Leigh Bardugo: Das Lied der Krähen

Leigh Bardugo: Das Lied der Krähen

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Leigh Bardugo: Das Lied der Krähen
Verlag
ET (D)
2017
Ausgabe
Taschenbuch (Broschiert)
Originaltitel
Six of Crows
ET (Original)
2015
ISBN-13
9783426654439

Informationen zum Buch

Seiten
592

Sonstiges

Originalsprache
amerikanisch
Übersetzer/in
Erster Satz
Joost hatte zwei Probleme: den Mond und seinen Schnauzer.

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Handlungsort

Handlungsorte
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Ketterdam – pulsierende Hafenstadt, Handelsmetropole, Tummelplatz zwielichtiger Gestalten: Hier hat sich Kaz Brekker zur gerissenen und skrupellosen rechten Hand eines Bandenchefs hochgearbeitet. Als er eines Tages ein Jobangebot erhält, das ihm unermesslichen Reichtum bescheren würde, weiß Kaz zwei Dinge: Erstens wird dieses Geld den Tod seines Bruders rächen. Zweitens kann er den Job unmöglich allein erledigen …

Mit fünf Gefährten, die höchst unterschiedliche Motive antreiben, macht Kaz sich auf in den Norden, um einen gefährlichen Magier aus dem bestgesicherten Gefängnis der Welt zu befreien. Die sechs Krähen sind professionell, clever, und Kaz fühlt sich jeder Herausforderung gewachsen – außer in Gegenwart der schönen Inej …

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Absolutes Highlight!!!

Worum gehts?

Sechs unberechenbare Außenseiter ziehen aus um einen unmöglichen Auftrag zu erfüllen!

Eigentlich sagt dieser Satz bereits alles, was man wissen muss. Aber weil ich nicht so bin, möchte ich noch ein bisschen was hinzufügen.

Kaz Brekker - auch Dirtyhands genannt - ist geprägt vom Leben. Als junger und unschuldiger Junge kam er zusammen mit seinem Bruder nach Ketterdam um ein neues Leben zu beginnen. Jahre später ist nichts mehr übrig geblieben von dem Jungen von damals. Sein Bruder ist tot und Kaz hat sich zu einem der gefürchtetsten Bandmitglieder hochgearbeitet. Rache und Gier sind die Gründe, die ihn jeden Tag aufstehen und leben lassen. Als er dann ein phänomenales Angebot für einen Job bekommt, kann er nicht ablehnen und sucht sich fünf Gleichgesinnte um das Unmögliche möglich zu machen....

Wie erging es mir mit dem Buch?

Eigentlich wurde ich durch eine Bloggerkollegin auf diese Reihe aufmerksam, die von den englischen Originalen soooo geschwärmt hat und da war es für mich klar, dass ich es unbedingt auch lesen muss - natürlich auf deutsch. Dann war es endlich so weit und ich startet gebannt in die Welt von Kaz Brekker.

Vorweg muss ich sagen, dass ich die Grisha-Reihe von Leigh Bardugo nicht gelesen habe, aber auch nicht finde, dass man sie gelesen haben muss um dieses Buch zu verstehen und zu lieben.

Erstmal finde ich es hier unheimlich toll, dass das Buch aus den verschiedensten Sichtweisen der sechs Protas geschrieben ist und der Geschichte somit noch einen zusätzlichen Schwung gegeben haben.

Zu Beginn habe ich mir mit den außergewöhnlichen Namen sowohl der Personen als auch der Orte etwas schwerer getan als vielleicht andere, aber nach und nach bin ich immer mehr in die Geschichte reingewachsen und gleichzeitig haben sich bei mir auch die Namen und Begriffe verinnerlicht.

Und ab diesem Zeitpunkt habe ich auch begonnen, die Geschichte zu lieben. Jeder Charakter für sich kommt aus einer anderen Ecke der Welt und hat seine ganz eigene Vergangenheit, die ihm zu dem gemacht haben, der er oder sie jetzt ist.

Angefangen von Kaz, der Kopf der Truppe, über Inej, dem Phantom, bis hin zu Matthias, dessen Glauben und Leben meiner Meinung nach am meisten auf den Kopf gestellt wurde. Aber auch Jesper, Nina und Waylan haben ebenfalls ihre ganz eigene Last im Gepäck....

Auch ist die Welt, in der die Story ihren Platz gefunden hat, mehr von Verbrechen und Grausamkeit gekennzeichnet als gut ist für einen Menschen. Es hat mich also nicht verwundert, dass die Protagonisten diverse halsbrecherische Wege eingeschlagen haben um einfach ihr Überleben zu sichern.

