Diana Menschig: Hüter der Worte

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Diana Menschig: Hüter der Worte
Verlag
ET (D)
2012
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783426511114

Informationen zum Buch

Seiten
544

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Das letzte Tageslicht fiel in spärlichen Streifen hoch oben durch die gläsernen Dachlichter.

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Handlungsort

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Der junge Autor Tom Schäfer steht unter Druck. Nach dem großen Erfolg seines ersten Buches über den Fantasy-Helden Laryon warten Verlag und Leser auf die Fortsetzung, und ausgerechnet jetzt leidet er unter einer Schreibblockade. Doch dann findet er sich eines Tages plötzlich in seiner Buchwelt wieder. Im ersten Moment ist Tom geschockt, doch auf den zweiten Blick gefällt ihm der Gedanke hervorragend: Das könnte die Lösung seiner Probleme sein! Aber Tom hat die Rechnung ohne Laryon gemacht. Der ist von Toms Auftauchen nämlich alles andere als begeistert, wird seine Heimat doch von einer Gefahr bedroht, die Laryons ganze Aufmerksamkeit fordert …

Autoren-Bewertungen

Mögen gute Worte euch behüten...
Gesamtbewertung
 
3.7
Plot / Unterhaltungswert
 
4.0
Charaktere
 
3.0
Sprache & Stil
 
4.0
Tom Schäfer ist Autor und lebt in Münster. Nach seinen bisherigen Erfolgen steckt er aktuell gerade in einer Schreib-Krise, und das wo der Abgabetermin für sein neuestes Manuskript bedrohlich näherrückt. Doch dann lernt er Mellie kennen und obwohl sie behauptet, seine Bücher bisher nicht zu kennen, kann sie sich offensichtlich bestens in die von ihm beschriebene Welt Willerin hineinversetzen und gibt ihm bald viele wertvolle Anregungen. Allerdings haben die beiden sehr unterschiedlich e Ansichten, was Toms Helden Laryon angeht!
Bald darauf vermischen sich die Welten und Tom muss lernen, dass er längst nicht der Herrscher über die Geschichte ist, sondern selber ein Teil davon!

Mit ihrem Debutroman hat die Autorin eine sehr komplexe Welt und Handlung erschaffen. Die ganze Thematik der Worthüter ist gut durchdacht und auch schlüssig, aber dennoch muss man schon aufmerksam lesen, um die Zusammenhänge wirklich begreifen zu können.
Der Anfang der Geschichte war recht gemächlich, abwechselnd kamen Abschnitte aus Toms realer Welt und Laryons Erlebnissen in Willerin vor. Gerade letztere waren zuerst nicht sonderlich spannend, aber das entwickelte sich dann und spätestens mit der ersten Begegnung zwischen den Welten nahm das Buch dann Fahrt auf!

Leider bin ich mit den Figuren nicht so wirklich warmgeworden. Zu Anfang fand ich Tom noch ganz nett, im Verlauf des Buches ging mir seine oftmals gedankenlose Art dann doch mehr und mehr auf die Nerven. Auch Mellie konnte ich leider nicht viel abgewinnen, ihre geheimnisvolle Art war anfangs noch interessant, aber sie war mir dann einfach zu schroff. Auch Laryon war nicht so mein Fall, obwohl ich seine Gedanken und Handlungen noch am ehesten nachvollziehen konnte, insbesondere wenn er sich über Tom aufgeregt hat!

Trotz einer nicht uninteressanten Story und einer tollen Idee fehlte mir daher so ein bisschen das persönliche Mitfiebern mit den Figuren, inhaltlich fand ich das Buch klasse, emotional hat es mich einfach nicht so recht angesprochen.

Am Ende des Buches sind eine Karte und ein Stammbaum der Worthüter eingefügt. Gerade den Stammbaum sollte man allerdings besser erst gegen Ende anschauen, sonst wird zu viel verraten. Trotzdem finde ich solche kleinen Ergänzungen immer eine schöne Zugabe! Und wer noch mehr über Willerin wissen will, sollte unbedingt mal auf dem Blog der Autorin vorbeischauen, denn alle Ideen konnte die Autorin gar nicht im Buch unterbringen!
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Von Wortgestalten und ihren Hütern
(Aktualisiert: 03 Mai 2013)
Gesamtbewertung
 
