Morton Rhue: Creature

 
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Morton Rhue: Creature
Untertitel
Gefahr aus der Tiefe
ET (D)
2017
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
Originaltitel
The Beast of Cretacea
ET (Original)
2015
ISBN-13
9783473401505
Empfohlenes Alter

Informationen zum Buch

Seiten
480

Sonstiges

Originalsprache
englisch
Erster Satz
"Aufwachen." Es ist dunkel.

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Handlungsort

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Ismael weiß, dass er von der Erde verschwinden muss. Die Natur ist komplett zerstört, durch die dicke Smogwolke dringt schon lange kein Sonnenlicht mehr und die Luft reicht kaum zum Atmen. Als ihm ein Job auf dem fernen Planeten Cretacea angeboten wird, ergreift er die Chance und heuert dort auf einem Walfangschiff an. Doch seine Arbeit ist viel riskanter als gedacht. Denn sein Schiff macht Jagd auf das gefährlichste Lebewesen des Planeten: eine riesige blutrünstige Kreatur, die in den Tiefen des Meeres lauert. Für Ismael und den Rest der Besatzung geht es ums nackte Überleben …

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(Aktualisiert: 12 Februar 2017)
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"Moby-Dick" erobert den Weltraum

Morton Rhue - Creature - Ravensburger

Pequod, Planet Cretacea

"Nennt mich Ismael.." So fängt einer der wohl berühmtesten Romane der Geschichte an. Herman Melvilles "Moby-Dick" erobert den Weltraum.

Die Tage der Erde sind gezählt, die Menschen leben unter einer Glocke, der Smog raubt ihnen die Luft zum Atmen und die flüssige Nahrung aus Beuteln, erhält sie gerade so am Leben.
Niemand von den jungen Leuten hat jemals ein Meer gesehen, wer Wasser verschwendet, wird hart bestraft. Der Klimawandel ließ ganze Ozeane verdampfen und Wasser ist Leben.
Ismael beschließt die Erde zu verlassen und heuert auf einen sogenannten Versorgungsplaneten auf einem Walfänger an. Ismael und 4 weitere Glücksritter erwachen aus dem Kälteschlaf, das Abenteuer beginnt.
Aber auch auf dem Schiff herrscht ein raues Klima, in Bunta findet Ismael gleich am ersten Tag einen gefährlichen Feind. Doch er hat auch einen treuen Freund gefunden, der ihm zur Seite steht. Ein ziemlich ungewöhnlicher Typ, sein Name ist Queequeg.
"Doch seine Arbeit ist viel riskanter als gedacht. Denn sein Schiff macht Jagd auf das gefährlichste Lebewesen des Planeten: eine riesige blutrünstige Kreatur, die in den Tiefen des Meeres lauert. Für Ismael und den Rest der Besatzung geht es ums nackte Überleben …"

Am Abend vor der Abreise unterhält er sich mit Old Ben, der ihm seltsame Ratschläge erteilt, ein Versprechen abnimmt und eine mysteriöse Behauptung aufstellt.
"Was, wenn ich dir sage, dass wir beide uns schon früher einmal begegnet sind - vor langer, langer Zeit? Ich meine nicht hier auf der Erde, ich meine da draußen, da wo du jetzt hingehen wirst. Auf Cretacea, wo du an Bord eines Schiffes namens Pequod gedient hast.."

Ismael weiß weder den Namen des Planeten, noch den des Schiffes. Als er es erfährt, fragt er sich, woher Old Ben es wusste. Das war doch nur das Gerede eines verrückten alten Mannes..

Von A(hab) bis Q(eequeg) lassen sich alle legendären Figuren der Pequod finden, vom Steuermann bis zum Harpunier. Es macht es Spaß, alte "Bekannte" wiederzutreffen, Vergleiche zu ziehen. Auch hier haben wir eine bunt zusammengewürfelte Mannschaft, die sich an ihren sozialen Unterschieden reibt.
Moby-Dick als Sci-Fi Thriller und Weltraumabenteuer. Starbuck hat ein Tablet und die Pequod einen Reaktor. Es gibt elektronische Schlafpillen.
Spannend umgesetzt, flüssig geschrieben, All Age.
Morton Rhue, Der Autor der "Welle" geht aufs Ganze.

"Ein Planet voller Gefahren. Eine mörderische Kreatur. Ein Teenager, der um sein Leben kämpft."

Melvilles "Great American Novel'" bekommt ein neues Kleid..

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toller All-Age-Roman

Ich fühlte mich zuallererst von dem wildromantischen Cover angezogen. Da habe ich noch nicht geahnt, dass hier das Buch „Moby Dick“ Pate für eine ganz neue Geschichte stand. Eine, die nicht auf der Erde spielt sondern auf einem fremden Planeten. Aber doch eine, die Parallelen sucht und mehr Ähnlichkeiten zu Melvilles Roman hat, als es auf den ersten Blick wohl scheint.

