Jenny-Mai Nuyen: Noir

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Jenny-Mai Nuyen: Noir
ET (D)
2012
Ausgabe
Taschenbuch (Broschiert)
ISBN-13
9783862520282

Informationen zum Buch

Seiten
384

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Die Wirklichkeit, das ist ein Doppelzimmer in einem heruntergekommenen Business-Hotel, in dem du einen Mann erschossen hast.

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Handlungsort

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Nino Sorokin ist dabei, als der Unfall geschieht. Seine Eltern sterben, ihm bleibt eine besondere Gabe: Er sieht den Tod eines jeden ­Menschen voraus. Auch den eigenen. Von nun an ist er besessen von der Frage, wie man das Schicksal überlisten kann. Er weiß, er wird nur 24 Jahre alt – und sein Geburtstag rückt immer näher. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Ninos Suche führt ihn zu einem geheimen Zirkel von Mentoren, die Seelen sammeln. Und er begeht den größten Frevel, den der Zirkel kennt: Er verliebt sich in eine der Seelenlosen. In die geheimnisvolle Noir, die bereits auf der Schwelle zum Jenseits steht ...

Autoren-Bewertungen

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Wie ein Drogentrip!

Seit einem Autounfall, bei dem seine Eltern ums Leben kamen, hat Nino eine besondere Gabe. Er sieht, wann manche Menschen sterben werden. Auch von sich selber weiß er, dass er nur 24 Jahre alt werden wird. Er testet alles Mögliche aus, wie man das Schicksal vielleicht überlisten kann und bereitet seiner Schwester damit mehr als einmal große Sorgen.

Doch dann lernt er eines Nachts in einem Club den geheimnisvollen Monsieur Samedi kennen, der mithilfe von Gläserrücken die Geister befragt. Bei ihm befindet sich eine junge Frau, die Nino sofort fasziniert. Doch irgendetwas an ihr ist merkwürdig. Dennoch ist Nino wild entschlossen, sie wiederzusehen.

Die Stimmung des Buches ist sehr eigenartig. Zum einen ziemlich düster, an vielen Stellen wirkt die Geschichte wie aus einem Drogenrausch. Mir fiel es sehr schwer, mich auf diese besondere Handlung einzulassen.

Insbesondere die mit "jetzt" überschriebenen Zwischenkapitel gaben mir lange Zeit Rätsel auf, ich konnte sie beim Lesen überhaupt nicht einordnen. Nino ist der einzige Charakter, der etwas näher beschrieben wird, alle anderen Figuren blieben für mich eher am Rande.

Drogen spielen eine recht große Rolle in diesem Buch. Obwohl ich Noir nicht direkt als Jugendbuch bezeichnen würde, störte mich der lockere Umgang mit diversen Rauschmitteln hier doch ein wenig.

Das Ende lässt diverse Interpretationen zu – ich glaube, in dieses Buch kann jeder Leser etwas anderes hineindeuten, was eigentlich durchaus faszinierend ist. Mir persönlich war es dann aber leider doch zu verwirrend.

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(Aktualisiert: 03 Mai 2013)
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Ein Buch wie ein Trip

Inhalt:
Der 23-jährige Nino kann, seit er einen Unfall, bei dem seine Eltern ums Leben kamen, überlebt hat, den Tod anderer Menschen vorhersehen. Auch seinen eigenen Tod: daher weiß er, daß er mit 24 Jahren sterben muß. Verzweifelt versucht er, sein Schicksal zu überlisten und lernt dabei die Seelenlose Noir kennen und lieben.

Meine Meinung:
Das Buch zeichnet sich durch eine düstere und depressive Stimmung aus. Außerdem spielen Drogen eine große Rolle, große Teile der Handlung empfindet man wie in einem Drogenrausch. Eigentlich sind diese Dinge weniger mein Fall, aber dennoch hat mich "Noir" fasziniert, weil die Sprache des Buches einfach toll und sehr poetisch ist. Mit wenigen Worten schafft es die Autorin, komplexe und emotionsgeladene Bilder auferstehen zu lassen.

