Judith Vogt, Christian Vogt: Die zerbrochene Puppe

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Judith Vogt, Christian Vogt: Die zerbrochene Puppe
ET (D)
2012
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783867621564

Informationen zum Buch

Seiten
400

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Schlagworte
Erster Satz
Ich vermochte nicht zu sagen warum, aber irgendwie sah es bizarr aus.

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Die Physikerin Æmelie stellt auf einer Konferenz in Venedig den Prototypen einer Brennstoffzelle vor. Kurz darauf dringen wandelnde Tote in ihre Unterkunft, die sie mit ihrem Mann Naðan bewohnt, und töten die Wissenschaftlerin, der es gerade noch gelingt, ihrem Mann die Flucht zu ermöglichen. Das Letzte, was sie ihm mit auf den Weg gibt, ist Æmelies alte Porzellanpuppe Ynge, die von nun an Naðans beste Freundin wird, da sie mit der Stimme seiner verstorbenen Frau spricht. Die sterblichen Überreste seiner geliebten Frau indes verschleppen die wandelnden Kadaver. Die Polizei kann seiner Spur bis nach Æsta, einer schwimmenden Stadt auf einem Eisberg, folgen, wo sie sich verliert. Der verzweifelte Naðan jedoch beschließt, weiter nach Æmelies Leiche zu suchen. Mittellos sucht er zwischen Gewerkschaftlern, Huren und Opiumsüchtigen nach dem Täter.Eine Odyssee beginnt, in deren Verlauf Naðan zahlreiche Irrungen und Wirren durchleben muss, ehe er einem schrecklichen Geheimnis auf die Schliche kommt. Zuvor jedoch muss er mit friesischen Luftpiraten und der Spionin Tomke nach Hochgotland im Harz, um eine Streitmacht gegen Æsta auszuheben.

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Mein erster Steampunk-Roman

Inhalt:
Die hochbegabte Physikerin Dr. Æmelie von Erlenhofen befindet sich mit ihrem Gatten Naðan in Venedig, um bei dem dortigen Kongress der Naturwissenschaften den Prototyp ihrer neuartigen Brennstoffzelle vorzustellen. In der Nacht dringen seltsame Geschöpfe in ihr Zimmer ein und bringen Æmelie um, Naðan gelingt die Flucht mit Æmelies Porzellanpuppe Ynge, die seine Frau ihm in die Hand drückt – und die nach deren Tod mit Æmelies Stimme zu ihm spricht.
Die sterblichen Überreste von Æmelie werden verschleppt. Es stellt sich raus, daß Shellys, Leichen, deren Körper durch Mechanik und Elektrizität betrieben werden, für den Tod von Æmelie verantwortlich sind. Die Spur führt Naðan nach Æsta, einer schwimmenden Stadt auf einem Eisberg. Dort kommt er einem furchtbaren Geheimnis auf die Spur.

Meine Meinung:
Dieses Buch ist mein erster Steampunk-Roman, wird aber sicherlich nicht mein Letzter sein. Mit dem Anfang des Buches habe ich mich etwas schwer getan, was aber nicht damit zu tun hatte, daß es sich nicht flüssig lesen lassen würde. Anfangs plätschert die Handlung einfach vor sich hin und ich konnte zuerst irgendwie keinen roten Faden erkennen. Außerdem war mir Naðan anfangs auch eher unsympathisch: er wirkte konfus, ziellos und etwas weltfremd. Auch mit der Puppe Ynge hatte ich zuerst meine Probleme und ich konnte nicht verstehen, daß Naðan es einfach so akzeptiert, daß Ynge mit ihm spricht, obwohl das eigentlich nicht möglich wäre.

Nach den ersten 50 Seiten allerdings hat mich die Handlung immer mehr gefangen genommen, so daß ich das Buch am liebsten in einem Rutsch durchgelesen hätte.

Der Roman spielt im eiszeitlichen 19. Jahrhundert an wechselnden Handlungsorten: von Venedig geht es per Luftschiff nach Æsta, einer schwimmenden Stadt, die auf einem Eisberg liegt – und die ihren Standort in der Ost- bzw. Nordsee immer wieder wechselt, je nachdem, welche Rohstoffe sie gerade fördert. Die Reise führt die Leser später auch noch nach Helgoland und nach Hochgotland.
Die Autoren beschreiben die Orte sehr detailliert und lebendig, so daß ich sie mir leicht bildlich vorstellen konnte.

