Joelle Charbonneau: Nichts ist, wie es scheint

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Joelle Charbonneau: Nichts ist, wie es scheint
ET (D)
2016
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
Originaltitel
Graduation Day (Book III)
ET (Original)
2014
ISBN-13
9783764531195

Informationen zum Buch

Seiten
384

Serieninfo

Sonstiges

Originalsprache
englisch
Übersetzer/in
Schlagworte
Erster Satz
Ein Klopfen an der Tür lässt mich aufspringen.

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Handlungsort

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Cia Vale hat die gefährliche Auslese überlebt, während sich Chaos und Wut in der Gesellschaft ausbreiten. Ein verheerender Bürgerkrieg steht bevor, und die Rebellen schmieden einen Plan, die grausame Regierung zu stürzen. Auch Cia ist bereit, um das Ende der Auslese zu kämpfen, aber sie kann es nicht alleine tun. Sie hofft auf die Loyalität ihrer Kameraden, doch das kann tödlich für sie enden. Denn Täuschung und Wahrheit liegen nah beieinander. Und der Einsatz ist hoch, denn auf dem Spiel steht das Leben all derer, die sie liebt. Wem kann Cia vertrauen?

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So gut Teil 1 beginnt, so enttäuschend endet Teil 3


Der letzte Teil dieser Trilogie um eine düstere Zukunftsvision, die Jugendliche mittels einer "Auslese" selektiert, schließt nahtlos an den zweiten Teil an. Damit meine ich wirklich, dass man das Gefühl hat, dass die Bücher eigentlich nicht dafür gedacht waren als Einzelbände zu erscheinen, sondern ein komplettes Buch einfach auf zwei aufgeteilt wurde. Daher gibt es auch so gut wie keine Rückblenden und wenn man die Vorgängerbände nicht mehr so richtig präsent hat, tut man sich als Leser richtig schwer wieder in die Geschichte hinein zu finden. So ging es mir, da die Lektüre des Vorgängerbandes bei mir schon gut über ein Jahr her war und ich wirklich sehr mühsam mir wieder die bereits stattgefundenen Ereignisse ins Gedächtnis rufen musste.

Die Handlung selber flachte leider schon im zweiten Teil komplett ab, jedoch besteht ja bei Trilogien immer die Hoffnung, dass der letzte Teil dann wieder besser ist. Hier ist das jedoch leider nicht der Fall. Die Geschichte wieder immer verworrener und immer unglaubwürdiger und die Hauptfigur Cia ist natürlich weiterhin eigentlich "Superwoman" und könnte die Welt auch im Alleingang retten, tut sie dann aber doch nicht, weil das wahrscheinlich zu langweilig wäre.

Bei mir entstand hier das Gefühl, dass die Autorin versucht hat, die ganze Geschichte mit vielen Verwicklungen und höchsten politischen Einflussnahmen zu gestalten, das Ergebnis ist jedoch leider ein Band, der mich überhaupt nicht mehr überzeugen konnte, da die Zusammenhänge und Allianzen einfach unglaubwürdig waren und gerade auch die Rolle, die Cia in dem gesamten Kuddelmuddel spielen soll, überhaupt nicht mehr nachvollziehbar war. Sie ist natürlich ein absolutes Ausnahmetalent - auch wenn mir während der gesamten drei Bände nie wirklich klar geworden ist, was an ihr so außergewöhnlich ist - aber sogar für Superwoman ist diese Geschichte einfach nicht mehr in sich schlüssig.

Nach vielen Irrungen und höchst seltsamen Zufällen und Ereignissen, mit zum Teil wieder sinnloser Brutalität, kommt die Trilogie dann endlich zu einem Abschluss, bei dem ich dann auch nur noch die Augen verdrehen konnte. Wir haben hier eine komplett korrupte Welt, die einfach so Jugendliche aussondert - die Hintergründe dazu habe ich ehrlich gesagt bis zum Schluss nicht nachvollziehen können - und dann endet das Buch und gibt einem quasi die Aussage mit, dass jetzt alles gut wird.

