Karl Edward Wagner: Kane, der Verfluchte

Karl Edward Wagner: Kane, der Verfluchte

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Karl Edward Wagner: Kane, der Verfluchte
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
Death Angel's Shadow / Night Winds / Dark Crusade
ISBN-13
9783404201242

Informationen zum Buch

Seiten
698

Serieninfo

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Wie ein Schatten des Bösen zog sich seine dunkle Spur durch die Jahrhunderte - eine Legende aus der tiefsten Nacht der Vorvergangenheit, eine Gestalt von urtümlicher Kraft und unbändigem Willen, Krieger Magier, Mörder. Ein Mann, wie es ihn nur in den Mythen alter Zeiten gab.

Doch Kane lebt. Und als die Macht der Finsternis erneut erstarkt, setzt er sich an die Spitze eines Kreuzzugs des Bösen, der die Welt erzittern läßt. Kane, der Verfluchte, lebt. Wir er niemals sterben?

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Ist dieses buch nicht ein Wahnsinn! Eines der besten, was im Bereich der Heroic Fantasy je geschieben wurde. Das heißt ja noch nicht viel in diesem Genre (man denke an den 'großen' Begründer Howard mit seinem dümmlichen Südstaatencharme voll von Rassismus und Sexismus, gepaart mit pseudophoetischer Sprache). Aber Wagner (immerhin gelernter Psychater) gelingt es hier, einen Protagonisten zu schaffen, der den fundamentalen psychologischen Nachteil der Heroic Fantasy, keine Charakterreifung zu ermöglichen dadurch umgeht, dass sein Anti-Held, da unsterblich, nicht reifen muß (kann? - aber nicht aus literarischem Unvermögen, sondern charakterkonsistent), die 'Entwicklung' jedoch in den Leser transferiert wird, denn dieser gelangt bei jeder neuen Geschichte zu immer anderen Facetten der Hauptfigur, bis ein (dunkles) Puzzle vor ihm ausgebreitet liegt. Wieder einmal wurde bewiesen, dass der Schriftsteller Zustandsformen menschlicher Existenz ins Leben rufen kann, die an Dichte und Unergründbarkeit der psychischen Tiefenstruktur kaum der, real Lebender nachstehen. Oder es ist einfach nur geil, das zu lesen. Also: Lest!

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Dies ist wirklich ein außergewöhnliches Buch - leider zur Zeit vergriffen. Außergewöhnlich deshalb, weil hier die besten Kane Geschichten zusammengestellt und auch noch chronologisch geordnet wurden, soweit das möglich war. Chronologisch aus Sicht Kanes wohlgemerkt.
Karl Edward Wagner starb 1994 einen tragischen Tod (er wurde nur 48 Jahre alt) hervorgerufen durch Depressionen, Alkohol und seine anfällige Gesundheit, obwohl er äußerlich wie ein Bär von einem Mann schien,
vergleichbar mit der Darstellung von Kane selbst, groß ungeschlacht und rotbärtig. Die Welt hat damit einen fantastischen und leider unterschätzten Schriftsteller verloren.

Zum Buch, wie gesagt ist es eine Sammlung von Kurzgeschichten, mit einem Roman (Dark Crusade - Kreuzzug des Bösen), jedoch grundlegend anders als die Fantasy, die man sonst gewohnt ist, oder überhaupt anders als jegliche vergleichbare Literatur, allenfalls George R.R. Martin kommt von der Qualität noch heran. Das typische Gut-Böse Schema ist nicht nur aufgeweicht, es ist schlichtweg nicht vorhanden. Kane selbst z.B. ist in der ersten Geschichte der meistgehasste Verbrecher eines gesamten Kontinents, doch seine Jäger entpuppen sich noch schlimmer als ihre vermeintliche Beute, so daß die Sympathien des Lesers sich unweigerlich Kane zuwenden.

Das Buch zieht einen in in seinen Bann, ein schwarzer Strudel, der den Leser verschlingt und ihn im wahrsten Sinn des Wortes süchtig macht nach mehr (nur noch in deutscher Sprache: Das Buch Kane, auch vergriffen).

Kane lebt in einer finsteren Welt, doch er ist der älteste und tödlichste von allen, doch bewirkt der Fluch der auf ihn gelegt wurde, daß er nie lamge glücklich sein kann. Rastlos zieht er umher und die meisten Geschichten enden melancholisch oder so unerwartet, daß einem Schauer über den Rücken laufen.
Wagner schreibt lebendig und bunt und mit einem Hauch von Wahnsinn, der sich auch in seinem Leben widerspiegelte. Fantastisch und nur zu empfehlen!

An alle interssierten Leser, die das Buch im Fachhandel nicht mehr bekommen können, auf ebay gibt es die Bände manchmal noch günstig zu haben, der Kauf lohnt sich in jedem Fall. Abschließend noch ein Vergleich zu Robert E. Howard, dessen Conan ein ganz anderer Charakter ist. Auch wenn Wagner diese Art von Helden nicht leiden konnte und sich öfters im privaten Kreis über den "Sonnyboy" Conan lustig gemacht hat, ist beiden Autoren eine wilde urtümliche Art des Schreibens eigen, die es schafft, Leser schon nach einer Seite zu fesseln. Die Vita der beiden läßt auch einen Vergleich zu, der aber von einer gewissen morbiden Art ist:
Beide starben früh und unglücklich, Howard erschoß sich sich 1936 mit nur 30 Jahren.Doch in ihren genialen Werken leben sie fort.

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