eitelkeiten, die nur allzu menschlich sind.

Nicht alle Fragen werden am Ende des Buches aufgelöst, dem Leser bleibt noch Platz für eigene Spekulationen, was ich aber für dieses eher ruhige Buch sehr passend finde.

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Die vergessene Kammer

“Die vergessene Kammer” ist die Geschichte von Bladud, dem kranken und gefallenen König, der geheilt wird. Der Quelle und den Kreisen sei Dank.

„Die vergessene Kammer“ ist die Geschichte des Lehrlings Zac und dessen Meister Jonathan Forrest, die der Leser bei der Errichtung einer außergewöhnlichen architektonischen Meisterleistung, dem King’s Circus, begleiten darf.

„Die vergessene Kammer“ ist die Geschichte von Sulis, einem jungen Mädchen kurz vor der Volljährigkeit, die seit einem schrecklichen Ereignis in der Kindheit von einer Pflegefamilie zur nächsten wandert, weil sie sich verfolgt fühlt. Doch nun scheint sie endlich angekommen. Ein Gefühl von zu Hause sein macht sich breit in ihr, als sie zu ihren neuen Pflegeeltern Hannah und Simon zieht, die in einer Wohnung im King’s Circus leben. Bald schon darf Sulis auch einer Arbeit nachgehen und zwar in den römischen Bädern der Stadt, bei den heißen Quellen. Doch dann taucht der Verfolger von Sulis wieder auf.

Die drei Handlungsstränge rund um die Steinkreise, die Quellen und den King’s Circus, haben allesamt etwas Faszinierendes. Sie werden umwoben von ganz einfachen fantastischen Elementen. Alleine die Begeisterung für ausgefallene Architektur und die Tatsache, dass von einer Quelle Heilungsmöglichkeiten ausgehen, schaffen eine ganz besondere Atmosphäre für diese Geschichte.

Catherine Fischer versteht es den Leser vor Rätsel zu stellen, ihm immer neue Häppchen vorzuwerfen um dann irgendwann die Verbindung der einzelnen Handlungsstränge zueinander besser zu verstehen.

Man sollte hier nicht zu viele fantastische Elemente erwarten, sondern eine ausgefallene magische Geschichte, die deutlich macht, welche Faszination ausgefallene Bauwerke auf den Menschen ausüben können. Architektur kann einzigartig sein, wenn man sie lebt und liebt. Außerdem wirkt sie lange nach, weit über den Tod hinaus.

Gerade hierbei kommt auch den Protagonisten der Geschichte eine entscheidende Rolle zu. Sie sind lebensecht mit guten und schlechten Seiten, Ecken und Kanten und dadurch in jeder Hinsicht glaubhaft.

„Die vergessene Kammer“ lädt ein das Geheimnis zu entschlüsseln. Das Geheimnis dreier Geschichten, die, richtig verbunden, vielleicht nur eine einzige Geschichte sein werden.

