Ben Aaronovitch: Ein Wispern unter Baker Street

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Ben Aaronovitch: Ein Wispern unter Baker Street
Verlag
ET (D)
2013
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
Whispers under ground'
ET (Original)
2012
ISBN-13
9783423214483

Informationen zum Buch

Seiten
400

Sonstiges

Originalsprache
englisch
Übersetzer/in
Erster Satz
Im Sommer hatte ich den Fehler begangen, meiner Mum zu erzählen, womit ich meinen Lebensunterhalt verdiente.

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Handlungsort

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Es ist ja nicht so, dass Peter Grant, Zauberer in Ausbildung und Police Constable in London, nichts für das Üben von Zaubersprüchen und das Pauken von Lateinvokabeln übrig hätte - bestimmt nicht! Aber es ist doch immer wieder schön, wenn zur Abwechslung auch mal reelle Polizeiarbeit gefragt ist. Eine unbekannte Person wird im U-Bahn-Tunnel nahe der Station Baker Street tot aufgefunden - erstochen, und es deuten unübersehbare Anzeichen auf die Anwesenheit von Magie hin. Ein Fall für Peter, keine Frage. Der unbekannte Tote stellt sich als amerikanischer Kunststudent und Sohn eines US-Senators heraus, und ehe man noch "internationale Verwicklungen" sagen kann, hat Peter bereits die FBI-Agentin Kimberley Reynolds mitsamt ihren felsenfesten religiösen Überzeugungen am Hals. Dabei gestalten sich seine Ermittlungen auch so schon gruselig genug, denn tief in Londons Untergrund, in vergessenen Flüssen und viktorianischen Abwasserkanälen, hört er ein Wispern von alten Künsten und gequälten Geistern ...

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Ein unterirdischer Fall für Peter Grant

ACHTUNG: Dies ist der 3. Band der Peter Grant-Reihe. Meine Rezension kann daher SPOILER zu den ersten beiden Bänden enthalten. Diese sollte man am besten vorher gelesen haben.

Inhalt:
In der Londoner U-Bahn wird die Leiche eines Mannes gefunden. Constable Peter Grant wittert sofort einen Hauch von Magie. Und da es sich bei dem Toten um einen US-amerikanischen Kunststudenten und Sohn eines Senators handelt, heftet sich ganz schnell die FBI-Agentin Reynolds an Peters Hacken. Nicht einfach, die Magie vor ihr zu verbergen …

Meine Meinung:
Mittlerweile habe ich Peter Grant schon richtig ins Herz geschlossen. Ich mag diesen etwas kauzigen, eigensinnigen, aber auch loyalen und eifrigen Zauberlehrling einfach. Seine Bemühungen, Fortschritte im Zaubern zu machen, sogar neue Zauber zu erfinden bzw. die alten abzuwandeln und alles wissenschaftlich zu erfassen, sind einfach genial.

In „Ein Wispern unter Baker Street“ wird die kleine Einheit des Folly, der magischen Abteilung der London Metropolitan Police, durch Lesley verstärkt, die offiziell immer noch krankgeschrieben ist. Aber sie hat ganz offensichtlich auch eine gewisse Begabung für Magie. Ich habe mich sehr gefreut, dass sie hier wieder mehr in den Vordergrund gerückt ist, nachdem ich sie im letzten Band doch etwas vermisst hatte. Die Dialoge zwischen Peter und ihr sind manchmal einfach zu witzig.

Aber auch ansonsten muss man den Humor nicht mit der Lupe suchen. Aaronovitch versteht es hervorragend, dem Leser mit seinem Wortwitz ständig ein Grinsen ins Gesicht zu zaubern.

Die Story ist nicht ganz so rasant wie im 2. Band, aber gut durchdacht und klug konstruiert. Es gelingt nicht leicht, auf den Mörder zu kommen. Und Peter und seine Kollegen müssen einige Mühen auf sich nehmen, um ihr Ziel zu erreichen. Ein Großteil der Ermittlungen findet dabei in der Kanalisation unter den Straßen Londons statt. Die Beschreibungen sind recht detailliert. Wer ein gutes Vorstellungsvermögen besitzt, sollte sich das Frühstück vor dem Lesen sparen. ?

Fazit:
Kluge und fantasievolle Unterhaltung. Für Fans der Reihe ein Muss.

Die Reihe:
1. Die Flüsse von London
2. Schwarzer Mond über Soho
3. Ein Wispern unter Baker Street
4. Der böse Ort
5. Fingerhut-Sommer
6. Der Galgen von Tyburn

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Peter Grant macht spannend weiter

In einer U-Bahn-Station wird ein junger amerikanischer Student erstochen aufgefunden. Die Londoner Polizei muss gezwungenermaßen mit Fingerspitzengefühl an die Sache gehen, denn der Vater des Verstorbenen ist Senator. Den Mörder zu finden, ist erwünscht, Verwicklungen für den Vater dürfen jedoch nicht einmal aufblitzen. Die FBI-Agentin Reynolds soll den Briten auf die Finger schauen und hat freilich keine Ahnung, dass Grant eine ganz andere Arbeit erledigt, als die den Fall leitende Beamtin, Detective Inspector Miriam Stephanpolous.

