Tom Jacuba: Kalypto: Die Herren der Wälder

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Tom Jacuba: Kalypto: Die Herren der Wälder
ET (D)
2015
Ausgabe
Taschenbuch (Broschiert)
ISBN-13
9783404207916

Informationen zum Buch

Seiten
560

Serieninfo

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Licht. Wohin sie sich auch wandte, überall leuchtete es: warmes, meerblaues Licht.

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Handlungsort

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Der junge und impulsive Lasnic, Angehöriger des Waldvolks, kann es nicht glauben: Ausgerechnet er wurde von der Ratsversammlung zum Waldfürsten berufen! Kurzentschlossen packt er seine Sachen und flüchtet vor der Verantwortung, ohne zu ahnen, dass er in ein viel größeres Abenteuer hineinstolpert. Denn im Verborgenen naht eine Gefahr, die alle freien Völker bedroht: Die Magier des vor Jahrtausenden untergegangenen Reichs Kalypto sind wieder erwacht - und sie schicken vier Späher aus, um das Volk zu finden, das sich am besten zur Versklavung eignet.

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High Fantasy Auftakt

Seit tausenden von Jahren ruhen die Magier des Reiches Kalypto in einem tiefen Schlaf. Nun wurde die Magierin Catolis erweckt, um eine neue Ära einzuleiten. Sie und 3 von ihr ausgewählte Magier machen sich auf die Suche nach einem Volk, auf dessen Rücken die Wiederauferstehung von Kalypto erfolgen kann. Jeder wird seinen Favoriten ins Rennen schicken, doch am Ende kann es nur einen Sieger geben.

Catolis selbst setzt sich als Hohepriesterin an die Spitze eines zähen und brutalen Inselvolks und formt es nach ihren Wünschen und Vorstellungen.

Die anderen Völker lernen wir aus der Perspektive ihrer Mitglieder kennen. Im Waldvolk spielt ein junger Mann namens Lasnic eine wichtige Rolle, das Bergvolk von Garona wird von seiner jungen Königin Ayrin geleitet. Das vierte Volk spielt hier sowieso noch keine größere Rolle, dieses lernen wir wohl erst im zweiten Band kennen.

Zu Beginn des Buches verlaufen die Handlungsstränge parallel und der Leser lernt langsam die verschiedenen Völker und Hauptfiguren kennen. Wie häufig in High Fantasy Romanen dauert es eine Zeit, bis man sich in die Welt hineinfindet. Die verschiedenen Völker und ihre Lebensräume sind ganz unterschiedlich, alle sind aber detailliert und phantasievoll beschrieben, so dass man sie sich gut vorstellen kann. Ein kleines Glossar am Ende hätte ich trotzdem noch gut gefunden, ebenso ein Personenverzeichnis, denn es sind doch einige Figuren, die der Leser sich hier in den verschiedenen Reichen merken muss. Es gelingt aber auch ohne ganz gut, da die Figuren alle mit ihren Titeln und Eigenschaften ausführlich beschrieben werden. Viele der Nebenfiguren haben mir mit ihren kleinen Besonderheiten richtig gut gefallen.

Die Handlung selbst lässt sich Zeit. Zu Begin der Geschichte sind die späteren Protagonisten gerade mal geboren oder noch Kinder. Erst nach und nach wird klar, wer hier welche Rolle spielt, wobei vieles auch bis zum Schluss hin rätselhaft bleibt, insbesondere die Personen der Magier. Aber das bringt eben auch Spannung in die Geschichte.

Es handelt sich hier um den Auftaktband einer Trilogie, im Januar 2016 erscheint der zweite Teil "Kalypto. Die Magierin der tausend Inseln".

Gegen Ende nimmt das Tempo immer mehr zu und erste Fragen werden beantwortet. Der Schluss ist kein Cliffhanger, sondern ein guter Zeitpunkt, um die Geschichte vorübergehend zu unterbrechen, aber dennoch die Spannung auf ihren Fortgang zu schüren. Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie es weitergeht und werde die Geschichte auf jeden Fall weiterlesen!

