Ju Honisch: Seelenspalter

 
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Ju Honisch: Seelenspalter
Verlag
ET (D)
2017
Ausgabe
Taschenbuch (Broschiert)
ISBN-13
9783426518441

Informationen zum Buch

Seiten
816

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Taryah tanzte.

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Handlungsort

Handlungsorte
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Nur die Starken überleben in den Acht Reichen, die miteinander in einem endlosen Krieg um die Vorherrschaft liegen. Das begreift Maleni sehr schnell, als sie nach einem Massaker, dem ihr ganzes Dorf zum Opfer fällt, Aufnahme beim Orden der Xyi findet. Unerbittlicher Drill und ein geheimnisvolles Ritual lassen einen Teil von Maleni zur Assassinin Taryah werden, die ohne Mitleid zu empfinden oder Fragen zu stellen ihrem blutigen Handwerk nachgeht. Doch weder in den Acht Reichen noch beim Orden der Xyi sind die Dinge so einfach, wie sie scheinen. Und eines Tages muss Maleni erkennen, dass Taryah nicht nur ein Teil von ihr ist – sondern ihr größter Feind.

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Erster Roman aus der Klingenwelt

Seit sehr langer Zeit herrscht zwischen den Acht Reichen Krieg – Frieden, wie er früher einmal geherrscht haben soll, ist höchstens nur noch eine legendäre Erinnerung in den Köpfen der Menschen. Der geheimnisvolle Orden der Xyi, eine straffe Organisation von perfekt ausgebildeten Assassinen, nimmt mit seinen Anschlägen immer wieder Einfluss auf die Politik. Typisch für die Assassinen ist, dass sie zwei Seelen in einem Körper vereinigen – wie auch Maleni, die zusammen mit Taryah erfolgreich und unbemerkt ihre Aufträge ausführt. Bis sie bei ihrem letzten Auftrag vom vorgegebenen Weg abweicht und damit Ereignisse auslöst, die sie niemals erwartet hätte.

Das Buch beginnt damit, dass der Leser Zeuge wird, wie Maleni und ihre Zweitseele Taryah einen Auftrag ausführen und dabei einen gefürchteten Befehlshaber aus dem Weg räumen, um einen drohenden Krieg zu verhindern. Es sieht also so aus, als ob die Xyi ihre mörderischen Aufträge erledigen, um Krieg zu verhindern und damit für Frieden zu sorgen. Doch je mehr ich über den Orden erfahren habe, habe ich mich gefragt, wer eigentlich hinter dem Orden steht und von wem die Aufträge stammen, nach welchen Kriterien sie ausgewählt werden. Wenn das Ziel der Xyi wirklich Frieden ist, warum herrscht dann schon seit so langer Zeit Krieg, obwohl die Xyi ebenfalls schon lange existieren.

Die aktuelle Handlung wird immer wieder unterbrochen durch Rückblenden von Maleni, wie sie als siebenjähriges Mädchen zu dem Orden gekommen ist. Außerdem erhält der Leser Einblick in die Ausbildung Malenis zur perfekten Tötungsmaschine und was es mit der zweiten Seele auf sich hat, die während einer geheimnisvollen Weihe eingesetzt wird. Diese Rückblenden empfand ich nicht als lästige Unterbrechnung, sondern unterstrichen vielmehr, wie Maleni zu der Assassinin der Xyi geworden ist. Durch die Aufteilung in mehrere Rückblenden bleibt die Vergangenheit spannend.

Nachdem Maleni bei ihrem Auftrag eigenmächtig gehandelt hat, begegnet sie auf der Flucht vor ihren Verfolgern zwei Wanderschmieden, die längst verschüttete Gefühle bei ihr auslösen, die sie selbst nicht einordnen kann. Bald wird klar, dass die Schmiede mehr sein müssen, als sie vorgeben. Und dann gibt es noch den blauäugigen Krieger, der Maleni immer wieder im letzten Moment rettet, um danach genauso geheimnisvoll zu verschwinden, wie er aufgetaucht ist. Wer ist er und welches Ziel verfolgen die Drei mit Maleni?

