Gail Carriger: Glühende Dunkelheit

Gail Carriger: Glühende Dunkelheit

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Gail Carriger: Glühende Dunkelheit
Verlag
ET (D)
2011
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
Soulless
ET (Original)
2009
ISBN-13
9783442376490

Informationen zum Buch

Seiten
416

Serieninfo

Sonstiges

Übersetzer/in
Schlagworte
Erster Satz
Miss Alexia Tarabotti amüsierte sich nicht.

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Handlungsort

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Nachdem Miss Alexia Tarabotti in Notwehr einen Vampir getötet hat, steht sie nun dem Alpha-Werwolf Lord Maccon gegenüber - dem Chefermittler der Queen für übernatürliche Angelegenheiten. Als dieser sich weigert, sie in die Ermittlungen einzubeziehen, beschließt Alexia, selbst nachzuforschen, was hinter dem Angriff auf sie steckt. Und plötzlich befindet sie sich nicht nur tief in einer Intrige gegen das Britische Empire - sie sieht auch ihr Herz durch den attraktiven Lord Maccon bedroht ...

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Lady Soulless

Alexia Tarabotti ist nicht gerade das, was man als perfekte Lady des viktorianischen Zeitalters bezeichnen könnte. Nicht nur haftet ihr der Makel an, mit Mitte 20 immer noch unverheiratet zu sein, nein, sie besitzt auch einen scharfen Verstand und eine ebensolche Zunge und hat keinerlei Bedenken, beides zu benutzen - zum Entsetzen ihrer Mutter und ihrer beiden albernen Stiefschwestern. Am außergewöhnlichsten ist aber das, was keiner weiß: Miss Tarabotti hat keine Seele, weshalb sie gegen jegliche magischen Kräfte immun ist, sobald sie ein übernatürliches Wesen berührt.

Die sind ja schon beinahe daran gewöhnt, dass man mit Alexia immer nur Ärger hat, aber der Gipfel ist, als sie am Rande einer Feier eine sehr unschöne Begegnung mit einem Vampir in der Bibliothek hat, die damit endet, dass der Langzähnige tot am Boden liegt und Lord Maccon, ein einflussreicher, attraktiver und Alexia zutiefst verhasster Werwolf, sich einschaltet. Er hofft auf brauchbare Hinweise, die ihm beim Aufklären des merkwürdigen Verschwindens zahlreicher Werwölfe und Vampire helfen könnten.

Alexia hat keine große Lust, dem Lord zu helfen, doch irgendwie kann sie sich seiner Anziehungskraft nicht ganz erwehren, und als sie erneut in Gefahr gerät, merkt sie, dass womöglich jemand ihrem größten Geheimnis auf die Spur gekommen ist.

Was ich an diesem vielgelobten Buch richtig klasse fand, ist die Welt, die Gail Carriger gezaubert hat - ein viktorianisches London, erweitert um diverse magische Wesen nebst zugehörigem Verwaltungsapparat und eine Prise Steampunk. Ein bisschen Romantik und Erotik darf natürlich auch nicht fehlen, und, wie es sich für eine sehr britische Welt gehört, eine gehörige Portion ironischen Humors.

Der Plot an sich ist dabei nicht übermäßig originell und es ist eigentlich von Anfang an klar, welche Romanze sich entspinnen wird. Der größte Reiz des Buches besteht viel mehr in der witzigen Erzählweise, Alexias erfrischend unkonventioneller Art und den herrlich schrägen Charakteren, wobei die Entwicklung der Handlung durchaus spannend gemacht ist.

Ich verspüre jetzt nicht unmittelbar den brennenden Drang, sofort Band 2 zu lesen, aber ich habe mich mit Alexia, Lord Maccon und ihren Freunden und Feinden dennoch blendend unterhalten. (Tip: sofern es die Sprachkenntnisse zulassen, unbedingt im Original lesen!)

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Eine wohlerzogene junge Dame und ihr Sonnenschirm

