Britta Strauß: Nocona

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Britta Strauß: Nocona
Untertitel
Eine Liebe stärker als Raum und Zeit
Verlag
ET (D)
2012
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783864430848

Informationen zum Buch

Seiten
400

Sonstiges

Originalsprache
deutsch

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Handlungsort

Handlungsorte
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Die junge Fotografin Sara reist durch den mittleren Westen der USA, auf der Suche nach dem einen, besonderen Foto. Als ihr in einem Museum der Comanche Makah über den Weg läuft, ist sie hingerissen. Das perfekte Gesicht für das perfekte Foto. Doch wie erklärt sich die Vertrautheit zwischen ihnen? Was haben die intensiven Träume zu bedeuten, die sie seit ihrem ersten Zusammentreffen immer häufiger heimsuchen? Träume, die sie in die Vergangenheit reisen lassen, in eine Welt, die längst untergegangen ist. Immer mehr Fragen tauchen auf, die mit dem Verstand nicht zu beantworten sind. Als Pflichten Sara zurück nach New York zwingen, wird sie von Visionen überwältigt. Sie spürt, dass nur Makah ihr helfen kann. Verzweifelt versucht sie, ihn wiederzufinden, doch als es ihr endlich gelingt, bricht Unheil über die beiden Liebenden herein. Schatten aus ferner Vergangenheit drohen ihr Leben zu zerstören, auf Sara wird ein Mordanschlag verübt. Während Vision und Wirklichkeit zunehmend verschwimmen und eine tragische Liebe aus längst vergangenen Zeiten ihren Weg in die Gegenwart findet, kämpft Makah um das Leben der Frau, der sein Herz gehört.

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Herzzerreißend schön!

Inhalt:
Um Fotos für einen Bildband über Indianer zu schießen, ist die junge Fotografin Sara im Mittleren Westen der USA unterwegs. In einem Museum begegnet sie dem Comanchen Makah. Auf unerklärliche Weise entwickelt sich zwischen den beiden sofort ein vertrautes Gefühl. Doch ihre Wege trennen sich erst einmal wieder, denn Sara muss zurück nach New York. Nun beginnt sie aber intensiv zu träumen. Ihre Träume versetzen sie ins 19. Jahrhundert zurück, als die Indianer noch in Freiheit lebten bzw. die Weißen immer weiter nach Westen vordrangen. Und immer wieder kommt Makah Sara in den Sinn, sie spürt eine Verbindung zwischen ihm und ihren Träumen. Sie muss ihn einfach wiederfinden.

Meine Meinung:
Britta Strauß hat eine Menge recherchiert und erzählt hier die wahre Geschichte der Cynthia Ann Parker, soweit sie bekannt ist. Sie wurde als Kind von Comanchen entführt und heiratete später den Häuptling Nocona. Natürlich beruht die Handlung des Buchs nicht nur auf den nackten Tatsachen, sondern ist mit wundervollen Details angereichert und ausgeschmückt, die aber absolut authentisch wirken.

Im Vordergrund steht eine herzzerreißende romantische Liebesbeziehung und etwas „Geschichtsunterricht“ (in der Schule habe ich Geschichte gehasst, hier fand ich es toll). Garniert ist das Ganze mit einigen Prisen Humor und einem Hauch Erotik, auch spannende Jagd- und Kampfszenen fehlen nicht - also eine vielfältige bunte Mischung. Als Leser erlebt man wahre Liebe und Freundschaft, schmerzliches Vermissen, abgrundtiefes Leid und sinnlosen Tod hautnah mit.

Die Erzählung beginnt mit zwei Handlungssträngen. Einmal befinden wir uns in der Gegenwart, wo die Perspektive zwischen Sara und Makah wechselt. Zum anderen gibt es den Erzählstrang, der im 19. Jahrhundert spielt und das Leben und die Liebe von Naduah, wie Cynthia bei den Indianern genannt wird, und Nocona beleuchtet. Dabei werden auf geniale Weise die beiden Zeitebenen immer stärker miteinander verwoben. Durch die Verschiedenartigkeit der Charaktere und natürlich auch durch die entsprechende Kennzeichnung der Kapitel kann aber keinerlei Zweifel aufkommen, in welcher Zeitebene man sich gerade befindet.