Was mir an den Büchern von Ju Honisch so gut gefällt, ist ihre bildgewaltige Sprache, die auch in diesem Buch wieder zu finden ist und mich begeistert hat. Deswegen stört es mich auch nicht, wenn die Handlung nicht immer gleichbleibend spannend ist, weil ich einfach die wunderschönen Sätze genieße. Es hat mir gefallen, wie bei mir immer größere Zweifel wegen der Xyi aufgetaucht sind, je mehr wir über den Orden erfahren, der darauf bedacht ist, lediglich eine Legende in den Köpfen der Menschen zu sein. Nach und nach bekommt der Leser Antworten, auch wenn sich immer wieder neue Fragen auftun. Aber am Ende werden alle wichtigen Fragen beanwortet.

Obwohl es weitere Bücher geben wird, die in der Klingenwelt spielen, ist dieses Buch in sich abgeschlossen. Das Ende war sehr spannend und raffiniert, denn was die Zukunft bringen wird, bleibt doch ein wenig offen.

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Fängt toll an, das Ende aber nicht ganz überzeugend

Die Acht Reiche befinden sich seit Generationen im Kriegszustand. Die Allianzen wechseln häufig und ein dauerhafter, stabiler Frieden ist nicht in Sicht. Das Land versinkt immer mehr im Chaos, Kenntnisse aus der alten glorreichen Zeit gehen immer mehr verloren.
Maleni ist ein kleines Mädchen, als ihr Dorf überfallen und ihre ganze Familie vor ihren Augen niedergemetzelt wird. Sie selbst wird durch einen Zufall übersehen und ein Mitglied des mysteriösen Ordens der Xyi nimmt sie mit sich. In der Geschwisterschaft der Xyi findet Maleni eine neue Familie und erhält eine Ausbildung zur Assassinin. Dabei spaltet sich ihre Seele in zwei Teile, Maleni und Taryah, die sich fortan ihren Körper und ihre Aufgaben teilen und so äußerst erfolgreich ihre Aufträge erfüllen können. Doch als Maleni eines Tages eine eigenmächtige Entscheidung trifft, wird ihr Leben schnell ziemlich chaotisch.

Zu Beginn des Buches werden wir gleich in eine Szene geworfen, in der Maleni bzw. Taryah ihre Kunst ausübt. Wir erfahren, wie sie normalerweise arbeitet und ihre Aufträge erfüllt. Doch dann verlässt die den vorgegeben Pfad, muss sich ohne die gewohnte Unterstützung und Absicherung durchschlagen und begegnet zwei reisenden Handwerkern, denen sie sich anschließt. Obwohl die beiden harmlos wirken, kommt Vertrauen in Malenis Welt nicht vor und es zeigt sich, dass auch Umbert und Elgor ihre Geheimnisse haben. Können sie einander trauen und sich vielleicht sogar gegenseitig helfen?

Ich habe schon mehrere Bücher der Autorin gelesen und mag ihren Schreibstil sehr. Mit „Seelenspalter“ schreibt sie nun zum ersten Mal in einer gänzlich phantastischen Welt, aber man hat kaum ein Problem, sich hier zurechtzufinden, denn bis auf einige fremdartige Tiere und verfremdete Worte ähnelt sie doch sehr unserer Welt.

Die Hauptfiguren werden intensiv dargestellt und wirken auf mich glaubwürdig und interessant.
Rätsel hingegen gibt der Orden der Xyi auf. In Rückblenden erfährt der Leser, wie Maleni zum Orden kam und wie ihre Ausbildung verlaufen ist. Doch auch hier bleiben einige Dinge lange Zeit im Dunkeln.