Vampire, Werwölfe? Junge Damen die durchaus etwas besonderes sind? Wie schon gehört? Schon gaanz oft gelesen.... Nicht ganz. Denn hier kommt Alexia! Und sie ist mit ein Grund um "Souless" (so der Originaltitel) zu mögen. Sie ist genau die richtige Mischung aus wohlerzogener (sehr britischer) Dame der Gesellschaft (wenn auch unverheiratet - sowas aber auch) und intelligentem Trotzkopf der einfach Spaß macht! Auch ein gutaussehener Herr darf keines falls fehlen! Bei einem Mann wie Lord Maccon kann man aber auch fast nur noch in Ohnmacht fallen (oder hoffen das er gewillt ist sich auf ein veruchtes Abenteuer ein zu lassen)
Die Handlung schreitet recht fix voran und mir persönlich machte sie einfach nur Spaß! Denn die Mischung machts! Carriger verlässt sich nicht auf das altbekannte Rezept allein, klar findet sich neben Werwölfen und Vampiren auch durchaus ein guter Schuss Erotik im Getränk, aber auch sehr viel Witz und Ironie, den ein oder andren Seitenhieb auf das Genres als solches und eine Feine Prise Steampunk die das Ganze meiner Meinung nach erst recht von dem Ganzen Vampirgedönseinheitsbrei heraushebt. Zwar hat man als Leser schon bald eine Ahnung wer hier wirklich das Böse in Person ist, aber durch die Liebevolle Art und Weise wie die Autorin ihre Geschichte erzählt (man merkt einfach das es ihr enorm Spaß gemacht hat!) verzeiht man ihr dies gerne. Außerdem ist Alexia eben auch nicht irgendwer, nicht umsonst heißt der Roman "Soulless". Gerade diese Komponente gefiel mir besonders gut!Zu dem wer bitte hat schon mal eine junge, wohlerzogene Dame mit einem Sonnenschirm kämpfen sehn? Wer sich das nicht entgehen lassen will sollte auf Soulees keinesfalls verzichten!

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Ungeheuerlich! Gut!

Miss Alexia Tarabotti ist nicht nur eine alte Jungfer von 26 Jahren mit spitzer und schneller Zunge sondern zudem auch noch seelenlos, eine Außernatürliche, die durch Berührung die übernatürlichen Fähigkeiten der Vampire und Werwölfe aufheben kann. Der Vampir, von dem sie angegriffen wird ist jedoch ahnungslos und wird von Alexia in Notwehr versehentlich getötet. Das ruft Lord Maccon auf den Plan, seines Zeichens Werwolf und Chefermittler von Königin Victoria in übernatürlichen Angelegenheiten. Alexia und er hatten schon mehrfach das Vergnügen. Besonders gerne streiten die beiden. Jetzt jedoch ist nicht die größte Frage wie das nächste Streitgespräch ausgeht sondern was es mit dem Angriff des ahnungslosen Vampirs auf sich hatte.

Wäre ich nur nach dem Titel gegangen (welcher Dämel hat sich den eigentlich ausgedacht?) hätte ich mir dieses Buch vermutlich nicht angelacht. Das Cover hingegen ist schon hübscher anzusehen und letztendlich überzeugen konnte mich die Leseprobe des Verlags. Die Geschichte an sich ist eigentlich nicht wirklich neu. Sie enthält Zutaten des Steampunks (mit dem ich bisher wenig Erfahrungen habe), des Fantastischen (Gail Carrigers Vampire und Werwölfe haben zwar neue Facetten, aber die Thematik ist natürlich nichts Neues) und einer Liebesgeschichte. Auch die Charaktere, so sympathisch sie auch beschrieben sind, hat man schon häufiger gesehen. Extrem exzentrische Freunde (nicht nur die Kleidung betreffend) der starken, jungen Frau mit dem scharfen Verstand und der schnellen Zunge, die sich gerne mit einem gutaussehenden, muskulösen aber brummigen und schnell verärgerten Mann (und das auch noch Schotte!) zofft und dabei nicht bemerkt, dass sie zwei eigentlich füreinander geschaffen sind. So eine Konstellation hat man sicher schon mal gesehen, oder?

Nichts Neues in der Hinsicht - und doch hat mich Gail Carriger auf ganzer Linie überzeugt. Denn etwas ist dann doch anders an dieser Geschichte. Das Buch ist in einem herrlich altertümlich-hochtrabendem Stil mit einer großen Portion Witz und dem gewissen Augenzwinkern erzählt. Und das ist einfach nur ungeheuerlich ... gut! Ich habe mich beim Lesen köstlich amüsiert und hätte es vermutlich sogar verkraftet wenn das Buch nicht sogar noch über einen Spannungsbogen verfügt hätte. Das einzige was mich störte war der Begriff "Sundowner" für den ich weder eine Übersetzung noch eine Erklärung im Buch finde. Das muss man sich als Leser schon selbst zusammenreimen, schade. Letztendlich trübt es das Lesevergnügen jedoch nicht im Geringsten. Die Fortsetzungen stehen jedenfalls schon längst auf meinem Wunschzettel.

Mein Fazit: Unterhaltsame und fantastische Liebesgeschichte mit viel Witz und sympathischen Figuren. Nicht alles ist neu, aber der Erzählstil ist einfach nur herrlich. Ich kann nicht anders als 5 Punkte zu vergeben. Ein echter Buchtipp!

