Michael Hamannt: Die Dämonenkriege

Michael Hamannt: Die Dämonenkriege

 
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Michael Hamannt: Die Dämonenkriege
Verlag
ET (D)
2018
Ausgabe
Taschenbuch (Broschiert)
ISBN-13
9783453318380

Informationen zum Buch

Seiten
752

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Der Morgen war von einem verräterischen Rot.

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Handlungsort

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Als der Dämonenjäger Ryk bei einem Einsatz seine beiden Gefährten an einen Dämon verliert, den es seit Hunderten von Jahren eigentlich gar nicht mehr geben dürfte, schwört er Rache. Währenddessen gelingt es der Gestaltwandlerin Catara, den wegen Mordes an seinem Vater angeklagten Thronprinzen Ishan aus dem Kerker zu befreien. Doch damit beginnen die Probleme für die beiden erst, denn all die dunklen Vorkommnisse sind nur die Vorboten eines drohenden Kriegs, der die Welt der Schwebenden Reiche in ihren Grundfesten erschüttern wird ...

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Spannende Fantasy mit düsteren Dämonen

1000 Jahre hat die Schutzbarriere gegen die Dämonen aus der Gegenwelt gehalten, aber nun scheint die Magie zu bröckeln. Der Dämonenjäger Ryk verliert bei einem Einsatz zwei Gefährten an einen Dämon, der es eigentlich nicht hätte durch die Barriere schaffen dürfen. Ryk schwört Rache und nimmt die Verfolgung des Dämons auf.
Der junge Thronprinz Ishan gerät in eine gefährliche Intrige mit dämonischem Hintergrund, die Assassinin Catara hat den Auftrag, ihm zur Flucht zu verhelfen.
Warum wird die Barriere plötzlich durchlässig? Und droht den Schwebenden Reichen womöglich ein weiterer blutiger Dämonenkrieg?

Dieses Buch bildet den gelungenen Auftakt zu dem Zweiteiler um die Schwebenden Reiche, die sich einem weiteren drohendem Dämonenkrieg gegenübersehen. Mit den Schwebenden Reichen hat der Autor eine für mich faszinierende Welt geschaffen, die aus einzelnen schwebenden Inseln besteht und durch die Feuerflüsse, die stark an Lavaströme erinnern, verbunden sind. Man ertappt sich unweigerlich dabei, die dortigen Begebenheiten mit den uns bekannten physikalischen Gesetzen erklären zu wollen. Noch spannender werden die Reiche jedoch, wenn der Leser in ihnen plötzlich auf bekannte Dinge stößt. Über die Vergangenheit der Schwebenden Reiche erhält der Leser häppchenweise Informationen und ich hoffe, dass ich im zweiten Band noch mehr darüber erfahren werde.

Ebenso spannend wie die Schwebenden Reiche selbst sind seine Bewohner und Protagonisten dieses Romans, der in mehrere Handlungsstränge unterteilt und somit aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird. Michael Hamannt hat es geschafft, seine Figuren vielschichtig und überraschend darzustellen, was zu einigen unerwarteten Wendungen führt. Man fiebert regelrecht mit und fragt sich, ob und wann sich die verschiedenen Handlungsstränge kreuzen werden.

Der Dämonenjäger Ryk hat ganz eigene persönliche Gründe, warum er so einen großen Hass auf die Dämonen der Gegenwelt hat. Umso unerbittlicher ist er in seiner Rache, als er zwei seiner Freunde und Gefährten an einen Dämon verliert, der gar nicht in den Schwebenden Reichen sein dürfte. Um diesen Dämon zu finden, muss er jedoch die Hilfe einer alten Freundin in Anspruch nehmen, die überhaupt nicht gut auf Ryk zu sprechen ist.

Ishan ist ein junger Prinz und ein etwas arroganter Heißsporn, der noch nicht weiß, wann es besser ist, den Mund zu halten, um sich nicht in Schwierigkeiten zu bringen. Als sich für ihn die Ereignisse überschlagen, muss er auf die harte Art lernen, was es heißt, zu überleben und unterzutauchen.

