Jay Kristoff: Das Spiel

 
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Jay Kristoff: Das Spiel
Untertitel
Nevernight
ET (D)
2018
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ISBN-13
9783596297597

Informationen zum Buch

Seiten
704

Sonstiges

Originalsprache
englisch
Übersetzer/in
Erster Satz
Nichts stinkt so übel wie ein Leichnam.

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Handlungsort

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Nachdem Mia einen der Männer umgebracht hat, die für die Zerstörung ihrer Familie verantwortlich sind, bleiben noch zwei über: Kardinal Duomo und Konsul Scaeva. Beide sind jedoch vor der Öffentlichkeit abgeschirmt und für Mia unerreichbar. Schlimmer noch: Die Rote Kirche selbst scheint Scaeva zu schützen …

Um an ihn heranzukommen, geht Mia ein großes Risiko ein: Sie kehrt der Kirche den Rücken und begibt sich selbst in die Sklaverei, um als Gladiatorin an den Großen Spielen in Gottesgrab teilzunehmen. Mia merkt schnell, dass sie diesmal zu weit gegangen ist, denn auf dem blutigen Sand der Arena gibt es keine Gnade und nur eine Regel: Ruhm und Ehre – oder Tod.

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GENIAL

Für alle Fantasyfans, die den ersten Band von Nevernight noch nicht gelesen haben sollten: Kommt endlich in die Gänge und holt ihn euch. Sonst lasst ihr Euch eine der besten Fantasyreihen der letzten 50 Jahre entgehen.

Für alle, die überlegen, den zweiten Band zu lesen (ein Zustand, den ich nicht ganz verstehen würde, denn eigentlich gab es nach dem ersten Band nur das sehnsüchtige Warten auf die Fortsetzung; aber es soll ja auch Unentschlossene geben): Die Fortsetzung wird all Eure Wünsche erfüllen und mehr… spätestens danach seid ihr süchtig nach dieser Trilogie. Ihr werdet Jay Kristoff und seiner Fantasywelt hörig sein, ihr werdet seine Fabulierkunst anbeten, in seinen genialen Ideen schwelgen, seine Charaktere lieben, Euch nach mehr und das am Besten noch heute sehen.

Das Spiel, welches Mia Convere in Nevernight 2 spielt, ist gefährlich und birgt immer den Tod in sich. Mit dem Ziel, die Mörder ihres Vaters zu vernichten, steht dem Leser von Anfang an ein blutiges Finale für den Showdown vor Augen. Aber der Weg dorthin ist steinig. Und nicht nur hartumkämpfte Siege, sondern auch traurige Niederlagen liegen vor Mia und den wenigen Menschen, die ihr nahe sind. Teil zwei ist noch blutiger als der Vorgänger und dennoch auf seltsame Weise eben kein brutales Buch, auch wenn mehr als ein Gemetzel beschrieben wird und die 17jährige Mia zur Größten Kämpferin unter den drei Sonnen herangewachsen ist. Jay jagt uns durch eine Achterbahn der Gefühle in der man mehr als einmal das Buch erschrocken weglegt oder es an die Wand schmeißen möchte, weil die Angst oder das Entsetzen den Leser beuteln. Aber ebenso oft ist man von Rührung ergriffen oder hält sich den Bauch vor lachen über den bahnbrechenden Humor und die tiefen Gefühle, die aus dieser Geschichte ebenso leicht und heiß fließen, wie das viele Blut der Getöteten.

mmer sehnt man sich als Leser nach einer Geschichte, die man so noch nicht gelesen hat. Hier ist man bei Nevernight mehr als gut aufgehoben. Nicht nur täuscht Mia ihre Feinde, auch Jay täuscht den Leser mit sardonischem Vergnügen und die meisten Täuschungsmanöver gelingen beiden hervorragend und bescheren ein gewaltiges Lesevergnügen.

Immer sehnt man sich als Leser nach Darstellern, die einen berühren. Jay Kristoff schafft es mit rotzfrechem Charme, dass wir eine Killerin und Mörderin lieben, dass wir gebannt den Streit-Gesprächen von zwei tierischen Schatten lauschen und um das Leben von Leuten fürchten, die eine Spur des Todes hinter sich herziehen und von deren Stiefeln dicke Blutstropfen fallen. Ebenso wie er dramatische Kämpfe aufs Trefflichtste zu schildern weiß, so schreibt er auch teuflisch gute Liebensszenen, die keine Fragen offen lassen. Und man spürt den Hass und die Sehnsucht von Mia ebenso wie ihren Schmerz und ihre innigen Gefühle.

