Jonathan Stroud: Drachenglut

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Jonathan Stroud: Drachenglut
Verlag
ET (D)
2007
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
Originaltitel
Buried Fire
ET (Original)
1999
ISBN-13
9783414820273

Informationen zum Buch

Seiten
320

Sonstiges

Übersetzer/in
Erster Satz
Zusammengerollt und verborgen vor Winternebeln und Sommersonne, liegt in einer Höhle unter dem Hügelgrab des alten Königs ein Drache.

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Handlungsort

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An einem heißen Sommernachmittag wird auf einem kleinen englischen Dorffriedhof ein uraltes Kreuz gefunden. Dieses Kreuz hat tief in der Erde jahrhundertelang einen gewaltigen Drachen festgehalten, der nun zu neuem Leben erwacht. Ein packender Kampf zwischen Gut und Böse beginnt.

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An einem heißen Sommertag schläft Michael McIntyre auf einem Hügel ein, und als er wieder aufwacht, hat sich seine Wahrnehmung drastisch verändert. Mit Mühe stolpert er nach Hause. Es gelingt ihm, der älteren Schwester und dem Bruder einzureden, er habe nur einen Sonnenstich. Am nächsten Tag kann er schon besser kontrollieren, was er da eigentlich sieht, und weil sein Bruder Stephen ihn bedrängt, nimmt er ihn mit auf den Hügel, wo dieser eine ähnliche Veränderung durchmacht. Michael erfährt schnell, daß er vom Drachen, der dort unterirdisch gefangen ist, in Besitz genommen wurde, denn auch andere Dorfbewohner sind dem Drachen verfallen. Der Anführer dieser Gruppe kann Michael überzeugen, daß der Drache befreit werden müsse. Das Ausgraben eines riesigen steinernen Siegels auf dem Friedhof im Zuge von Restaurierungsarbeiten an der Kirche scheint die Chance dafür durch Abschwächung des Banns verbessert zu haben. Für Stephen, der sich den Drachenbesessenen nicht anschließen will, und den Pfarrer beginnt ein Wettlauf mit der Zeit ...

Bevor ich mit dem Buch begann, hatte ich ein wenig darüber gelesen und war deshalb vorgewarnt, daß die wunderbare Ironie, die Bartimäus für mich so lesenswert gemacht hatte, hier fehlt. Damit fiel ein Faktor, der mich hätte enttäuschen können, schon weg. Die Idee hinter der Story fand ich dabei durchaus gut, und auch der vergleichsweise ruhige Beginn (das ist natürlich relativ, schließlich umfaßt die Erzählzeit gerade mal vier Tage ...) hat mich gar nicht gestört, im Gegenteil. Wie sich die Zusammenhänge entrollen und die Gaben des Drachen enthüllt werden, das gefiel mir alles recht gut. Und auch das große Finale hatte einigen Reiz. Die Charaktere sind, dem Umfang des Buches entsprechend, recht geradeheraus konzipiert, auch wenn ich Miramis recht geben muß, daß einige dabei etwas bizarr (aber nicht uninteressant) wirkten. Und ob die Konzeption für die Zielgruppe ab 12 wirklich ideal ist, kann ich nicht beurteilen, ich glaube, mir wäre es in dem Alter zu düster gewesen, aber seitdem hat sich einiges an Wahrnehmungen verändert.

Wirklich gestört hat mich an dem Buch etwas anderes. Im Prolog ist die Rede davon, daß der Drache sich "von Zeit zu Zeit" von seinen Gedanken befreit. Dafür kamen mir dann in letzter Konsequenz zu viele "Befallene" zum Vorschein, das hatte etwas von den Highlander-Fortsetzungen, wo auch auf einmal an allen Ecken Unsterbliche hervorquollen. Und außerdem kann ich es nicht leiden, wenn Drachen per se wegen ihrer Existenz zu bösen und zwar ausschließlich bösen Wesen erklärt werden. Damit steht Stroud zwar in einer langen christlichen Tradition des Drachentötens nach Sankt Georg, aber ich mag es trotzdem nicht. Wenigstens etwas Ambivalenz, wenn schon keine guten Drachen wie sie in Ostasien völlig natürlich sind, darf es auch für einen Drachen schon sein.

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Ein ziemlich ungewöhnliches Buch, mit dem Jonathan Stroud seine Karriere als Autor begonnen hat, und wer meint, hier auf eine bissig-humorvolle Variante von Bartimäus zu stoßen, der täuscht sich gründlich.

Ich würde den Roman als "Phantastik-Thriller" beszeichnen, denn er hat seinen Schauplatz in der realen Welt und keinesfalls in einer erfundenen. Erfunden ist lediglich - so hoffe ich jedenfalls - die Existenz eines Drachen, der da seit Jahrhunderten unter einem Hügel begraben ist und durch ein Siegel in Form eines keltischen Kreuzes gebannt ist. Der Drache selbst ist über weite Strecken nur als Gedanke und als ungeheure Macht präsent, und der Kern der Geschichte ist, wie diese Macht in den Menschen zu wirken beginnt und sie verändert.

Jonathan Stroud zeichnet das verstörende Bild einer von Machtbesessenheit vergifteten Dorfgemeinschaft und einer daran zerbrechenden Familie. Der Dorfpfarrer versucht, hinter das Rätsel der seltsamen Vorgänge in seiner Gemeinde zu kommen und betätigt sich als Detektiv. Durch diesen erzählerischen Kniff erfährt der Leser nach und nach, was es mit der ganzen Sache auf sich hat. Die Figuren sind sehr unterschiedlich gezeichnet und können nicht einfach in gut oder böse eingeteilt werden; zu groß ist der Einfluss der Drachenmacht, als dass man noch das wahre Ich der Menschen hinter den Marionetten erkennen könnte. Daher kommen einige Charaktere für meinen Geschmack reichlich bizarr daher.

Während die ersten zwei Drittel des Buches eher aus Charakterstudien und Rätselraten bestehen, ist der letzte Teil mehr actionlastig. Das Ende kommt sehr abrupt und lässt viele Fragen offen. Ich habe das Buch dennoch gerne gelesen, denn besonders die ruhigen Passagen am Anfang haben mir gut gefallen, genauso wie der unaufdringliche und schnörkellose Schreibstil. die immer tiefer gehende Verkettung der Ereignisse aus Gegenwart und Vergangenheit war gerade spannend genug, damit ich immer neugierig auf die Auflösung blieb. Insgesamt hat das Buch eine eher düstere und nachdenklich Grundstimmung, und ich könnte mir gut vorstellen, dass gerade das jugendliche Zielpublikum mit dieser Geschichte nicht sehr viel anfangen kann.

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Die gesamte Aufmachung des Buches hat mich sehr angesprochen, vor allem das Cover. Ich bin also mit recht hohen Ansprüchen an das Buch gegangen, nachdem ich "Bartimäus" gelesen hatte, bin aber von diesem Buch vollständig enttäuscht worden. In den ersten 100 Seiten geschah nur die Handung des Klappentextes, in sehr langer und umständlicher Form. Der Autor versucht, die Geschichte spannend zu gestalten und die Figuren dem Leser nahe zu bringen, schafft es aber nicht. Die Charakter sind einfach gestrickt und entwickeln sich fast gar nicht weiter. Die Handlung ist leicht hervorzusehen, überraschende Wendungen gibt es nicht. Auch die Ironie des Autors habe ich sehr vermisst. Wenn ich seine bisherigen Werke mit diesem vergleiche, ist hier ein völlig anderer und langweiligerer Schreibstil zu finden.

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