Mittlerweile mischt Peter Grants Kollegin Lesley aktiv bei der magischen Polizei mit und es scheint, als sei sie für diese Aufgabe fast noch besser geeignet als Peter. Gemeinsam besuchen sie wandernde Trödelmärkte und forschen mit dem unerschrockenen Bahnpolizisten Jaget Kumar in den unterirdischen Einrichtungen der Bahn, um Hersteller und Nutzer der Mordwaffe zu finden: Ein Stück magischer Keramik. Außerdem ist der böse Magier noch nicht identifiziert, der seit dem zweiten Band seine Kunst missbraucht. Peter und Lesley müssen alle ehemaligen Absolventen der Magierschule auftreiben und prüfen, wer davon aktiv ist oder Lehrlinge ausgebildet haben könnte.

Auf die Baker Street fokussiert das Buch bei weitem nicht, wie der Titel suggeriert: Mit diesem Titel erweckt die Übersetzung Hoffnungen auf ein Zusammenspiel mit Sherlock Holmes, Dr. Watson oder anderen Figuren aus diesem legendären Krimiuniversum. Doch auftauchen wird nichts dergleichen. In diesem Fall wäre es besser gewesen, den Originaltitel (mit oder ohne Wortspiel) "Whispers under ground" anders umzusetzen.

Auch im dritten Band kann Aaronovitch die Originalität und den Humor bestens halten und sorgt mit einem geschickten und, wie ich finde, unvorhersehbaren Plot für Spannung und Unterhaltung. Und auch in diesem Band stiftet er dem Folly weiteren Zuwachs: Eine vorwitzige Dreizehnjährige aus der umfangreichen Verwandtschaft der Grants beginnt, sich für die magische Polizei zu interessieren und zeigt ein verblüffendes Talent für Geistersichtungen und sprechende Tiere. Peter Grant nimmt Abigail besser unter seine Fittiche, bevor sie Dummheiten macht. Denn Abigails Fähigkeiten sind bereits jemandem aufgefallen. Bleibt zu hoffen, dass Aaronovitch diese Reihe noch sehr lange forsetzt - ein vierter Band wird auf englisch jedenfalls im Juli 2013 bereits erscheinen.

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Witziger und magischer Krimi, aber nichts für Neueinsteiger in diese Reihe!

Nachdem der erste Band geradezu fulminant war und mich auch „Schwarzer Mond über Soho“ sehr gut unterhalten hat, war klar, dass der dritte Band sofort nach Erscheinen in meinem Fingern landen würde.
Und wieder wurde ich nicht enttäuscht!

Auch der dritte Band bietet wieder viel Magie, einen sympathischen Protagonisten und ganz viel Lesespaß!

Inzwischen kennt man Peter Grants magisches London schon recht gut, genauso wie die meiste der beteiligten Charaktere. Insofern ist der Reiz des Neuen verflogen, dafür tritt das Gefühl ein zu alten Freunden zurückkehren zu dürfen. Zwar lernen wir auch diesmal neue paranormale Einwohner der Metropole kennen, aber Aaronovitch schafft es nicht diesmal nicht den Leser zu überraschen oder mit brillanten neuen Einfallen zu punkten.
Das versucht er auch gar nicht und hat es in meinen Augen auch gar nicht mehr nötig. Sein Weltenentwurf ist etabliert und er schafft es spielend den Mordfall dieses Romans mit seinen beiden Vorgängern zu verbinden, ohne dass es gekünstelt wirkt.

Sehr gut gefällt mir, dass sich Aaronovitch sich jeweils ein kleines Motto für jeden Band ausdenkt. Diesmal ist eindeutig Londons Unterwelt samt Tube, Bunkern und Kanalisation, ein Schauplatz, der natürlich viel Potential bietet. Großartig, wie wissenswerte Fakten immer wieder perfekt eingebunden werden. Für mich bremst das keineswegs die Handlung, sondern erhöht nochmal den Unterhaltsamkeitsfaktor.

Nach einem Mord in der U-Bahn (an sich natürlich noch kein ungewöhnlicher Vorfall) findet Peter die Mordwaffe. Ein Scherbe, die eindeutig magischen Ursprungs ist und so steckt Peter gleich wieder im Vorweihnachtsstress mitten in einem neuen Fall. Aktiv mit von der Partie ist diesmal von Beginn an Lesley, die sich zum Glück immer weiter zu erholen scheint und die Peter als Team wunderbar ergänzt.
Auch andere alte Bekannte wie Seawoll, Stephanopoulos und natürlich Nightingale mischen kräftig mit. Wobei die Zusammenarbeit diesmal ausgezeichnet klappt. Hoffen wir also auf viele zukünftige, gemeinsame Fälle!

Ein weiterer eindeutiger Pluspunkt dieses Bands ist für mich, dass er deutlich unblutiger ist als die Vorgänger. Anderen mag das vielleicht die Spannung nehmen, ich persönlich kann aber auf auseinanderfallende Gesichter und abgeschnittene Geschlechtsteile gut verzichten.
Peter gerät natürlich dennoch in etliche brenzlige Situationen und auch an Verfolgungsjagden herrscht kein Mangel.
Letztlich ist atemlose Spannung bei Ben Aaronovitchs Stil für mich aber auch zweitrangig. Ich genieße mehr seinen humorvollen, lockeren und dennoch typisch britischen Stil. Davon kann ich gar nicht genug bekommen und die Seiten flogen für mich nur so dahin.

Allerdings ist dieser Band für Neueinsteiger eher weniger geeignet. Der Autor hält sich nicht mehr langen Erklärungen grundsätzlicher Art oder zu den zurückliegenden Ereignissen auf. Wer nicht Bescheid weiß, der wird an der einen oder anderen Stelle wohl nur Fragezeichen im Kopf haben.


Fazit: Auch Peters dritter magischer Fall bietet wieder beste Unterhaltung und viel Humor. Ich freue mich schon auf den nächsten Band!

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