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Magisches Füllhorn

Cathrine Fisher - "Die vergessene Kammer" - Blanvalet
König Bladud, gibt uns eine Einführung in die Geschichte und begleitet uns bis zum Schluss, er regierte ein altes Volk und musste es traurig verlassen, die Seuche hatte ihn gezeichnet, aber er begegnete einem Wunder und kehrte zurück, sein Ruf als Heiler und Druide gilt heute noch als Legendär, sein Volk feiert ihn noch heute..
Eine andere Zeitebene erzählt von Forrest einem leidenschaftlichen Baumeister, der Stonehenge und die Kraft des Kreises verehrt, dies führt zu einer architektonischen Vision, die nur er selbst versteht, eine unglaubliches Bauwerk soll entstehen, seine Pläne sind ebenso geheim, wie die Kammer, die das ganze perfektioniert und zu einem großen Mysterium macht. Zac, ein verarmter Gentleman aus gutem Hause, wird sein Lehrling, sein Assistent, seine Vergangenheit könnte das Unternehmen gefährden, aber sein Lehrherr glaubt an ihn. Forrest ist sehr großmütig, er nimmt auch eine junge Frau auf, die er von der "Straße" rettet. Nicht wenige halten ihn wegen seines Idealismus für verrückt, verschroben.
In der Gegenwart gibt es ein Mädchen, das auf der Flucht vor einem Unbekannten ist, viele verschiedene Namen und Eltern hat die bald 18jährige Sulis schon gehabt, seit sie ein kleines Kind war, trägt sie ein Geheimnis mit sich herum..und immer noch, hat sie das Gefühl, das ein mysteriöser Schatten ihr folgt..
---
Alte Legenden, Geheimbünde und ein Mädchen dem ein dunkler Schatten folgt, spannend erzählt und über 3 Zeitebenen verküpft. Ein magisches Füllhorn an Fantasie!
Ach, was war das doch für ein schönes Buch, für mich hätte es ruhig etwas dicker sein können. Ich hoffe man wird mehr von Cathrine Fisher hören, danke an Literaturschock und den Blanvatet Verlag!
5/5

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Sehr schön und stimmig

Das Buch ist in drei einzelne Geschichten unterteilt, jede spielt in einer anderen Zeitepoche und doch handeln sie alle vom gleichen Ort, den King’s Circus. Schon zu Beginn des Buchs war ich gefesselt von den Ereignissen und neugierig wie sich die Geschichten wohl zusammenfügen könnten. Catherine Fisher schafft es hier in einem in sich sehr stimmigen und am Ende schön abgeschlossenen Roman den Leser mit auf eine geheimnisvolle Reise zu nehmen. Jeder ihrer Charaktere, vor allem Zac und Sulis, machen eine sehr starke Entwicklung durch und verändern sich. Doch auch diese Veränderungen sind stimmig und nachvollziehbar. Neben der Entwicklung der Charaktere ist ein weiteres bestimmendes Thema die Architektur. Auch hier schafft sie es, dass man sich als Leser dafür begeistern kann.
Sprachlich ist das Buch eher einfach, was aber dafür sorgt, dass man es sehr flüssig lesen kann. Für ein Jugendbuch finde ich es sehr gut. Allerdings fand ich, dass für einen Fantasy-Roman zu wenig fantastische Elemente vorkamen. Insgesamt aber trotzdem mehr als lesenswert.

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Was verbirgt sich in der Kammer?

Zum Inhalt:

Sulis, ein siebzehnjähriges Mädchen zieht zu seinen neuen Pflegeeltern in den King’s Circus, jenes Bauwerk, was einst der berühmte Baumeister Jonathan Forrest umsetzte, gemeinsam mit seinem Lehrling Zac.

Zum Buch:

In drei Ebenen erfahren wir, wie der King’s Circus entstanden ist. Diese drei Ebenen spielen sich in drei verschiedenen Epochen ab.

Zwar heißt es, das Buch sei ein Fantasyroman, doch man könnte meinen, es sei keiner, doch die Fantasyelemente verstecken sich eher in der Geschichte des Buches.

Die Figuren sind mir alle ins Herz gewachsen, jede der Protagonisten macht seine eigene Entwicklung durch und ist auf seine Art und Weise besonders.

Besonders die zweite Zeitebene um Zac fand ich schön und interessant, weil mir die Leidenschaft der Figuren, was die Architektur und des Kings‘ Circus gefiel und der Hauch von Geschichte, Geheimnissen und Intrigen war hier besonders spürbar.

Nur die Auflösung von Sulis Untertauchen fand ich etwas zu aufgesetzt, das hat bei mir einen schalen Nachgeschmack hinterlassen.

Aber die Übergänge der Ebenen ist der Autorin sehr gut gelungen, es gab keine Stolpersteine.

Der Stil ist auch recht flüssig, so dass man nicht ins Stocken kommt.