Ich habe das Gefühl, Britta Strauß hat sich mit dem Schreiben von „Nocona“ selbst einen Herzenswunsch erfüllt. In diesem Buch stecken so viel Emotion und Herzenswärme, was beim Leser auch direkt ankommt. Dadurch hat man gar keine andere Möglichkeit, als voll und ganz in die Geschichte einzutauchen und mitzufiebern.

Fazit:
Absolute Leseempfehlung!

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Eine Liebe stärker als Raum und Zeit

Inhaltsangabe:

Die Ethnologin und Fotografin Sara lernt bei einer Recherche zu einem Bildband über das Leben in Indianerreservaten den Comanchen Makah kennen. Sara hat schon vom ersten Moment an das Gefühl, Makah zu kennen und wie sich bald herausstellt, geht es dem nicht anders. Was Sara verschweigt: sie leidet immer stärker unter Visionen, in denen sie das Leben von Cynthia Ann Parker alias Naduah erlebt, einer Frau, die als junges Mädchen 1836 nach einem Überfall von Indianern aufgenommen und aufgezogen wurde, und die sich später in Nocona, den Stammeshäuptling verliebte. Als sich Sara und Makah anfreunden, erfährt sie, dass er die gleichen Erlebnisse hat – in seinen Visionen ist er Nocona. Beide erkennen, dass sie auf einen gefährlichen Höhepunkt der Geschichte von Naduah und Nocona zusteuern, denn die Visionen werden immer gefährlicher und sind immer häufiger von körperlichen Verletzungen begleitet. Sie erkennen, dass sie das Ende der Geschichte von Naduah und Nocona nur gemeinsam und mit gegenseitiger Hilfe überstehen können ...

Der erste Satz:

„Während draußen der Schneesturm tobte, unter dem Dach des baufälligen Museums heulte und Kälte durch die undichten Fensterritzen drückte, las Sara die Inschrift des Grabsteins: Resting Here Until Day Breaks and Shadows Fall and Darknes Disappears ist Quanah Parker, Last Chief of the Comanches, Born 1852, Died Feb. 23, 1911“

Meine Meinung zum Buch:

Das Buch hat mich sehr schnell in seinen Bann gezogen. Sie spielt auf zwei Zeitebenen: Einmal in unserer Zeit; hier wird die Geschichte von Sarah und Makah erzählt. Die Haupthandlung spielt um 1850 und zeigt die Geschichte von Nocona und Cynthia/Naduah. Mehrere Zeitebenen mag ich sehr gerne in Büchern, das macht das Lesen abwechslungsreich und doppelt spannend, da man ja zwei Handlungen hinterherfiebern muss. Positiv habe ich hier empfunden, dass die unterschiedlichen Zeiten immer deutlich in den Kapitelüberschriften genannt werden und es zu keiner Verwirrung kommt, wo und in welcher Zeit ich mich als Leser gerade befinde, mit dieser Hilfe konnte ich mich ganz automatisch zurechtfinden.

Wir alle kennen mehr oder weniger die Geschichte der „weißen Eroberung“ des nordamerikanischen Kontinents und die Behandlung der Ureinwohner, aber es ist doch etwas anderes, dies in einer Geschichte aus der Sicht der Betroffenen erzählt zu bekommen. Es kann einen nicht kalt lassen, zu „erleben“, welche Brutalität herrschte. Die Autorin macht auch deutlich, dass Brutalität und Rache auf beiden Seiten zu vielen Toten führte und auch das fiel mir positiv auf: es gibt kein eindeutiges Schwarz/Weiß in den Figuren bzw. Taten und ich konnte gut nachvollziehen, dass hinter uns heute völlig unverständlichen Handlungen ein eindeutig guter Wille stand.

Da die Haupthandlung in der Zeit von Nocona und Naduah stattfindet, werden diese beiden Figuren auch am besten charakterisiert. Dieser Teil der Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht der beiden Hauptpersonen erzählt und damit bin ich als Leserin sehr nah an den Figuren. Ich kann ihre Gedanken und Gefühle nachvollziehen, was das Verständnis den Taten gegenüber natürlich leicht macht.

Sara und Makah, die beiden Protagonisten der Handlung in unserer Zeit, waren auch sehr spannend. Wie in dem anderen Strang auch wird diese Geschichte abwechselnd aus der Sicht der beiden Personen erzählt. Ich muss sagen, dass ich diese beiden noch etwas interessanter als Nocona und Naduah fand und ich würde zu gerne wissen, wie es mit ihnen weiter geht.