Leider muss ich sagen, dass mich diese Trilogie insgesamt komplett enttäuscht hat. So gut der erste Teil begonnen hat, so schlecht sind die anderen Bände geworden. Nach meinem Gefühl war nach dem ersten Teil die Idee aufgebraucht und es gab nie eine richtige Vorstellung dazu, wie der erste Teil weitergeführt werden kann. Besser wäre es daher gewesen den ersten Teil als eigenständiges Buch mit seinem offenen Ende stehen zu lassen und sich die anderen beiden Bände zu sparen. Mich haben sie nur noch enttäuscht.

Daher gibt es von mir auch nur noch einen Stern.

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Leider konnte mich auch der Abschlussband der Trilogie nicht begeistern

Inhalt:
Cia Vale ist eine Elite-Studentin an der Universität von Tosu-Stadt. Sie hat die gefährliche Auslese überstanden und soll nun für eine Führungsposition in der Gesellschaft ausgebildet werden. Doch es ist eine Rebellion geplant. Auch Cia will dafür kämpfen, dass die unmenschliche Auslese abgeschafft wird. Da bekommt sie einen Auftrag von Präsidentin Collindar. Wird sie ihn ausführen können? Und wird das zur Abschaffung der Auslese führen?

Meine Meinung:
Während viele Leser den 1. Band liebten und vielleicht auch noch den 2., konnte ich mich eigentlich von Anfang an nicht wirklich für „Die Auslese“ begeistern. Der 1. Band war mir einfach zu brutal, der 2. plätscherte mehr oder weniger vor sich hin. Eigentlich hätte ich den 3. gar nicht lesen sollen. Aber so kurz vor dem Ziel aufgeben? Nein, das mache ich normalerweise nicht. Ich hatte ja auch immer noch die Hoffnung, dass der Abschlussband ein Knaller ist. Ist er aber nicht!

Es fing gar nicht mal so schlecht an. Cia berichtet ihrem Bruder Zeen per Transit-Kommunikator, was bisher geschah. Dies war auch gleichzeitig für mich eine ausreichende Zusammenfassung, denn aus dem Stehgreif konnte ich mich nur noch an ganz wenige Details aus den ersten beiden Bänden erinnern.

Aber schnell fing die Handlung wieder an zu plätschern. Cia zaudert und zweifelt und überlegt, wem sie vertrauen kann, aber es passiert irgendwie nicht viel. Klar gibt es wieder einige spannende Szenen, weil irgendjemand Cia verfolgt und ihr womöglich nach dem Leben trachtet, aber das ist mir einfach zu wenig.

Cias Handlungsweisen konnte ich auch oft nicht nachvollziehen. Im letzten Band wurde sie als Superwoman dargestellt, hier ist sie manchmal zu doof, um einen Eimer Wasser umzukippen.

SPOILER:

… wende mich dem Schloss über der Türklinke zu, in der Hoffnung, es irgendwie knacken zu können [ … ] Vor Schreck presse ich mich gegen die Tür hinter mir. Sie gibt nach. Offenbar war sie überhaupt nicht verschlossen. (S. 333f.)

Wie will sie denn das Schloss knacken? Sie hat keinerlei Werkzeug. Will sie es beschwören, oder was? Und wie kann sie denn übersehen, dass die Tür nur angelehnt ist, wenn sie sich doch mit dem Schloss befasst?

SPOILER ENDE

Wenigstens erfährt man zum Abschluss noch etwas mehr über die Auslese, über ihren Ursprung, und auch welches Schicksal die „abgezogenen“ Kandidaten bzw. Studenten erleiden. Es gibt viele politische Überlegungen, dafür weniger Action als in den Vorgängerbänden.

Den Schreibstil fand ich viel zu distanziert. Wie immer erzählt Cia in der 1. Person. Dadurch sollte man sich eigentlich dieser Protagonistin nahe fühlen. Dies fiel mir jedoch sehr schwer. Denn die Erzählung ist relativ emotionsarm. Sie wirkt eher wie eine trockene Beschreibung oder ein Bericht der Geschehnisse.

