Nnedi Okorafor: Wer fürchtet den Tod

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Nnedi Okorafor: Wer fürchtet den Tod
ET (D)
2017
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
Who fears death
ET (Original)
2014
ISBN-13
9783959811873

Informationen zum Buch

Seiten
480

Sonstiges

Originalsprache
englisch
Übersetzer/in
Erster Satz
Mein Leben brach auseinander, als ich sechzehn war.

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Handlungsort

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In einer nicht näher definierten post-apokalyptischen Zukunft werden die dunkelhäutigen Okeke von den hellhäutigen Nuru unterdrückt. Um sich an der Vergewaltigung ihrer Mutter zu rächen und ihr Volk zu befreien macht sich das Mädchen Onyesonwu (dt.: Wer fürchtet den Tod) auf eine lange Reise voller Magie und Gefahren. Ihr Ziel: Den mächtigen Zauberer Daib zu töten - ihren Vater und Vergewaltiger ihrer Mutter.

Der Debüt-Roman von Nnedi Okorafor, der Autorin des Überraschungserfolgs LAGUNE, verbindet Fantasy mit afrikanischer Kultur. Und das so gut, dass sich HBO die Rechte daran gesichert hat, um ihn mit George R.R. Martin als Produzent als TV-Serie umzusetzen.

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(Aktualisiert: 06 April 2018)
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Mehr als nur eine gute Geschichte

Ich habe mir das Buch gekauft, weil mir die Kurzgeschichte "When Scarabs Multiply" aus der Anthologie "So Long Been Dreaming: Postcolonial Science Fiction & Fantasy" ziemlich gut gefallen hat und der Klappentext viel versprechend klang.

Dieses Buch nun spielt jedenfalls in einem postapokalyptischen Afrika. Die hellhäutigen Nuru unterdrücken, töten, versklaven die dunkelhäutigen Okeke; Mischlinge, Ewu genannt, entstehen meist aus Vergewaltigungen und gelten als jähzornig und verachtenswert. Onyesonwu (=„Who fears death“) ist ein solches Kind. Doch sie will sich nicht mit ihrer Rolle abfinden und es zeigt sich, dass sie ein starkes magisches Potential hat.

Onye ist eine Hauptfigur, wie ich sie mag: von Geburt an mit einem Makel belegt, eine Außenseiterin, in ihrer gesellschaftlichen Rolle ebenso wie aus den persönlichen Gründen missachtet und missbilligt. Sie hat Stärken und Schwächen, ihre Gefühle wirken größtenteils nachvollziehbar, nur manchmal ist sie etwas zu stur für meinen Geschmack und sie wirkt zu erwachsen und auf ein Ziel zentriert, hinter dem alles zurücksteht, um vollends meine Sympathien zu gewinnen. Die anderen Figuren, so viel Raum sie auch einnehmen mögen, treten ganz klar hinter ihr zurück und dienen nur als Wegbereiter und Assistenten. Das gilt auch für ihren magischen Lehrmeister, der sie eigentlich nicht unterrichten will und nur durch Onyes Sturheit dazu gezwungen wird. Das magische System hat viele schamanisch wirkende Bestandteile und wirkt in sich recht schlüssig, auch wenn die Autorin nicht sonderlich ins Detail geht. Körperlose Reisen, Begegnungen auf der Geistebene spielen jedenfalls ebenso wie (magische) Schriftzeichen eine wichtige Rolle.

Ein paar Kritikpunkte gibt es aber. Ich fand es etwas vereinfachend, dass es ein tragbares Gerät gibt, das problemlos aus der Luft genügend Flüssigkeit generiert, um damit in der Wüste nicht nur zu überleben, sondern sich sogar noch waschen zu können.

Wikipedia schreibt zu Luftfeuchtigkeit:
So sind beispielsweise in einer als trocken erscheinenden Wüste mit einer Lufttemperatur von 34,4 °C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 20 % insgesamt 7,6 g Wasserdampf in einem Kubikmeter Luft enthalten

– das ist gerade mal ein halber Esslöffel Wasser!

So ganz verstanden habe ich den Einsatz von Technologie sowieso nicht ganz. Alte Computer werden schon fast als Hexenwerk angesehen, aber der Einsatz von GPS-Geräten ist ganz normal… Das ist ein Punkt, den die Autorin besser noch einmal überarbeitet hätte. Ansonsten findet sie nämlich schon eine ziemlich gute Balance zwischen Aberglauben, Tradition und Moderne, wobei die Parallelen zur Realität - inklusive tatsächlichen Genozid-Ereignissen - deutlich erkennbar sind. Das Buch bietet also schon mehr als einfach nur eine gute Geschichte.

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