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Alexia Tarabotti ist in vielerlei Hinsicht anders. Im Vergleich zu anderen jungen Damen der gehobenen Londoner Gesellschaft hat sie eine dunklere Hautfarbe, eine größere Nase und außerdem keine Seele. Auch für die anderen übernatürlichen Geschöpfe, die sich ins alltägliche Leben so normal wie möglich eingliedern, ist sie eine Außenseiterin, da sie die übersinnlichen Fähigkeiten von Vampiren und Werwölfen neutralisiert. Als sie auf einem Ball von einem Vampir angegriffen wird und diesen mit ihrem Sonnenschirm tötet, kommen die Ereignisse aber erst so richtig ins Rollen. Und eine Liebesgeschichte gibt es auch noch!

Dieses Buch ist wirklich erfrischend anders. Weder glitzern die Vampire, noch wird liebeskrank geschmachtet. Miss Tarabotti ist eine junge charakterstarke Frau, die die Dinge gern selbst in die Hand nimmt. Dass sich einige ihrer Aktionen für eine unverheiratete Dame nicht gehören, ignoriert sie meist gekonnt. Auch alle anderen Charaktere sind wunderbar skurril und einzigartig, sei es der schwule Vampir Lord Akeldama oder Miss Hisselpenny, Alexias beste Freundin, die einen unglaublich schlechten Geschmack bezüglich Kopfbedeckungen an den Tag legt.

Die Handlung ist im Gegensatz zu den liebevoll gestalteten Figuren dann eher dünn. Der Kriminalfall um verschwundene Vampire und Werwölfe ist nicht sonderlich spektakulär, viel mehr dreht sich das Buch um das Geplänkel zwischen Alexia und Lord Maccon. Das ist zwar auch über weite Strecken ganz witzig, zumal sich beide Parteien bewusst sind, dass sie ein Spiel spielen, manchmal hätte ich mir aber ein kleines bisschen mehr "echte" Handlung gewünscht.

Insgesamt fand ich Soulless sehr unterhaltsam zu lesen und freue mich auf die Folgebände. Für die vielen tollen Ideen, die liebevollen Details und viel erfrischend Neues im Bezug auf Vampire gibt es 4 Ratten!

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„Glühende Dunkelheit“. Mal abgesehen davon, dass meine Phantasie versagt, wenn ich mir das optisch vorzustellen versuche, bin ich mir ziemlich sicher, dass ich mir ein Buch mit diesem Titel niemals gekauft hätte und der Verlag damit das Risiko eingeht, eine Zielgruppe anzusprechen, die sich einen deutlich höheren Romance-Anteil erhofft, als tatsächlich im Buch enthalten ist. Im Moment bin ich bei Werwolf, Vampir & Co ja generell recht vorsichtig, da wird so viel auf den Markt geworfen… „Soulless“ ist mir aber zuerst unter seinem englischen Titel begegnet und hat mittlerweile so viele positive Bewertungen bekommen, die auf ein mir sympathisches Buch hindeuten, dass ich es dann doch mal ausprobieren wollte.

Ich kann sofort sagen, dass das eine gute Entscheidung war, gleich ab der ersten Seite habe ich mich hervorragend amüsiert. Das alternative, mit Werwölfen und Vampiren bevölkerte, viktorianische London wird mit all seinen Konventionen sehr schön dargestellt. Außer den übersinnlichen Gestalten, darf man auch die Hauptfigur Alexia Tarabotti nicht für Wahr nehmen und das liegt nicht nur an ihrem eigenen übersinnlichen Hintergrund. Sie ist einfach viel zu selbstständig und unabhängig für eine junge Frau ihres Zeitalters. Zwar passt sie sich vordergründig an die Gesellschaft an, überlistet die über sie und vor allem ihren gesellschaftlichen Status eigentlich wachenden Personen aber ständig. Da der Realismus aber zugunsten von amüsanten Szenen und sympathischen Begebenheiten gelitten hat, habe ich kein Problem damit, der Autorin das zu verzeihen. Die geschilderten Vampire und Werwölfe kamen mir gut geschildert vor, auch wenn mir einiges an Hintergrundinformationen zu ihrer jeweiligen Kultur noch fehlte, aber dafür ist in den Folgebänden noch genügend Zeit.

Am ehesten hat mich dieses Buch an Patricia Briggs „Mercy Thompson“-Reihe erinnert. Beide Reihen sind für mich genau das richtige, wenn ich ein paar Lesestunden lang einfach nur gut unterhalten werden möchte. Carriger wirkt etwas weniger ausgereift, was eine mehrere Bände umspannende Hintergrundhandlung angeht, dafür ist „Soulless“ aber einfach witzig und ich hatte das Gefühl, die Autorin hat wirklich ihren Spaß an der Sache. Die Fortsetzung habe ich schon bestellt.

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