Fazit:
Ich bin einigermaßen froh, dass ich diese Trilogie jetzt hinter mir habe. Neueinsteigern würde ich sie nicht unbedingt empfehlen. Da gibt es weit Besseres.

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Alles in allem ein würdiger Abschluss

Inhalt
Cia würde alles tun um die Auslese zu beenden. Leider gehen ihr so langsam die Möglichkeiten aus und sie weiß nicht, wem sie wirklich trauen kann. Doch sie gibt nicht auf und versucht neben der Rebellion, die eigentlich keine ist, ihre eigene zu starten. Dazu braucht sie Verbündete. Wird Cia die Auslese beenden können?

Meine Meinung
"Die Auslese" gehört für mich zu den besten Dystopien, da sie einzigartig ist und mich auf ihre Art völlig fesseln konnte.
Ich hatte ein bisschen Bedenken, ob ich so ohne weiteres wieder in die Handlung hineinfinde, da es doch schon einige Zeit her ist, dass ich den zweiten Band gelesen habe. Doch schon ab der ersten Seite war ich wieder völlig drin und wollte mit Cia die Auslese stoppen. Es gibt immer wieder kleine Rückblenden, in denen Cia sich erinnert, was zuvor geschehen ist, sodass man als Leser direkt wieder die wichtigsten Dinge präsent hat.

Doch obwohl ich das Buch sehr mochte, kam es für mich nicht an seine Vorgänger ran. Ein Großteil des Plots geht ums Planen und Überlegen. Cia versucht herauszufinden wem sie trauen kann und das dauert und so dreht sich der Plot recht viel im Kreis. An manchen Stellen fehlte mir die Action, was wohl daran lag, dass ich viel früher mit der eigentlichen Rebellion gerechnet hätte.

Dennoch fand ich das Buch größtenteils spannend und habe es sehr gerne gelesen, was vor allem an den faszinierenden und starken Protagonisten, allen voran Cia, lag. Ich mag ihre Art zu denken und wie sie an Probleme rangeht. Sie versucht das Richtige zu tun und sich dabei selbst treu zu bleiben, was gar nicht so einfach ist und zu dem einen oder anderen inneren Konflikt führt. Sie ist zwar vielleicht etwas zu intelligent und wirkt älter als sie wirklich ist, aber das passt zu ihren Umständen und zu dem wie sie aufgewachsen ist.
Aber auch die anderen Figuren des Buches können überzeugen.

Joelle Charbonneau hat einen sehr eindringlichen Schreibstil. Er ist emotional, detailliert, dabei aber leicht und locker zu lesen und die Autorin schreckt auch nicht vor teils brutalen Szenen zurück, die aber gut ins Gesamtbild passen. Die ganze Handlung wird aus der Ich-Perspektive von Cia geschildert, sodass man als Leser hautnah ihre Gedanken und Gefühle miterlebt.

Besonders das Ende des Buches konnte mich dann völlig überzeugen, da es einige spannende Wendungen gibt und es meiner Meinung nach ein gelungener Abschluss war.

Fazit
Dieser Abschlussband war für mich zwar nicht perfekt und kommt leider nicht ohne Kritik weg, dennoch habe ich mich für vier Sterne entschieden, da es im Gesamtbild doch ein guter und würdiger Abschluss war.
Ich hoffe, dass wir bald mehr von der Autorin lesen können, denn "Die Auslese" gehört definitiv zu meinen Lieblingsdystopien.

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Der Kampf gegen die Auslese!