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Das perfekte Volk für Kalypto

Nach einem jahrtausende langen Schlaf erwacht Catolis, Magierin des untergegangenen Reiches Kalypto, aus ihrem Schlaf und wird zur Meisterin der Zeit ernannt. In ihrer neuen Funktion weckt sie drei weitere Magier und zu viert machen sie sich in alle vier Himmelsrichtungen auf, um das perfekte Volk zu finden. Schnell wird klar, dass sie selbst nicht untätig bleiben, und wenn das Volk nicht gut genug ist, dann formen sie es eben entsprechend. Catolis schwingt sich zur obersten Priesterin in einem riesigen Inselreich auf und agiert als einzige Magierin recht offen an der Spitze eines Volkes. Bei ihr erleben wir die unendlichen und blutigen Eroberungszüge ihres Volkes.
Die anderen Magier bleiben für den Leser und auch für die Völker lange Zeit im Verborgenen. Hier erleben wir die Kultur der Völker aus der Sicht von Lasnic, der in den Wäldern lebt, und von Ayrin, der Königin des Bergreiches Garona. Lasnic ist ein sehr impulsiver junger Mann und sehr naturverbunden. Nach mehreren schweren Schicksalsschlägen muss er ohne Eltern aufwachsen und erlebt ein wildes und gefährliches Abenteuer nach dem anderen. Auch Ayrin hatte es in ihrem Leben nie leicht: Bei der Geburt ihrer Halbschwester stirbt ihre Mutter, die Königin. Damit wird sie bereits in sehr jungen Jahren an die Spitze von Garona gestellt, das von Frauen beherrscht wird, und muss nicht nur die verhasste und zickige Halbschwester aushalten, sondern sich auch drohenden Gefahren eines sich aufschwingenden Inselreiches stellen.

Mein Versuch das Grundthema dieses High Fantasy-Romans kurz *hust* zusammenzufassen, zeigt schon, wie komplex diese Geschichte ist. Und das ist einfach wunderbar! Schon durch die vielen Sichtweisen ist das Buch unglaublich vielseitig, weil wir drei ganz unterschiedliche Völker kennenlernen: Das naturverbundene Waldreich mit seinen speziellen Ritualen, das Bergreich Garona, in dem endlich mal starke weibliche Charaktere das Sagen haben, und das Inselreich, das Catolis sich ausgesucht hat. Dazu kommt noch die alles überspannende Gefahr durch die vier Magier, die nicht nur still und leise ihre Völker stärker machen wollen, sondern natürlich auch noch planen diese gegeneinander antreten zu lassen, bis nur noch eines übrig bleibt. Alle Völker sind damit, ohne dass sie es auch nur ein bisschen ahnen können, Spielbälle in einem großen Wettkampf. Und auch als Leser kann man das schnell vergessen, weil man beim Lesen einfach so tief ins Wald- und Bergreich und in die Kulturen der Völker eintauchen kann. Vor allem kann man sich nie sicher sein, welche Krisen gerade von sich aus Krisen sind und welche absichtlich von den Magiern hervorgerufen wurden. So bleibt es wirklich die ganze Zeit spannend und interessant.

Der Schreibstil von Tom Jacuba ist sehr angenehm und schön zu lesen. Die vielen Personen wachsen dem Leser nicht über den Kopf, weil auch immer wieder mal deren Funktion oder Titel dazu genannt wird (“Kauzer, der Wettermann”), und man sie damit auf jeden Fall zuordnen kann. Auch die Beschreibung der verschiedenen Reiche und der Landschaften wird hier nicht langweilig, weil sie einfach etwas ganz besonderes und ziemlich interessant sind. Die wunderschöne Karte in der Klappe ist dann nebenbei auch noch praktisch. Dazu kommt, dass der Schreibstil den verschiedenen Charakteren angepasst ist und damit auch immer die verschiedenen Atmosphären spürbar sind. Lasnic ist sehr impulsiv und flucht andauernd, wohingegen Ayrin eher nüchtern und ruhig ist. So bleibt die Geschichte nicht nur durch die vielseitige und sehr komplex miteinander verknüpfte Handlung spannend, sondern auch durch den Stil.