Catara ist eine Assassinin im Dienste von Ishans Stiefmutter, der sie treu ergeben ist, weil sie ihr in der Vergangenheit sehr viel verdankt. Sie gehört einem Volk an, das seit Jahrhunderten unter einem schrecklichen dämonischen Fluch leidet, welchen Catara nicht zu akzeptieren bereit ist, was jedoch einen hohen Preis von ihr fordert. Sie hat mich besonders zwiegespalten zurückgelassen, denn als Assassinin ist sie es gewohnt, über Leichen zu gehen, was mich natürlich abgeschreckt hat. Andererseits konnte ich aber auch ihre Gründe nachvollziehen, je mehr wir über ihr Volk und Cataras Vergangenheit und das Leid aufgrund des Fluches erfahren.

Der Autor hat eine komplexe und spannende Geschichte geschrieben, die mit einer absolut überraschenden Wendung endet und mich sehr neugierig auf den zweiten Band macht. Am Ende des ersten Buches wird klar, dass vieles nicht so ist, wie es scheint und dass manche der Protagonisten ihre Haltung überdenken müssen.

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(Aktualisiert: 09 März 2018)
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Michael Hamannt - Die Dämonenkriege

1000 Jahre hielten die Opferschilde um die Schwebenden Reiche, die Zauberer als Bollwerk gegen die Dunkelheit schufen. Doch ihr magisches "Mauerwerk" bröckelt und erneut hält eine Welle der Düsternis auf die Schwebenden Reiche zu.
1000 Jahre Frieden ließen der Menschen Vorsicht ihrer Gier nach Macht weichen.
Sie haben die blutgetränkte Erde des Krieges vergessen.

Ryk ist kein gewöhnlicher Magier, er ist ein Dämonenjäger. An diesem Tag wird er alle seiner 5 Gaben brauchen. Magische Disziplinen, die kaum noch jemand beherrscht. Sieben Holzfäller ziehen in den Wald und nur Einer kommt halbtot zurück, sein Überleben ist wie eine Herausforderung, eine Einladung für Ryk und seine Gefährten, Coor und Jailar.
In schweigender Übereinkunft brechen sie auf, um der Ursache auf dem Grund zu gehen. Gerüstet mit geweihten Messern und Armbrüsten folgen sie der Spur des frischen Kupfergeruchs und stoßen auf ein Bildnis des Schreckens. Ein grausames Gemetzel hat hier stattgefunden, keine Leichenteile - nur noch Fetzen.

Ein Schrei, ein Gurgeln..und dann nichts mehr. Der Bestien sind es zu viele. Wo sind die Gefährten?
Ryk schickt seinen Geist auf die Suche und wird von einer starken Gegenmacht blockiert, seine Sinne fühlen nicht, was plötzlich hinter ihm steht. Ein uralter Dämon, ein Humanos, baut sich in all seiner häßlichen Größe vor ihm auf. Wahrhaftig und doch unmöglich, wie hat es der Dämon geschaft in die abgeschirmten Reiche einzudringen? Dieses nackte Ungeheuer ist das Versprechen auf eine düstere Zukunft. Sein Hass und seine Blutgier wird wie eine Feuer-Phalanx über die die Erde tosen.

Wunderbare Fantasy-Vielfalt:
Berserker und Löwen-Dämonen, Blutgeneräle und schwarze Wächter, Gestaltwandler und Fluchbringer, Rebellen, Dämonenkrieger und Chronisten, Kronprinzen samt Intrigen und Hofstaat-Hierachie. Die Schwebenden Reiche sind ein perfektes Universum an tollkühnen Abenteuern und ihren Helden.
Ein spannender High-Fantasy Rausch zum Schwelgen. Eine Geschichte mit starker atmosphärische Dichte. Intelligente Unterhaltung. Sehr empfehlenswert!
Ich freue mich schon auf die Dämonenkrieg-Fortsetzung: Dunkelkönig.
Das Buch hat eine tolle Ausstattung, mit Karte und ausführlichem Glossar.