Alles in allem ist es ein tolles Buch, das sicher noch ein paar Seiten mehr vertragen hätte.

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Neue Ideen

Inhalt:

Schon ihr ganzes Leben lang ist Sulis auf der Flucht. Auf der Flucht vor dem Mann, der ihre beste Freundin umgebracht hat.
Zac's Vater hat sein ganzes Vermögen verspielt, sodass Zac nun beim Genie Jonathan Forrest in die Lehre gehen muss. Forrest hat Ideen, die revolutionär sind und mit dem King's Circus möchte er ein Gebäude erbauen, das für die Ewigkeit gedacht ist.
Und dann ist da noch König Bladud...

Meine Meinung:

"Die vergessene Kammer" von Catherine Fisher wird teilweise dem Fantasy-Bereich zugeordnet, doch dies stimmt nur bedingt. Es gibt fantastische Elemente, aber im Zentrum der Geschichte steht ein eigenwilliges und wenig verbrauchtes Thema im Bereich Jugendbuch: Die Architektur.

Obwohl Zac und Sulis die Hauptpersonen sind, dreht sich doch alles um den King's Circus. Diese Häuserzeile an einer runden Strasse ist es, die die ganze Geschichte in Fahrt bringt und Zacs und Sulis Zeitebene miteinander verbindet.

Bladud, Zac und Sulis erzählen jeweils ihre Geschichten und fordern den Leser so heraus, Zusammenhänge zu finden, zu rätseln und Geheimnisse zu lüften. Von letzterem gibt es jede Menge, vor allem in Sulis' Kapiteln. Vieles wird aufgegriffen und angedeutet, schon dachte ich, dass die Autorin vieles unausgesprochen lässt und auf einen nächsten Band verschibt (ich schreibe aus Erfahrung).

Dem ist aber nicht so! "Die vergessene Kammer" ist wundervoll in sich abgeschlossen und bietet ein rundes Ende, das einige Überraschungen bietet. Die letzten Kapitel des Buches haben mir dementsprechend auch am besten gefallen.

Doch nicht nur mit dem Thema betritt Catherine Fisher neue Pfade. Als Beispiel möchte ich hier Zac anführen, der alles andere als sympathisch ist. Er ist ein ziemlicher Antiheld, nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht und verhält sich ganz und gar nicht normkonform. Aber er ist eine Hauptfigur. Mit Zac zeigt uns Fisher, dass nicht jeder Mensch einfach immer gut und mutig und heldenhaft ist. Ein Mensch hat Fehler, er kann egoistisch sein, uneinsichtig und zu sehr in der Vergangenheit verankert. Nein, Zac muss man nicht mögen, aber nur schon, dass er für das Buch so wichtig ist, finde ich grossartig. Es gefällt mir, wenn Autoren neue Wege gehen und es schaffen, für Überraschung zu sorgen.

Fishers Figuren entwickeln sich alle sehr stark, auch Zac. Sulis, die Anfangs noch unter ihren Panikattacken leidet, lernt, ihrer Angst ins Gesicht zu blicken. Eine wichtige Botschaft des Buches. Auf diese Art und Weise lernt der Leser, dass es gut ist, sich seiner Angst zu stellen. Daran wächst man und das merkt man auch Sulis an.

Die Sprache ist klar und schlicht gehalten, weswegen sich das Buch auch gut lesen lässt. Man stolpert kaum und doch schafft es Fisher, Tiefe herzustellen. Mein einziger Kritikpunkt ist, dass Sulis ihrem Mitarbeiter Josh zu schnell vertraut. Meiner Ansicht nach passt dies nicht so ganz zum Konzept "Vertraue keinem, verrate niemandem, wer du bist".