An dieser Stelle möchte ich euch nun noch zeigen, was ich gern in High Fantasy-Geschichten finde und in diesem Auftaktband auch gefunden habe: Komplexität und Vielseitigkeit sowohl im world building als auch in der Geschichte selbst (habe ich ja oben schon beschrieben) und dabei auch in gewisser Weise eine Welt, die man nicht schon mehrfach gesehen hat. Hier habe ich mich besonders über das Bergreich Garona gefreut, da dort auf eine sehr interessante Weise komplett die Frauen das Sagen haben, und auch über das Waldreich, bei dem es genau gegenteilig läuft — und jetzt stellt euch mal vor, was passiert, wenn Menschen beider Völker aufeinander treffen. ;) Dazu kommt noch, dass Tom Jacuba es mit detaillierten, aber nicht zu ausschweifenden Beschreibungen von Landschaften und Tierwesen schafft, all das vor dem inneren Auge Form annehmen zu lassen, obwohl es sich doch oft um Wesen handelt, die bei uns nicht existieren. Mein liebstes Tier war hier übrigens der Flussparder. Und als letztes freue ich mich immer wieder über ein interessantes Magiesystem und eine epische Quest mit viel Action. Die Form von Magie, die sich der Autor hier ausgedacht hat, sollte man meiner Meinung nach beim Lesen entdecken. Die epische Quest haben wir hier auf jeden Fall in dem Wettkampf der Magier und ich bin mir sicher, dass ihr beim Lesen entdecken werdet, welche Quests die einzelnen Protagonisten — mal mehr, mal weniger freiwillig — verfolgen könnten.

“Kalypto: Die Herren der Wälder” ist ein wunderbarer Auftakt zu einer neuen High Fantasy-Reihe. Komplex, vielseitig und spannend. Mit sehr interessanten Völkern und Kulturen, die nur noch Spielbälle in einem großen Wettkampf zu sein scheinen, um das perfekte Volk für den Wiederaufbau des Reiches Kalypto zu finden.

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Tolle High Fantasy

Das untergegangene Reich Kalypto steht kurz vor der Wiederauferstehung. Um ein möglichst perfektes Volk hierfür zu finden, begeben sich die Magierin Catolis und drei von ihr ausgewählte Magier auf die Suche.
Ganz unterschiedliche Völker werden von den Magiern als potenzielle Bevölkerung des neuen Reiches ausgewählt.
Catolis selbst formt als oberste Priesterin in Zusammenarbeit mit dem ihr ergebenen Krieger Zlatan ein Inselvolk nach ihren Vorstellungen. Auch ein Waldvolk mit dem jungen Jäger Lasnic und das von Frauen regierte Bergvolk von Garona unter der Leitung der Königin Ayrin sind im Blickpunkt der Magier. Wer von den Magiern sich in welcher Rolle unter die jeweiligen Völker mischt, bleibt lange im Dunkeln, ein Volk wird erst im nächsten Band offenbart.

Der Roman „Kalypto“ spielt in einer vielfältigen, von Tom Jacuba detailliert beschriebenen Welt. Durch den wunderbaren Schreibstil findet man sich schnell in diese High-Fantasy-Geschichte hinein. Aufgrund der unterschiedlichen Völker und deren Rituale und Hierarchien wäre ein Personenregister bzw. ein Glossar schön gewesen, aber auch so hatte ich keine Probleme, der Geschichte zu folgen.

Erzählt wird aus wechselnden Sichtweisen, so dass man sowohl die Beweggründe der Magier und deren Pläne als auch die Gefühle und Eindrücke der einzelnen Völker versteht. Der Roman beginnt mit detaillierten Beschreibungen der Lebensweisen, phantastischen Wesen, Beziehungen der Protagonisten und vielem mehr.

