Maggie Stiefvater: Was die Spiegel wissen

Maggie Stiefvater: Was die Spiegel wissen

 
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Maggie Stiefvater: Was die Spiegel wissen
Verlag
ET (D)
2015
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
Originaltitel
Blue Lily, Lily Blue
ET (Original)
2014
ISBN-13
9783785583302

Informationen zum Buch

Seiten
448

Serieninfo

Sonstiges

Originalsprache
amerikanisch

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Handlungsort

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Es wird Hebst in Henrietta. Blue und die vier Raven Boys suchen noch immer nach dem Grab des walisischen Königs Glendower. Fast glauben sie sich am Ziel, als Adam eine beunruhigende Vision hat: Im magischen Wald Cabeswater gibt es drei Schlafende. Einer von ihnen darf unter gar keinen Umständen geweckt werden. Die Frage ist allerdings, welcher es ist und was geschieht, wenn er trotz aller Vorsicht aufwachen sollte. Währenddessen hat Blue ganz andere Sorgen: Ihre Mutter ist verschwunden und außer einer mysteriösen Nachricht gibt es keine Spur von ihr. Und dann sind da noch Blues Gefühle für Gansey, gegen die sie vergeblich anzukämpfen versucht. Denn ein Kuss von ihr könnte seinen Tod bedeuten ... Eine mysteriöse Prophezeiung, uralte Geheimnisse und eine Liebe, die gefährlich ist: Maggie Stiefvater zieht auch im dritten Band der fantastischen Buchreihe um Blue und die Raven Boys alle Register ihrer Erzählkunst und hinterlässt den Leser in atemlosem Warten auf das große Finale.

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Leicht enttäuschend

Inhalt:
Die Raven Boys und Blue sind immer noch auf der Suche nach dem walisischen König Glendower. Sie scheinen ihrem Ziel keinen Schritt näher zu kommen. Dann erfahren sie, dass in Cabeswater drei Schlafende sind, von denen einer geweckt werden soll, einer aber auf keinen Fall. Doch wie sollen sie wissen, wer welcher Schlafende ist?

Außerdem müssen sie sich mit einem alten Feind herumschlagen, Blues Mutter Maura ist spurlos verschwunden und zwischen den Jungs gibt es immer wieder Streit. Währenddessen fällt es Blue und Gansey immer schwerer, ihre Gefühle zu zügeln. Und dann steht ja auch immer noch Ganseys Tod im Raum …

Meine Meinung:
Nachdem mich die ersten beiden Bände dieser Reihe vollkommen begeistern konnte, hat mich der dritte leider ein bisschen enttäuscht. Er schließt nahtlos an den zweiten an, doch während es dort viel Action gab, passiert nun erst mal … nichts. Und das etwa über die erste Hälfte des Buches. Okay, ich übertreibe vielleicht ein bisschen. Es passiert nicht nichts, aber doch sehr wenig. Plätscher, plätscher … Ich musste mich immer wieder zum Weiterlesen zwingen.

Zum Glück ist Maggie Stiefvaters Schreibstil einfach toll, poetisch, bildhaft, mystisch wie die Handlung selbst. Die Atmosphäre wird daher gut ausgedrückt. Es herrscht eine stetige Melancholie, die aber immer wieder kurzzeitig durch humorvolle Dialoge aufgelockert wird.

Durch die häufigen Perspektivwechsel kann man sich in viele der Charaktere gut einfühlen, da die Handlung aus verschiedenen Richtungen beleuchtet wird. Das fand ich sehr gelungen.

Und glücklicherweise kommt die Handlung ab der Hälfte etwa auch mehr in Fahrt. Nun passiert wirklich etwas, es wird interessant, während ich anfangs das Gefühl hatte, hier müssten einfach Seiten gefüllt werden.

Wir lernen in diesem Band vor allem Adam und Ronan besser kennen, aber auch Blue. Lieb gewonnene bekannte Figuren sind ebenso dabei wie auch neue, die einen wichtigen Beitrag leisten. Sie alle sind gut ausgearbeitet und mit einer ausreichenden Tiefe und Vielschichtigkeit versehen.

Das Buch endet mit einem fiesen Cliffhanger, sodass ich froh bin, dass ich den Abschlussband bereits hier habe und gleich weiterlesen kann.