Und trotzdem sie sich eigentlich angepasst haben, sind sie auf eine gewisse Weise alle Außenseiter. Sie alle kämpfen mit ihrem grausamen Leben, niemand von ihnen ist wirklich zufrieden oder gar glücklich, aber vielleicht ist es gerade diese Tatsache, die sie einander während ihrem Weg immer näher bringt. Sie alle haben ein gemeinsames Ziel und beginnen weiter und weiter zu einer Einheit zu verschmelzen und das erste Mal nicht für sich allein zu kämpfen. Ja so mancher kommt sogar das erste Mal seit langem wieder mit Gefühlen in Berührung. Jedoch bleibt immer wieder die Frage, ob sie wirklich soviel Vertrauen in die Gruppe setzen können um diese fast unmögliche Aufgabe zu lösen? Und vorallem: Werden sie alle überleben um den versprochenen Reichtum auch dann auskosten zu können und dem Leben eine neue Richtung geben zu können?

Es ist mein erstes Leigh Bardugo-Buch gewesen, aber Nummer 2 liegt bereits bereit, und ich muss ehrlich sagen, dass sie einen unheimlich flüssigen und tollen Schreibstil hat. Der Spannungsbogen wird während des ganzen Buches durchgehend aufrecht erhalten. Langeweile ist wirklich - trotz der vielen Seiten - ein Fremdwort und jeder Charakter für sich ist so autenthisch und liebevoll erschaffen, so dass man sie alle wirklich ins Herz schließen muss! Ich kann absolut keinen Favoriten für mich selbst herausfiltern. Jeder ist für mich wichtig und für die Geschichte von essentiellen Wert!!!! Ich bin wirklich unheimlich begeistert!

Mein Fazit

Für mich ist Leigh Bardugo nach diesem Buch wirklich eine ganz großartige und talentierte Autorin, die eine andere Art Welt erschafft. Sie gibt diesen sechs Außenseitern eine neue Perspektive und macht das in einer unheimlich einzigartigen und fantastischen Art und Weise! Spannung, Tiefe und eine wunderbare Welt, in der das Glück rar gesät ist. Wirklich ein absolutes Highlight für mich und mit diesem fantastischen und gleichzeitig dramatischen Ende erwarte ich gespannt den nächsten Teil, wenn ich wieder an Kaz Brekkers Seite losziehen darf um ...... Ja, um was wohl zu tun?

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No mouners, no funerals

„No Mourners, no funerals“
„Keine Klageweiber, keine Beerdigungen“

Kaz Breker, Dieb und Bandenführer, hat einen neuen Auftrag an Land gezogen, den gefährlichsten und lukrativsten Auftrag seiner Karriere. Damit der Coup gelingt, benötigt er natürlich die beste Crew, die es auf Ketterdams Straßen zu finden gibt. Doch spielt sein Auftraggeber kein falsches Spiel?

Das war das erste Buch von Leigh Bardugo, das mir zwischen die Finger gekommen ist. Zuvor erschien ja schon ihre Grischa Trilogie, die in der selben Welt und mit dem selben Magiesystem spielt, aber mehr Ähnlichkeiten bestehen meines Wissens nach nicht. „Das Lied der Krähen“ kann also bedenkenlos von Grischa-Neulingen wie mir gelesen werden.

Der Plot, so wie er oben dargestellt ist, klingt recht simpel - ein Diebstahl mit einer überschaubaren Anzahl an Bandenmitgliedern? Simpel! Wer das denkt, der liegt so weit daneben, wie Kaz Breker kein Chorknabe mit einer hübschen Tenorstimme ist!
Zunächst einmal erzählen das Geschichte einige Personen - neben Kaz kommen auch die anderen Crewmitglieder zu Wort, jedoch hatte ich keineswegs das Gefühl, durch die vielen Perspektivwechsel den Scharfschützen mit einem kleinen Spielproblem Jesper oder Wylan, den jungen Bombenbauer, weniger gut zu kennen als Kaz oder Inej, die gelenkige Diebin. Leigh Bardugo hat es geschafft, dass mir jeder Charakter ans Herz gewachsen ist und jeder Schicksalsschlag beinahe körperlich weh tat - da Kaz seine ganz eigenen verborgenen Dämonen mit sich herum trägt, Wylan ein Geheimnis birgt, für das ihn die Welt verhöhnt oder Jesper sich nicht ohne Grund nur mit den Händen an seinen Waffen wohl fühlt. Diese Geheimnisse werden Stück für Stück offenbart - und in diesem ersten Band der Duologie noch längst nicht alle. Trotzdem kam in mir das Gefühl auf, dass ich, während ich in den Seiten voran schritt, ein kompliziertes Puzzle löste, das mit jedem Teil eine neue Sichtweise auf das unfertige Bild eröffnete. Wahnsinn und Genie liegen vor allen Dingen bei Kaz sehr nahe beieinander. Und trotzdem mochte sie alle, da sie besonders sind, einzigartig und alle ihre kleinen Macken ganz abseits ihrer Geheimnisse und Sorgen haben. Wie gern würde ich in Ketterdam gemeinsam mit Inej und Nina sitzen und stapelweise Waffeln verspeisen, einfach, da sie von diesem gemeinsamen Vorhaben mit einer Wärme schwärmen, die mir das Wasser im Mund zusammenlaufen lies. Einen besonderen Liebling habe ich nicht - Die Dynamik zwischen den Crewmitgliedern macht eigentlich das besondere an dem Buch aus. Und es würde mich schmerzen, wenn ich einen besonders hervorheben müsste.