Mit zunehmer Seitenzahl steigt das Tempo und auch die Spannung. Lediglich die Rolle von Catolis als Magierin wird dem Leser von Beginn an offenbart, wer in den anderen Völkern als Magier unterwegs ist, bleibt lange ungewiss.

Es handelt sich hier um den Startband einer Trilogie, der einen schönen Abschluss hat und Lust macht, die Folgebände unbedingt lesen zu wollen, ich gehöre auf jeden Fall dazu.
Die umfangreiche sehr phantasievolle Welt in „Kalypto“, die spannende Handlung und die liebevoll und detalliert beschriebenen Protagonisten in den Haupt- und Nebenrollen haben mir ein ganz tolles Lesevergnügen bereitet.

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Großartige Ideen, meisterlich umgesetzt

Kürzlich wurden auf Literaturschock Testleser für Kalypto: Die Magierin der Tausend Inseln gesucht. Ich bewarb mich und entschied spontan, schnell noch den ersten Band zu lesen, für den Fall, dass ich das Hintergrundwissen brauchte. Für einen Aufpreis konnte ich die Hörbuchversion mit erwerben, und da ich gerne Hörbücher höre, und es auch schneller geht, als zu lesen, war der Deal gemacht.

Zu meiner großen Freude konnte Jürgen Kluckert als Sprecher mich absolut überzeugen. Obwohl er schon seit Jahrzehnten als Synchronsprecher, Schauspieler und Hörbuchsprecher aktiv ist, war mir der Name neu; für mich ist er die Entdeckung des Jahres.

In der Geschichte geht es darum, dass Magier das Reich Kalypto (wieder)errichten wollen. Dazu müssen sie die Völker gegeneinander aufhetzen, und das siegreiche Volk soll dann von ihnen versklavt werden.



Wir lernen drei der Völker kennen:

Das Waldvolk, mit dem jungen Waldmann Lasnic, der vor einer ihm übergestülpten Verantwortung davonläuft.
Die Garonesen: eine Gesellschaft, in der die Frauen regieren und kämpfen, mit der Königin Ayrin an der Spitze.
Die Tarkaner: Ein barbarisches Kriegervolk, verstreut über tausende Inseln, geeint durch die Großmagierin der Zeit, welche sie als Hohepriesterin ihres Gottes verehren.


Wir bekommen tiefe Einblicke in die sehr unterschiedlichen Gesellschaftsstrukturen und Kulturen der oben genannten drei Völker. Ein viertes Volk, die sogenannten Eiswilden im hohen Norden, werden zu einem späteren Zeitpunkt noch eine Rolle spielen, man erfährt hier aber sehr wenig über sie.

Die Geschichte hat mich sofort in ihren Bann gezogen. Die Gegensätze der einzelnen Völker werden sehr schön beschrieben. Die Sprachbarriere zwischen ihnen ist schneller und leichter überwunden als die Kulturbarriere.

Die Beschreibung ist bildhaft, man fühlt sich an die einzelnen Orte versetzt. Persönlich habe ich mich bei den Waldleuten am meisten ‘zu hause’ gefühlt, aber das ist natürlich sehr subjektiv.

Die Sprache ist witzig, die Vergleiche und Flüche passen zu den jeweiligen Kulturen — der Autor ist hier sehr kreativ.

Die Charaktere sind schön herausgearbeitet, und natürlich hat man seine Lieblinge und die, die man nicht leiden kann.

Themen wie ‘von Machtgier und Rachegelüsten zerfressen’ werden mit ihren schlimmen Konsequenzen beschrieben, und man möchte die Personen schütteln, damit sie zum Wohle der Allgemeinheit zur Besinnung kommen.

Dies ist Fantasy vom Feinsten, völlig neu, aufregend, und zum Nachdenken anregend. Ich kann das Buch nur jedem wärmstens empfehlen, besonders in der fantastisch gesprochenen Hörbuchfassung, die mich knapp 22 Stunden lang in Atem gehalten hat!

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