Fazit:

Ein Buch, das sich flüssig lesen lässt und einige neue Ideen in die Welt der Jugendliteratur bringt. Der Fokus auf den Bau des Gebäudes und seine Bedeutung über mehrere Zeitebenen hinweg ist gelungen aufgebaut und nach anfänglicher Skepsis las ich die Geschichte sehr gerne.

Meine Zweifel wurden zerstreut und Fisher beweist, dass sie eine gute Erzählerin ist. Vor allem die Charakterentwicklungen und die Wende zum Schluss sind sehr starke Pluspunkte die für "Die vergessene Kammer" sprechen.

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Ein schöner Roman

Inhalt
Sulis hat mit sieben den Tod ihrer Freundin erlebt, die von einem Dach gestoßen wurde. Seitdem fühlt sie sich verfolgt, denn der Täter konnte niemals gefasst werden. Mittlerweile ist sie 17, und hofft, in Bath, welches früher Aquae sulis genannt wurde, endlich ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen, und mit einem neuen Namen ein neues Leben zu beginnen. Doch die Schatten der Vergangenheit reichen weit. Im Aquae Sulis der Vergangenheit kämpfen der Baumeister Forrest und sein Lehrling Zac dafür, ein einzigartiges Bauwerk zu errichten – den King‘s Circus, eine einzigartige, kreisrunde Häuserreihe, welche die Krönung von Forrests Arbeit darstellen soll. Doch auch andere wollen von Forrests einzigartigem Plan profitieren.

Meine Meinung
Das Buch wird auf drei Ebenen erzählt. Zum einen gibt es Sulis, die in Bath ein neues Leben beginnen will, dann gibt es noch Zac, aus dessen Perspektive die Ereignisse um Forrest und den Bau des Circus berichtet werden. Und als drittes gibt es immer wieder kurze Einschübe über Bladud, einen Druiden-König, der Jahrhunderte vor Forrest bereits die heilenden Quellen von Aquae Sulis entdeckte, und begann, dort eine Stadt zu errichten. Insgesamt steht aber bei Sulis und Zac immer der Circus im Vordergrund.

Die Charaktere haben mir insgesamt gut gefallen. Besonders der geniale und dabei sehr gutmütige Forrest war ein echter Sympathieträger. Er hat sich nicht im die Meinung der anderen geschehrt, sondern war einfach ein guter Mensch, und hat sich ganz seinem Traum, dem Bau des King’s Circus hingegeben. Und auch, dass er sowohl Zac, als auch Sylvia aufgenommen hat, war wirklich gut von ihm. An den anderen Charakteren hat mir vor allem gefallen, dass sie sich im Laufe des Buches sehr schön weiterentwickeln. Sulis wird von ihrer Vergangenheit sehr belastet, doch sie schafft es, sich ihr zu stellen, und so die Schatten zu besiegen. Gestört hat mich allerdings ihre Vertrauensseligkeit gegenüber ihrem Arbeitskollegen Josh, dass passte irgendwie nicht zu ihrer paranoiden Art. Und schließlich sollte von ihrer Vergangenheit ja niemand etwas erfahren. Auch Zac macht eine schöne Entwicklung durch, und erkennt, was wirklich wichtig ist.

Die Story an sich hat eine sehr schöne Erzähl-Geschwindigkeit und eine klare Sprache, die leicht zu lesen ist. Insgesamt hat mir aber trotzdem irgendwas gefehlt, und obwohl das Ende den Kreis schön geschlossen hat, blieben für mich noch zu viele Fragen offen. Außerdem hatte ich vor allem bei der Geschichte von Bladud das Gefühl, das mir auch hier noch etwas gefehlt hat.

Fazit
“Die vergessene Kammer“ ist ein schöner Roman, der sich leicht lesen lässt, und tolle Charaktere zu bieten hat. Dennoch hat mir an der Geschichte am Ende irgendwas gefehlt und für meinen Geschmack waren noch zu viele Fragen offen.

Ein großes Dankeschön an Blanvalet und literaturschock.de für das Rezensionsexemplar.

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