Kai Meyer: Faustus

Hot
 
3.0
 
0.0 (0)
2830   1  
Bewertung schreiben
Add to list
Kai Meyer: Faustus
ET (D)
1996
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783404156337

Informationen zum Buch

Seiten
700

Serieninfo

Sonstiges

Erster Satz
Die Dunkelheit ist ein seltsames Ding: Was, so frage ich Euch, hat es mit ihr auf sich, dass sie uns wieder und wieder mit Furcht erfüllt, Nacht für Nacht, Leben für Leben?

Community

Kaufen

[Werbung / Affiliate-Link]

Bei Amazon kaufen Bei Booklooker kaufen Bei LChoice kaufen

Handlungsort

Handlungsorte
Karte anzeigen (Gesamtübersicht)

Wir schreiben das Jahr 1515: Der getreue Christof Wagner hat von vielen Merkwürdigkeiten und Abenteuern zu berichten, denn sein Meister ist der sagenumwobene Doktor Johannes Faustus, der berühmteste Schwarzkünstler des 16. Jahrhunderts. Dieser Sammelband enthält die Romane "Der Engelspakt", in dem von dem Kampf der beiden Helden gegen die Inquisition berichtet wird, "Der Traumvater", in dem die beiden ins Land der Sorben reisen und in einem Schloss im Spreewald einen Mord aufklären, sowie "Die Engelskrieger", in dem sie gegen Rom ziehen, um die Engelskriegerin Angelina zu befreien und das Rätsel der verschwundenen Kinder zu lösen, zu denen auch Angelina gehört.

Autoren-Bewertungen

1 Bewertungen

Gesamtbewertung 
 
3.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
3.0  (1)
Charaktere 
 
3.0  (1)
Sprache & Stil 
 
3.0  (1)
Gesamtbewertung 
 
3.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
3.0
Charaktere 
 
3.0
Sprache & Stil 
 
3.0

Den Auftakt zu dieser Trilogie bildet "Der Engelspakt". Der junge Christof Wagner, eigentlich Schüler des Martin Luther, wechselt seinen Meister und wird Adlatus des großen Faustus. Als Ich-Erzähler führt er den Leser duch die Geschichte, nicht ohne dabei sich selbst so gut wie möglich aussehen zu lassen - er ist eben ein großer Prahler, der Wagner. Und wenn er sich bei der Aufzählung seiner Großtaten vergaloppiert, spricht er sein Publikum auch mal direkt an und zieht sich so elegant wie möglich aus der Affäre. Diese Figur hat mir sehr viel Vergnügen bereitet, wenn auch Faustus eigentlich im Mittelpunkt der Geschichte steht. Die Handlung ist tempo- und abwechslungsreich und erlaubt uns einen Blick ins düstere Mittelalter, mit einem Auftritt Martin Luthers, der mir Spaß gemacht hat und u.a. mit der Wartburg als Schauplatz. Kai Meyer weist in seinem Nachwort vorsorglich darauf hin, dass der Roman historisch auf etwas wackligen Beinen steht - das tat allerdings meinem Leservergnügen keinen Abbruch.

Im zweiten Teil "Der Traumvater" wird die Stimmung dann um einiges mystischer und phantastischer. Unsere Helden verschlägt es in ein verwunschenes Schloss im Spreewald - ein sehr faszinierender Schauplatz. Die Handlung selbst wird hier zusehend verworrener und hat mit dem Vorgängerband nicht mehr allzu viel zu tun, was ich ein bisschen schade fand. Das ganze liest sich eher wie ein Kriminalroman von Edgar Wallace, nur dass nun auch ägyptische Mythen und das Sagengut des Spreewaldes (das vor allem von Schlangen geprägt ist) zu einer kuriosen Mischung vereint sind. Das viele Durcheinander bekommt der Geschichte nicht so besonders gut, zumal sie andererseits etwas statisch wirkt, da der Schauplatz von Anfang bis Ende gleich ist. Die Dynamik des ersten Bandes konnte Kai Meyer nicht mit herübernehmen.

Den Abschluss bildet der Roman "Die Engelskrieger", und hier werden die Handlungsfäden des 1. Bandes wieder aufgenommen und weiterverfolgt. Die Protagonisten reisen nach Rom und decken hier eine unglaubliche Verschwörung auf, und hier gleitet der Roman nun endgültig ins Mystische ab und hat eigentlich mit einem herkömmlichen historischen Roman nichts mehr gemein. Trotzdem habe ich mich mit dieser Geschichte wieder besser anfreunden können als mit dem "Traumvater". Den Petersdom als Baustelle zu präsentieren, ist eine geniale Idee und liess mich staunen. Auch die Spannung und das Tempo sind hier wieder im grünen Bereich, es wird viel gekämpft, gefangen genommen, geflohen und wieder gekämpft. Das Ende kommt, wie so oft, viel zu schnell, und selbst Christof Wagner gibt zu, dass nicht alle Fragen am Schluss beantwortet sind.

Höre ich da leise Andeutungen einer Fortsetzung heraus? Die Figuren haben jedenfalls das Potential für weitere Romane und Kai Meyer hat sich da einige Hintertürchen offen gelassen. Insgesamt hat mir die Faustus-Trilogie recht gut gefallen und ich kann sie an Leser weiterempfehlen, die gerne abenteuerliche Romane vor einem historischen Hintergrund lesen und darüber hinaus auch einen Sinn für Magie, Mystik und Phantastik haben. Leider kann ich die drei Teile nicht einheitlich gut bewerten; während "Der Engelspakt" für mich der beste Teil war, hat "Der Traumvater" einige Längen und Schwächen

War diese Rezension hilfreich für Sie? 

Benutzerkommentare

In dieser Liste gibt es noch keine Bewertungen.
Bewertung (je höher desto besser)
Plot / Unterhaltungswert
Charaktere
Sprache & Stil
Rezensionen

Für eine werbefreie Plattform und literarische Vielfalt.

unterstuetzen books

 

 

Affiliate-Programm von Amazon, um Literaturschock zu unterstützen. Weitere Möglichkeiten, Danke zu sagen.

Tassen, Shirts und Krimskrams gibt es übrigens im

Buchwurm-Shop

I only date Booknerds

Diese Seite nutzt Cookies.

Datenschutz & Widerspruchshinweise

Erlauben
© 2018 Susanne Kasper, Literaturschock

Mobile-Menue