Die Reihe:
1. Wen der Rabe ruft
2. Wer die Lilie träumt
3. Was die Spiegel wissen
4. Wo das Dunkel schläft

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Was die Spiegel wissen

"Es wird Herbst in Henrietta. Blue und die vier Raven Boys suchen noch immer nach dem Grab des walisischen Königs Glendower. Fast glauben sie sich am Ziel, als Adam eine beunruhigende Vision hat: Im magischen Wald Cabeswater gibt es drei Schlafende. Einer von ihnen darf unter gar keinen Umständen geweckt werden. Die Frage ist allerdings, welcher es ist und was geschieht, wenn er trotz aller Vorsicht aufwachen sollte. Währenddessen hat Blue ganz andere Sorgen: Ihre Mutter ist verschwunden und außer einer mysteriösen Nachricht gibt es keine Spur von ihr. Und dann sind da noch Blues Gefühle für Gansey, gegen die sie vergeblich anzukämpfen versucht. Denn ein Kuss von ihr könnte seinen Tod bedeuten ..." (Quelle: script5 Verlag)
 
Meine Meinung:

Der dritte Teil der Raven Boys-Reihe präsentiert sich mit einem ähnlichen Cover wie seine Vorgänger. Leicht abgewandelt und mit einem anderen, farblichen Grundton passt er perfekt zur Reihe. Der Klappentext ist 
spannend gehalten, verrät jedoch nahezu nichts über den Inhalt des Buches. Das finde ich gut für diejenigen, die in der Reihe noch nicht so weit fortgeschritten sind. Zudem ist es sowieso ratsamer, die Bücher 
der Reihe nach zu lesen, da man ansonsten die Zusammenhänge nur schwer versteht. 

Maggie Stiefvaters Bücher liebe ich schon lange. Ihr ruhiger und gleichzeitig eindringlicher Schreibstil übt jedes Mal eine fesselnde Wirkung auf mich aus, so dass es mir unmöglich wird, mich der Geschichte zu entziehen. Schnell war ich wieder mitten im Geschehen, ohne, dass ich einer besonderen Einführung bedurfte. 
  
Blue ist mir bereits in den ersten beiden Teilen ans Herz gewachsen und ich konnte mich wieder sehr gut in sie hineinversetzen. Ich fand es bewundernswert, wie sie die Situation mit ihrer Mutter gehändelt hat. 
Natürlich ist sie durch ihr außergewöhnliches Leben mit den ganzen, hellsichtigen Frauen eine Menge gewohnt, doch ihre Mutter ist ihre direkte Bezugsperson und die beiden stehen sich sehr nahe. Es hat mich 
ein wenig böse gemacht, wie leichtsinnig ihre Mutter alles aufs Spiel gesetzt hat. 

Die Tatsache, dass Blue die einzige nicht hellsichtige Person in einem Haushalt mit so vielen
 magisch talentierten Frauen ist, und magisch eher eine inaktive Veranlagung hat, finde ich nach wie vor sehr 
interessant und es hat den Anschein, als würde dies Blue so nach und nach akzeptieren. Doch das Erscheinen eines neuen Charakters rührt erneut an ihrer Hoffnung, doch mehr zu können, als ein magischer 
Verstärker zu sein. Und über allem schwebt zudem immer noch die Prophezeiung, dass Blue ihre 
wahre Liebe mit einem Kuss töten wird, wie ein Damoklesschwert im Raum. 

Doch nicht nur Blue ist ein eindrucksvoller Charakter dieses Buches, sondern auch alle anderen 
Haupt- und Nebenakteure. Jedem einzelnen von ihnen gibt Maggie Stiefvater ein Gesicht, einprägsame Eigenschaften und einen unverwechselbaren Hintergrund. Inzwischen hat man als Leser einen 
tieferen Einblick in die Vergangenheit der Jungs bekommen. Denn die ist es, die sie zu dem machen, was sie heute sind und, die sie letzten Endes auch zusammengeführt hat. Jeder von ihnen hat etwas, dass der Suche 
nach Glendower zuträglich ist und keinen von ihnen wollte ich in der Geschichte missen. Sie alle haben ihren 
vorherbestimmten und sinnvollen Platz in dieser gut durchdachten Handlung.