4.0
Plot / Unterhaltungswert
 
4.0
Charaktere
 
4.0
Sprache & Stil
 
4.0
Dem Schriftsteller Tom Schäfer fehlen die Ideen zu seinem neuen Fantasy-Roman, der in der Welt Willerin spielt - das ist umso fataler, da der Abgabetermin des neuen Werkes immer näher rückt. Da lernt er Mellie kennen, durch die er Inspiration für sein Werk findet. Aber warum verhält sie sich so seltsam, wenn es um seine Buch-Protagonisten, speziell um Laryon, geht? Mellie scheint Willerin und seine Bewohner zu kennen. Und dann steht Tom plötzlich seiner Buchfigur Laryon gegenüber.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, weil die Thematik mal eine ganze andere ist: der Autor landet in der Welt seiner Bücher und begegnet seinen Figuren, welche über Toms Erscheinen nicht alle unbedingt glücklich sind. Es kristallisiert sich dann aber sehr schnell raus, daß es nicht so einfach ist, wie es zuerst den Anschein hat: der Autor ist nicht unbedingt der allmächtige Schöpfer seiner Figuren, die ohne Murren das tun, was ihr Schöpfer gerne hätte.

Das Buch ist kein spannender Fantasy-Roman, in dem ein Abenteuer das nächste jagt: im Gegenteil, es ist eine ruhig erzählte Geschichte, die mich aber dennoch immer mehr in den Bann gezogen hat, so daß ich das Buch am liebsten nicht mehr aus der Hand gelegt hätte.

Allerdings muß man schon sehr sorgfältig lesen, um die ganzen Wechselbeziehungen zwischen den Wortgestalten und ihren Worthütern zu verstehen, da hier viel mehr dahintersteckt, als es anfangs den Anschein hat. Aber genau diese Thematik und ihre Auswirkungen hat mir besonders gut gefallen.

Die Charaktere sind liebevoll dargestellt: über Toms Arglosigkeit mußte ich öfters schmunzeln und die Augen verdrehen, Mellie ging mir manchmal mit ihrer Schroffheit auf die Nerven, aber dennoch habe ich sie und die Figuren aus Willerin im Laufe der Lektüre liebgewonnen.

Einen Kritikpunkt habe ich jedoch: manchmal waren mir die Handlungsbrüche zu heftig und ich hatte das Gefühl, daß hier was fehlt bzw. die Handlung zu schnell fortgeschritten ist. Die Autorin schreibt dazu, daß sie einige Textstellen rausgestrichen hat, um den Roman von der Seitenzahl her geringer zu halten - das finde ich sehr schade, denn ich denke, mit den fehlenden Textstellen wäre die Geschichte noch runder geworden, auch wenn es einige Seiten mehr geworden wären.
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Parallelwelten-Fantasy, philosophisch angehaucht
Gesamtbewertung
 
4.0
Plot / Unterhaltungswert
 
4.0
Charaktere
 
4.0
Sprache & Stil
 
4.0
Inhalt:
Der junge Autor Tom Schäfer steht unter Druck. Er muss sein nächstes Buch abliefern, doch ihm fällt nichts ein. Als er zufällig Mellie kennenlernt und sich in sie verliebt, wird sein Leben auf den Kopf gestellt. In ihrer Wohnung findet er Notizen aus seiner Romanwelt, der Insel Willerin. Sie könnten möglicherweise die Lösung für seine Schreibprobleme sein, doch Tom ist sich nicht bewusst, was für ein Unheil er damit anrichtet.

Unverhofft steht er plötzlich seinem Romanhelden Laryon gegenüber, der von Toms Einmischung in sein Leben gar nicht begeistert ist und sich vehement dagegen wehrt. Schließlich hat er auch gar keine Zeit, sich mit Tom abzugeben, muss er doch auf Willerin ein entführtes Kind suchen und retten. Doch so leicht kann er Tom nicht abschütteln, zu verschlungen sind ihre Lebenswege.

Meine Meinung:
Der Roman von Diana Menschig beginnt relativ gemächlich. Die Protagonisten werden eingeführt, die reale Welt Toms in Münster und die Fantasiewelt von Laryon auf Willerin werden beschrieben, sodass sich der Leser von allem ein gutes Bild machen kann, bevor es richtig losgeht und „verwirrend“ wird. Denn plötzlich greifen die verschiedenen Welten ineinander, werden durchlässig, nehmen Einfluss aufeinander.