Für Fans von Peter V. Brett

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Anspruchsvolle High-Fantasy mit düsteren Elementen.

Die Dämonenkriege von Michael Hamannt wird ein Zweiteiler mit jeweils um die 700-800 Seiten. Der erste Teil dieser Geschichte beginnt rasant und stellt direkt einen der Hauptprotagonisten, den Dämonenjäger Ryk vor. Die Dämonen und die Menschen leben seit dem letzten Dämonenkrieg in ihren eigenen Welten. Doch nun bekommen die Grenzen dieser Welten Risse und in der Menschenwelt geschehen seltsame Dinge.

Ryk, Prinz Ishan, der einer Intrige zum Opfer fiel und Kela, eine Frau mit besonderen Fähigkeiten ziehen gemeinsam los und machen Jagd auf die Dämonen. Parallel wird die Geschichte der Assasini Catara erzählt, die dabei einen ganz speziellen Auftrag hat.

Die Charaktere finde ich sehr ausgeprägt und facettenreich. Besonders die Dämonen haben mich positiv überrascht. Normalerweise bin ich kein großer Fan von Dämonengeschichten, aber diese Dämonen sind intelligent, gerissen und spannend dargestellt und für einige Überraschungen gut. Auch die Erklärung der verschiedenen Dämonenarten, ihren Hierarchien und besonderen Fähigkeiten haben mir sehr gut gefallen und mich neugierig auf sie gemacht.

Die Erzählweise ist sehr bildhaft und flüssig, man liest sich fest und mag nicht mehr aufhören, weil man in dieser neuen Welt richtig eintauchen kann. Die Handlung ist sehr abwechslungsreich und temporeich, es gibt einige überraschende Wendungen, was dieses Buch sehr spannend und vielschichtig macht.

Mir persönlich haben die ausführlichen Beschreibungen der Figuren und der Hintergründe gut gefallen. Einigen mag es vielleicht zu ausführlich sein. Ich finde sie aber wichtig, um diese Welt und auch die Charaktere zu verstehen. Und ich glaube, dass sich das im 2. Teil auszahlen wird.

Der 1. Teil endet mit einem bösen Cliffhanger. Da der 2. Teil voraussichtlich erst Ende des Jahres erscheint, kann ich jedem nur raten, erst dann mit diesem Teil zu beginnen. Denn der ist schon sehr gemein gewählt, was wohl den düsteren Anteil des Autors wiederspiegelt. ;-)

Wie es sich für ein gutes Fantasybuch gehört, gibt es auch ansprechende Karten und ein Personenregister.

FAZIT: Leseempfehlung für alle, die anspruchsvolle neue Welten, viel Aktion und Spannung lieben und nicht auf Glitzerfeen stehen. Ein unglaublich starkes Debüt, dass sich hinter den großen Fantasymeistern nicht zu verstecken braucht.

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Dämonenkriege – überraschend und spannend

Was erwarte ich bei dem Titel? Schlachten mit viel Blut und Geifer, also nichts für mich. Dann dachte ich aber, ich schaue mal rein und habe mich bei einer Leserunde angemeldet. Das war dann eine Überraschung! Zunächst führt die Geschichte wirklich in ein Scharmützel mit Dämonen, aber dann sagt ein Dämon einen Satz, der nachdenklich macht. Steckt doch mehr dahinter? Spätestens an dieser Stelle war meine Neugier geweckt.

Die Welt, in der diese Geschichte spielt, ist sehr interessant. Ist es wirklich Fantasy oder doch eine Zukunftsvision unserer Welt? Eine Mauer schützt die Menschen vor den Dämonen, eine Mauer, die nicht undurchlässig ist und die durch Magie erhalten wird. Magie aber gibt es in der Welt der Menschen nicht mehr viel, denn sie ist mit den Dämonen ausgeschlossen worden. Eine dumme Situation. Gibt es eine Lösung dafür?