Besonders ins Herz geschlossen habe ich mittlerweile Mr. Gray. Das ist umso merkwürdiger, als dass er doch eine sehr eigenwillige Rolle in dieser Geschichte hat, aber irgendwie kann ich mich seinem Charme einfach nicht entziehen.  

Für diese Reihe sollte man sich als Leser sehr viel Zeit nehmen, damit man sie aufmerksam lesen kann, denn 
die Erzählung ist teilweise sehr komplex und bestückt mit Andeutungen, die man beim oberflächlichen Lesen vielleicht überliest. Die Welt, die die Autorin hier geschaffen hat, ist wohl durchdacht und ich bin jetzt 
schon gespannt, wie sie zum Schluss alle losen Enden zusammenführen wird. Das Ende dieses Bandes hat mich jedenfalls nicht nur überrascht, sondern lässt mich ängstlich auf das weitere Geschehen warten.

Fazit:

"Was die Spiegel wissen" ist der dritte und vorletzte Teil der Reihe von Maggie Stiefvater rund 
um die Raven Boys. Die faszinierende Handlung hatte mich schnell wieder hinabgezogen in eine Welt, in der die Magie noch präsent ist. Einprägsame Charaktere in einer atmosphärisch dichten Handlung, die sich um Liebe, Tod, Magie und Freundschaft rankt, haben mich gefesselt und lassen mich auch so schnell nicht wieder los. Ich fiebere jetzt schon ungeduldig dem Finale entgegen.

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Die Raven Boys sind wieder da!

In Henrietta suchen Blue und die vier Raven Boys weiterhin nach dem Grab von Glendower. Die Suche entpuppt sich allerdings als schwieriger als gedacht: Als Adam eine seltsame und zugleich beunruhigende Vision von drei Schlafenden hat, von denen einer auf gar keinen Fall geweckt werden darf, ist die Verwirrung noch größer als zuvor. Die Frage ist nämlich: Welcher der Schlafenden ist es, der nicht geweckt werden darf und was passiert, falls er trotzdem aufwachen würde? Blue hat ganz andere Sorgen: Ihre Mutter ist verschwunden, Greenmantle treibt sein Unwesen in Henrietta und dazu muss sie sich langsam in klarem über ihre Gefühle zu Gansey werden. Ein einziger Kuss von ihr könnte nämlich sein Leben beenden...



Da sind sie wieder: Die Raven Boys! Hach, was hab ich sie vermisst! Und zwar ALLE miteinander: Adam, Gansey, besonders Ronan, der stille und liebe (und in diesem Band manchmal echt gruselige) Nick, natürlich Blue und ihre mehr als verrückte Familie, der graue Mann und... Okay, ich habe sie alle vermisst ;)


Wo wir gerade eh bei den Charakteren bin, fange ich doch mal gleich da an!