Außer den vier Hauptpersonen gab es noch eine Vielzahl von Nebenfiguren, die allesamt glaubwürdig dargestellt wurden und das Bild schön bunt machten. Die meisten dieser Nebenfiguren erhalten eine eigene, kleine Geschichte und sind damit nicht nur Pappfiguren am Rande, welche die Geschichte der Hauptfiguren unterstützen dürfen. Sie haben ein eigenes Leben und ein eigenes Schicksal, das mich ebenfalls berührt hat.

Insgesamt habe ich das Lesen sehr genossen!

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Nocona und Naduah

Sara ist Fotografin und bereist gerade den mittleren Westen auf der Suche nach den perfekten Bildern für ein geplantes Buch über die indianischen Ureinwohner Amerikas. Unerklärlicherweise fühlt sie den Drang, eine kleine Ausstellung über Quanah Parker, den berühmten letzten Anführer der Comanche, zu besuchen. Dort begegnet sie Makah. Abgesehen von einigen großartigen Fotos endet ihre Begegnung viel zu schnell, doch sie hinterlässt in Sara einen Nachhall. Zurück in New York, hat sie immer wieder intensive Träume, geradezu Flashbacks in eine Vergangenheit, die sie selber nie erlebt hat. Sie erlebt in diesen Träumen eine längst vergangene Zeit, taucht ein in die Vergangenheit Amerikas, als die Indianer noch über die Weiten der Prärie ritten, als die Büffel noch nicht ausgerottet waren und der Vormarsch der weißen Siedler und Soldaten erst begann.

Makah geht es ebenso, er sieht die Vergangenheit durch die Augen von Comanchen-Krieger Nocona und so erleben die beiden die tragische Geschichte von Cynthia Ann Parker, die bei den Indianern Naduah genannt und Nocona. Seit der ersten Begegnung verbindet die beiden ein Band und sie erleben zusammen viele glückliche Jahre, aber auch schreckliche Erlebnisse bis hin zum bitteren Ende.

Die beiden Zeitebenen verbinden sich in diesem Buch wunderbar. Oft habe ich bei Geschichten auf zwei Ebenen das Problem, dass mich der eine Handlungsstrang viel mehr interessiert und ich den anderen eher nur überblättere – hier ist nicht der eine der Rahmen für den anderen, sondern beide ergänzen sich zu einem großartigen Ganzen. Einen reinen "Indianer-Roman" hätte ich trotz der spannenden zugrundeliegenden wahren Geschichte wahrscheinlich nicht lesen wollen, durch die Verbindung mit der Gegenwartshandlung war für mich aber einfach alles gegeben. Der Autorin gelingt es, beide Handlungsstränge fesselnd und phantasiereich zu beschreiben. Über das wahre Leben von Cynthia Ann Parker bei den Comanchen und die Figur des Nocona an sich ist wenig bekannt, doch beim Lesen hat man das Gefühl, genauso hätte es gewesen sein können.

Man merkt dem Buch an, dass der Autorin die Geschichte sehr am Herzen liegt, man spürt regelrecht das Herzblut, das da drin steckt.

Auch als eher nüchterner Leser habe ich hier nicht nur am unvermeidlichen Ende dicke Tränen in den Augen gehabt. Doch ich habe auch viel gelacht, war wütend, traurig und hingerissen – als Leser wird man bei diesem emotionalen Buch durch ein breites Spektrum der Gefühle geschickt!

Man muss die Geschichte von Cynthia Ann Parker nicht vorher kennen, man kann das Buch problemlos ohne Vorwissen lesen. Aber auch, wenn man ihr Schicksal schon kennt, fesselt das Buch trotzdem ungemein, nicht zuletzt durch die geschickt eingebundene Gegenwartshandlung.

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Ein absolutes Highlight!