Der Plot ist neu und mal mehr, mal weniger spannend, wobei die Spannungskurve allmählich ansteigt. Zum Schluss überschlagen sich die Ereignisse sogar ein bisschen. Immer wieder überrascht die Autorin durch unerwartete Wendungen und schickt damit den Leser in eine unvorhergesehene Richtung. Die Protagonisten sind gut ausgearbeitet und machen eine enorme Entwicklung durch, aber auch die Nebenfiguren kann man sich gut vorstellen. Ihre Verhaltensweisen sind durchweg nachvollziehbar. Einige Charaktere entpuppen sich als sehr vielschichtig. Erst nach und nach werden ihre Geheimnisse freigelegt. Sprachlich sind die verschiedenen Handlungsstränge den beschriebenen Welten angepasst, also eher locker-flockig in unserer realen Welt, ein wenig altertümlich in Laryons Welt. Schließlich mutet Willerin eher mittelalterlich als neuzeitlich an. Insgesamt wirkt alles wunderbar lebendig und authentisch. Man hat als Leser das Gefühl mittendrin dabei zu sein.

Bei den ganzen Überlegungen, die im Roman angestellt werden, habe ich mich mal wieder gefragt, wie real unsere Welt wohl wirklich ist bzw. wessen Fantasie sie wohl entsprungen ist. Nach der Lektüre dieses Romans kann man da ganz schön ins Grübeln kommen ;-)

Wer sich gerne noch mehr mit Tom und Laryon beschäftigen oder mal in das Buch reinschnuppern möchte, der sei auf Toms Blog verwiesen (worthueter.de). Hier findet man Hintergrundinfos, ein Zusatzkapitel zu Laryons Kindheit, eine Leseprobe…

Fazit:
Ich kann diesen gelungenen Debütroman allen Fantasy-Fans empfehlen, die auch gerne mal etwas Neues ausprobieren wollen.
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Für alle, die ein fantasievolles Abenteuer suchen
(Aktualisiert: 02 Januar 2015)
Gesamtbewertung
 
4.0
Plot / Unterhaltungswert
 
4.0
Charaktere
 
4.0
Sprache & Stil
 
4.0
Zitat:
"Mögen gute Worte dich behüten."
(S. 3...)

"Was wäre, [...] wenn das jemand mit dir machen würde?"
"Was machen?"
"Dich in Lebensgefahr bringen zum Beispiel. Gedankenlos über dein Leben entscheiden zum Beispiel."
(S. 142)

Inhalt:
Der junge Autor Tom lernt während seiner größten Schreibblockade Mellie kennen. Sie ist seine Muse, diskutiert mit ihm die von ihm erschaffene Fantasy-Welt von Willerin, dem Schauplatz seiner Fantasy-Reihe. Mellie bringt Kritik ein, hängt aber - Toms Meinung nach - zu sehr an den einzelnen Charakteren.
Tom entdeckt Notizen, die Mellie gemacht hat. Notizen über Willerin, Toms Hauptprotagonisten Laryon und einen möglichen Verlauf seiner Geschichte. Tom greift die Ideen auf und fügt den jungen Kary hinzu, auf dessen Namen er in Gesprächen über Mellies geheimnisvollen Job gestoßen ist.
Doch anstatt sich bei der Präsentation seines neuen Werkes zu freuen, fällt Mellie aus allen Wolken und kann nicht fassen, dass er Karys Geschichte veröffentlicht und somit seinen Aufenthaltsort preisgegeben hat. War es wirklich nur Fanfiction?
Als dann der Sohn des "Godfather of Fantasy" mit einem unveröffentlichten Manuskript seines Vaters auftaucht, ist die Verwirrung perfekt: Das uralte Manuskript beinhaltet 1:1 Teile seines neuen Romans. Mit dem Unterschied, dass eine Frau darin auftaucht, deren Beschreibung nur auf Mellie zutreffen kann. Zufall?

Währenddessen trifft der Grenzreiter Laryon auf seiner Patrouille auf einen seltsamen Jungen namens Kary, dessen Wächter ihn beinahe tötet. Im letzten Moment hindert ihn der Junge mit den Worten "er hat eine Geschichte" daran. Laryon lässt sich darauf ein und erfährt von der Gabe des Jungen. Seine Geschichte klingt unglaublich. Doch was ist in einer Welt wie Willerin schon unmöglich? In einer Welt, in der es Schwarzmagier gibt und früher Kriege gegen sie geführt wurden?
Wer ist dieser Junge, den jeder haben will?

Meinung:
Der Einstieg in die von Frau Menschig geschaffene Welt war unglaublich! Ich habe die ersten 200 Seiten in einem Rutsch gelesen, denn jedes Kapitel endete so spannend, dass ich mich nicht losreißen konnte. Es wimmelte vor unvorhergesehenen und spektakulären Wendungen. Leider flaute die Spannung nach der ersten Hälfte ab und wich für mich zu "technischen" Erklärungen, komplizierten Abläufen und dem Versuch, alles aufzuklären...

