Jörg Benne: Dämonengrab

 
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Jörg Benne: Dämonengrab
Verlag
ET (D)
2018
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783961880386

Informationen zum Buch

Seiten
306

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
"Sie kommen!"

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Handlungsort

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Es will deine Seele...

Seit Generationen suchen Abenteurer in der Nähe des Dorfes Brensacker nach einer verschütteten Tempelanlage und deren legendärem Schatz. Als zwei Jungen zufällig einen verborgenen Eingang entdecken und einer der beiden unter mysteriösen Umständen verschwindet, schließen sich dem Suchtrupp auch einige Schatzsucher an. Doch auf das, was in den finsteren Gängen der Ruine auf sie lauert, ist keiner von ihnen vorbereitet...

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Dämonisches Nuareth

Mit „Dämonengrab“ hat der Autor einen Fantasyroman geschrieben, in dem sich unter anderem auch Horrorelemente wiederfinden. Allerdings dominiert für mich eindeutig der Fantasyanteil, alleine schon deswegen weil wir auf ausgefeilte Fantasywelt mit Magiern, Gnomen und anderen fantastischen Wesen treffen.

Die Geschichte wird aus zwei verschiedenen Perspektiven erzählt. Der Perspektivenwechsel mag vielleicht anfangs noch irritieren, aber im Verlauf der Geschichte macht sich die Notwendigkeit dessen bemerkbar. Doch auch so steigt der Leser direkt in zwei verschiedene Lebenswelten ein: in die eines Dorfjungen und in die einer Gardistin. An dieser Auswahl zeigt sich bereits, dass in dieser Welt geläufige Geschlechterklischees überwunden werden, was mir überaus gut gefallen hat. Der Schreibstil ist des Weiteren klar und flüssig zu lesen, so dass schnell Bilder der verschiedenen Settings im Kopf entstehen können. Hin und wieder hätte den eigenen Geschöpfen der Fantasywelt Nuareth ein wenig Erläuterung, bzw. Beschreibung gutgetan, doch mit ein wenig Gelassenheit schafft auch ein „unerfahrener“ Nuareth-Leser einen guten Einstieg in das Buch.

Die Charaktere sind vielfältig und außergewöhnlich, wie schon an der Gardistin erläutert. Wir treffen hier auf unterschiedliche Wesen mit verschiedenen Fähigkeiten, die für die Exkursion in die Tempelruinen noch wichtig sein werden. Der doch recht zusammengewürfelte Haufen entwickelt eine nachvollziehbare Eigendynamik, die Platz für Charakterentwicklungen und Plotwendungen lässt. Bei so vielen Charakteren, die lediglich durch zwei Blickwinkel zu beobachten sind, kann nicht jedem Charakter die Beachtung geschenkt werden, die ihm vielleicht zusteht und so bleiben einige Randcharaktere ein wenig blass. Doch tut dies der Spannung des Romans, auf die der Fokus des Romans liegt, keinen großen Abbruch.

Vor allem durch die Kürze des Fantasyromans schafft der Autor es durchweg einen Spannungsbogen aufzubauen. Durch den flüssigen Schreibstil bleibt der Lesefluss erhalten und die Seiten fliegen so dahin. Die Welt Nuareth gefiel mir gut und ich denke, dass es nicht mein letzter Ausflug dorthin sein wird.

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