Bewertungsdetails

Unglaublich fantastisch
Gesamtbewertung 
 
5.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
5.0
Charaktere 
 
5.0
Sprache & Stil 
 
5.0
Matty wusste schon immer, dass seine Familie etwas ganz besonderes ist. Wie genau besonders kann er aber nur raten, denn niemand will so richtig mit der Sprache rausrücken. Aus allem wird ein Geheimnis gemacht.

Nach einer äußerst peinlichen Situation, geschieht mit Matty etwas sonderbares, und schneller als gedacht erfährt er was es heißt Teil der "unglaublichen Familie Telemachus" zu sein.

Die Familie Telemachus: Das sind die allein erziehende und mit Geldsorgen geplagte Irene mit ihrem pubertierenden Sohn Matty. Irenes Brüder Frankie und Buddy. Der eine ist immer überschuldet, der andere scheint auf einen anderen Planeten zu leben. Und natürlich Teddy, er ist der Vater und das Familienoberhaupt.

Aus der Perspektive dieser fünf Hauptakteure wird abwechselnd in zwei Zeitebenen erzählt. Auch wenn das eine Menge Sichtweisen sind, konnte ich doch jeden Augenblick der Handlung folgen.

Die Handlung selbst war für mich etwas besonderes. Zu Anfang war es so, als würden gleichzeitig fünf verschiedene Romane erzählt werden. Jede Figur schien ihr eigenes Ding zu drehen. Die Familienmitglieder leben fast alle unter dem gleichen Dach, untereinander gab es aber nicht so viele Interaktionen. Dadurch schien es auch fast so, als ob die Handlung nur so vor sich hin plätschert. Einen roten Faden konnte ich lange nicht entdecken und ich fing schon an mich zu fragen, wo das alles hinführen soll.

Aber nicht eine Sekunde lang habe ich mich dabei gelangweilt. Im Gegenteil, durch diesen Erzählstil gewann die Handlung praktisch im vorbeigehen an Dichte und Spannung. Aus fünf verschiedenen Strängen entwickelte sich nach und nach ein einziger. Ein Strang, der unaufhaltsam auf das große Unbekannte, das drohende ZAP zusteuert.

Die Figuren aber waren das Highlight überhaupt. Ich hatte als Leser schon lange nicht mehr das Vergnügen auf so komplexe Figuren zu treffen. Sie sind alles, was man sich als Leser nur wünschen kann. Ihr Handeln blieb immer unvorhersehbar, sie waren teilweise sogar richtig rätselhaft, aber alle sind sie voller Macken, und nicht jeden von ihnen möchte man mögen.

Besonders Teddy hatte es mir angetan. Gerade bei ihm war ich mir lange Zeit unsicher ob er jetzt unglaublich, oder einfach nur total durchgeknallt ist. Und ob sein Talent ein Talent oder nur eine Masche ist. Aber egal wen er gerade austrickste, er blieb dabei stehts ein perfekter Gentlemen.

Dieses Buch ist definitiv das was man "etwas anderes" nennt. Es ist von allem etwas: Ein wenig fiktiv, humorvoll, es hat Drama und ein bisschen Krimi,... aber vor allem ist es unglaublich.
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