Blue war wie gewohnt ein selbstbewusstes, kluges Mädchen, mit Hirn und Verstand. Ich mochte sie, genauso wie in den vorherigen Bänden, wirklich gerne! Bei den Szenen mit Gansey ging mir ein Herz auf und gleichzeitig kamen mir die Tränen, weil ich es so ungerecht fand, dass ein so süßes Pärchen keine Möglichkeit hat, zusammen sein zu können. Da ist natürlich diese unausgesprochene Sache mit Adam und, achja, diese Kleinigkeit, dass nur ein einziger Kuss von Blue Ganseys Tod bedeuten könnte. Ich hoffe so sehr, dass die beiden ihr Glück noch finden werden! Gansey ist ähnlich wie in den Bänden davor, der eher schweigsame Typ. Er gibt nicht allzu gerne seine Gefühle preis, versteckt sich hinter einer Fassade. Dazu kämpft er vehement gegen seine Gefühle für Blue an. Obwohl Gansey nicht wirklich konsequent ist: Tagsüber sehr sittenhaft, und nachts vergisst er all seine Prinzipien – ein richtiger Bad Boy eben, haha :D Oh man, diese nächtlichen Telefonate zwischen ihm und Blue waren einfach nur zuckersüß! Ziemlich blöde Situation für Gansey... Da steht diese riesige Sache zwischen ihm und Adam, nicht nur bezüglich Blue, und er will seinen Freund nicht verletzten, kann aber auch nicht Blue einfach so links liegen lassen, weil er sie eben wirklich mag... Ich denke trotzdem weiterhin, dass man dieses Problem aus der Welt hätte schaffen können, wenn man einfach mal miteinander GEREDET hätte! Dieses Rumgeeiere ist doch auch keine Lösung gewesen... Obwohl Adam für solche Gespräche auch nicht wirklich empfänglich war. Tja, wo wir beim springenden Punkt wären: Adam. War er mir in den ersten Bänden noch sympathisch aufgrund seiner Underdog-Art, ging er mir in diesem Band gehörig auf die Nerven. Er badete in seinem Selbstmitleid, heulte herum, dass er permanent alleine wäre, und er sich auf keinen verlassen konnte, dabei hatte er sich einzig und allein selbst ins Aus geschossen und von der restlichen Gruppe isoliert! Und aus irgendeinem Grund war er wohl der Meinung, dass er ganz alleine mal eben kurz die Welt retten müsse, indem er die Ley-Linie repariert. Ich meine Häh? Adam, mal im Ernst, niemand (okay, außer James Bond!) schafft es ganz alleine mal eben die Welt zu retten!? Diese Art von ihm ging mir einfach so vehement auf die Nerven, dass er und ich in diesem Band leider keine Freunde wurden. Ronan und Nick die beiden anderen Raven Boys waren wie gewohnt sehr sympathisch. Ich bin ja ein bekennender Ronan-Fan :D Ich finde er hat eine total geniale und ironische Art an sich; tut immer so unabhängig und hart, hat aber einen ganz weichen Kern, der ab und an sogar mal zum Vorschein kommt. Ich sage nur: Die Szene in Cabeswaters-Höhle! Soooo cute! Nick war mir in diesem Band etwas unheimlich. Er hatte so gruselige „Ich bin ein Geist und töte euch alle“-Momente bei denen es mir echt eiskalt den Rücken runter gelaufen ist. Trotzdem ist seine leicht trottelige und unbeholfene Art echt liebenswert, und ist das, was ihn so sympathisch macht :)

Zu den altbekannten Charakteren, wie Maura und Blues restliche Familie, der Graue Mann (ein toller Charakter!) oder Malory (Er und sein Hund: Das waren einfach so genial witzige Szenen! Ich konnte echt nicht mehr vor lachen :DD), gesellten sie auch neue Personen hinzu, die einen zum lachen und weinen brachten; aber eher zum lachen! Greenmantle war zum Beispiel jemand, den ich echt schnell mochte. Seine skrupel- und schnörkellose Art war wirklich zum niederknien! Jesse, war mit seiner Monster-Stimme einfach zum schießen lustig („HAST DU DEIN GEMÜSE NICHT GEGESSEN?“ Soooo witzig :DD). Und Piper war das totale Chamäleon! Nicht, dass sie klein war und zur Familie der Leguane gehörte oder so, aber sie konnte sich innerhalb von Sekunden von der dümmlichen Blondine, in die schlagfertige Killer-Braut verwandeln. 


Und eins habe ich definitiv während des Lesens: Gelacht! Stiefvaters Schreibstil ist gewohnt witzig und spritzig, und ich habe mich mehrmals dabei ertappt wie ich mir vor Lachen die Tränen aus den Augenwinkeln wischen musste. Klar, manchmal kann man das Gefühl bekommen, dass Stiefvater weder sich, noch ihre Geschichte so wirklich ernst nimmt, so klamaukig ist es an der ein oder anderen Stelle. Aber mal ehrlich? Wer möchte denn nicht mal während des Lesens lachen? Und ich finde einen so tollen Humor wie Maggie Steifvater ihn hat, kann es gerne öfter in Büchern geben! Ich finde das Buch ist an sich eine durchaus gelungene Mischung aus Spannung, Liebe, Dramatik, Tod und einer Menge mysteriöser Geheimnisse, die gelüftet werden müssen!


Fazit: Trotz kleinerer Kritikpunkte fand ich den dritten und vorletzten Teil rund um die Raven Boys gelungen und erwarte mit Spannung den finalen Band!

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