Man muss „Moby Dick“ nicht gelesen haben, um Gemeinsamkeiten zu finden. Ich kenne die Geschichte vom großen Wal natürlich. Aber ehrlich gesagt vom Film und Erzählungen, nicht vom Lesen des Buches. Aber es steht bei mir im Schrank und im Nachhinein habe ich ein paar Vergleiche angestellt. Und dennoch funktioniert Creature ganz eigenständig und das auch noch hervorragend. Das liegt zum einen an Morton Rhues tollem Schreibstil. Auch wenn das Buch ab 14 Jahren ist, so kann man es als Erwachsener sehr gut lesen und ist weder gelangweilt noch ist die Sprache zu kindlich. Das All-Age-Prädikat kann ich hier ohne Gewissensbisse vergeben. Zum anderen sind die Hauptdarsteller allesamt interessante und vielschichtige Charaktere, die trotz ihrer Jugend die nötige Tiefe besitzen, damit aus einer spannenden Abenteuergeschichte mehr wird. Nämlich eine Story, die von Freundschaft und Vertrauen handelt, von Angst und dem Mut sie zu überwinden, von Ungerechtigkeit, von einem harten Mann und Jugendlichen, die im entscheidenden Moment versuchen, das richtige zu tun.

Und es ist noch eine gehörige Portion Action dabei und die Prise SF ist so unterhaltsam in die Handlung verpackt, dass sie sich nicht mit der ganz profanen Jagd eines Meeresungeheuers auf einem einfachen Fangschiff reibt, sondern einfach nur Spaß zu lesen macht.

Ein tolles Jugendbuch, welches die Eltern doch gleich mitlesen sollten.

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Spannendes Abenteuer mit düsterer Zukunfstvision

Irgendwann in ferner Zukunft. Das Dasein auf der ausgebeuteten Erde ist nicht mehr lebenswert und von Entbehrungen geprägt, besonders für arme Familien. Deshalb verpflichtet sich der 17-jährige Ismael auf einem Walfangschiff. Zusammen mit einer kleinen Gruppe von Jugendlichen landet er auf der Pequod, einem rostigen Schiff, das mit vier Booten auf die Jagd geht. Doch es sind nicht nur Wale, nach denen der Kapitän sucht. Er ist einem ganz besonderen Meeresbewohner auf der Spur, mit dem er eine Rechnung offen hat, und setzt dabei das Leben aller Beteiligter aufs Spiel. Obwohl Ismaels Gruppe aus ganz unterschiedlichen Charakteren besteht, ergänzen sie sich bestens und werden gute Freunde – im Gegensatz zu den einigen Mitgliedern der anderen Fangboote, mit denen sie um die besten Fangquoten konkurrieren. Das sind nicht die einzigen Gefahren, die ihnen droht, denn auf den weiten Gewässern treiben auch Piraten ihr Unwesen. Ismael stolpert von einer Gefahr in die nächste und bekommt obendrein von der Erde keine guten Nachrichten von seiner Familie.

Ich tue mich als Erwachsene immer schwer, ein Jugendbuch objektiv zu beurteilen, da ich andere Erwartungen an das Buch habe als die eigentliche Zielgruppe. So hätten für meinen Geschmack Ismaels Freunde mehr Raum in der Handlung verdient, um sich aus ihrer Position als reine Nebendarsteller herauszuheben. Neben dem Jungen gab es einige bemerkenswerte Figuren, über die ich gerne mehr erfahren hätte. Ismael selbst lernt man hinreichend gut kennen. Er ist kein strahlender Held, dem alles gelingt. Auch ihm unterlaufen Fehler, von denen er Blessuren zurückbehält, was ihn umso sympathischer macht. In erfolgreichen Momenten ist es schon manchmal erstaunlich, was er alles bewältigen kann, aber in Krisenzeiten wächst man ja auch mal über sich hinaus. Nicht nur auf dem Schiff ist der Konkurrenzkampf groß. Viele Rückblenden, die von Ismaels Kindheit und früher Jugend erzählen, zeigen, dass auf der Erde und auch auf dem Planeten Cretacea jeder auf sich selbst schauen muss, wenn er mehr als die Grundversorgung bekommen möchte. Ismael und seine Crew zeigen, wie es funktioniert, wenn man Hand in Hand arbeitet. Genauso sieht es auf der Insel bei Gabriel aus; fast ein Garten Eden, wo die Menschen nur wenig haben, aber alles miteinander teilen und gegenseitig voneinander profitieren.

Auch spannungstechnisch war der Schwerpunkt anders als erwartet. Es gibt eine ganze Reihe aktionsgeladener Ereignisse, die ausführlich beschrieben werden und den eigentlichen Showdown am Ende fast blass aussehen lassen. Auf diese Weise wird der Spannungsbogen durchgehend hochgehalten und lässt die Zeit beim Lesen nur so verfliegen. Das Ende der Geschichte war überraschend, aber doch schlüssig.

Morton Rhue blickt weit in die Zukunft und zeichnet ein erschreckendes Bild einer Umwelt, der man nur zu gern entflieht. Der Fortschritt erweist sich eher als Untergang. Die Erde ist ausgebeutet, aus dem natürlichen Gleichgewicht geraten und in der Hand einer elitären Führungsriege. Es besteht eine große Kluft zwischen arm und reich. Jeder versucht, auf seine Weise zu überleben, doch selbst bei allem Überlebenskampf existieren noch Werte wie Freundschaft und Hilfsbereitschaft. Ein bisschen ist der erhobene Zeigefinger hinter der Geschichte sichtbar und man kommt zumindest als erwachsener Leser nicht umhin, sich auch darüber abseits von der Handlung Gedanken zu machen.

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