Diese geniale Geschichte lässt sich nur schwer in eine kurze Rezension packen und eigentlich bedürfte sie noch einer ganzen Handvoll tiefsinniger Fußnoten. Eines meiner Lieblingsbücher EVER.

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Nicht zu toppen


Mia hat es endlich geschafft. Sie ist zur Assassinin aufgestiegen und mordet im Namen der Kirche, um ihrem Ziel Schritt für Schritt näher zu kommen. Doch plötzlich gerät ihre Welt abermals aus den Fugen, als sie erfährt das die Kirche sie betrogen hat. So verfolgt sie ihr Ziel auf eigene Faust weiter und muss sich dafür in die Sklaverei begeben - und dem blutigen Spiel der Gladiatii, nur ein Ziel vor Augen - Rache an jenen, die ihre Familie gemeuchelt haben!

Ich bekenne mich schuldig - ich liege dem Autor schon seit dem ersten Nevernight-Band zu Füßen. Der vorliegende zweite Band steht dem ersten in Nichts nach - im Gegenteil - ich finde, der Autor legt sogar noch eine Handvoll blutroter Kirschen drauf. „Das Spiel“ segelt zu Beginn in bekannten Fahrwassern: Mia hat einen Auftrag und erfüllt ihn zur vollsten Zufriedenheit ihres Auftraggebers. Schon in diesem ersten Abschnitt spürt man die knisternde Genialität des Autors. Er setzt das Wort und den Plot ein, wie es kaum ein anderer vermag. Das beste Beispiel hierfür bin wohl ich mit meiner Abneigung gegen platte Sex-Szenen, bei denen man das Gefühl hat, sie seien extra hinzu getextet worden, um die weiblichen Leser bei der Stange zu halten. Wirklich - solche Passagen überlese ich zumeist, weil sie mich einfach nur abgrundtief langweilen. Jay ist in der Sache eine Ausnahme - seine Szenen fesseln mich - sie bringen mich dazu, solche Passagen genau zu lesen und zum Staunen - der Autor gleitet weder ins Schmalzige ab, noch wird er zu vulgär und er lässt immer wieder Mias Sarkasmus einfließen - zudem trifft er das richtige Maß. Ich war einfach nur geplättet - ganz neben der spannenden Eröffnungssequenz versteht sich.

Nach dem ersten Lufthohlen steigt man dann voll in die Geschichte ein - mit einigen Eröffnungen, die Mia wie eingangs erwähnt in die Arme der Gladiatii treiben. Wow, denkt man sich, in diesem Buch fließt noch mehr Blut als im ersten Band. Ich hatte die Sorge, dass ich abstumpfe und nicht mehr so emphatisch mit Mia korrespondieren kann wie im ersten Band. Außerdem sind Gladiatoren-Bücher nicht unbedingt meins. Meine Sorgen lösten sich jedoch in Schall und Rauch auf, beim ersten Kampf um genau zu sein. Ich fieberte mit, fühlte mich wie einer der Zuschauer auf der Tribüne und kam aus dem Fiebern gar nicht mehr heraus. Verdammt, Mias Charakter war einfach nur so grandios gestrickt - sie entwickelte nämlich ein paar Gefühle, die ihr nicht zupass kamen. Freundschaft, Mitgefühl, Sorge - und im Laufe des Buches reflektiert sie des Öfteren ihrem Weg durch Blut und Gewalt - und ich saß nur auf meinem Sofa und habe beständig mitgejauchzt, geweint und gelacht - und so wie sich Mias Empfindungen wandelten, veränderten sich auch meine. Selbst Ashlinn - Ja, unser heiß geliebter Satansbraten taucht auch wieder auf - lernte ich im Buch zu schätzen. Und die neuen Charakter, die Jay einführte, möchte ich allesamt knuddeln - natürlich nehme ich ihnen zuvor ihre Waffen ab. Das versteht sich von selbst. Der spannendste, aber nicht der liebenswürdigste ist wohl Furian, ein stolzer (und Gläubiger) Gladiatii, der mehr in sich birgt, als Waffenkunst und Blutdurst.