Die Protagonisten sind allesamt toll beschrieben, haben Hand und Fuß und ihre eigenen Beweggründe.

Der Charakter des Schreiberlings Tom blühte erst richtig auf, als Mellie in sein Leben tritt. Bislang hat er in den Tag gelebt, sich keine Gedanken gemacht und wollte nur seinen Fantasy-Epos fortsetzen. Ob er damit seinem Charakter Leid antut oder nicht, störte ihn nicht. Es ist doch nur ein Charakter eines Buches, oder? Je mehr Tom erfährt, desto mehr versteht er die unglaubliche Verantwortung, die er trägt. Was aus den "falschen" Beweggründen begann, wird zu einer tiefen Verbundenheit und einem weisen Umgang mit seiner Pflicht.

Diesen lehrt ihn Mellie, die mit soviel Herz an Toms Protagonisten zu hängen scheint, dass es schon beinahe lächerlich klingt. Sie überzeugt Tom davon, die Aufgabe gewissenhaft zu meistern und lehrt ihn, auf ihre Art zu denken. Und vielleicht hat sich auch das Gefühl des Alleinseins in ihrem Inneren bald erledigt.

Der Charakter von Toms Hauptprotagonisten Laryon ist ausgereift und tiefgründig. Er hat eine Vergangenheit und eine Aufgabe, die sein Leben zu seiner vollen Zufriedenheit ausfüllt. Warum sollte er mehr wollen? Warum sollte er etwas riskieren? Im Klartext langweilig (zumindest für seinen "Schöpfer" Tom). Also muss sich in Laryons Leben einiges ändern.
Schlimmer als alles, was Laryon sich vorstellen kann, ist die Tatsache, jemand würde über ihn bestimmen. Ihm, der doch bislang die Selbstständigkeit in Person war. Wird er mit diesem Schicksal leben können?

"Hüter der Worte" wurde als "Tintenherz für Erwachsene" propagiert, dem ich aber nur bedingt zustimmen kann. Das einzige, was sie meiner Meinung nach gemein haben, ist die Tatsache, dass sich die reale Welt mit der Romanwelt mischt.

Im personalen Erzählstil wechselt die Autorin zwischen Toms und Laryons Perspektive. Zwischenepisoden aus einem dritten Handlungsstrang zeigen nach und nach auf, was "hinter" dem Ganzen steckt. Später wird die Handlung um Fynns Perspektive erweitert. Der Schreibstil ist sehr flüssig zu lesen. Es ist alles sehr detailliert, aber nicht übertrieben, beschrieben.

Was mir besonders gefallen hat: Als Rezensentin beschreibe ich Charaktere, mache mir Gedanken über Handlungsstränge, undurchsichtige Handlungen der Protagonisten oder verschiedene Genres in der Welt der Bücher. Durch Tom erhält man eine neue Sicht auf all die Dinge und bekommt eine herrliche Erklärung dafür, warum so manch ein Autor denkt, seine Protagonisten hätten ein Eigenleben.

"Hüter der Worte" ist in sich abgeschlossen. Trotz der vielen Erklärungen habe ich immer noch offene Fragen und meine Enttäuschung, dass das grandiose Niveau der ersten Buchhälfte nicht gehalten wurde, klingt noch nach.

Urteil:
"Hüter der Worte" bot mir zu Beginn einen Lesespaß ungeahnten Ausmaßes. Leider konnte sich dieses Niveau nicht halten und die Geschichte verkomplizierte sich mehr und mehr. Dennoch verfolgte ich Laryons "Geschichte" und Toms Leidenschaft mit vollem Eifer und belohne dies mit 4 Ratten.

Eine absolute Empfehlung für alle, die ein fantasievolles Abenteuer suchen und sich auch in eine Geschichte in der Geschichte hineindenken können.
SH
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Hüter der Worte
(Aktualisiert: 22 März 2013)
Gesamtbewertung
 
3.7
Plot / Unterhaltungswert
 
4.0
Charaktere
 
3.0
Sprache & Stil
 
4.0
Der Inhalt:
Tom ist Schriftsteller; er schreibt Fantasy-Romane über eine fiktive Welt namens Willerin. Sein Romanheld dort ist Laryon.
Als Tom sich auf den Weg macht, um seinen Bruder in Australien zu besuchen, landet er unverhofft nicht in Australien – sondern in Willerin! Laryon ist alles andere als erfreut darüber, seinen „Worthüter“ zu treffen, doch Laryon und Tom müssen sich zusammenreißen und gemeinsam nach einem Jungen namens Kary suchen.

