Christine Millman: Ellin

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Christine Millman: Ellin
ET (D)
2013
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783931989835

Informationen zum Buch

Seiten
390

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Ellin schenkte ihm ein Lächeln.

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Seit Ellin als Einzige aus ihrer Familie einen räuberischen Überfall überlebt hat, muss sie ihren Lebensunterhalt als Leibdienerin des grausamen Lord Wolfhards bestreiten. Als Ellin sich ihm verweigert, prügelt er sie beinahe zu Tode. Getrieben von einem unbändigen Überlebenswillen gelingt ihr die Flucht in die Wildnis, wo sie auf Kylian und seine Gefährten trifft, die sie aufnehmen und gesund pflegen. Doch ihre Retter sind mehr, als sie vorgeben zu sein, und auch Ellin hütet ein Geheimnis, das nur Lord Wolfhard kennt und das sie alle in Gefahr bringt.

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Fantasy mit vielen neuen unverbrauchten Ideen und Figuren

Ellin arbeitet als Leibdienerin des grausamen Lord Wolfhard, seit sie ein kleines Mädchen ist. Inzwischen ist sie zu einer jungen Frau herangewachsen und der Lord verlangt nun auch, dass sie ihm sexuell zu Diensten ist. Ellin weigert sich und wird dafür schrecklich bestraft. Kaum ist sie wieder halbwegs auf den Beinen, wird ihr klar, dass ihre einzige Chance, einem weiteren Übergriff zu entgehen, die Flucht ist. Die Burg Wolfhards liegt auf einem steilen Berg und im Winter gibt es kaum einen Weg hinab. Doch lieber riskiert Ellin ihr Leben auf dem Weg nach unten, als dass sie sich weiter schlagen und quälen lässt, ihr Entschluss steht fest.

Mit letzter Kraft kommt sie unten im Wald an, doch auch dort lauern viele weitere Gefahren auf das hilflose, unbewaffnete Mädchen. Gerade noch rechtzeitig wird sie von einem kleinen Trupp Söldner gefunden, die sie mitnehmen und ihre Verletzungen heilen. Deren Anführer Kylian ist zuerst überhaupt nicht begeistert von der zusätzlichen Belastung, insbesondere weil Ellin ein Mensch ist, während Kylian und seine Gefährten einer anderen, oft verfolgten Spezies angehören. Doch nach und nach erkämpft sich Ellin einen Platz in der kleinen Gemeinschaft und auch in Kylians Herz.

Doch es gibt noch einige abenteuerliche Wendungen zu bestehe. Außerdem kommen zwischen ihnen beiden viele Missverständnisse auf, die an einem guten Ausgang der Geschichte streckenweise wirklich zweifeln lassen.

Neben dem wunderschönen Cover besticht auf das Innere dieses Buches durch eine tolle Geschichte. Sehr anschaulich werden die Welt, in der die Handlung spielt, sowie die verschiedenen Personen und Wesen dargestellt. Manchmal geraten die Beschreibungen fast ein wenig zu ausführlich und die Handlung wird etwas zu knapp gefasst. Man merkt der Geschichte an, dass die Autorin unglaublich viele interessante Ideen hatte, die irgendwie in den Handlungsrahmen hineingepasst werden mussten. Größtenteils ist dies auch gut gelungen, nur gegen Ende gibt es einige Sprünge im Geschehen, bei denen ich mir etwas mehr Erläuterung gewünscht hätte.

Insgesamt ein schön zu lesendes Fantasybuch mit vielen neuen unverbrauchten Ideen und Figuren!

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#1 Rezensent
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4.0

Spannend bis zum Schluss

Ellin ist 17 Jahre alt und hat schon Schreckliches durchgemacht. Als sie klein war, wurde ihr Dorf überfallen und sie musste den Tod ihrer Eltern und des kleinen Bruders mit ansehen. Als einzige Überlebende kam sie in die Obhut des grausamen Lord Wolfhard, für den sie fortan als Leibdienerin und Heilerin arbeitete. Nun, zu einer schönen, jungen Frau herangewachsen, entgehen im ihre weiblichen Reize nicht, doch als Ellin sich weigert, ihm zu Willen zu sein, prügelt er sie in seiner Wut fast tot. Der einzige Ausweg für Ellin ist die Flucht über die gefährlichen Klippen des Hammerfelses in eine ungewisse Zukunft.

Die in Hessen geborene Christine Millman ist eigentlich Mediengestalterin, doch die Liebe zu Büchern schlummerte schon lange in ihr. Mit "Ellin" lässt sie die Leser eintauchen in eine Fantasywelt voller neuer Ideen und faszinierender Charaktere. Lord Wolfhard ist ein Bösewicht, wie er nur im Buche stehen kann. Seine Seele ist dunkler als die Nacht und er hat wirklich keinen Funken Nettigkeit im Leib. Ellin dagegen ist die strahlende Unschuld, tapfer, bildschön und mit der einen oder anderen ungewöhnlichen Fähigkeit gesegnet. Schwarz-Weiß-Malerei? Ja, definitiv. Aber das machte mir bei diesem Buch nichts aus, denn die Autorin versteht es, eine Welt zu erschaffen, in die man von der ersten Seite an zu versinken vermag.

Die geschilderten Szenen erzeugten ausdrucksstarke Bilder in meinem Kopf, was unter Umständen bei manchen Szenen nicht so gut für den Magen ist. Die sehr grausamen oder ekelerregenden Schilderungen halten sich zwar in Grenzen, wenn sie aber kommen - dann mit voller Wucht. Die Personenzahl ist überschaubar. Neben Ellin und Lord Wolfhard gibt es da noch eine geheimnisvolle Gruppe Reisender, zu denen das junge Mädchen stößt. Allen voran der Gruppenführer Kylian. Ein Kämpfer mit Narben und Ausstrahlung, anfangs etwas grummelig, aber doch mit einem guten Herzen. Weitere Gruppenmitglieder sind Nuelia, Butan, Jesh und Geldis, die alte Seherin.

"Ellin" ist angenehm zu lesen, wobei sich die Tippfehler gegen Ende des Buches etwas häufen. Da wird dann gerne mal ein Buchstabe am Ende eines Wortes vergessen, aber das hält sich zum Glück in Grenzen und wirkte auf mich nicht störend. Besonders, da ich schon hilflos im Sog des Buches gefangen war. Während der Handlung gibt es immer Traumsequenzen und Visionen, die über Ellins Vergangenheit aufklären. Normalerweise kann ich damit wenig anfangen, aber Christine Millman hat diese Rückblenden für mich perfekt umgesetzt. Darüber hinaus überraschte sie mich mit einer romantischen Liebesgeschichte, die nie in Kitsch abzugleiten droht.

Was noch zu sagen wäre: Das Buch ist spannend bis zum Schluss. Der Spannungsbogen wird kontinuierlich aufgebaut und Atempausen gibt es für den Leser nur wenige. So wurde es mir mit Ellin und ihren Gefährten nie langweilig und die Autorin hat das geschafft, was inzwischen nur noch wenige Fantasyautoren vermögen: Mich zu überraschen. Bitte mehr davon.

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