Bettina Belitz: Dornenkuss

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Bettina Belitz: Dornenkuss

Autor

Biografie & Bibliografie von
Verlag
ET (D)
2011
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ISBN-13
9783839001233

Informationen zum Buch

Seiten
813

Serieninfo

Sonstiges

Schlagworte
Erster Satz
Es wird der Tag kommen, an dem du dir wünschst, jemand anderes zu sein.

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Handlungsort

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Elisabeth Sturm hat am eigenen Leib erfahren, welche Gier, welche zerstörerische Kraft und welches Grauen in der Welt der Mahre lauern und doch hält sie an ihrer Liebe zu Colin fest. Erschöpft und bis ins Mark verletzt, fürchtet und ersehnt sie den Tag, an dem er zurückkehrt und sie sich auf die Jagd nach Tessa machen, der uralten Mahrin, die ihr Glück bedroht. In Italien hoffen sie, Tessa auf die Spur zu kommen und Hinweise auf Ellies verschollenen Vater zu erhalten. Fast gegen ihren Willen findet Ellie in der Hitze, dem Meer und der Kargheit des Landes die Ruhe, nach der sie sich seit Monaten sehnt, und dankbar gibt sie sich diesem neuen, freien Leben hin. Als von unerwarteter Seite ein Verbündeter auftaucht, scheinen die Antworten auf Ellies Fragen plötzlich greifbar. Aber je tiefer sie in das Geheimnis der Mahre eindringt, desto größer werden Ellies Zweifel: Ist selbst ihre Liebe nicht stark genug, um gegen Colins Hunger zu bestehen?

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Weniger wäre mehr gewesen

Im Abschlussband dieser Trilogie reisen Ellie und ihre Freunde nach Italien, um Tessa unschädlich zu machen und Ellies Vater zu finden. Zwei große Ziele, die im Verlauf des Buches ein bisschen untergehen. Bettina Belitz beschreibt hier seitenweise irgendwelchen Alltagskram, der die Handlung kein bisschen vorwärts bringt, während sie entscheidende Vorkommnisse mit wenigen Sätzen abhandelt.

Mit den Charakteren stand ich bei diesem Band größtenteils auf Kriegsfuß. Ellie entwickelt sich noch nerviger als bereits in den vorherigen Bänden, Colin glänzt durch fast dauerhafte Abwesenheit, Paul und Gianna bleiben relativ blass. Lediglich Tillmann erweist sich als starker, wenn auch etwas zweifelhafter, Charakter.

Langweilige Abschnitte wechseln sich mit gefühlvollen oder spannenden ab. Aber da Colin fast nie auftritt, fehlt der Geschichte irgendwie der Zauber. Und wenn er mal auftritt, reagiert er eher abweisend gegenüber Ellie. Die ganze Zeit fragte ich mich beim Lesen, wo hier eigentlich die große Liebe geblieben ist. Davon ist nicht mehr viel zu spüren. Insgesamt herrscht eine recht düstere Atmosphäre, was sich ja auch schon im Cover widerspiegelt.

Trotz allem lassen sich auch die langweiligen Abschnitte gut lesen, da die Autorin es versteht, durch ihre Sprache zu begeistern. Ein weiteres Plus ist, dass die Auflösung am Ende wirklich logisch erscheint und die meisten Fäden zusammenlaufen. Der Leser erkennt schließlich, dass all das Nervige, das ihm beim Lesen untergekommen ist, seinen Sinn in der Handlung hat.

Mit dem Ende kann ich gut leben, wobei ich mir aber auch jedes andere Ende vorstellen könnte.

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Dornenkuss

Dornenkuss ist der Abschluß der Trilogie um Elisabeth Sturm und ihre Liebe zu dem Nachtmahr Colin. Elisabeth reist mit ihren Freunden und ihrem Bruder nach Italien, um ihren verschwundenen Vater zu finden. Außerdem will sie sich der Bedrohung durch die Mahrin Tessa stellen, um ihre Liebe zu Colin endlich leben zu können.

Leider bin ich von Dornenkuss eher enttäuscht. Mein erster Kritikpunkt ist, daß alles zu langatmig geschrieben wurde. Die Handlung kommt nicht voran. Sehr ausführlich liest man die Überlegungen und Empfindungen der Hauptperson Ellie. Ihre Gedanken irren hin und her und führen zu nichts - auch dann nicht, wenn sie eigentlich an einem konkreten Problem grübelt und eine Lösung oder eine Entscheidung dringend erforderlich wäre. Das Rettende daran ist, daß Bettina Belitz diese Innenschau originell genug schildert, daß man weiterliest.

