Naomi Novik: Drachenglanz

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Naomi Novik: Drachenglanz
Verlag
ET (D)
2008
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
Empire of Ivory
ET (Original)
2008
ISBN-13
9783442265725

Informationen zum Buch

Seiten
512

Serieninfo

Sonstiges

Übersetzer/in
Erster Satz
"Schicken Sie die Nächste rauf", fuhr Laurence wütend den armen Calloway an, obwohl der seine Verwünschungen nicht verdient hatte.

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Handlungsort

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Kaum haben Will Laurence und sein Drache Temeraire ihr Abenteuer im Ottomanischen Reich heil überstanden, da droht bereits das nächste Unheil: In Britannien ist eine verheerende Seuche ausgebrochen, und die Drachen der Feuerreiter siechen hilflos dahin. Niemand weiß, wie lange diese katastrophale Schwäche noch vor dem kriegslüsternen französischen Kaiser Napoleon geheim gehalten werden kann. Und so müssen Will Laurence und Temeraire sofort wieder aufbrechen - dieses Mal nach Afrika, wo es das einzige Heilmittel gegen die Seuche geben soll. Doch auf dem schwarzen Kontinent lauern vielfältige Gefahren ...

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Vor dem fürchterlichen Ende, dem Paradebeispiel eines Cliffhangers, war ich bereits gewarnt worden und so habe ich sicherheitshalber mit dem Lesen sehr lange gewartet und den Nachfolgeband direkt zu Beginn dieses Buches bestellt (dass es dann eine Fehllieferung gab und ich so trotzdem unter dem Cliffhanger leiden musste, ist eine andere Geschichte)

Kaum sind Laurence und Temeraire in Begleitung der Jungdrachen in England eingetroffen, müssen sie feststellen, dass praktische sämtliche Drachen unter einem Virus leiden, der ihnen so lange zusetzt, bis sie nach langer Krankheit sterben. Da der Krankheitsverlauf aber so langsam ist und sie trotz geschwächtem Zustand noch eine Lebenserwartung von einigen Monaten bis Jahren haben, herrscht noch ein Rest von Hoffnung. Dieser blüht auf, als man feststellt, dass Temeraire zu Beginn ihrer Reise nach China ebenfalls unter den entsprechenden Krankheitssymptomen gelitten hatte, aber unterwegs, während des Aufenthalts am Kap, genesen ist. Man beschließt einige erkrankte Drachen nach Südafrika zu verschiffen und dort nach einem Heilmittel zu suchen.

Die Erlebnisse in Afrika gefielen mir nicht so sehr, die afrikanischen Drachen blieben einfach zu fremd und es ergab sich auch nicht der Flair der fremden Umgebung - es wirkte alles ein bisschen lieblos und gleichgültig. Die Episode in Afrika fand nur statt, um eine fremde Umgebung für das Auffinden einer Medizin zu haben und die dortige Kultur wurde ignoriert, so dass man schon wieder das typisch imperialistische Kolonialmächtebild erlebt.

In diesem Buch fällt mir stärker als in den vorigen Bänden die Missachtung der Drachen in der englischen Gesellschaft auf. Die schlechte Behandlung ist natürlich eigentlich nicht Drachen-, sondern eher militärspezifisch. In der Zeit, zu der das Buch spielt, wurde das Bedürfnis nach ausreichender und wohlschmeckender Nahrung und bequemer Unterbringung praktisch als Verweichlichung angesehen und war nichts, auf das ein Soldat Anrecht hatte. Eigene Meinungen bei Untergebenen (und als Angehörige einer anderen und dadurch minderwertigen Rasse, waren die Drachen selbstverständlich in dieser Rolle) waren unerwünscht und Anzeichen von Intelligenz wurden eher als störend betrachtet, es galt vornehmlich das Prinzip des Kadavergehorsams. Während man so etwas bei anderen Roman dieses Zeitalters zu akzeptieren gelernt hat, fällt es hier schon schwerer, vor allem, da die Drachen alleine durch ihre Größe und Gefährlichkeit so gar nicht dem Bild eines Untergebenen entsprechen. Temeraire sticht durch seine außergewöhnliche Intelligenz noch besonders heraus und es ist deprimierend zu sehen, dass die britische Gesellschaft seine Bedürfnisse nicht zur Kenntnis nimmt. Eine entsprechende melancholische und verärgerte Stimmung blieb bei mir das ganze Buch durch erhalten und hat meine Loyalität zu den angeblich Guten im Buch ganz schön auf die Probe gestellt. Es fehlte außerdem ein wenig die Nähe zwischen Laurence und Temeraire, die freundschaftlichen Gespräche und philosophischen Diskussionen haben mir schon gefehlt und so dafür gesorgt, dass ich diesem Buch nicht die Höchstnote bescheren kann.

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