Rückblickend spielt Jay wunderbar mit den Gefühlen und Erwartungen des Lesers. Natürlich ist man auf die ein oder andere Wendung gefasst, aber ich habe mich selbst dabei ertappt, wie meine Achtung für einige Charaktere stiegt, die ich bei der letzten Begegnung unglaublich gehasst habe, oder wie mein Mund offen stand, weil ich die brutale Kehrtwendung wirklich nicht erwartet hätte. Er versteht es einfach, dem Leser hinterrücks ein Schwert ins Herz zu treiben und ihm gleichzeitig ein Seufzen zu entlocken.

Dass „Nevernight“ düster und brutal ist, brauche ich glaube ich nicht gesondert zu erwähnen. Ist es, und es macht verdammt Spaß mit Jay aufs Drahtseil zwischen Brutalität und Empathie zu steigen.

„Das Spiel“ sei jedem empfohlen, der Spaß an düsteren Büchern mit ausgefeilter Story und komplexen Charaktern hat. Ich erlag auf jeden Fall der Sogwirkung, die das Buch entwickelte, gänzlich.

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Eins meiner Jahreshighlights

Inhalt
Mia hat ihre Rache noch nicht aufgegeben und versucht alles um an Kardinal Duomo und Konsul Scaeva heranzukommen. Doch die Rote Kirche verbietet ihr die beiden zu ermorden. Als sie unglaubliches über die Rote Kirche erfährt, schmiedet sie einen gewagten Plan und wird zur Gladiatorin. Nur so hat sie die Chance an Duomo und Scaeva heranzukommen.

Meine Meinung
Schon Band eins rund um Mia und ihrer Ausbildung in der Roten Kirche konnte mich begeistern. Und auch Band zwei war für mich ein wahres Highlight. Dieses Buch ist so unglaublich facettenreich, vielschichtig, komplex, zu keiner Zeit vohersehbar und es gibt mehr als schockierende und überraschende Wendungen.

Zu Beginn des Buches erlebt man Mias Geschichte aus zwei Zeitebenen. Einmal erfährt man wie sie in der Gegenwart zu einer Gladiatorin wird und einmal wie sie in der Vergangenheit der Roten Kirche dient und es schließlich dazu kommt, dass sie dieser den Rücken kehrt. Irgendwann führen die beiden Zeitebenen zusammen und man begleitet Mia bei ihrer Rache. Diese Darstellung der Geschehnisse fand ich unglaublich faszinierend, zumal der Autor oft vor dem Zeitwechsel Cliffhanger verwendet hat und ich so immer schnell wissen wollte, was denn nun passiert.

Das Buch war so unglaublich spannend, aber weiterhin blutig, teils eklig, voller Gemetzel und Tod, aber auch starken Gefühlen und einer Protagonistin, die es in sich hat. Obwohl Mia schlichtweg eine Mörderin ist, bewahrt sie sich immer noch einen Hauch Menschlichkeit und mit dieser Menschlichkeit konnte sie mich erneut in ihren Bann ziehen. Denn ihre Entscheidungen sind nicht immer nachvollziehbar, aber obwohl sie hart und gnadenlos ist, handelt sie an den richtigen Stellen doch ebend mit Mitgefühl.

Auch die anderen Figuren konnten mich überzeugen, da alle tiefgründig und facettenreich dargestellt wurden. Es tauchen alte Bekannte auf und neue Figuren. Manche sterben, manche überleben und immer ist Mia mittendrin. Ihre Fähigkeiten sind erstaunlich. Besonders unterhaltsam fand ich die zwei Schattenwesen, die in Mias Schatten leben. Zwischen den beiden spielt sich immer ein verbaler, teils sehr lustiger Schlagabtausch ab. So bietet das Buch neben allem anderen auch einen teils schrägen Sinn für Humor.

