Pierre Pevel: Drachenklingen

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Pierre Pevel: Drachenklingen
Verlag
ET (D)
2008
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
Les Lames Du Cardinal
ET (Original)
2007
ISBN-13
9783453524859

Informationen zum Buch

Seiten
432

Sonstiges

Übersetzer/in
Erster Satz
Auf dem Boden der Krypta, deren Gewölbe von massiven Marmorsäulen getragen wurde, befand sich ein Pentagramm.

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Wir schreiben das Jahr 1633. Ein dunkler Geheimbund - ,,Die schwarze Kralle - unterwandert die europäischen Königshäuser. Auch in Frankreich steht die Errichtung einer ,,Krallen"-Loge kurz bevor. Zwar leistet Kardinal Richelieu, der einflussreichste Mann am Hof von Louis XIII., erbitterten Widerstand, doch seine Bemühungen scheinen zwecklos. Denn die Mitglieder der ,,Schwarzen Kralle" sind keine gewöhnlichen Menschen - es sind die Nachfahren eines uralten Drachengeschlechts. Nun gibt es nur noch eine Hoffnung: Richelieus Spezialtruppe ,,Die Klingen des Kardinals", furchtlose Musketiere, die schon so manches Abenteuer überstanden haben. Doch dieses könnte ihr letztes sein ..."

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Enttäuschend

Musketiere und Drachen hat sich einfach toll angehört, aber ich kam lange überhaupt nicht in das Buch hinein. Die unübersichtlichen kurzen Episoden mit immer wieder neuen Charakteren fand ich, wie meine Vorschreiber, auch sehr verwirrend. Ich hatte auch das Gefühl, die Charaktere verschwimmen miteinander, ich konnte keinen anfangs richtig greifen und verwechselte sie fast. Die ständigen Perspektivwechsel waren einfach nur unübersichtlich aneinandergereiht und durch ihre Kürze wechselten sie auch zu schnell, um eine Beziehung zu einer der Personen herstellen zu können oder gar ihre Motivation zu erkennen. Mir war lange Zeit nicht wirklich klar, worum es überhaupt genau ging. Erst im letzten Drittel waren mir die Personen wenigstens etwas bekannt, wenn sie mir auch nicht nahe kamen.

Dazu kommt der, wie ich finde, monotone Schreibstil. Oft hatte ich das Gefühl, ein langweiliges Drehbuch zu lesen, in dem beschrieben wird, was nun der einzelne nacheinander tut. Wie ein Aufzählung ohne Emotionen. Mir fehlten die Gefühle der Charaktere, sie wirkten richtig unbeteiligt, selbst in großer Gefahr. Irgendwie seltsam...

Was die Drachen und die Magie betrifft, fehlten mir hier auch die Hintergründe. Ich hätte gerne mehr über dieses Volk und was dahintersteckt erfahren, aber da wurde wirklich an Informationen gespart. Sehr schade.

Ich wollte das Buch schon einige Male weglegen, habe aber immer gehofft, es wird interessanter werden. Etwas besser wurde es dann im letzten Viertel, als die Spannung anzog und sich "das Knäuel" etwas entwirrte. Das Ende hat offene Fäden, deren weiterer Verlauf mich schon interessieren würde, aber der emotionslose Stil schreckt mich doch ab, ein evtl. zweiten Teil zu lesen. Den müsste dann schon ein anderer Autor schreiben.

Nach so viel Vorfreude auf ein Mantel-Degen-Fantasy-Abenteuer bin ich wirklich enttäuscht von dem Buch, besonders, da es eigentlich eine interessante und spannende Idee ist.

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Kardinal Richelieu steht mitten in schwierigen Verhandlungen mit dem Erzfeind Spanien, als eine besondere Bitte an ihn herangetragen wird. Es gilt einen jungen spanischen Edelmann zu finden, der in Paris untergetaucht ist und die Besten sind für diese Aufgabe gerade gut genug. Also ruft er "Die Klingen" zusammen, eine Gruppe vorzüglicher Kämpfer und bewandert in den Aufgaben der Spionage und Gegenspionage, die nach einem Eklat vor einigen Jahren aufgelöst worden waren. Doch die Klingen müssen schnell feststellen, dass sie nicht als Einzige auf der Suche sind und noch so einiges mehr an Intrigen dahinter steckt. So hat anscheinend auch "Die schwarze Kralle", eine Geheimorganisation, von Drachenmagiern ihre Finger im Spiel.

Die Idee, eine klassische Mantel-und-Degen-Geschichte rund um Richelieu und die Musketiere mit Drachen zu kombinieren, klang vom Ansatz her nicht übel, deswegen habe ich nicht gezögert als mir das Buch angeboten wurde. Drachen tauchen in diesem Buch in mehreren Formen auf, es gibt die kleinen Draguls, eine Mischung aus Brieftaube und Schoßtier in Drachenform und auch die riesigen Wyvernen, die als Reittiere dienen. Außerdem gibt es noch die Menschen, die Abkömmlinge von Drachen sind und als Mischblut eine besondere Stellung einnehmen.

Der Autor beginnt „Drachenklingen“ mit der Schilderung des Lebens der „Klingen“ kurz bevor sie wieder zusammengerufen werden, er versucht dadurch ihnen jeweils eine eigene Vergangenheit und Identität zu verschaffen, was ihm aber leider nicht gelingt. Für mich verschwammen die einzelnen Lebensgeschichten und Charaktere und vermischten sich miteinander, keines der Klingenmitglieder konnte wirklich ein Profil entwickeln. Die Intrigen waren recht ordentlich gesponnen und es gibt so einige Situationen in denen die Guten plötzlich doch zu den Bösen gehören und umgekehrt, aber die Motive der einzelnen Personen werden praktisch gar nicht beleuchtet.

In Wortwahl und Ausdruck versucht sich der Autor an einem klassischen Stil, der sich an den Originalromanen von Alexandre Dumas orientiert, in einem Fantasyroman empfinde ich Formulierungen wie "zur damaligen Zeit..." und ähnliches aber als lächerlich, sie wären nur akzeptabel gewesen, wenn der Autor zumindest einen Erzähler eingeführt hätte. Der hätte dann auch gleich eine Einführung in die Welt und die Bedeutung der Drachen in ihr geben können, da fehlte nämlich so ziemlich alles. Aus der Verquickung der Menschen mit dem Drachengeschlecht hätte man nämlich deutlich mehr machen können, es werden nur ein paar unkommentierte Tatsachen geschildert, die Hintergründe bleiben wieder völlig offen.

Der Autor hat bei diesem Roman ganz viel Potential einfach verschenkt, mein Interesse an der vermutlich irgendwann erscheinenden Fortsetzung geht gegen Null.

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