Auf dieser Welt gibt es Artefakte, Zonen, die Todeszonen genannt werden, weil ein längerer Aufenthalt dort Menschen krank macht und auf Dauer umbringt. Die Menschen leben auf Inseln, die durch ein Feuermeer verbunden sind. Natürlich gibt es Streitigkeiten und Kriege unter den Menschen, die sich der Gefahr von jenseits der Mauer nicht bewusst sind. Fürsten und Könige liegen im Streit miteinander. Aber trotzdem wirkt es nicht wie die übliche mittelalterliche Fantasy-Welt.




Im Verlauf der Geschichte lernt der Leser mehrere interessante Charaktere kennen. Zunächst einen Dämonenjäger, ein magisch ausgebildeter Hüter der Grenze, der dafür verantwortlich ist, die Menschen in ihren Dörfern vor Dämonen zu schützen, die durch die Mauer kommen. Ein sympathischer Charakter, der alles hat, was man sich von einem Helden wünscht.

Ein Prinz, der auf der Flucht ist und seine eigenen Gründe hat, Dämonen zu jagen, ganz speziell einen von ihnen. Er ist als Prinz noch etwas verwöhnt und sehr jung, was dazu führt, dass er verschiedene Fehler macht und damit Probleme verursacht. Auch er bekommt viele Sympathiepunkte, obwohl man sich als Leser wohl oft fragt, wie die Ausbildung dieses Prinzen aussah.

Dann ist es aber auch schon fast zu Ende mit einfacher Beurteilung von Chatakteren. Selbst wer der wirklich Böse ist, bleibt lange im Unklaren. Ja, am Ende diesen Bandes könnte man immer noch fragen, ob es wirklich nun sicher ist welche Seite die gute ist. Da stehen Dämonen gegeneinander. Warum? Es gibt eine Stiefmutter, deren Handlungsweisen lange sehr unterschiedlich zu bewerten ist. Welche Motive treiben die Charaktere? Welche ethischen Konzepte sind Grundlage ihrer Handlungen?

Dazu gibt es nocheine Halbdämonin. Wem wird am Ende deren Loyalität gehören? Sie wird gebraucht, denn sie kann Dämonen riechen! Ein Spürhund, aber ein gefährlicher, denn der dämonische Teil in ihr ist eine tickende Zeitbombe.




Schließlich gehört zu den Protagonisten eine Assassinin, die aus Loyalität mordet, sie ist geschickt und setzt alles ein, auch ihr Leben, um ihren Auftrag zu erfüllen. Sie handelt in bester Absicht. Selbst ein Opfer dämonischer Magie, ist sie glücklich, nun etwas für ihre Gönnerin tun zu können. Auch wenn sie dabei ihr Volk verrät und damit ausgeschlossen ist. Ihre beste Tarnung ist, in den Körper eines anderen zu schlüpfen, besser, sich in ihn zu verwandeln und leider bringt sie dabei auch Unschuldige um. Ist sie nun ein Sympath oder nicht? Gehört sie zu den Helden oder ist sie eher eine sich selbst etwas vormachende Antagonistin?




Diese Charaktere sind für sich schon spannend und werden eingebunden in eine schlüssige und spannende Geschichte. Natürlich werden Intrigen gesponnen, aber der Leser erfährt diese nicht wesentlich eher als die Protagonisten. Was geht vor in dieser Welt? Wird es einen neuen Dämonenkrieg geben?

Positiv ist mir aufgefallen, dass es trotz des Wechselns zwischen verschiedenen Schauplätzen und Protagonisten, diese für mich nie als Unterbrechung empfunden wurde, weil jede Seite der Geschichte spannend war und ich mich darauf gefreut habe jeden dieser Spannungsbögen weiter verfolgen zu können.




Es ist ein überraschend intensiver Roman, der sich sehr gut liest. Die Spannungsbögen werden immer wieder verbunden, es gibt einige unerwartete Wendungen und einen Schluss des ersten Teils, der sehr neugierig macht auf den zweiten.:buchtipp:

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