Jenny-Mai Nuyen: Nocturna - Die Nacht der gestohlenen Schatten

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Jenny-Mai Nuyen: Nocturna - Die Nacht der gestohlenen Schatten
Verlag
ET (D)
2007
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ISBN-13
9783570133378

Informationen zum Buch

Seiten
580

Sonstiges

Erster Satz
Er sah Bücher.

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Dunkelheit liegt über der Stadt. Marinus, der Junge ohne Vergangenheit, bewegt sich wie ein lautloser Schatten durch die alte Bibliothek. Er muss das Buch finden. Das Buch, in dem seine Geschichte geschrieben steht ... Seit ewigen Zeiten herrschen die Nocturna über die Stadt, ein Geheimbund, dessen Mitglieder über eine grausame Gabe verfügen: Sie rauben den Menschen ihre Vergangenheit, indem sie ihre Erinnerungen niederschreiben und daraus Bücher von magischer Schönheit schaffen. Zurück bleiben seltsam blasse Wesen, die nicht altern und nicht sterben können. Menschen wie Marinus. Als Marinus auf der Suche nach seiner Geschichte auf die selbstbewusste Apolonia und den Kleinganoven Tigwid trifft, werden die drei hineingezogen in den gefährlichen Machtkampf, der unter den Nocturna entbrannt ist. Denn ein Orakel besagt, dass ein Mädchen wie Apolonia kommen wird, um die düstere Herrschaft der Nocturna zu beenden.

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Nocturna ist ein Buch, was mich sehr positiv überrascht hat. Es wundert mich auch ein wenig, es unter Kinder- und Jugendliteratur zu finden; wahrscheinlich weil die Protagonisten noch jugendlich sind, aber meiner Meinung nach kann der Roman durchaus mit "erwachsener" Fantasy bzw. Phantastik mithalten. Über Ort und Zeit wird nichts genaues gesagt, vermutlich spielt die Geschichte in einer (deutschen?) Großstadt zu Anfang des 20. Jahrhunderts. Die winterliche Atmosphäre hat mich jedoch sofort gefangengenommen.

Die Hauptcharaktere sind mal mehr mal weniger sympathisch, aber immer liebevoll gezeichnet, genauso wie die zahlreichen Nebenfiguren. Ich mag es, wenn Figuren Ecken und Kanten haben und auch mal Fehler machen, deswegen war Apolonia eindeutig mein Lieblingscharakter. Aber auch Tigwid und Vampa hatte ich schnell in mein Herz geschlossen.

Gleich mit dem Prolog fängt es spannend an und es dauerte nicht lange, bis ich komplett in der Handlung gefangen war. Immer wenn ein Kapitel zu Ende war, war ich versucht, das nächste anzufangen, auch wenn der Uhrzeiger mir eigentlich was anderes empfohlen hätte. Den Schreibstil fand ich klasse, manche Sätze habe ich zweimal gelesen, um sie richtig genießen zu können. Aber auch der Humor kommt nicht zu kurz, so sorgen kleine Szenen oder Wortgefechte immer wieder für Abwechslung. Mit manchen Entwicklungen hat mich die Autorin richtig überrascht. So ist z.B. nicht immer klar, wer auf der guten oder bösen Seite steht, falls man das in diesem Fall überhaupt genau sagen kann.

Das Ende war für mich rund, auch wenn es für meinen Geschmack etwas zu sehr Schlag auf Schlag geht und auch einige Unklarheiten bleiben. Nichtsdestotrotz kann ich dieses Buch sehr empfehlen, das Lesen hat mir großen Spaß bereitet und es wird sicherlich mein letzten Buch von Jenny-Mai Nuyen gewesen sein.

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"Nocturna - Die Nacht der gestohlenen Schatten" war für mich ein gelungener Einstieg ins neue Lesejahr und auch eine Überraschung. Es entpuppte sich nämlich nicht als klassische Fantasy-Geschichte, sondern eher als ein Phantastik-Krimi der ganz eigenen Art. Als leidenschaftliche Krimileserin war ich daher sofort mitgerissen von der Handlung, die sehr viel Abwechslung zu bieten hat und durchwegs spannend ist.

Mehrere Hauptfiguren stehen im Mittelpunkt des Romans: Apolonia, die ich als sehr interessante Figur empfand, weil ich durch ihr Verhalten immer hin-und hergerissen zwischen Sympahtie und Antipathie war; Tigwid, der mehr für den Schmunzelfaktor zuständig war, und Vampa, dessen Geschichte mir vor allem ans Herz ging und der mich emotional mehr berührt hat als die anderen Figuren.

Es gibt auch zwei Parteien von Motten, das ist der Fachausdruck für magisch begabte Menschen; hier hat mich die Autorin des öfteren an der Nase herumgeführt und die Rollen von Gut und Böse immer wieder vertauscht, so dass ich mich eigentlich nie für eine Seite so richtig entscheiden konnte. Überhaupt ist das für mich eine ganz große Stärke des Romans: die Frage nach der Moral, nach Gut und Böse - verpackt in wunderbare philosophisch angehauchte Wortgefechte und Plädoyers, mit denen die jeweiligen Mottenanhänger für ihre Gesinnung werben.

Die Dosierung dieser Abschnitte empfand ich genau richtig, denn schliesslich sollte ja auch die Action nicht zu kurz kommen. Und in der Tat gibt es auch viele abenteuerliche, gefährliche und auch erschütternde Szenen, so zum Beispiel im Eck Jargo, einer finsteren Gangsterkneipe im Untergrund, oder in einem wunderschön beschriebenen Schloß auf dem Lande. Das aufregendste Element des Romans waren jedoch für mich die Blutbücher, die den eigentlichen Schlüssel zur Geschichte darstellen und mich in ihrer mysteriösen und auch grausamen Art der Einflussnahme von Motten auf Menschen faszinierten. Nur ganz langsam und scheibchenweise erschliesst sich das Geheimnis dieser magischen Instrumente, so dass ich viel am Spekulieren und Rätseln war.

So ging es wohl auch dem Kommissar Basar, der als Nebenfigur schnell einer meiner Lieblinge wurde und den Blutbüchern immer ganz dicht auf den Fersen ist. Überhaupt sind die Nebenfiguren ebenso liebevoll und passend gezeichnet wie die drei Hauptfiguren, so dass ich auch in Nebensträngen immer mitfiebern konnte. Natürlich ist auch dieser Roman von Jenny-Mai Nuyen in ihren wunderbaren, poetischen und bildhaften Sprachstil verpackt, so dass mir das Lesen zum Genuss wurde.

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