Meine Meinung:
Die Geschichte ist sehr fantastisch und zum Teil auch sehr verwirrend. Man muss schon konzentriert lesen, um die Zusammenhänge nachvollziehen zu können.
Tom ist ein Charakter, der nicht auf den ersten Blick sympathisch erscheint. Ich mochte ihn, aber er hat doch einige Ecken und Kanten. Aber gerade das hat mir hier sehr gut gefallen, denn oft sind die Protagonisten mir zu glatt. Tom hat viele negative Seiten, aber doch auch gute. Er scheint manchmal etwas überheblich zu sein, dann wieder sehr naiv und unbedarft. Aber er kann auch Gefühle zeigen und für seine Fehler einstehen.
Dagegen ist mir Mellie mit der Zeit immer unsympathischer geworden. Sie erwartet Dinge von Tom, die er gar nicht leisten kann, weil ihm einfach das entsprechende Wissen fehlt.
Laryon konnte ich nicht wirklich einschätzen. Mal war er der nette hilfsbereite Junge, dann wiederum war er aggressiv und ablehnend.
Auf jeden Fall war es interessant, die Entwicklung der Charaktere mitzuerleben. Langweilig wurde es mir mit dieser Lektüre nie, auch wenn nicht immer etwas Aufregendes passierte.
Ich habe die Geschichte sehr gerne gelesen.
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Leben in zwei Welten...
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4.0
Sprache & Stil
 
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Inhalt:
Der junge Tom Schäfer steht unter großen Erfolgsdruck, da er nach seinen zwei ersten Erfolgsbänden, seine Geschichte um Laryon und Willerin fortsetzen soll. Doch es mangelt ihm an Ideen und er kommt einfach nicht weiter, bis er auf einer Party Mellie kennenlernt, die begeistern mit ihm in die Welt von Willerin eintaucht.
Melli spornt ihn an und seine Ideen sprudeln nur so und Tom beginnt an seinem dritten Band zu arbeiten. Nichts ahnend, dass er durch gefundene Notizen von Mellie das Leben in Willerin und dessen Bewohner Laryon auf den Kopf stellt. Denn Willerin ist nicht nur eine Geschichte.. es ist viel mehr...

Meine Meinung:
Diana Menschig hat hier einen wirklich außergewöhnlichen Debütroman geschrieben, der von seinen Lesern ein aufmerksames Lesern erfordert, um in die komplexe Thematik eintauchen zu können.
Denn das Verständnis rund um die Worthüter und Wortgestalten wird Stück für Stück enträtselt und macht es so sehr spannend, das Buch nicht beiseitelegen zu wollen. Der Spannungsbogen zieht sich vom Anfang bis zum Ende durch das Buch und unerwartete Handlungen und Geschehnissen tauchen auf.
Es ist eine komplexe Fantasy Geschichte, wie ich sie selten gelesen habe.

Diese Erzählung beruht meiner Meinung nach, eher auf spannenden Szenen und ist nicht mit großen Emotionalen Ausbrüchen verknüpft. Die Protagonisten werden authentisch dargestellt und entwickeln im Buch ihren Charaktere immer weiter aber nichts desto trotz, konnte ich keine Verbindung zu ihnen aufbauen. Sie waren mir einfach zu fern und ich konnte sie nicht greifen und sie nur von oben herab beobachten. Dies macht das Buch auf keinen Fall schlechter, es macht es eben "anders", als die üblichen Fantasy Geschichten, die mit vielen emotionalen Szenen beladen sind. Hier lag der Schwerpunkt für mich eindeutig darauf, diese zwei Welten kennenzulernen und besser zu verstehen lernen.

Der Schluss des Buches ist passend und beantwortet die wichtigsten Fragen, die in der Handlung auftauchten. Jedoch geisterten mir noch so einige Fragen durch den Kopf, die ich durch eine Leserunde mit der Autorin und anderen Lesern gemeinsam enträtseln konnte. Das hat mir die Möglichkeit gegeben, auch diesen Teil meiner Gedanken über die Geschichte abschließen zu können.

Schön finde ich auch, dass auf der Autorenhomepage noch mehrere wissenswerte Sachen über die Protagonisten erzählt werden und ich kann jedem Leser die Seite zu diesem Buch zusätzlich empfehlen, weil es hier noch einige, in meinen Augen, wichtige Hintergrundinformation gibt.

Fazit:
Es ist ein außergwöhnliches Fantasybuch und ich kann jedem Fan von solch einem Genre, das Buch ruhigen Gewissens empfehlen. Für diese Geschichte braucht man Zeit, um die ganze Thematik richtig zu erfassen aber wer sich diese zeit nimmt, wird nicht enttäuscht sein.
A
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