Kai Meyer: Die Krone der Sterne

 
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Kai Meyer: Die Krone der Sterne
ET (D)
2017
Ausgabe
Taschenbuch (Broschiert)
ISBN-13
9783596035854

Informationen zum Buch

Seiten
464

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Sie trage die Sterne in den Augen, hatte einmal jemand gesagt.

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Handlungsort

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Das galaktische Reich von Tiamande wird von der allmächtigen Gottkaiserin und ihrem Hexenorden beherrscht. Regelmäßig werden ihr Mädchen von fernen Planeten als Bräute zugeführt. Niemand weiß, was mit ihnen geschieht.

Als die Wahl auf die junge Adelige Iniza fällt, soll sie an Bord einer Weltraumkathedrale auf die Thronwelt gebracht werden. Ihr heimlicher Geliebter Glanis, der desillusionierte Kopfgeldjäger Kranit und die Alleshändlerin Shara Bitterstern tun alles, um den Plan der Hexen zu vereiteln. Im Laserfeuer gewaltiger Raumschiffe kämpfen sie um ihre Zukunft – und gegen eine kosmische Bedrohung, die selbst die Sternenmagie der Gottkaiserin in den Schatten stellt.

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Charaktere 
 
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Auftakt einer kurzweiligen Space-Fantasy-Reihe

Inhalt:
Als die junge Baroness Iniza vom Hexenorden als Braut der Gottkaiserin von Tiamande ausgewählt wird, hat sie nur ein Ziel: die Flucht. Dabei soll ihr Hauptmann Glanis, ihr heimlicher Geliebter, helfen. Doch funken schon bald der letzte Waffenmeister von Amun, Kranit, sowie die Alleshändlerin Shara, die zunächst eigene Ziele verfolgen, dazwischen. Und auch Inizas Onkel Fael und Hadrath sind hinter der jungen Frau her. So jagen sie miteinander und hintereinander her durch die Galaxien.

Meine Meinung:
Wer Kai Meyer kennt, weiß, dass den Leser in seinen Büchern eine fantasievolle Welt erwartet, so auch hier. Die Ideen des Autors, mit denen er diese Welt gestaltet, sind sehr vielfältig und aufregend. Meyer selbst bezeichnet seinen Roman als Space-Fantasy und nicht als Science-Fiction. Denn das „Science“ in Science-Fiction kommt nicht wirklich zum Vorschein. Dafür ist das Ganze zu fantastisch und überhaupt nicht wissenschaftlich fundiert.

Die Handlung empfand ich als ziemlich komplex. Man muss stellenweise sehr sorgfältig lesen, um die hintergründigen Zusammenhänge zu verstehen. Dafür fällt es umso leichter, sich die einzelnen Figuren oder die verschiedenen Raumschiffe vorzustellen. Sie erwachten in meinem Kopf regelrecht zum Leben. Mir gefiel es gut, dass die Handlung so actionreich ist, und die dargestellte Welt fand ich auch sehr spannend und interessant.

Von den Charakteren war ich fast durchweg begeistert. Besonders die Protagonisten haben es mir angetan. Iniza wirkt auf den ersten Blick so zart und hilflos, aber sie hat einiges auf dem Kasten, was man ihr gar nicht zutraut. Sie ist alles andere als eine verwöhnte Baroness. Sie ist intelligent und versucht sich durchzusetzen, weiß aber auch, wann sie nachgeben muss. Glanis ist der Gute im Bunde. Ihm geht es nur darum, Iniza zu beschützen, egal wie. Kranit grummelt zwar die ganze Zeit rum und markiert den harten Typen, aber im Innersten hat er wohl doch einen weichen Kern. Die Alleshändlerin Shara hat ebenso wie Kranit eine bewegte Vergangenheit und will ihre Begleiter am liebsten loswerden. Doch das ist im Weltall gar nicht so einfach, noch dazu, wenn man gejagt wird. Vorerst müssen sich die vier irgendwie miteinander arrangieren – sehr zur Unterhaltung der Leser, denn aus ihren kleinen Machtkämpfen ergeben sich herrliche Dialoge, die einen regelmäßig zum Schmunzeln bringen.

Kai Meyer hat es immer wieder geschafft, mich zu überraschen. Kaum etwas oder jemand ist so, wie es auf den ersten Blick scheint. Es kommen immer neue Details ans Tageslicht, wodurch alles wieder umgekrempelt wird. Von langweilig oder vorhersehbar kann daher keine Rede sein.

Der einzige Wermutstropfen ist, dass die Geschichte in meinen Augen nicht annähernd abgeschlossen ist. Zwar sind unsere Helden am Ende an einem Ruhepunkt angekommen, aber die Probleme sind bei Weitem nicht gelöst. Als Einzelband könnte ich das so nicht hinnehmen. Mittlerweile steht aber fest, dass es noch mindestens zwei weitere Bände geben wird. Der nächste ist für Frühjahr 2018 geplant.

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#1 Rezensent
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Ein herausragender Science Fiction Roman

Kai Meyer goes Science Fiction! Mit "Die Krone der Sterne" wagt sich der Fantasy-Autor in neue Gefilde und meistert diese in gewohnter Qualität. Auf Koryantum, einem Planeten im galaktischen Reich Taimande, herrscht ein Hexenorden mit einer Gottkaiserin als Anführerin. Dieser werden nach festen Ritualen und Tests in regelmäßigen Abständen junge Mädchen zugesprochen, doch niemand weiß, was mit diesen geschieht. Bis schließlich die Adlige Iniza erwählt wird. Ihr Geliebter Glanis versucht, die Überbringung zu verhindern und so beginnt ein Kampf auf Leben und Tod.

Wer Kai Meyer kennt, wird auch von diesem Buch nicht enttäuscht. Er ist ein Meister der Weltengestaltung und des Spannungsaufbaus und so entsteht vor dem inneren Auge eine wahrhaft schillernde, fremde Welt. Die Figuren haben die nötige Tiefe, weil Meyer sie ebenso wie seine Welten sehr genau herausarbeitet. Das verzögert die Handlung zwar, lässt aber beim Lesen tiefer und tiefer in die Geschichte eintauchen.

"Die Krone der Sterne" ist der erste Teil einer Trilogie um das Reich Tiamande. Dennoch ist es nicht so, dass es mit einem spannungsgeladenen Cliffhanger endet. Was mich besonders für das Buch eingenommen hat, ist der feinsinnige Humor, ja der oft sarkastische Unterton. So liest man das Buch nicht nur mit Spannung, sondern mit einem andauernden Grinsen im Gesicht.

Ein herausragender Science Fiction Roman, der ohne spezielles Technikwissen auskommt und deshalb fast wie Fantasy anmutet. Ich freue mich auf die Fortsetzungen. Bitte mehr davon.

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