Die Geschichte wird fast ausschließlich aus Ninos Perspektive erzählt und setzt sich aus seinen Ängsten, Emotionen und Qualen zusammen. Das Buch wird immer wieder durchbrochen durch die "Jetzt"-Abschnitte, die in der Gegenwart spielen, während die sonstigen Kapitel in der Vergangenheit spielen. Mit fortschreitender Handlung nähern sich die beiden Zeitebenen an. Anfangs fand ich diese Jetzt-Abschnitte verwirrend, aber schlußendlich dann doch recht raffiniert, weil sie durch ihre Andeutungen bei mir die Spannung erhöht haben, was zwischen den beiden Zeitebenen noch alles geschehen wird.

Außer Nino und seiner Schwester Katjuscha bleiben die anderen Charaktere eher oberflächlich. Was ich sehr gelungen fand, daß Noir tatsächlich fast das ganze Buch seelenlos wirkte, also ihrer Rolle voll und ganz entsprach.

Das Ende des Buches ist etwas offen und bietet Raum für eigene Spekulationen, was zu diesem Buch recht gut passt. Ich für mich habe mich für ein positives Ende entschieden.

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Noir – Schwarz - Düster

Inhalt:
Nino musste im Alter von 5 Jahren mit ansehen, wie seine Eltern starben, und entkam selbst nur knapp dem Tod. Seitdem kann er den Tod der meisten Menschen vorhersehen, er weiß auch, dass er selbst schon mit 24 Jahren sterben wird. Natürlich versucht er alles, um seinem Schicksal zu entkommen. Doch als er dabei in die Fänge des mysteriösen Monsieur Samedi gerät, wird es erst richtig gefährlich für ihn.

Meine Meinung:
Ich kannte Jenny-Mai Nuyen bisher schon von ihren Jugendfantasybüchern „Nijura“, „Nocturna“, „Rabenmond“ und „Die Sturmjäger von Aradon“. „Noir“ geht allerdings in eine ganz andere Richtung, es wirkt viel erwachsener, schließlich ist ja auch der Protagonist schon Mitte 20. Aber auch der Schreibstil und der Inhalt sind eher etwas für Erwachsene. Die Autorin beschwört eine düstere, gefahrvolle Stimmung herauf, die mir beim Lesen ein bisschen zu schaffen gemacht hat. Es ist kein reines Vergnügen. Aber es ist spannend, es ist mystisch, es ist philosophisch.

Es gibt zwei Handlungsstränge. Einer spielt in der Vergangenheit. Darin begleiten wir Nino durch die letzten Wochen seines Lebens, lernen ihn kennen, sehen seine Angst, seine Liebe zu seiner Schwester, sein verzweifeltes Suchen nach einer Lösung. Der andere Erzählstrang spielt im „Jetzt“, ist geprägt von sehr kurzen, zum Teil kryptischen Kapiteln, die man erst am Ende des Buchs richtig einordnen kann. Leider kommt die Geschichte etwas langsam in Fahrt, dann wiederum geht es mir an manchen Stellen zu schnell und oberflächlich voran.

Jenny-Mai Nuyen versteht es zu überraschen. Immer wenn man denkt, man weiß, wie es weitergeht, kommt eine Wendung und alles ist wieder offen. Am besten fand ich den Schluss, nicht nur, weil ich endlich der bedrückenden Atmosphäre entkommen konnte, sondern vor allem, weil er das Buch perfekt abrundet.

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(Aktualisiert: 20 März 2013)
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Schnell zu lesen aber doch nicht einfach

Die Idee von einer Geschichte über einen jungen Mann, der bei einem Autounfall seine Eltern verliert und von da an in die Zukunft der Menschen sehen kann, vorallem, wie und wann sie sterben, hat mich sehr interessiert. Das besondere und mystische daran, er sieht auch seinen Tod voraus: mit 24 wird er sterben. Er lernt Noir, eine Seelenlose, kennen und lieben. Sie ist jedoch auch ein großes Geheimnis.