Während ihrer Recherchereise für einen Bildband, durch den mittleren Westen der USA, macht die Ethnologin und Fotografin Sara auch in einem kleinen Museum Halt. Vor einem Schaukasten, mit Fotos und persönlichen Alltagsgegenständen Quanah Parkers, eines der letzten großen Freiheitskämpfer der Indianer, wird sie nicht nur von sentimentalen Gefühlen und einem überraschenden Tagtraum heimgesucht, sie begegnet auch einem attraktiven und sympathischen Comanchen, der sich ihr als Makah vorstellt. Von Anfang an spüren beide eine seltsame Vertrautheit, und in dem Indianer findet Sara auch das perfekte Motiv für ein einzigartiges Foto. Schweren Herzens trennen sie sich kurz darauf, denn Sara muss zurück nach New York, zu ihrem Verlag. Die Begegnung hat bei beiden ihre Spuren hinterlassen. Eine rätselhafte, große Anziehungskraft weckt in Sara und auch in Makah den Wunsch auf ein Wiedersehen. In den kommenden Tagen werden beide, unabhängig voneinander, von starken Visionen heimgesucht, die sie in die Vergangenheit führen, in eine Zeit, als die indianischen Völker noch in Freiheit lebten und eins mit der Natur und mit ihrem Land waren. Sara erkennt, dass es zwischen den Visionen und der Vertrautheit, die sie von Anfang an zu Makah gespürt hat, einen Zusammenhang geben muss. Sie versucht, Kontakt mit dem Reservat aufzunehmen und den Mann, in den sie sich verliebt hat, wieder zu finden, was sich als nicht einfach herausstellt. Als sie in den Nachrichten von einem Tornado erfährt, macht sie sich voller Sorge auf die Suche nach Makah und gerät dabei selbst in tödliche Gefahr.
---
Es fällt mir nicht leicht, in Worte zu fassen, was mich während dieser emotionalen Berg- und Talfahrt durch die Zeiten bewegt hat. Da ist einerseits die Gegenwart und damit die unverhoffte Begegnung von Sara und Makah, die sofort eine gewisse Seelenverwandtschaft zueinander spüren. Für die Beiden stellt sich die Aufgabe, den Sinn ihrer Visionen zu ergründen, die im Lauf der Zeit immer häufiger und intensiver werden. Dabei kommen ungeahnte Probleme auf sie zu. Ihre beängstigend realistischen Träume führen sie in eine ungewisse Vergangenheit, etwa hundert Jahre zurück, in die Welt der Comanchen im 19. Jahrhundert, zu einem stolzen Volk, das bis zum letzten Atemzug um die Freiheit gekämpft hat, aber durch die fortschreitende Zivilisation und Ausbreitung der weißen Bevölkerung doch am Ende dem Untergang geweiht war. Die realen Hintergründe zu diesem Roman lassen die Handlungsweise der Weißen, den Indianern gegenüber, in keinem guten Licht erscheinen, und die negativen Einflüsse sind bis heute zu spüren. Auch das spricht die Autorin an, indem sie auf die zum Teil miserablen Zustände im Reservat und die ungerechte Behandlung der indianischen Bevölkerung hinweist, die immer noch greift.

Grundlage für die Ereignisse in der Vergangenheit ist das Schicksal eines Paares, das es wirklich gegeben hat: Cynthia Ann Parker, eine Weiße, die von den Comanchen „Naduah“ genannt wurde und bei diesem Volk eine neue Familie gefunden hat. Und Nocona, der „Wanderer“, ein tapferer und wilder Krieger, der Naduah zur Frau nahm. Es sind die Eltern des letzten großen Kriegerhäuptlings Quanah Parker. Um die wenigen realen Fakten, die über Naduah und Nocona bekannt und belegt sind, hat die Autorin eine schmerzlich-schöne und tiefgründige Liebesgeschichte gezeichnet. Obwohl ich vorbereitet war, da ich vieles über den historischen Ursprung dieser schicksalhaften Verbindung bereits wusste, wurde ich beim Lesen letztendlich dann doch von Gefühlen überrannt. Ich habe stark mit den Protagonisten gelitten und gefühlt. Wunderschöne, glückliche Zeiten wechseln sich ab mit tragischen, leidvollen Passagen, die das Ausmaß der verhängnisvollen Ereignisse deutlich machen.
Die Handlung ist so detailreich und intensiv geschildert, dass man sich in das Land und die Szenerie versetzt fühlt und fast selbst ein wenig den Duft der Freiheit atmet.
Durch die Verbindung zur Gegenwart kann man die Geschichte aus einem ganz neuen Blickwinkel betrachten, der mir sehr gut gefällt, denn er birgt Hoffnung.
Dieser Roman hat mich völlig in seinen Bann gezogen und beschäftigt mich nachhaltig, nicht nur, weil er das damals an den Indianern begangene Unrecht aufzeigt, sondern auch durch die Art und Weise, wie die Autorin reale Begebenheiten erzählerisch umgesetzt hat. Sie beschreibt eine Synthese zwischen den Zeiten und das Schicksal zweier Paare, die in gewisser Weise miteinander verbunden sind. Die Übergänge sind fließend und machen es dem Leser leicht, den Wechsel zwischen den Jahrhunderten nachzuvollziehen.
Bei diesem Buch stimmt einfach alles. Die Handlung ist gut recherchiert, und man spürt, dass die Autorin mit diesem Thema eine Herzensangelegenheit aufgegriffen hat. Durch die Verbindung zur Gegenwart hat Noconas und Naduahs Schicksal eine phantastische Vollendung gefunden, wie man sie sich nur wünschen kann.

