Jacqueline Carey: Kushiel - Das Zeichen

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Jacqueline Carey: Kushiel - Das Zeichen
ET (D)
2007
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
Kushiels Dart
ET (Original)
2001
ISBN-13
9783802581205

Informationen zum Buch

Seiten
953

Serieninfo

Sonstiges

Übersetzer/in
Erster Satz
Damit niemand annimmt, ich sei ein Kuckuckskind, das von lüsternem Bauernvolk unehelich gezeugt und in einem schlechten Erntejahr in die Leibeigenschaft verkauft wurde, will ich vorausschicken, dass ich einem der Dreizehn Häuser entstamme und im Nachtpalais selbst großgezogen wurde, auch wenn es mir nicht viel genützt hat.

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Handlungsort

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Das Land Terre d'Ange ist ein Ort unübertroffener Schönheit und Anmut. Seine Bewohner entstammen der Verbindung von Göttern und Menschen und leben nach einer einfachen Regel: Liebe, wie es dir gefällt. Die junge Phèdre nó Delaunay ist seit ihrer Geburt mit dem Mal eines Gottes gezeichnet - Kushiels Pfeil, der Segen und Fluch zugleich bedeutet. Phèdre ist eine Anguisette und besitzt die einzigartige Gabe, Lust am Schmerz zu empfinden. Als gefragte Kurtisane am königlichen Hof kommt sie einer weitreichenden Verschwörung auf die Spur, die Terre d'Ange in seinen Grundfesten zu erschüttern droht ...

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Im Land Terre d'Ange zeichnen sich die Menschen durch besondere Schönheit aus. Das Land wurde von der Gottheit Elua gegründet, dessen einziges Gebot lautet "Liebe, wie es dir gefällt". Diesem Grundsatz entsprechend werden die Kinder der guten Gesellschaft häufig in den 13 Häusern des Nachtpalais ausgebildet, die den verschiedenen Spielarten der (körperlichen) Liebe gewidmet sind.

Als Phèdre geboren wird, fällt sofort ein Makel auf, der nicht nur ihre Schönheit nach dem gängigen Ideal mindert, sondern auch schicksalhafte Bedeutung haben kann: ein scharlachroter Fleck im linken Auge, der Legende nach entstanden durch den Pfeil Kushiels, der Gottheit, die für die härteren Gangarten des Liebesspiels steht.

Von ihren Eltern wird sie als Leibeigene an eins der Häuser des Nachtpalais verkauft und dort ausgebildet. Doch sie hat Glück und wird von Anafiel Delaunay, dem ehemaligen königlichen Hofdichter und geschickten Politiker, zu sich genommen, wo sie nicht nur Sprachen und Literatur lernt, sondern auch, alles aufmerksamst zu beobachten und ihre eigenen Schlüsse zu ziehen.

Auf diese Weise kommt sie eines Tages einem bitteren Verrat auf die Spur, der das Land spaltet, den König gefährdet und sie selbst unter einen fatalen Verdacht stellt.

Am Anfang tat ich mir ziemlich schwer mit dem Buch, man braucht relativ lange, um sich einzulesen, die Gesetze und Gegebenheiten der Welt von Terre d'Ange zu begreifen, zumal außer einem Personenverzeichnis und einer Landkarte keinerlei Hilfestellung gegeben wird (ein Glossar hätte mir vor allem zu Beginn doch sehr geholfen).

Phèdres Ausbildung, die Freundschaften, die sie schließt, das Leben im Nachtpalais sind in schillernden Farben ausgemalt, teilweise wurde es mir da schon fast zu schwülstig. Die vor allem im ersten Viertel zahlreichen Liebesszenen hatten stellenweise beinahe Nackenbeißerqualität.

Sobald aber die politische Intrige ihren Lauf zu nehmen beginnt, tritt "Naamahs Dienst", wie die Aufgaben der Kurtisanen in Terre d'Ange heißen, in den Hintergrund und fügt sich als Phèdres "Geheimwaffe" harmonisch ins Gesamtbild ein (wobei einige Sado-Maso-Szenen nichts für schwache Nerven waren), und die Spannung steigt, obwohl ich nicht immer den vollen Überblick über die komplizierten politischen Verflechtungen behalten konnte.

Man muss ausschweifende Beschreibungen mögen und sich auf eine detailreich ausgearbeitete Phantasiewelt (die im übrigen eng an Europa angelehnt ist) einlassen wollen, um diesen knapp tausendseitigen Wälzer zu schätzen. Ich habe mich nach der Anlaufphase der ersten 100 Seiten prächtig mit diesem originellen Fantasyroman unterhalten und konnte das Buch zum Schluss kaum noch aus der Hand legen. Die Charaktere sind vielschichtig dargestellt und sind immer wieder für Überraschungen gut. Kampf- und Schlachtenszenen gibt es einige, zum Glück nicht breit ausgewalzt, teilweise aber schon ziemlich blutig.

Das großformatige Taschenbuch ist auf der Innenseite des Einbandes mit ausklappbaren Landkarten versehen und ansonsten eher schlicht ausgestattet. Positiv fällt die gute Verarbeitung auf, denn trotz des Umfangs gab es keine Leseknicke im Rücken, die sich bei dicken Taschenbüchern ja häufig auch bei vorsichtigem Umgang mit dem Buch nicht vermeiden lassen.

Im März ist der zweite Teil der Trilogie erschienen, und ich freue mich darauf!

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