Maggie Stiefvater: Nach dem Sommer

Maggie Stiefvater: Nach dem Sommer

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Maggie Stiefvater: Nach dem Sommer
Verlag
ET (D)
2010
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
Originaltitel
Shiver
ET (Original)
2009
ISBN-13
9783839001080

Informationen zum Buch

Seiten
424

Serieninfo

Sonstiges

Originalsprache
amerikanisch
Schlagworte
Erster Satz
Ich erinnere mich, wie ich im Schnee lag, ein kleines, warmes Bündel, das langsam kälter wurde.

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Handlungsort

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Jeden Winter wartet Grace darauf, dass die Wölfe in die Wälder von Mercy Falls zurückkehren - und mit ihnen der Wolf mit den goldenen Augen. Ihr Wolf. Ganz in der Nähe und doch unerreichbar für sie, lebt Sam ein zerrissenes Leben: In der Geborgenheit seines Wolfsrudels trotzt er Eis, Kälte und Schnee, bis die Wärme des Sommers ihn von seiner Wolfsgestalt befreit. In den wenigen kostbaren Monaten als Mensch beobachtet er Grace von fern, ohne sie jemals anzusprechen - bevor die Kälte ihn wieder in seine andere Gestalt zwingt. Doch in diesem Jahr ist alles anders: Sam weiß, dass es sein letzter Sommer als Mensch sein wird. Es ist September, als Grace den Jungen mit dem bernsteinfarbenen Blick erkennt und sich verliebt. Doch jeder Tag, der vergeht, bringt den Winter näher - und mit ihm den endgültigen Abschied.

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Nach dem Sommer

Die Geschichte um Grace und Sam ist eine schöngeschriebene und melancholische Liebesgeschichte. Allerdings hat es etwas gedauert, bis ich mich auf diese Stimmung einlassen konnte. Vielleicht liegt es daran, dass man dem Buch anmerkt, dass es sich um ein Jugendbuch handelt, was vor allem bei der Beschreibung von Grace’ Sehnsucht nach Sam und seiner Nähe deutlich wird.

Doch nach etwa 200 Seiten bin ich immer mehr in der Handlung versunken, die schildert, wie zwei zutiefst verletzte Seelen zueinander finden und zusammenpassen wie zwei Puzzleteile. Gegenseitig geben sie sich die Liebe und Zuneigung, die ihnen so fehlt.

Grace und Sam wechseln sich als Ich-Erzähler ab und obwohl das am Anfang des Kapitels immer kenntlich gemacht wird, fand ich es stellenweise etwas irritierend.

Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen. Sie versteht es Stimmungen und Gefühle zum Leben zu erwecken, teilweise mit fast schon poetischen Worten, wenn sie z.B. einen herbstlichen Wald beschreibt.

Der Mythos um die Werwölfe wurde hier abgewandelt, denn die Menschen verwandeln sich in richtige Wölfe, um genau wie diese im Wald zu leben, den ganzen Winter lang. Der Teil der Handlung, welcher sich mit den Werwölfen beschäftigt sorgt für etwas Spannung und überraschende Wendungen.

Insgesamt hat mir die Geschichte, trotz anfänglicher Schwierigkeiten, gut gefallen und ich werde die Fortsetzung sicher auch lesen, auch wenn ich auf diese nicht so neugierig bin, wie auf diesen Band.

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Grace wurde als kleines Mädchen von einem Rudel Wölfe verschleppt und hat nur durch die Hilfe eines Wolfs überlebt, der für sie seitdem etwas besonderes ist. Sie kann ihn nicht vergessen und wartet jeden Winter auf die Rückkehr der Wölfe nach Mercy Falls. Allerdings sind einige von ihnen keine gewöhnlichen Wölfe – noch ahnt Grace nicht, dass auch ihr Wolf ganz in der Nähe ein zerrissenes Leben führt. Im Sommer verwandelt er sich in einen Menschen, doch diese Zeiträume werden immer kürzer und schon bald wird er für immer ein Wolf sein…

Der Beginn dieses Romans hat mich sehr begeistert, denn Graces Geschichte und die Faszination für ihren Wolf vermitteln viele Emotionen. Die Atmosphäre wirkt eindringlich, ich konnte mich ganz im Buch verlieren und mitreißen lassen. Graces Gefühle waren deutlich spürbar, was mir sehr gefallen hat. Diesem tollen ersten Eindruck folgte leider die Enttäuschung, denn als ihr Wolf, Sam, sich verwandelt hat und plötzlich die große Liebe da war, kamen kaum Emotionen bei mir an. Auf mich machte das ein wenig den Eindruck, als ob dies nur halten musste, bis er ein Mensch ist. Wirklich schade.

Die Abhängigkeit von der Temperatur und der Hintergrund der sich wandelnden Wölfe gefällt mir, eine frische Idee abseits vom klassischen Werwolf-Thema. Und ich bin ja ganz froh, dass es “normale” Wölfe sind und keine Monster (ich bin da einfach ein Weichei, außerdem mag ich Wölfe sehr).