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Herzschmerz Pur!

Zum Inhalt:

2011
Als die junge Fotografin Sara im Museum vor einem Schaukasten steht, indem die persönlichen Dinge von Quanah Parker liegen, wird sie von ihren Gefühlen überwältigt. Dadurch kommt sie mit dem Comanche Makah ins Gespräch und sie fühlt sich seltsamer Weise zu ihm hingezogen, Makah geht es in dieser Situation genau so. Überrascht und überwältigt von ihren Gefühlen haben beide schnell das Bedürfniss sich wieder zu sehen.

1863
Die neunjährige Cynthia wirft sich bei einem Angriff von den Comanche vor den jungen Nocona und rettet ihn dadurch das Leben. Aufgrund von diesem Einsatz wird die junge Cynthia nicht umgebracht sondern von den Indianern entführt und wächst seit dem bei ihnen auf. Mit Nocona verbindet sie seitdem ein unsichtbares Band der Gefühle.

Meine Meinung:

Meine größte Sorge bei diesem Roman war, dass ich mit den beiden unterschiedlichen Geschichten in unterschiedlichen Epochen nicht zurecht komme. Aber die Autorin hat diese beiden Geschichten so gut miteinander verwoben das ich gar keine Probleme hatte die Geschichte zu lesen.

Beide Geschichten sind voller Liebe, Vertrauen und Freundschaft, aber auch Intrigen, Krieg und Verlust. Ein Roman bei dem man die Taschentücher auf jeden Fall parat haben sollte. Denn die Autorin hat ein wunderbares Gespür dafür die emotionale Seite der Leser zu wecken.

Während die Geschichte um Makah und Sara reine Fiktion ist, ist die Geschichte von Cynthia und Nocona eine wahre Geschichte. Diese ist sehr gut recherchiert worden und so wird man als Leser sehr gut über die damalige Zeit und ihre Geschehnisse informiert.

Dieses Buch hat mich richtig in seinen Bann gezogen und es ist ein Buch das ich bestimmt noch ein zweites Mal lesen werden! Denn ein wenig Herzschmerz hat man doch gerne mal vor allem wenn das Ende zwei Seiten hat...
Eine absulute Leseempfehlung von mir für alle die Liebesgeschichten, Indianer oder historisches mögen!

