Lucy Hounsom: Naris. Die Legenden von Mond und Sonne

Lucy Hounsom: Naris. Die Legenden von Mond und Sonne

 
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Lucy Hounsom: Naris. Die Legenden von Mond und Sonne
Verlag
ET (D)
2015
Ausgabe
Taschenbuch (Broschiert)
Originaltitel
The Worldmaker Trilogy, Book One: Starborn
ET (Original)
2015
ISBN-13
9783492703482

Informationen zum Buch

Seiten
528

Serieninfo

Sonstiges

Originalsprache
englisch
Übersetzer/in
Erster Satz
Als Kyndra am Tag der Zeremonie erwachte, hatte sie in einem kurzen, noch im Traum verhafteten Moment das Gefühl, er würde auch ihr letzter sein.

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Handlungsort

Handlungsorte
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Wie rettet man eine verlorene Welt? Stürme peitschen das Land und die Geister der Menschen vergehen in einem Wahnsinn, der sich wie eine Seuche verbreitet. Dass die verborgenen Fähigkeiten der jungen Kyndra Vale der Schlüssel zur Zerstörung und gleichzeitig zur Rettung des Landes Mariar sein könnten, ahnt noch niemand ... Bei der Zeremonie zum Eintritt in die Gesellschaft der Erwachsenen geschieht etwas Unvorstellbares: Ein heiliges Artefakt zerbricht unter der Berührung der jungen Kyndra. Kurz darauf verwüstet ein Sturm ihr Dorf und die Bewohner geben dem Mädchen die Schuld an all dem Unglück. Die Situation droht zu eskalieren – bis zwei Fremde auftauchen und Kyndra mit Kräften, die seit Jahrhunderten nicht mehr gewirkt worden waren, in Sicherheit bringen. Gemeinsam fliehen sie zu der versunkenen Festung Naris, doch hier erwarten sie Intrigen, Fanatiker und Rebellen. In den unterirdischen Hallen findet Kyndra aber auch ihr wahres Ziel, und sie muss Verrat und Wahnsinn bekämpfen, um sich letztlich ihrem Schicksal zu stellen.

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Holperiger Weg nach Naris

So richtig vom Hocker hat mich der Auftakt zu dieser Fantasy-Trilogie nicht gehauen. Ausgangspunkt bildet das Initiationsritual der jungen Kyndra, bei dem alles schief geht. Kyndras Leben wird aus der Bahn geworfen und dank zweier geheimnisvoller Fremder gelingt ihr die Flucht vor den erbosten Dorfbewohnern. Fortan ist unklar, ist sie auf der Flucht, oder ist sie eine Gefangene? Nach einer abenteuerlichen Reise werden im geheimnisvollen Naris viele Geheimnisse gelüftet und Kyndra erfährt ihre wahre Herkunft und Bestimmung.

Der Anfang in Kyndras beschaulichem Bergdorf hat mir recht gut gefallen - eine eher mittelalterliche Atmosphäre mit rauen Menschen, die sich abends nach harter Arbeit in zünftigen Schenken vergnügen. Kyndra unterscheidet sich durch ihren Hang zum Lesen und Träumen von ihren Mitbewohnern, und so kommt sie schon frühzeitig mit dem Land Acre in Berührung, einem fiktiven Kontinent mit vielen Wundern.

Nach dem Eklat bei ihrer misslungen Initiation ist sie mit den beiden geheimnisvollen Fremden Nediah und Brégenne unterwegs, dieser Teil gefiel mir auch sehr gut. Für mich gehört das Reisen durch ferne Länder obligatorisch zu Fantasy-Romanen und hier hat die Autorin meine Geschmack voll getroffen; es geht zunächst zu Pferd in unwegsames Gelände, später dann sogar mit Luftschiffen weiter. Kyndra entwickelt sich hier nicht großartig weiter, sondern versucht sich in der Fremde zurecht zu finden. Zum ersten Mal in einer großen Stadt, die Erfahrung des Reisens, ihre Sehnsucht nach zuhause, ihre ungeschickten Versuche, sich abzusetzen, das alles fand ich sehr stimmig und glaubwürdig.