Die Geschichte wird abwechselnd aus Graces und Sams Perspektive erzählt, wodurch man auch ein abwechslungsreicheres Bild von den beiden erhält. Leider verblassen alle anderen Figuren und werden nur oberflächlich angekratzt – auch wenn es da einige interessante Charaktere gab, über die ich gerne mehr gelesen hätte. Vor allem Beck hat es mir da ja angetan…

Trotz der mir fehlenden Gefühlstiefe (den viel versprechenden Anfang mal ausgenommen) habe ich das Buch gerne gelesen, irgendetwas faszinierte mich dann doch. Leise. Vielleicht die Atmosphäre, die eine leichte Melancholie verbreitete. Und natürlich hoffte ich, dass es mich irgendwann “richtig” erwischt. Hat es nur leider nicht, bis auf meine Lieblingsnebenfigur. Es gab eine Phase, wo mich die Liebesgeschichte sogar ein wenig genervt hat – es war mir zuviel, und dann spürte ich davon nicht einmal etwas. Zum Ende hin wurde es aber besser, weil noch einiges passiert und sich die Handlung nicht nur auf die beiden beschränkt.

Den Begeisterungsstürmen kann ich mich also nicht anschließen, die Lektüre hinterließ leider keinen besonders intensiven Eindruck bei mir. Was vor allem daran liegt, dass zu der Liebesgeschichte kaum Gefühle bei mir ankamen. Überhaupt gar kein Vergleich zu dem anderen Wolf-Buch, dass ich dieses Jahr gelesen habe – Luisa und Thursen sind mir noch sehr nah…

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Grace ist eine junge Frau, die durch ihre chronisch abwesenden Eltern sehr selbstständig ist. Sie leben zu dritt in einem gemütlichen Haus am Waldrand. Genau dort trifft sie das Schicksal ... ein gefährlicher Zusammenstoß mit den Wölfen, als sie noch ein Kleinkind war ... und die Liebe ihres Lebens: Sam.

Früher oder später hätte ich mir das Buch wohl gekauft, weil mich diese Geschichten über "normales Mädchen liebt übernatürliches Wesen" durchaus reizen (das Buch ist eine Leihgabe). Ja, ich bin ein Twilight-Fan, aber wir wollen doch nicht alles in eine Schublade stecken. Shiver ist angenehm anders, hat seine eigenen Vorzüge und ich konnte kaum aufhören zu lesen.

Die Kapitel sind mit Namen der zwei Hauptpersonen und Temperaturangaben überschrieben. Die Handlung wechselt zwischen Grace und Sam in jeweiliger Ich-Erzählschreibweise und die Bedeutung der Temperaturen wird mit jeder Seite klarer. Nun wartete ich also gespannt, was mir diese Geschichte bieten kann. Es gibt da einen besonderen Touch, eine gewisse Melancholie, die mich anzieht. Grace lebt ihren Alltag und ist häufig allein. Sie denkt dann an die Wölfe dort im Wald, sieht sie ganz nah oder hört ihr Jaulen. Und da gibt es eine Verbindung, die auch ich als Leser spüre. Mir gefiel es sehr, dass Grace kein nervender Party-Teenie ist, der einer kitschigen Liebe hinterher rennt. Sie scheint sich auf andere Dinge zu konzentrieren.

Sam dagegen hatte kein behütetes Leben. Er hat früh Grausamkeiten kennengelernt und klammert sich nun mit aller Macht an Träume. Sam verbringt die meiste Zeit des Jahres als Wolf und das macht es nicht gerade einfach. Er hat dann nur primitive Bilder, die Natur und seinen ausgeprägten Geruchssinn. Und er sucht und findet seine Grace.

Es ist einfach nur schön, die beiden zu verfolgen. Wobei ich ehrlich sagen muss, dass es an einer wichtigen Stelle sehr holprig war. Es funktionierte vor dem ersten Aufeinandertreffen mit der Stimmung und auch später wieder. Aber genau der Knackpunkt, als Grace ihren menschlichen Sam zum ersten Mal begegnet, war emotional im Gegensatz zum restlichen Roman einfach nur hingespuckt. Und mit der ganzen Dramatik nebenher lässt sich das auch nicht entschuldigen. Vielleicht wurden hier Fragmente zusammengefügt oder es gab andere Änderungen, ich kann es nicht erklären.

Natürlich gibt es auch eine interessante Rahmenhandlung und weitere Personen, aber die zählen fast nicht. Wichtig für mich waren Grace und Sam, ihnen zuzuschauen wie sie ihr Leben meistern. Am Schluss wartet ein lang ersehntes Happy End. Wem das so genügt, der kann Shiver als abgeschlossenen Einzelroman betrachten. Wer wie ich irgendwie an den beiden hängt, wird wohl zu Teil 2 greifen.