Die Handlung lässt sich zu Beginn viel Zeit. Gegen Ende allerdings überschlagen sich die Ereignisse, hier ging mir einiges auf einmal viel zu schnell, zum einen was Maleni und Taryah angeht, zum anderen in der Hinführung der Handlung zum Finale, welches mich dann letztlich auch nicht so ganz überzeugen könnte. Hier kommen auf einmal Figuren hinzu und spielen eine entscheidende Rolle, zu denen man aufgrund ihres plötzlichen Auftauchens überhaupt keine Beziehung hat und deren Schicksal mich dementsprechend nicht sonderlich berührt hat. Auch vom Ablauf her fand ich das Ende leider nicht überzeugend.

Insgesamt über weite Strecken wieder einmal ein tolles Lesevergnügen, das für mich leider durch den Schluss etwas gemindert wurde.

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Als Lese-Neuling bei Ju Honisch hat man es nicht immer leicht, aber durchhalten lohnt sich!

Als Lese-Neuling bei Ju Honisch hat man es nicht immer leicht, aber durchhalten lohnt sich auf jeden Fall! In ihrem neuesten Buch "Seelenspalter" geht es um eine junge Assassinin, die zwei Seelen im Körper trägt und sich auf ein mächtiges Abenteuer begibt! Mit diesem Buch kann man auf jeden Fall staunen, lachen, erschrecken und verwundert sein. Es ist eine tolle Mischung aus unserer realen Welt und einer völlig neuen von Ju Honisch kreierten Fantasywelt. Das Thema "Assasine" ist mir hierbei neu und hat mich angelockt, ich habe es bisher nicht bereut und freue mich schon auf weitere Bände. Dieser ist nun erstmal in sich abgeschlossen. Die Sprache dieser Autorin ist brilliant bildhaft, die Gespräche unheimlich komisch und die Wendungen unerwartet. So bedient dieses Buch vermutlich beinahe jedes Fantasy-Lese-Herz. Assassinenkunst reiht sich an Freundschaften, das Gewissen und ein wildes Abenteuer mit Piraten, Meuchlern, Freunden und alten Mythen aus einem längst vergangenen Reich. Von mir gibt es hier eine Leseempfehlung, denn nach einem schwierigeren Einstieg und einer Eingewöhnungsphase in den Schreibstil nimmt es den Leser vollkommen gefangen und lässt sich genießen.

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Gelungener Serien-Auftakt mit abgeschlossener Geschichte

Seelenspalter ist der erste Teil der Fantasy-Serie "Die Geheimnisse der Klingenwelt", der in sich abgeschlossen ist. Erzählt wird die Geschichte von Maleni, zunächst in der Gegenwart, in der sie gemeinsam mit ihrer Assassini-Seele Taryah Aufgaben für die Xyi erledigt und mit Rückblenden, wie sie zur Assasini wurde. Die Autorin schafft es gut, die beiden Seelen abzugrenzen und zu beschreiben. Auch der innerlicher Kampf der beiden Seelen wird gut verdeutlicht und man kann die Entwicklung Malenis im Laufe der Geschichte sehr gut nachvollziehen. Auch die anderen Figuren kommen glaubwürdig rüber und sind sehr facettenreich. Die Handlungsstränge sind spannend erzählt und halten die eine oder andere Überraschung bereit. Auf den ersten 500 bis 600 Seiten wird die Geschichte ruhig erzählt, es werden immer wieder neue Mosaikstückchen zusammengeführt und der Lesefluss ist sehr angenehm. Im letzten Teil überschlagen sich allerdings die Ereignisse, neue Figuren tauchen plötzlich auf und ich hatte beim Lesen das Gefühl, dass Erzählstränge gekürzt wurden. Zumindest hinterließen sie bei mir das Gefühl von Lücken. Das hätte besser auserzählt werden können. Die neuen Charaktere waren durchaus interessant und facettenreich, doch als Leser hatte man keine Chance, sie näher kennen zu lernen. Da wurde meiner Meinung nach gutes Potenzial verschenkt.
Dennoch eine sehr unterhaltsame Geschichte und ein gelungener Auftakt zur neuen Fantasyserie von Ju Honisch.

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