Meine Meinung:

Endlich gibt es auch den dritten Teil der "Auslese" Trilogie auf den Deutschen Markt.
Leider ist es schon was her das ich die beiden Vorgänger gelesen habe, damals konnte mich der erste Teil von dieser Dystopie völlig überzeugen und ich habe gespannt auf die Nachfolger gewartet.
Nun war es ja leider was her das ich die Vorgänger gelesen habe und muss leider sagen das es mir schon schwer viel in die Geschichte rein zu kommen bzw. sich an vorherige Geschehnisse zu erinnern.
Mir kam es auch eher so vor als ob der dritte Teil eher zum zweiten dazu gehörte und aus welchen Grund auch immer auseinander gerissen wurde. Deswegen empfehle ich auf jeden Fall die Trilogie zeitnah hintereinander zu lesen.
Wie so oft in Reihen und Trilogien habe ich auch hier das Gefühl das es von Band zu Band schwächer wurde,
trotz allem hat er mir gefallen, er war halt nur nicht so mitreißend und überzeugend wie der erste Teil.

Cia studiert an der Universität von Tosu-Stad, doch will sie da nicht einfach nur studierten sondern die Auslese abschaffen,
und alles an Licht bringen. Kann der Plan der Präsidentin ihr dabei helfen, und ist dieser umsetzbar bzw. will sie ihn auch Umsetzen.
Eins ist klar auch dies kann sie wieder nicht alleine tun und braucht Verbündete.
Aber wie schon in den Büchern vorher ist das eins ihrer größten Probleme, wenn kann man vertrauen?
Es wird viel geplant, recherchiert und geforscht, Aktion kommt es im letzten Teil des Buches auf, was für mich Ok war.
Spannend fand ich mehr über die Auslese, ihre Hintergründe und Entstehung zu erfahren.
Und über die einzelnen mitwirkenden Personen, besonders denen die es nicht geschafft haben.
Fast alle Fragen werden beantwortet, wenn auch leider nicht so ausführlich wie ich mir manchmal gewünscht hätte.

Da es sich ja hier um den letzten Teil handelt will ich nicht all zu viel von der Handlung verraten,
ich hoffe ihr könnt mit den kleinen Einblick was anfangen, um zu entscheiden ob ihr auch noch den Abschluss der Trilogie lesen wollt.

Fazit:

Ein vielleicht nicht ganz so würdiger Abschluss dieser Trilogie, aber für alle die nach den zwei Bändern noch Lust haben mit Cia herauszufinden was hinter der Auslese steckt, und wissen will ob sie es auch schafft dagegen zu kämpfen,
denen kann ich auch den dritten Teil empfehlen.
Denn was gibt es schlimmer als die Fragen im Kopf wie es nun zu Ende geht.

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Solider Abschlussband der Auslese- Reihe…

Nachdem mir die ersten beiden Bände wirklich gut gefielen, wollte ich natürlich wissen wie es mit Cia weitergeht und begann ganz gespannt zu lesen. Obwohl die Lektüre von Band zwei fast 1,5 Jahre her war, fand ich mich schnell zurecht.

Cia will nun endlich für die Abschaffung der Auslese sorgen, denn nur dann, so glaubt sie, kann der drohende Bürgerkrieg abgewendet werden. Doch allein kann man so eine große Aufgabe nicht bewältigen. Wem kann sie noch glauben und wer nutzt ihr Vertrauen nur aus?

Wie bereits in den anderen beiden Büchern fungiert Cia wieder als Ich- Erzählerin, was zu immens viel Nähe führt, da man so ihre Gefühls- und Gedankenwelt hautnah miterlebt. Hatte ich Cia bisher als starken Charakter empfunden, so beginnt ihre Stärke zu bröckeln. Dauernd hinterfragt sie ihr Tun, ist unsicher und ist unheimlich nachdenklich. Anfänglich mochte ich diese Entwicklung von ihr nicht, aber wenn man liebe Freunde verloren hat, dann wird sicher auch der stärkste Charakter irgendwann ins Wanken geraten. Ansonsten hat mich an Cia mal wieder ihr technisches Verständnis begeistern können, da würde ich mir von ihr gern eine Scheibe abschneiden wollen.