Die Handlung wird beinahe ausschließlich aus Naðans Sicht beschrieben, so daß der Leser die Umgebung und Charaktere durch seine Augen wahrnimmt. Daher kam es auch, daß ich anfangs meine Probleme mit dieser Figur hatte. Denn Naðan von Erlenhofen ist alles andere als ein Held: er ist ein Tagträumer, ein Snob und ein Hasenfuß – und er ist Maler. Dementsprechend dilettantisch sind auch seine ersten Ermittlungsversuche. Außerdem scheint die Damenwelt sich berufen zu fühlen, sich um den Witwer körperlich kümmern zu müssen, was diesem eigentlich widerstrebt, sich aber nicht dagegen zu erwehren weiß. Da er aber entschlossen ist, die Mörder seiner Frau zu fassen und ihre sterblichen Überreste zu finden, bleibt es nicht aus, daß er in die ein oder andere gefährliche Situation gerät, in der er sich behaupten muß – und in der ich öfters über ihn schmunzeln mußte. Auch Ynge habe ich schließlich ins Herz geschlossen, ohne die Naðan weiterhin ziellos umhergeirrt wäre und die ihm ab und an auch den Kopf wäscht.

Weiterhin hat mir Tomke, die friesische Luftschiffpiratin, sehr gut gefallen: sie teilt mit Naðan den Traum vom Fliegen. Und Maschinen-Margaret in Hochgotland fand ich auch toll mit ihrer Begeisterung für alles Mechanische und ihren aufziehbaren Hamster, die für Licht sorgen.

Am Schluß des Buches gibt es filmreife Action und ein paar Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet hätte – das Ende war ganz nach meinem Geschmack. Mir hat das Buch und Naðans Entwicklung sehr gut gefallen und ich würde mich freuen, wenn ich den ein oder anderen Charakter wiedertreffen würde.

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Ganz okay

Ich habe schon schlechteres, aber ich habe auch schon besseres gelesen. Am Anfang habe ich mich einfach auf die Handlung eingelassen, was nicht so leicht ist weil der Leser im Grunde genauso im Regen steht wie Nathan. Da alles aus seiner Perspektive erzählt wird können wir als Leser nur miträtseln was passiert ist, wieso seine Frau getötet wurde und vor allem von wem.

Dass die Puppe Ynge plötzlich spricht scheint ihm überhaupt keine Probleme zu machen. Ich hätte mir hier ein wenig mehr erwartet, aber er akzeptiert es einfach so als wäre es das normalste von der Welt. Dann beginnt seine kopflose Jagd nach den Mördern seiner Frau. Er rennt einfach durch die Gegend ohne Plan und Ziel. Ja vielleicht ist man in der Situation nicht rational aber einfach ohne Geld sich aufmachen um auf eine Insel zu fahren von der man nichts weiß ist gelinde gesagt dämlich.

Aesta hat mir dann gut gefallen, die Leute die dort leben und die Probleme die sie haben. Und schon geht die Reise für Nathan weiter nach Helgoland. Dieser Teil war für mich zu lang und auch zu langweilig. Das Problem meiner Ansicht nach ist hierbei die Ich-Perspektive. Man erfährt nicht was auf Aesta los ist oder was die anderen planen. Das hätte ich schon spannend gefunden.

Das einzige was mir wirklich sehr gut gefallen hat ist die Wandlung Nathans. Vom erschreckten ängstlichen Menschen hin zum wagemutigen Haudegen. Auch Tomke, eine Frau die er im Laufe der Handlung kennen lernt fand ich ein sehr gelungener Charakter und noch einige andere auf Helgoland.

Der Schluss ging mir dann fast zu schnell, zuerst plätschert die Geschichte dahin und dann überschlagen sich die Ereignisse und das Buch ist plötzlich aus. Und vor allem am Ende wusste ich nicht so recht was ich davon halten sollte. Da kommen noch einige Wendungen die mir gar nicht gefallen. Von daher bin ich bei dem Buch eher ratlos.

Es ist jetzt ein paar Tage her seit ich das Buch weggelegt habe und ich bin mir immer noch nicht sicher ob ich es nun gut oder nicht gut finden soll.

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