Auch die Fußnoten tauchen wieder auf, wenn auch im Laufe des Buches weniger als im ersten Band. Diese fand ich erneut teils sehr unterhaltsam oder informativ und ich finde dieses Stilmittel sehr gelungen. Auch sonst mag ich den Schreibstil des Autors sehr. Er nimmt kein Blatt vor den Mund. Er beschreibt blutige und brutale Szenen genauso detailliert, wie Sexszenen oder wie jemand stirbt, bleibt dabei realistisch, aber nutzt auch gerne mal Schimpfwörter. Dennoch wirkt es dadurch nicht zu viel des Guten. Er schafft die perfekte Balance, sodass man diesem bildlichem Schreibstil einfach nicht entkommen kann. Außerdem herrscht in dem ganzen Buch eine ganz besondere, düstere und gefährliche Atmosphäre vor, die aber wunderbar durch einen schwarzen Humor und Sarkasmus aufgelockert wird.

Allerdings muss ich sagen, dass das Ende einfach nur fies ist. Es hat mich sprachlos und mit unendlich vielen Fragen zurückgelassen. Eigentlich hat jeder Handlungsstrang zum Ende hin eine schockierende Wendung gehabt und ich wüsste zu gerne, wie alles ausgeht. Wer also keine Cliffhanger mag, sollte vielleicht doch warten bis Band drei erscheint.

Fazit
Mit „Nevernight- Das Spiel“ hat der Autor definitiv eins meiner Jahreshighlights geschaffen. Zwar ist die Reihe nicht für jeden etwas, aber für mich ist sie eins der besten Fantasybücher, die je erschienen sind. Man darf nur nicht zartbesaitet sein, aber wenn man Band eins mochte, muss man einfach Band zwei lieben. Von mir gibt es eine mehr als klare Leseempfehlung.

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Die legendärste Reihe, die ich jemals gelesen habe!

Ich gehöre ebenfalls in die Ecke der Nevernight-Begeisterten. Eigentlich schon eher der Nevernight-Fanatiker. Mia hat mich im ersten Teil schon beeindruckt mit ihren genialen Plänen während der Ausbildung.
Jetzt begibt sie sich auf die Jagd nach ihren anderen beiden Zielen: Scaeva und Duomo.


Jay Kristoff schreibt wieder genial. Er ist ein Genie der sarkastischen Fußnoten und der unerwarteten Pointen. Die letzten Kapitel habe ich wie in Trance gelesen und bin mir immer noch nicht sicher, ob ich ihn lieben oder hassen soll dafür, dass er mich so fertig macht.


"Sanguii e Gloria." Mia schüttelte den Kopf. "Den Ruhm kannst du behalten. Ich will nur das Blut."


Natürlich liegt Jay Kristoffs große Stärke in der Handlung und seinem Schreibstil, aber die Charaktere finde ich fast ebenso legendär. Mia, unsere Antiheldin, ist in diesem Buch sehr interessant gestaltet. Wir lernen sie besser kennen, lernen eine völlig neue Seite kennen. Sie findet Freunde und wird langsam weich auf dem Sand der Arena. Über ihre Fähigkeiten als Dunkelinn erfahren wir nach wie vor wenig, es werden nur noch mehr Fragen aufgeworfen.

Neue Freunde, alte Feinde, Herrscher und Götter. Bei Jay Kristoff kann man niemandem vertrauen.


"Weil ich keine verdammte Heldin bin, Furian. Wenn sie Hilfe brauchen, müssen Sie sich selbst helfen."


Die Götterwelt hat der Autor auch wieder sehr schön ausgebaut, wenn auch nicht so ausführlich wie im ersten Band. Die Atmosphäre hier ist im Gegensatz zum ersten Teil, in dem Mia hauptsächlich im Schatten geschlichen ist, offener und stellenweise habe ich mich an Tribute von Panem erinnert gefühlt.

Kristoff schreibt auch nicht mehr ganz so poetisch, sondern actionreicher, was er auch sehr gut beherrscht. Die Seiten fliegen nur so vorbei und ich erwarte jetzt schon wieder sehnsüchtig den das nächste Buch, was sicherlich auch dem riesigen Cliffhanger am Ende geschuldet ist.


Fazit: Bis zur Hälfte war ich mir nicht sicher, ob dies dieser Teil an den ersten herankommt, aber der Autor hat wieder ein grandioses Finale hingelegt.

Absolute Suchtgefahr!

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