Die Handlungsorte waren bombastisch. Vor allen Dingen liebe ich Ketterdam mit seinen düsteren -Gassen, seinem Hafen und der Gefahr, die dir immer über die Schulter schaut, wenn du durch die düstere Seitengassen schleichst. Bardugo hat es geschafft, eine ganz besondere Stimmung zu erzeugen, die mich fasziniert hat. Sie hat sowohl die gierigen Schatten der Stadt als auch die hellen Seiten dargestellt (nun gut, von den hellen Seiten etwas weniger, aber seis drum). Und auch der Diebstahl in der Eisfestung hoch oben im Norden war atemberaubend clever dargestellt.

Die Grundspannung in dem Roman baute sich von der ersten Seite an auf und hielt sich dann auch auf einem hohen Level. Manchmal blieb mir der Atem weg, wenn Kaz wieder einmal einen seiner unberechenbaren Momente hatte und ich nicht sagen konnte, was er als nächstes tun würde.

Das Magiesystem war gesprenkelt von wissenschaftlichen Einflüssen, was mir sehr gut gefallen hat. Einfach den Zauberstab schwenken und ein paar Worte murmeln kann ja jeder. In Bardugos Welt gibt es drei Arten von Magie, und je nachdem haben sie auch unterschiedliche Handlungsgebiete.

So, und was bedeutet nun die Überschrift? Tja, „Keine Klageweiber, keine Beerdigungen“ wünschen sie sich immer, wenn sie einen neuen Coup angehen. Und diese Worte bedeuten so viel für sie. Wenn es gut geht und das Buch berührt, bedeuten die Worte auch für den geneigten Leser viel. Für mich bedeuteten sie so viel, dass ich sie am Schluss leise mitgemurmelt habe, völlig gebannt und in der Hoffnung, dass sie sich bewahrheiten.
5 Sterne mit einem Lechzen auf die Fortsetzung.

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tolle Fantasy

Warum liebt man manche Bücher von Anfang an, nein eigentlich schon fast bevor man angefangen hat sie zulesen? Spielen einem da Erwartungshaltung, bereits gemachte Leseerfahrungen und die positiven Urteile anderer Leser einen Streich?

Gibt es ein Rezept für gute Geschichten? Also ein Gerüst, ein Szenario, welches größtmöglichen Erfolg versprechen könnte? Kann man durch bestimmte Inkredenzien ein tolles Buch quasi in der Hexenküche anrühren und heraus kommt das Wunderbuch - das wunderbare Buch?

Gibt es Bücher, die man gerne jedem empfehlen würde, den man kennt und schätzt? Und möchte man damit vielleicht auch Nichtleser und Büchervermeider überzeugen?

Dreimal Ja.

Das Lied der Krähen hat mich durch seine Optik, seine Inhaltsangabe und auch durch die euphorischen Stimmen anderer Leser bereits in seinen Bann geschlagen, bevor ich es aufgeschlagen hatte.

Die Zutaten sind von der Autorin, Leigh Bardugo, perfekt zusammengemixt. Besonders gefällt mir der Genremix. Denn es ist nicht nur ein Fantasybuch sondern auch ein Spannungsroman der sich ein bisschen wie Mission Impossible liest und an „Oceans eleven“ oder „Die Glorreichen Sieben“ denken lässt. Eine MIssion, eine zusammengewürfelte Einheit an Spezialisten, ein Plan und dann die scheinbar kaum erfolgversprechende Ausführung. Dazu ein sehr unterhaltsamer Erzählstil, der die Akteure kraftvoll und lebhaft in Szene setzt und auf ungewöhnliche Charaktere und schillernde Persönlichkeiten setzt. Und ein düsteres Setting als Hintergrundfarbe.

Das Lied der Krähen empfehle ich tatsächlich jedem der gerne gute Geschichten liest. Geschichten, die aus dem Einheitsbrei herausragen, die überraschend und spannend sind. Ich habe das Buch in meiner Nevernight-Phase gelesen (also zwischen Nivernight 1 und 2). Und dass es da bestehen konnte, ist ein sehr gutes Zeichen.

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