Am Anfang war ich gefesselt von dem Buch. Die Spannung, die in der Begleitung auf Nino´s Weg, kurz von seinem 24. Geburtstag, entstand, war toll. Der Einstieg in die Geschichte ist einfach und sprachlich gesehen auch nicht schwer. Verwirrend waren die JETZT-Abschnitte, die m.E. auch ganz weggelassen werden können, da im letzten Buchabschnitt, in zeitlicher Reihenfolge, alles beschrieben ist. Die Erzählweise dieser JETZT-Abschnitte hat mich im Lesefluss gestört.

Nino´s Versuch sein Schicksal zu umgehen und dem Tod von der Schippe zu springen, bringt ihn mit vielen zwielichtigen Personen zusammen. Er nimmt an Séancen teil, in denen durch Gläserrücken mit den Toten gesprochen wird. Er nimmt Drogen, fängt das Rauchen an und entfernt sich so allmählich auch von seiner Schwester, die seit dem Tod der Eltern für ihn sorgt. Die Schwester ist der einzige Charakter, der mir im Laufe der Geschichte ans Herz gewachsen ist. Nino´s Freunde als auch seine Chefin bleiben fad und eigentlich nur Randfiguren. Die tiefe Verbundenheit und spätere Liebe, die Nino zu Noir empfindet, war für mich nicht so ganz nachvollziehbar.

Am Ende jedoch war ich ziemlich verwirrt. Es ist kein eindeutiges und klares Ende. Ich habe dann die letzten Seiten nocheinmal gelesen, um evtl. ein besseres Gesamtbild zu erhalten. Das Ende passte aber irgendwie nicht so ganz. Ich war etwas enttäuscht. Die Geschichte ist eine teilweise phantastische in Rahmen des Realen, und die Verbindung dieser beiden hat mir gefehlt. Auch war ich durch den Klappentext einfach nicht auf soviel Melancholie, düstere Stimmung, Drogen-Trips und Surrealität gefasst.

Nachdem ich das Buch auf mich habe wirken lassen und ich nun weiß, wie die Idee zu "Noir" entstanden ist, sehe ich es aus einem anderen Blickwinkel. Meines Erachtens fühlt man sich diesem Buch nur in einer bestimmten Phase seines Lebens verbunden, und zwar in/während der Phase der Suche und des Sich-Selbst-Findens.

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Toll melancholisch ohne Romanzen-SchnickSchnack

Nino ist noch ein Kind, als er einen schweren Autounfall miterlebt. Für seine Eltern hat er tödliche Folgen. Ihm selbst bleibt eine grausame Gabe: Nino sieht den Tod anderer Menschen, aber auch seinen eigenen. Er wird mit 24 Jahren sterben und versucht nun alles, um dieses Schicksal abzuwenden. Dabei gerät Nino in zwielichtige Gesellschaft, er landet in der Drogenszene, testet schaurige Rituale – immer dem Tod auf der Spur. In dieser Zeit sorgt sich lediglich seine Schwester um ihn. Doch plötzlich gibt es einen Lichtblick. Er lernt die mysteriöse Noir kennen und sie hat Antworten!

"Man muss die Wälle der Vernunft erst niederreißen und die Gefahr eingehen, sich zu täuschen, bevor Wunder stattfinden können."

Mein letztes Buch von Jenny-Mai Nuyen liegt schon sehr lang zurück und war eine der typischen Jugendfantasy-Geschichten. NOIR ist komplett anders. Mir gefällt der neue, erwachsene Stil sehr gut. Besonders die düstere, melancholische, fast schon depressive Art im ersten Teil des Buches sprach mich an. Nino und seine schwierige Kindheit, der Kampf gegen das Schicksal, seine Erfahrungen mit Menschen und Ärzten, die ihn alle in eine Schublade steckten. Das war Gefühl pur, trotz Traurigkeit und Ängsten. Nino tat mir leid, aber ich bewunderte auch seinen Mut, sich mit dem Übersinnlichen zu befassen auf der Suche nach der Wahrheit.