Fazit: Gefühlvoller Jugendroman, der perfekt in den Herbst/Winter passt.

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Jugendbücher sind nicht immer meine erste Wahl und der aktuellen Paranormalschwemme stehe ich reichlich kritisch gegenüber. Die „Biss im wasauchimmer“-Bücher möchte ich nicht einmal geschenkt haben. Das Werwolfthema kommt mir aber noch nicht ganz so abgegriffen vor wie Vampire und nach den teilweise doch recht begeisterten Rezensionen, habe ich zugegriffen als mir "Shiver" als Leihgabe angeboten wurde.

Einigen der Kritikpunkte anderer Rezensenten kann ich allerdings nur zustimmen, die Charakterisierung gerade der Nebenfiguren ließ beispielsweise zu wünschen übrig. Die Autorin hat Jack oder auch Graces Eltern nicht durchgängig gleich charakterisiert, sondern ihre individuellen Handlungen inklusive Motiven zwischendurch dem Handlungsverlauf angepasst, auch wenn dass nicht einhundertprozentig zu den zuvor beschriebenen Charakterzügen passte. Das war dann aber insgesamt doch eher nebensächlich, denn die vorzügliche Darstellung der Stimmung von Dringlichkeit im Angesicht des drohenden Verlusts ist die große Stärke des Romans und überwiegt alles andere. Der Autorin gelingt es, dass sich Glück und (begründete) Verlustangst in der Beziehung von Grace und Sam die Schwebe halten, eine wunderbare Mischung aus Melancholie und Trauer mit einzelnen Glücksmomenten.

Der Roman ist in sich abgeschlossen und eigentlich ist eine Fortsetzung absolut unnötig und kann aufgrund des Endes von "Shiver" auch unmöglich so stimmungsvoll sein, aber die Autorin konnte der Versuchung nicht widerstehen, eine Trilogie aus der Geschichte zu machen. Ich werde noch ein paar Rezensionen zu den Folgebänden abwarten, ob ihr das Wunder gelingt, erneut solch eine bezaubernde Stimmung zu erzeugen – dann werden auch "Linger" und "Forever" den Weg zu mir nach Hause finden.

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Ich war noch am Überlegen, ob ich mir das Buch kaufen sollte, als mir in der Buchhandlung eine Leseprobe mit den ersten 9 Kapiteln in die Hände fiel. Also genug, um sich ein ausführliches Bild von der Geschichte zu machen. Ich habe aber nur bis Kapitel vier gelesen, ab da war ich mir relativ sicher, dass es mir gefallen würde, und so war es ja auch.



Auffallend waren natürlich auch schon in der Leseprobe die Kapitelüberschriften mit den Temperaturangaben, die im Laufe der Geschichte eine wesentliche Rolle spielen und so mehr aussagen, als man das am Anfang vielleicht noch meint. Der Perspektivwechsel erlaubt es, das Geschehen sowohl mit Sams als auch mit Graces Augen zu sehen, andererseits charakterisieren sich die beiden Figuren durch Schilderungen natürlich auch wieder selbst. Schön fand ich hier vor allem das Gedicht-/Song-Motiv, das die Sam-Kapitel durchzieht.



Auch ansonsten finden sich sehr poetische Stellen im Buch finden. An dieser Stelle passt es, einen Satz zu nennen, der mir besonders gefallen hat:



Sie sprang vom Bett und stieß meinen Bücherstapel um; Tausende von Wörtern stürzten polternd zu Boden. (S. 190)



Das Buch passt nicht nur vom Titel zur Jahreszeit, es liegt eine Art melancholische Endzeitstimmung über dem Geschehen, so wie mir der Herbst manchmal schon vorkommt. Da fand ich dann Isabels Kommentare häufig eine willkommene Abwechslung und Auflockerung, auch wenn ich Isabel zunächst nicht so sympathisch empfand, aber das hat sich im Laufe des Geschehens geändert. Erschreckend und traurig fand ich, wie eigentlich alle Eltern-Kind-Beziehung dargestellt waren.



Was mir gut gefallen hat, war, dass die Begegnung zwischen Grace und Sam nicht nur in ein paar Tage gepresst wird, sondern sich das ganze schon länger hinzieht. So können sie sich besser kennenlernen, vertrauer miteinander werden, halt richtig miteinander leben. Das Ende fand ich allerdings ein wenig kurz.



Es fällt mir nicht sooo leicht, dem Buch eine Bewertung zu geben, da es ja eine Trilogie ist und man dann manchmal, nach der Lektüre aller Bücher, einen anderen Blick auf die ersten hat. Ich werde auf jeden Fall die Bücher von script5 gut im Auge behalten, ähnlich wie bei "Splitterherz" fand ich das Cover sehr schön und die Geschichte an sich natürlich auch.

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