Der Einstieg der Handlung in die Welt von Naris stellte für mich daher einen Bruch in der Handlung dar. Ab sofort geht es in erster Linie um Machtkämpfe eines jahrhundertealten Ordens, um magische Konzepte, die zwar sehr ausgeklügelt sind, aber auch ziemlich umständlich erklärt werden. Lange Abschnitte konzentrieren sich auf Vorgänge in der Vergangenheit, die sich nur sehr langsam erschließen und den Bogen zur Gegenwart spannen. Kyndras Entwicklung macht Quantensprünge, die für mich nicht immer nachvollziehbar und ganz schön dick aufgetragen waren. Besonders der Showdown am Ende fühlte sich für mich seltsam sperrig an. Die Autorin setzt einen gut platzierten Schlußpunkt unter die Handlung, lässt aber genug offene Fragen, um eine Fortsetzung anzupeilen.

Leider konnte mich insbesondere dieses letzte Drittel des Buches nicht mehr überzeugen. Da auch der Sprachstil nicht herausragend ist, sondern eher nüchtern und zurückhaltend, werde ich diese Reihe sehr wahrscheinlich nicht weiter verfolgen. Für den gelungenen Auftakt und einen soliden Mittelteil gibt von mir es immerhin noch eine durchschnittliche Bewertung.

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Naris - Ein toller Auftakt

Über das Buch

Kyndra Vale, ein Bastard, lebt mit ihrer Mutter und ihrem Stiefvater in einem kleinen Dorf , in dem die Tradition hochgehalten wird. Wenn die Kinder erwachsen werden, findet eine Zeremonie statt, bei der ein heiliges Artefakt den Jungen Leuten sowohl ihren wahren Namen, als auch ihre Bestimmung offenbart. Doch als Kyndra an der Reihe zerbricht das Artefakt. Als kurz darauf ein schweres Unwetter das Dorf verwüstet, wendet sich der wütende Mob gegen sie. In letzter Sekunde wird sie von zwei Fremden gerettet, Nediah und Brégenne nehmen sich ihrer an, und gemeinsam fliehen sie nach Naris, der geheimen Festung unter dem Berg. Doch auch in Naris ist Kyndra nicht sicher, denn der Wahnsinn hält Einzug in den Hallen von Naris, und auch die Nerian, Fanatiker, die einem Wahnsinnigen huldigen, scheinen ein Interesse an Kyndra zu haben.

Nachdem ich über das Buch einige negative Rezensionen gelesen habe, hat mich dieses Buch besonders positiv überrascht. Der Klappentext klang vielversprechend und schon war mein Interesse geweckt. Also habe ich es gewagt und mich mal rangetraut. Am Anfang geht es zuerst ruhig los und wir erfahren zunächst etwas über Kyndra und ihr Leben, bevor es dann ziemlich schnell weitergeht, und Kyndras Leben eine außergewöhnliche Wendung nimmt. Mir persönlich hat der Schreibstil sehr zugesagt und ich bin gut in die Geschichte reingekommen.

Die Charaktere haben mir insgesamt gefallen. Besonders mochte ich Brégenne und Nediah, Die beiden waren ganz besonders und haben sehr schön interagiert. Kyndra mochte ich meist auch, aber manchmal hat sie sich etwas merkwürdig verhalten und war gelegentlich ziemlich egoistisch. Aber auch die anderen Charaktere waren zumeist gut gelungen, auch wenn man über viele leider nicht besonders viel erfährt. Besonders schade fand ich das bei den drei Novizen, mit denen Kyndra zu tun hat, und über die man leider viel zu wenig erfährt.