Viel Rätselhaftes wird aufgebaut, das sich am Ende nicht alles löst. Manches wird von den Personen des Buches gar nicht als rätselhaft oder unverständlich wahrgenommen. An diesen Stellen war ich immer etwas irritiert. Ellie denkt und handelt an vielen Stellen viel unüberlegter, uninformierter und unreifer, als es ihrem Alter und ihrer Intelligenz entspräche. (Dazu gibt Bettina Belitz zwar eine übernatürliche Erklärung, doch die erklärt leider nicht alles.)

Kommen wir zu den Mahren. Bettina Belitz hat hier gute Ideen, aber insgesamt wirkt alles rund um Mahre und ihre Eigenschaften, wie man sie besiegen, töten, verwandeln kann usw. unausgegoren und konzeptlos. Wenn ein Autor über solch ein Thema drei Bände schreibt, erwarte ich eine gewisse Stimmigkeit, ein Gesamtkonzept und das war hier nicht gegeben. Gerade die Lösung Colin betreffend am Ende hat mir diesbezüglich überhaupt nicht gefallen, das wirkte willkürlich und beliebig.

Auch die Dynamik zwischen den Personen im Ferienhaus war mir rätselhaft. Gianna verstehe ich ja überhaupt nicht, bis dahin, daß mir manche Dialoge mit ihr völlig unklar geblieben sind. Tillmann fand ich am interessantesten. Nicht gefallen hat mir auch, daß Colin und Ellie so wenige Begegnungen und so wenig Interaktion hatten - im Abschlußband einer Serie, in der es um die Liebe der beiden geht, hätte ich da mehr erwartet. Colin hat mir oft gefehlt und war mir zuwenig aktiv, zu abwartend.

Überhaupt finde ich, daß die Autorin die großen Themen, die sich aus dem Verlauf der Handlung ergeben, verschenkt zugunsten der ausführlichen Innenschau von Elisabeth. Immer, wenn eine interessante Frage auftauchte (wie die Folgen des Befallens von Personen durch Mahre für deren Identität, oder die Schwierigkeit, jemanden zu töten den man liebt) ließ Frau Belitz diese ganz schnell wieder fallen. Nichts davon wurde richtig ausgearbeitet. Schade!

Trotz alledem habe ich das Buch mit Vergnügen gelesen und hatte an vielen Stellen meinen Spaß, und immer wieder blitzte zwischendurch Humor auf. Es gibt gute Ideenansätze und das Buch ist unterhaltsam, auch wenn es mich am Ende etwas ratlos zurückgelassen hat.

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Dornenkuss

Was hatte ich mich auf dieses Buch gefreut, wenn Ellie und Colin nach Italien fahren, auf der Suche nach Tessa und Ellies Vater. Als sich ihnen dann auch noch Paul, Gianna und Tillmann anschlossen, habe ich mich auf die kommende Handlung noch mehr gefreut. Doch genau das hat in der ersten Hälfte des Buches gefehlt: Handlung. Ellie zickt rum und es wird viel geredet. Dabei gibt es dennoch den ein oder anderen wirklich schönen und tiefsinnigen Moment.

Dann kommt es endlich zum lang ersehnten Kampf mit Tessa, aber dieser hat den Namen Kampf kaum verdient. Es war enttäuschend, mit welch kurzer Szene dieses Ereignis abgehandelt wurde.

Danach wäre der Weg eigentlich frei für eine glückliche Beziehung zwischen Colin und Ellie. Allerdings sind das seltene Gäste in diesem Buch: Glückliche Gefühle und Colin. Vor allem Colin habe ich schmerzlich vermisst, denn er taucht leider viel zu selten auf.

Etwas frischer Wind kommt mit einer neuen Person ins Spiel, bei der Ellie scheinbar endlich etwas zur Ruhe kommt und sich erholt. Auch sonst hat die Autorin ein paar interessante Ideen, vor allem zum Ende hin, was mich etwas mit dem Buch versöhnt hat.

Für meinen Geschmack dauert es viel zu lange, bis sich Ellie auf die Suche nach ihrem Vater macht. Als es endlich so weit ist, wird die Geschichte etwas spannender.