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Für mich DAS Buch 2012


Die junge Fotografin Sara ist im mittleren Westen unterwegs , auf der Suche nach "DEM" Foto. Die Reise führt sie auch in Museen und dort trifft sie auf den attraktiven Makah, einem waschechten Comanchen und ist sofort hingerissen von Ihm. Und obwohl Makah sich normal nicht gerne Fotografieren lässt willigt er ein,er spürt das ihn etwas mit sara verbindet. und DAS Foto landet im Kasten und lässt Sara nicht mehr los, als Makah weiter seiner Wege geht und Sara total hingerissen zurück lässt. Eine Vertrautheit hatte sie gefühlt, eine Nähe die ihr unerklärlich war, und doch wusste sie eines genau, dieser Mann ist ihr Schicksal!
Zurück in New York, will Sara nichts lieber als Urlaub nehmen und zurück, doch woher kam dieser Wille, von der Großstadtfrau....Visionen....sie zeigen sich unvermittelt und doch sind sie so intensiv das sie merkt das nur Makah ihr eine Antwort geben kann. Wird sie ihre Chefin überzeugen können, wo diese doch überzeugt ist, das nichts wichtiger ist als das perfekte Foto?
Die Zeit rennt Sara davon und sie kann es Spüren......
Meine Meinung zum Buch:
Boahhhhhhhhhhhhh, ich kann Euch sagen das Buch hat mich sowas von fasziniert, und es ist nicht mal Fantasy im eigentlichen Sinne!
Die Autorin Britta Strauß hat es geschafft mich in eine Geschichte quasi Kopfüber einzusaugen, man kann bei Lesebeginn nicht mehr aufhören. Ich konnte mich ja schon bei "Meeresblau" von ihren flüssigem Schreibstil überzeugen. Da war es eigentlich schon beschlossen das ich hier mitlesen muss, ein völlig anderes Buch, mit sehr viel Herzblut geschrieben, man merkt es in fast jeder Zeile. Allein die aufwendige Recherchearbeit hat sich bezahlt gemacht, alles von früher kann man ausserhalb des Buches nachvollziehen, was es eigentlich nur noch spannender macht. Mit Sara und Makah hat die Autorin für mich Hauptcharaktere erschaffen, die direkt neben mir standen, so will ich es mal ausdrücken. Details die bisweilen einem unter die Haut gehen, bringen Dich in das Zelt von Nocona, oder lassen dich auf dem Pferderücken an der Jagd teilhaben. Das war wirklich Kino live. Das Buch an sich ist gut unterteilt und zeigt an, in welcher Zeit man gerade ist. Sonst hatte ich bei Zeitreisen immer irgendwie Probleme der Geschichte zu folgen, aber durch die Visionen, ist alles so zusammenhängend gekoppelt, das es "Ein Rundes Ganzes" ergibt.
Für mich bekommt das Buch die Volle Punkzahl, weil:
Schreibstil= absolut Flüssig, dahingleitend, sinnig ineinander übergehende Sätze, ohne misszuverstehenden Sprachgebrauch den man erst mal ergoogln müsste.
Spannungsaufbau: Direkt von Beginn an wird man in eine frühere Welt geschleudert und magisch darin verankert, man kommt nicht weg! Noch Fragen?
Charaktere: Alle Charaktere im Buch sind detailreich ausgearbeitet so das man sich in sie hinein versetzen kann, mitfiebert, heult(ja, ich hab geheult), sich mit freut und betet, das alles zu einem guten Ende kommt.
Mein persönliches Fazit für Nocona:
Wenn dieses Buch in seinem Genre nominiert werden würde, für mich ist es das Buch des Jahres 2012! Britta Strauß hat sich selbst übertroffen als sie damals dieses Buch angefangen hat zu schreiben.
Zur Autorin:
Britta ist, wie soll ich sagen.... ein Sonnenschein, eigentlich sieht man sie nur voller Elan, investiert sehr viel Zeit in ihre Fans und stellt sich unseren Fragen/Antworten, und wenn man eine Lustige Leserunde sucht ist man bei Britta richtig :-)

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ABSOLUT lesenswert! Ein MUST-READ!

Inhalt
Die junge Fotografin Sara reist für einen Bildband durch den mittleren Westen und trifft kurz vor ihrer Rückkehr nach New York in einem Indianer-Museum auf Makah, einen faszinierenden Mann mit indianischen Wurzeln! Er ist das Motiv, welches Sara noch suchte....
Zurück in New York überkommen Sara plötzlich Visionen aus einer längst vergangenen Zeit... und auch Makah wird von tiefen Traumreisen in die Vergangenheit heimgesucht.
Dabei durchlebt Sara, die schon in dem Museum dieses unerklärliche Anziehung gespürt hatte, entscheidende Passagen aus dem Leben von Naduah (=Cynthia Ann Parker, im Alter von 9 Jahren von Indianern "verschleppt"). Naduah war die Frau von Nocona und deren Sohn Quanah Parker gilt als letzter Widerstandskämpfer für die Rechte der Indianer (dieser Teil beruht auf wahren Begebenheiten).
Erstaunlich ist dabei, dass Nocona in Saras Visionen ihrem wohl besten Motiv, Makah, verdammt ähnlich sieht...
Aber was haben diese Visionen auf sich und wieso spürt Sara diese tiefe Verbundenheit zu Makah???

