Bewertungsdetails

Fantasy & Phantastik 2169
Muss nicht sein
Gesamtbewertung 
 
2.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
2.0
Charaktere 
 
2.0
Sprache & Stil 
 
2.0
Ich habe das Buch in schwedischer Übersetzung unter dem Titel "Nattens väktare" gelesen.

Kurzbeschreibung laut Amazon:
In Russland das Kultbuch schlechthin und erfolgreicher als "Der Herr der Ringe" oder "Harry Potter:" Sergej Lukianenkos "Wächter der Nacht" - eine einzigartige Mischung aus Fantasy und Horror über den ewigen Kampf zwischen den Mächten des Lichts und der Finsternis.


Auch mir hat die Grundidee gefallen, wenngleich der Kampf zwischen Gut und Böse nun auch wirklich nichts Neues ist. Aber immerhin lässt Lukianenko die beiden Mächte in einem empfindlichen Gleichgewicht ruhen und hinterfragt auch "Gut" und "Böse", lässt seinen Helden überlegen, ob er, der doch zu den "Guten" gehört, denn wirklich nur Gutes tut, worin denn der eigentliche Unterschied zwischen den beiden konkurrierenden Parteien besteht. Ein Gedanke also, der in Gut-versus-Böse-Büchern meist nicht gestellt wird. Allerdings arbeitet Lukianenko diese Idee meiner Meinung nach nicht weit genug aus. Es bleibt bei Antons Überlegungen, ohne dass wirkliche Konsequenzen daraus gezogen würden. Schließlich bleibt doch alles beim Alten. Enttäuschend.

Die erste der drei Geschichten hat mir noch recht gut gefallen. Lukianenko führt geschickt in seine Welt ein, wobei mir Moskau als Handlungsort auch zugesagt. Mal was Anderes für eine sonst mehr nach Westen hin orientierte Leserin. Spannung kann Lukianenko auch erzeugen und halten, allerdings mit dem Abstrich, dass mir die Lösung des Rätsels, wer denn nun die Frau verflucht habe, viel zu früh klar wurde. Und der Endkampf - naja, ich mag nun mal keine großen Endkämpfe . Aber insgesamt doch eine recht gute Geschichte.

Meine ziemlich positive Einstellung zu dem Buch verflüchtigte sich jedoch mit der 2. und 3. Geschichte mehr und mehr. Die 3 Geschichten aren zu ähnlich im Aufbau und so wurden die Schwächen immer deutlicher. Die Figurengestaltung ist nun mal nicht sonderlich gut, die moralischen Fragen werden mir (siehe oben) nicht tiefgreifend genug behandelt und die Sprache... Nun ja, ich weiß nicht, wieviel nur der miserablen schwedischen Übersetzung zu verdanken ist (ich habe den Anfang mit einer deutschen Leseprobe verglichen, wobei die deutsche Version weit besser wegkam), aber auch mit Rücksicht auf Übersetzungsschwächen erscheint mir Lukianenko nicht gerade ein sprachgewaltiger Autor zu sein, um es mal vorsichtig auszudrücken.

Trotz des Versuches, mehr zu bringen, bietet das Buch leider doch nur Standardkost und die noch nicht einmal besonders gut zubereitet. Schade. Die Fortsetzungen werde ich mir wohl sparen. (Obwohl, irgendwie würde ich schon gerne wissen, wie Lukianenko aus der Sicht der Bösen erzählt. Er hat einen gewissen Chips-Effekt, nicht gut, aber man kann trotzdem nicht aufhören zu essen.)
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