Gut gefallen hat mir zudem, dass in diesem Band Cia nicht allein im Fokus steht, sondern auch Nebencharaktere wie Will eine tragende Rolle spielen. Gerade bei der zu bewältigenden Aufgabe wirkt das einfach authentischer, denn einer alleine kann nie das schaffen, was eine Gruppe erreichen kann.

Auch wenn die Spannung im Verlauf der Handlung immer mehr zunimmt, so konnte mich die Auflösung am Ende nicht gänzlich überzeugen. Vieles war bereits ab der Mitte des Buches zu erahnen, da blieb wenig Platz für Überraschungen.

Die Schreibe der Autorin hat sich wieder sehr angenehm flüssig lesen lassen, so dass ich gut vorankam.

Fazit: Ein solider Abschluss der Reihe, der die große Überraschung vermissen lässt nach dem fulminanten Auftaktband, der aber dennoch zu überzeugen wusste. Wer wissen will wie es mit Cia ausgeht, der wird den Band eh lesen wollen, Zeitverschwendung ist er jedenfalls nicht. Ich spreche bedingt eine Leseempfehlung aus.

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Enttäuschender Abschluss

Als bekennende Reihen-Liebhaberin konnte und wollte nicht an dem Abschlussband der Auslese vorbeigehen. Hätte ich es doch bloß getan! Normalerweise ist bei Trilogien häufig der zweite Band etwas schwächer um dann im dritten Band nochmal richtig spannend zu werden und einen schönen Abschluss zu finden. Leider konnte Die Auslese 3. Nichts ist, wie es scheint nicht damit dienen. Im ersten Band hat mir vor allem gefallen, dass im Gegensatz zu den Tributen von Panem, die Prüfungen noch einen Sinn zu haben schienen, wodurch diese Auslese zwar nicht weniger grausam, aber irgendwo noch zweckdienlich waren. Ich wollte wissen, was dadurch erreicht werden sollte und hatte auf eine plausible Erklärung im Abschlussband gehofft. Jedoch wurde ich enttäuscht.

Die Protagonistin Cia war in den ersten beiden Bänden schon teilweise mit ihrem Überkönnen teilweise schwer zu ertragen, aber die Autorin Joelle Charbonneau hat es im dritten Band nochmal deutlich übertrieben. Cia kann alles, ist zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort, die Menschen vertrauen ihr, setzen auf sie und stecken ihre ganzen Hoffnungen in sie. Ganz nach dem Motto: Wenn sie es nicht kann, dann kann es niemand! Dabei ist sie ein Mädchen von einer abgelegenen Provinz, die gerade ihr Studium begonnen hat. Das war mir alles ein wenig zu viel - selbst für einen Jugendroman/Roman für junge Erwachsene.

Aber nicht nur die Protagonistin war für mich unglaubhaft, das ganze Szenario wurde immer abstruser, sodass mir die Freude am Lesen recht bald vergangen war. Ständig sterben Menschen, entweder werden sie umgebracht oder sie haben sich selbst in eine Situation gebracht, die sie später töten wird. Teilweise hatte ich bei dem Lesen das Gefühl, dass zum Schluss gar keiner mehr übrig bleiben würde.

Der Schreibstil der Autorin war für mich im letzten Band auch nicht mehr überzeugend. Die Autorin bleibt die ganze Zeit ganz nah bei Cia und berichtet von jedem Handschlag den sie erledigt. Das war mitunter ein wenig zu viel und hat die Spannung aus den Geschehnissen herausgenommen. Teilweise waren aber auch die Handlungen von Cia so unlogisch bzw so wenig von der Autorin durchdacht, dass ich das Gefühl hatte, dass Cia selbst beim Wasser kochen überfordert gewesen wäre. Dies wurde zum Ende hin besser, sodass zum Abschluss ein wenig Spannung aufkam. Die Auflösung der ganzen Geschehnisse und der Entstehung der Auslese war für mich jedoch auch nicht überzeugend.

Insgesamt war es ein enttäuschender Abschluss einer Trilogie, die so vielversprechend begann. Schade!

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