Gesa Schwartz: Nephilim

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Gesa Schwartz: Nephilim
ET (D)
2011
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783802584572

Informationen zum Buch

Seiten
602

Serieninfo

Sonstiges

Erster Satz
Rom ertrank im Regen.

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Der junge Nando lebt bei seiner Tante in Rom. In einem Traum erscheint ihm ein geheimnisvoller Fremder, der ihn zu sich ruft. Kurz darauf gehen merkwürdige Veränderungen mit dem Jungen vor: Er entwickelt plötzlich übermenschliche Fähigkeiten und wird von einem gefährlichen Schattenwesen verfolgt, das ihm nach dem Leben trachtet. Nur um Haaresbreite kommt Nando mit heiler Haut davon und macht eine unglaubliche Entdeckung: Er ist ein Nephilim, und damit nicht genug: Er ist der Sohn des Teufels. Luzifer will sich Nandos Kräfte zunutze machen, um die Tore zur Hölle zu öffnen und sich zum Herrscher über die Welt der Menschen aufzuschwingen. Um dieses Schicksal abzuwenden und sein Leben zu retten, hat Nando nur eine Chance: Er muss sich der Finsternis stellen.

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Verschlungener, zauberhafter Stil - wird auf Dauer aber anstrengend

Bisher dachte Nando, der bei seiner Tante in Rom lebt, dass er ein normaler Mensch ist. Bis ihn plötzlich ein rätselhafter Fremder aufsucht und er nur kurz darauf von einer dunklen Gestalt verfolgt wird. Nando erfährt das er ein Nephilim ist. Aber nicht nur irgendeiner, nein, er ist der Nephilim der das Erbe Luzifers in sich trägt ... und er muss fliehen, hinab in die Unterwelt, verfolgt von Dämonen wie Engeln, die alle nur eins scheinen zu wollen: ihn töten. In Bantoryn, der Stadt jenseits des Lichts lernt er seine Kräfte auszubilden und Magie anzuwenden. Doch ob er Luzifer auf Dauer widerstehen kann ... ?

Es fällt mir schwer etwas zu diesem Buch zu schreiben, denn es konnte mich nicht sehr fesseln und so habe ich auch lange für die Lektüre gebraucht. Ich empfinde schon das Gesa Schwartz mit Wörtern umgehen kann. Der Stil ist blumig und zauberhaft, durchdrungen von langen und verschlungenen Sätzen und philosophischen Gedankengängen. Die Autorin beschreibt teilweise sehr abstrakt wenn es um bspw. um innere Zwiste geht und nutzt viele Vergleiche. Die Formulierung "es schien ihm" scheint ihr dabei besonders gut zu gefallen. Sie klingt zwar gut, wird aber nach meinem Geschmack viel zu häufig eingesetzt.

Auch sonst fällt die Autorin durch ausdauernde Beschreibungen auf, die jedoch nicht in jedem Kampf anhalten. Hier verkürzt die Autorin manchmal stark. Das ist okay, sollte aber nicht so weit gehen, das etwas fehlt. So steht in einem Satz sinngemäß "Er nahm seinen Bogen konnte aber nicht gegen die Feinde bestehen" (oder so ähnlich) - was auch sehr schwierig ist wenn man zwar seinen Bogen nimmt aber danach keine Pfeile abschießt ... Ebenfalls etwas sinnbefreit ist die Formulierung "er hörte ihn lächeln", die Gesa Schwartz mehrfach benutzt. Man kann womöglich bei einer Unterhaltung aus der Stimme heraushören das jemand lächelt, aber das Lächeln selbst hört man nicht. Die Formulierung klingt schön ist aber ungenau bzw. je nach Situation einfach ohne Sinn.

Wenn ich länger las war es für mich eher ein Beschreibungsoverkill, mein Kopf konnte das was da geschrieben war nicht alles aufnehmen und so habe ich irgendwann abgeschaltet und konnte die verschlungenen Sätze nicht mehr genießen. Es wurde anstrengend, das Buch ließ sich nicht mehr flüssig lesen und ich konnte es selbst in einer Kampfsituation mehr als einen Tag aus der Hand legen ohne weiterlesen zu wollen. Dabei ist es nicht so, dass das Buch nicht spannend wäre. Oh doch, das ist es, auch wenn ich die Spannung weniger als Kurve denn als Gerade empfinde.

Insgesamt empfand ich den Stil zwar durchaus als schön, jedoch nur in kleinen Mengen zu genießen.

Als positiv empfand ich die Charaktere und den Entwurf der Welt. Wenn man mit Engeln bisher eher positives verbindet, so wird einem in diesem Buch gezeigt das es auch anders geht. Denn die Engel hier sind grausam. Generell gibt es in dieser Welt auch viele Grauschattierungen, nicht nur schwarz und weiß. Personen können Gewissensbisse bekommen und die Seite wechseln oder von Hass zerfressen werden. Sehr gut gefällt mir auch Nandos Entwicklung und wie Gesa Schwartz diese beschreibt, zu jeder Zeit für mich glaubhaft. Anfangs mochte ich Nando noch nicht einmal so sehr, doch mit der Zeit fing ich an ihn zu verstehen und immer mehr Sympathie zu empfinden.

Zum Ende hin gibt es keinen Cliffhanger, doch es ist auch nicht komplett abgeschlossen. Auch hier handelt es sich wieder nur um einen Reihenbeginn. Wenigstens lässt sich das aus dem Titel des Buches leicht erkennen. Ich muss zugeben das ich an der Fortsetzung jetzt nicht so großes Interesse habe, da ich erkannt habe, dass mir das Thema nicht so liegt. Eventuell lasse ich mich aber doch noch überreden. :-)

Fazit: Die Autorin hat einen schönen Stil, der jedoch auf Dauer etwas anstrengend sein kann. Für mich war das Buch nicht flüssig zu lesen. Doch da mir die Charaktere gefallen haben und es eine interessante Welt mit vielen Grauschattierungen ist gebe ich noch 3,5 Sterne, die ich hier auf 4 aufrunde.

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