Fazit
LESEN!!!LESEN!!!LESEN!!!!
Eine unglaublich tolle Geschichte wurde hier von Britta Strauß um die wahre Legende von Nocona&Naduah gewebt...
Von der ersten bis zur letzten Seite konnte dieses Buch fesseln. Durch Sprünge zwischen dem HIer (2011) und der damaligen Zeit (1836-1863) und zwischen den einzelnen Protas (Sara, Makah, Nocona, Naduah) entwickelt sich solch eine Dynamik, dass man förmlich eingesaugt wird!
Es ist spannend, es ist leidenschaftlich, es ist traurig, es ist erschreckend und es ist viel zu schnell zu Ende!
Ich bin wirklich sehr froh, dass ich mir dieses Buch nicht habe entgehen lassen, zumal Leserunden mit Britta ein absolutes Highlight sind ;), und kann es nur weiterempfehlen!!!

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Ein faszinierender Pageturner!

Mittlerer Westen der USA, 2011: In einem Museum begegnet die New Yorker Fotografin Sara dem Comanchen Makah. Auch wenn Sara zunächst abweisend reagiert, ist sie fasziniert von dem charismatischen Mann und kann sich die Vertrautheit, die zwischen ihnen vom ersten Augenblick an herrscht, nicht erklären. Und was hat es mit den seltsamen Träumen auf sich, die Sara nach dieser Begegnung verfolgen? Für Sara gibt es bald nur noch einen Gedanken: Sie muss Makah unbedingt wiedersehen…

Texas, 1836: Comanchen überfallen die Siedlung der Familie Parker und entführen die neunjährige Cynthia Ann sowie ihren sechsjährigen Bruder John. Schon bald genießt Cynthia das freie Leben bei den Indianern und fühlt sich wohl bei ihrer neuen Familie. Und dann gibt es da noch Nocona, einen jungen Krieger, dem sie das Leben gerettet hat und mit dem sie ein Blutsband eigegangen ist…

Britta Strauss erzählt ihren Roman „Nocona – Eine Liebe stärker als Raum und Zeit“ abwechselnd auf zwei Zeitebenen. Während in der Gegenwart die Geschichte von Makah und Sara beschrieben und das triste Leben im Indianerreservat geschildert wird, berichtet der Erzählstrang der Vergangenheit über die Schicksale Cynthia Ann Parkers, die die Comanchen Naduah nannten, und Noconas, einem Kriegshäuptling, sowie ihrer großen Liebe.

Der Erzählstrang um Naduah und Nocona, der seinen Ursprung in einer wahren Geschichte findet, ist das wahre Highlight des Romans. Britta Strauss konzentriert sich hier auf die Liebesbeziehung zwischen ihren beiden Protagonisten und beschreibt farbenfroh und lebendig Cynthia Anns Leben bei den Comanchen, über das nur sehr wenig bekannt ist. Sicherlich lässt die Autorin hier oft ihrer Fantasie freien Lauf und lässt ein teilweise romantisches Indianerbild entstehen, doch sind ihre Figuren so liebevoll gezeichnet, dass sie den Leser bewegen und er gern mit ihnen liebt und leidet. Besonders hervorzuheben sind an dieser Stelle die Nebenfiguren – mein absoluter Favorit ist Naduahs Ziehvater Matho – die nicht weniger plastisch als die Protagonisten geschaffen sind und dem Leser noch lange im Gedächtnis bleiben, selbst wenn sie auf den Buchseiten längst den Tod gefunden haben. Geschickt spielt die Autorin mit den vielfältigen Stimmungen ihrer Geschichte, lässt ihre Leser Liebe und Freude mit Naduah und Nocona erleben, aber auch bohrende Sehnsucht und unendliches Leid. Dass dabei die eine oder andere Szene zur Hommage an Indianer-Klassiker aus Buch und Film gerät, empfand ich als sehr unterhaltsam, da die Liebe der Autorin zu diesem Thema stets spürbar war.

Doch auch der Erzählstrang der Gegenwart kommt gefällig daher und schon nach wenigen Seiten wollte ich unbedingt wissen, was es mit Makah, Sara und ihren Träumen auf sich hat. Das Ende dieses Buchteils ist sicherlich Geschmackssache. Aber egal wie gut einem der Ausgang letztendlich gefällt, bleibt die Geschichte, die sich auch mit der heutigen Situation der Comanchen in den USA auseinandersetzt, bis zur letzten Seite spannend und faszinierend.

FAZIT: Ein sehr empfehlenswerter Page-Turner für alle, die Indianergeschichten lieben und über die ganz große Liebe zwischen zwei Menschen vor der Kulisse des amerikanischen Westens lesen wollen. Und nicht vergessen: Taschentücher bereitlegen!

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