Bewertungsdetails

Fantasy & Phantastik 1433
Unruhen auf Bisola
Gesamtbewertung
 
5.0
Plot / Unterhaltungswert
 
5.0
Charaktere
 
5.0
Sprache & Stil
 
5.0
Auf Bisola wird das Leben durch den Wechsel von Tag und Nacht bestimmt: jahrzehntelang herrschen Tag bzw. Nacht, bevor die Dämmerung anbricht. Die Menschen leben in der Nacht in eisiger Kälte, während die Sasseks, amphibische Wesen, den heißen Tag bevölkern. Ein alter Pakt besagt, daß die Menschen beim Tag-Nacht-Wechsel mit der Nacht zu wandern haben, während die Sasseks nachrücken. – so wird das friedliche Zusammenleben zwischen Mensch und Sassek gewährleistet. Die Grauwacht sorgt dafür, daß die Wanderungen und Übergaben der Metropolen reibungslos vonstatten gehen. Nun ist es wieder soweit, die Dämmerung zieht herauf, aber es geschehen mysteriöse Dinge: die Monde verändern ihre Farbe und die Dämmerung schwindet nicht.

In diesem Buch erweckt der Autor eine Welt mit einer faszinierenden Ordnung zum Leben, in der es jahrzehntelang dauert, bis die Nacht bzw. der Tag zu Ende gehen. Dadurch entstehen in dieser langen Zeit ganz eigene Lebensräume, die von ihren Bewohnern teilweise das Äußerste abverlangen. Sehr geschickt gibt der Autor Stück für Stück Einblick in die Herausforderungen, die durch diese Lebensräumen entstehen.

Der Fokus der Handlung liegt zu Beginn mitten in der Nacht, in einer eisigen Ödnis und auf dem abtrünnigen Grauwachtmitglied Remon, der von einer ehemaligen Kameradin aufgespürt und der Gerechtigkeit überführt werden soll. Remon lebt heimlich mit seiner Frau Nata und dem gemeinsamen Kind in der abgeschiedenen Gemeinschaft Erdblut – ein hartes Leben, in dem nur die Starken eine Chance haben.

Wie der Autor dann den Leser mit auf eine Reise durch Bisola nimmt, ist sehr raffiniert gelöst und gemeinsam mit dem Protagonisten kommt man dem Geheimnis von Bisola und des ungewöhnlichen blauen Lichts auf die Spur.

Ich kannte bisher nur die Schattenherren- und -kultromane des Autors, die sehr düster sind und mit ihren Charaktere nicht gerade glimpflich umgehen. „Grauwacht“ ist deutlich weniger düster und auch die Protagonisten werden pfleglicher behandelt, was mir sehr gut gefallen hat.

Die Charaktere sind wieder sehr gut gelungen: Remon ist als Mitglied der Grauwacht ein Kämpfer, aber seine Familie bedeutet ihm noch mehr. Sehr gut hat mir seine Besonnen- und Aufgeschlossenheit gegenüber den Sasseks gefallen, ebenso wie seine ausgeprägte Diplomatiefähigkeit.

Remons Frau Nata ist ebenfalls für einige Überraschungen gut, mit denen ich anfangs nicht gerechnet hatte. Sie ist sehr wissbegierig und will herausfinden, was es mit dem mysteriösen blauen Licht auf sich hat.

Und natürlich war ich sehr gespannt, die amphibischen Sasseks kennen zu lernen und ihre Art zu leben.

Die Auflösung bzw. das Geheimnis von Bisola hat mich schlußendlich überrascht, auch wenn ein paar Hinweise zuvor gestreut wurden, die eine bestimmte Richtung angedeutet haben – und es ist in der Geschichte eine wichtige Botschaft versteckt, die mir sehr gut gefallen hat.

Hervorheben möchte ich auch die wunderschön gestaltete Karte von Bisola, die man gleich zu Beginn des Buches findet..
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