Die Story war insgesamt schön rund und quält, obwohl es der Auftakt einer Trilogie ist, den Leser nicht mit einem fiesen Cliffhanger. Natürlich frage ich mich, wie es weitergeht, denn das Ende offenbart ein großes Potential für die Fortsetzung, dennoch kann man es so sehr gut stehen lassen.
Die Handlungsstränge waren insgesamt geschickt verwoben und trotz zahlreicher Hinweise konnte man das Netz bis zuletzt nicht selber entwirren. Gefehlt hat mir einzig ein bisschen mehr Gefühl, was den Geschichten meist das gewisse Etwas verleiht, denn auf eine große Liebesgeschichte wartet man hier vergeblich. Ich hoffe, dass sich dies im nächsten Teil vielleicht noch ändert.

Fazit

Naris - Die Legenden von Mond und Sonne war für mich ein toller Trilogie-Auftakt und kann für mich durchaus mit anderen Werken mithalten. Für Fans von Trudi Canavan würde ich es durchaus empfehlen und freue mich schon sehr auf den 2. Band.

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(Aktualisiert: 22 Juni 2015)
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Kyndra, Heldin ohne Namen

Lucy Hounsom - "NARIS - Die Legenden von Mond und Sonne" - PIPER

Bremwyn, Farvalleys - Es regnet seit Tagen und die Zeichen sind mächtig.
Jedes Jahr gibt es eine Zeremonie für die Jugendlichen, sie erfahren ihren "wirklichen" Namen und welcher Weg die Zukunft für sie bestimmt hat. Eine 500 Jahre alte Schale weissagt, durch einen Priester, den jungen Frauen und Burschen ihr Erbe des eigenen Namens zu.
Als Kyndra die Schale in die Hände gedrückt bekommt, erfüllt ein Summen die Luft, das Wasser darin lässt Schneeflocken tanzen und gefriert zu Eis, 1000 Kristalle befreien sich daraus und sprengen das Relikt in 3 Teile. Der Hüter des weissagenden Artefakts ist am Boden zerstört und gibt Kyndra die Schuld. Die Zeremonie ist vorbei, die Enttäuschung der Jugendlichen ist groß:
Keine Weissagung, kein wahrer Name, kein Pfad - kein Erbe. Fassungslosigkeit macht sich breit.

Jeden Abend hilft Kyndra in der Schenke ihrer Eltern aus und wenn es nach ihr ginge, müsste sich da nicht viel ändern, ihre Abenteuer besteht sie in geheimnisvollen Büchern, ein beigefügtes Doppel-Alphabet liess sie eine uralte Sprache erlernen..An diesem Abend kommen 2 Fremde in das Gasthaus und lassen sich, um mit Kyndra ins Gespräch zu kommen, Wein von ihr servieren.
Bruder Sonne und Schwester Mond stellen sich als Historiker vor und Kyndra zeigt ihnen das Buch.

Dunkle Wolken schwellen zu einem großen Unwetter heran, der Regen überschwemmt das Tal, möge der "große Einschlag" ausbleiben. Die Vorboten sind eindeutig, wer jetzt nicht flieht, sieht keinen Morgen mehr. Das erste Dach stürzt ein, es bildet sich ein Mob um Kyndra, die beiden "Histo-Magier" nehmen sie mit sich, ihr bleibt keine Wahl. Ein Ritt durch die Nacht bringt Kyndra in ein wildes Land. Sie sieht zum ersten Mal einen Lufthafen, darf mit einem Luftschiff über die Wolken in unbekannte Länder reisen. Unsere Heldin ist sich der Gefährlichkeit ihrer Reise nach Naris nicht bewusst, wohl aber des großen Abenteuers, was sie erwartet.
Eine starke Heldin, geheimnisvolle Gefährten, exotische Orte und eine sagenumwobene Mission.
Ein wunderbarer Jugend-Fantasyroman, der Vergleich mit Trudi Canavan trifft zu.
Mystische Atmosphäre und spannende Unterhaltung, Lucy Hounsom würde ich wieder lesen!
Auftakt einer vielversprechenden Trilogie aus dem Hause PIPER.

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