Am Ende wird vieles erklärt und man sieht die ganze Reihe und Ellie mit anderen Augen. Doch leider ändert es nichts daran, dass dieses Buch für mich ein Wechselbad zwischen, Gefallen, Unverständnis und Langeweile war. Wie schon beim Vorgänger „Scherbenmond“ ist für die Anzahl an Seiten einfach nicht genug Handlung da.

Bedenklich finde ich auch, wie hier mit dem Thema Drogen umgegangen wird. Egal mit welcher Begründung, wird hier doch die Einnahme von Drogen als Lösung dargestellt.

Leider fand ich auch das Ende in Bezug auf Ellie und Colin unbefriedigend. Ich möchte nicht zu genau darauf eingehen, um nichts zu verraten, doch manchmal ist es merkwürdig, wenn sich ein Wunsch erfüllt und es sich trotzdem nicht richtig anfühlt.

Fazit: Ein schwermütiger Jugendroman über die Kraft der Manipulation und der Liebe, leider mit einigen Längen und nicht immer ganz logisch.

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Mit "Dornenkuss" beendet Bettina Belitz die Trilogie um Ellie und Colin auf eine wirklich "dornige" Art und Weise, was für mich das Schreiben einer Rezi echt nicht einfach macht.

Einerseits ist dieser Band wirklich, wie der Titel schon sagt:dornig, widerspenstig, nicht einfach zu lesen und teilweise einfach nur nervig. Gut dreiviertel des Buches musste ich mich über Ellie ziemlich viel aufregen, über die ganzen gefühlten "nebenbei" Schauplätze ärgern und habe mich oft gefragt, wo das alles hinführen soll. Erst nach fast 600 Seiten, wird endlich klar, warum sich Ellie so verhält, was die ganzen Tiraden sollten und viele Begebenheiten der vorhergehenden Seiten bzw. sogar der vorhergehenden Bände, machen auf einmal Sinn.

Alle Figuren bis auf Ellie verkommen leider auf den ersten 600 Seiten zu kompletten Randpersonen und nur die nervige und für mich einfach nicht mehr nachvollziehbare Ellie steht im Vordergrund. Von der angeblich großen Liebe zwischen ihr und Colin spürt der Leser gar nichts mehr und oft habe ich mich gefragt, wie man von Liebe sprechen kann, wenn da einfach nichts bei mir als Leser wirklich ankommt.

Der Schreibstil von Bettina Belitz hat es jedoch trotzdem immer noch geschafft mich in seinen Bann zu ziehen und auch wenn ich das Buch oft gerne in eine Ecke gefeuert hätte, konnte ich es doch nicht aus der Hand legen. Zu stark war der Drang wissen zu wollen, wie es mit Ellie und Colin weitergeht und wie diese furchtbare Stimmung noch gerettet werden soll.

Und schließlich als ich die Hoffnung eigentlich schon aufgegeben hatte, schafft die Autorin für mich die große Wende. Endlich kommt Licht ins Dunkel und ich als Leser habe endlich nachvollziehen können, was mit Ellie los ist, warum sie so reagiert und wieso alle anderen Figuren gefühlt so im Hintergrund gelandet sind. Die letzten 100 Seiten bieten dann eine Fülle an klärenden Gesprächen und bringen die lang erhoffte Auflösung ans Licht. Dafür, dass Kommunikation und klärende Dialoge auf den ersten 600 Seiten des Buches fast komplett gefehlt haben, wurden sie dann teilweise auf den letzten 100 Seiten nachgeholt.

Das Ende ist für mich dann überhaupt nicht mehr "dornig" gewesen, sondern hat mir persönlich sehr gut gefallen und dem ganzen Buch große Pluspunkte bei mir eingebracht. Denn am Ende war sie wieder da: Die melancholische und beinahe poetische Stimmung, die Bettina Belitz doch eigentlich so gut herauf beschwören kann und die mir so lange in diesem Band gefehlt hat.

Für die ersten 600 Seiten hätte das Buch von mir wenn überhaupt noch einen Gnadenpunkt für das teilweise Aufblitzen des schönen Schreibstils bekommen. Die letzten 100 Seiten würde ich dann wieder mit vollen 5 Punkten bewerten. Nimmt man das zusammen, bekommt das Buch von mir 3 Ratten und ich denke das ist auch die faire Bewertung. Schade finde ich, dass die Autorin es dem Leser so lange so schwer macht und erst am Ende wieder zeigt, was sie doch eigentlich richtig gut kann.

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