Je mehr die Handlung fortschreitet und Antworten auftauchen, desto mehr verliert sich aber auch leider dieses Besondere. Das Buch wird etwas actionlastig und verwirrend. Man muss schon sehr Hirn und Phantasie einschalten, um mit dem Ende gut leben zu können. Das muss ja nicht schlecht sein, aber etwas mehr Sinn in der Auflösung hätte ich mir gewünscht. Wahrscheinlich habe ich auf dem Weg dorthin nicht alles verstanden bzw. mich zu sehr in wilden Spekulationen verstrickt.

Für mich lag der Reiz des Buches in seiner philosophischen, bedrückenden Ausdrucksweise. Sätze wie "Könnte man den Fluss atmen, er würde nach all den schmutzigen Hoffnungen schmecken, die in dieser Stadt vergossen werden." sind ein Traum und zeugen von viel Talent. Davon würde ich gern mehr lesen!

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Benutzerkommentare

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Anders als gedacht...

Inhalt:
Nino verfügt über eine ganz besondere Gabe. Nach einem Autounfall im frühen Kindesalter, hat er die Fähigkeit, den Todestag anderer Mitmenschen zu sehen. Trotz der Gabe ist ihm die Bürde auferlegt worden, auch zu wissen, wann er selber sterben wird. Er stellt Nachforschungen an und nimmt an zwielichtigen Zeremonien teil, um Geister herauf zu beschwören und auf andere gleichgesinnte zu treffen.

Jedoch in einer dieser Nächte, trifft er ein Mädchen, welches nur er zu sehen vermag. Noir, und sie ist ganz anders als er es je zu träumen gewagt hätte. Denn Noir ist seelenlos.

Meine Meinung:
Das Thema um die Seelenlosen sprach mich von der Inhaltsangabe sehr an, besonders auch Ninos Fähigkeit, den Tod anderer Menschen und sogar seinen eigenen voraus zu sehen, zog mich in dem Bann. Die JETZT Einschnitte im Buch, die mir am Anfang ein sehr großes Rätsel aufgaben, was dies nun bedeuten sollte, trieben mich doch dazu, immer weiter zu lesen und erzeugten eine große Spannung in mir.

Ja, es war ein Gefühl dessen, dass ich der Lösung unbedingt mit jedem Satz einen Schritt näher kommen müsste.

„Noir“ entwickelte sich für mich persönlich aber leider nicht in die Richtung, die ich mir vorgestellt hatte. Ich dachte an etwas mysteriöses, an übersinnliche Gaben, die den Schwerpunkt des Buches setzen würden. Gaben, die Nico besaß. Diese rückten aber leider mehr in den Hintergrund, als ich es mir gewünscht hätte und so verwandelte sich das Buch in eine ganz andere Richtung. Eine Richtung, die ich sehr verschwommen wahr genommen habe. Vermutlich auch durch die Drogentrips der Protagonisten und deren Empfindungen in dieser "Welt". Ich konnte mich leider dieser Geschichte und deren Gefühle nicht verbunden fühlen.

Ich spekuliere immer noch über das wirkliche Ende des Buches und bin mir nicht sicher, ob die Autorin es der Fantasie der Leser überlassen wollte. Ich mag persönlich gerne Enden, die aufgeklärter sind aber das ist reine Geschmackssache.

Trotz allem, war es wirklich ein sehr interessantes Thema, welches hier in dem Buch aufgegriffen wurde und auch wenn ich nicht an allem Gefallen gefunden habe, beschäftigt es mich bis heute noch in meinen Gedanken.

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