Joelle Charbonneau: Nur die Besten überleben

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Joelle Charbonneau: Nur die Besten überleben
ET (D)
2013
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ISBN-13
9783764531171

Informationen zum Buch

Seiten
416

Serieninfo

Sonstiges

Originalsprache
amerikanisch
Übersetzer/in
Schlagworte
Erster Satz
Heute ist also der Tag der Abschlussfeier.

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Handlungsort

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Sie wurden auserwählt, um zu führen - oder zu sterben

Nach den verheerenden Fehlern der Vergangenheit war sich die Gesellschaft einig, dass nur noch die Besten politische Macht ausüben dürfen. Von nun an sollten die Psychologen darüber urteilen, in wessen Händen die Zukunft des Landes liegen sollte. So entstand die Auslese.

Cia ist sechzehn und damit eine der Jüngsten, die zu den Prüfungen antreten, die darüber entscheiden, ob man für ein Amt geeignet ist. Zunächst ist sie von Stolz erfüllt – bis die erste Kandidatin stirbt! Jetzt breitet sich Angst aus, und Cia erkennt: Nur die Besten überleben …

Dich erwarten Gefahr, Liebe - und nackte Angst!

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Spannend

Erst kam der Krieg und dann die Naturkatastrophen. Die Erde ist verseucht, nur wenige Menschen haben überlebt und versuchen das Land wieder urbar zu machen. Damit sich die Fehler, die zum Krieg führten nicht wiederholen werden die besten Schüler jedes Jahrgangs zu einer Auslese geschickt um diejenigen herauszufiltern die die Universität besuchen dürfen und somit später zu den Anführern, Lehrern, Ärzten, Wissenschaftlern etc. werden. Die kluge Malencia Vale träumt davon in die Auslese zu kommen. Tatsächlich wird sie dazu auserwählt. Doch die Prüfungen sind hart und die ersten Prüflinge sterben.

"Die Auslese" ist mal wieder der erste Band einer Trilogie.

Die Folgebände sind auf der englischen Website der Trilogie bereits angekündigt
Teil 2 "Independent Study" für Januar 2014
Teil 3 "Graduation Day" für Juni 2014

Das Buch startet sehr langsam. Wer ein schnelles Erzähltempo liebt wird sich hier womöglich erst einmal langweilen. Ich hingegen mochte es die Welt in der Cia lebt in Ruhe und durch ihre Augen kennenzulernen bevor sie in die Auslese startet. Ich fand es bereits Anfangs schon spannend, auch wenn diese Spannung eher unterschwellig vorhanden ist und man sich viele Fragen stellt, die sich aufgrund der Ich-Perspektive von Cia noch nicht beantworten lassen. Mir jedenfalls hat die Idee dieses gesamten Prüfungsprozesses, der sich doch als eher grausig entpuppt, gefallen und ich will definitiv noch mehr über die Hintergründe erfahren.

Später wenn die Prüfungen beginnen nimmt das Buch dann auch etwas mehr Fahrt auf, wobei ich am Anfang der vierten Prüfung einen kleinen Durchhänger hatte, da sich der Teil etwas zog. Außerdem fand ich diese Prüfung „zu groß“ gewählt. Es kam etwas unrealistisch rüber wie viel die Prüflinge dort tagtäglich bewältigen. Ein kleinerer Maßstab wäre hier besser gewesen.

Cia als Charakter mochte ich, war mir allerdings etwas zu gut geraten. Sie ist ein Allroundtalent und moralisch gut. Ein wenig Ecken und Kanten hätte die Autorin ihr verpassen können. Weniger mochte ich Tomas, dieser war einfach als freundlich und liebevoll beschrieben, so dass er für mich einfach keine greifbaren Konturen bekam auch wenn die Autorin das später versucht zu relativieren. Die übrigen Charaktere kommen in diesem Buch zu kurz vor um viel über sie sagen zu können.

Die obligatorische Liebesgeschichte ist vorhanden, war für mich aber zu wenig greifbar, das Gefühl von Liebe konnte die Autorin für mich nicht transportieren. Seltsamerweise hat mich das gar nicht so sehr gestört, da ich einfach den Liebesaspekt ausblenden konnte und mir die zwei nur als sehr gute Freunde vorgestellt habe. Das hat dann eher gepasst.

Bei einer Dystopie wie dieser liegt der Vergleich mit Panem, der auch in einigen Beschreibungen getroffen wird, nahe. Sicher sticht hier eine Parallele in der Handlung hier sehr ins Auge, trotzdem sollte man die Kirche im Dorf lassen. Abgesehen davon das sich vieles in der Literatur wiederholt und es ohnehin nicht wirklich viel Neues gibt ;-) die Voraussetzungen und das ganze Drumherum sind hier so grundverschieden, das ich mit dieser einen Ähnlichkeit mehr als sehr gut leben kann. Wenn ich die Bücher vergleiche dann höchstens deshalb, weil mir beide nach dem Beenden der letzten Seite schwer im Magen lagen und noch einige Zeit zu Denken gaben. Das ist es was für mich eine gute Dystopie ausmacht.

Das Buch hat übrigens keinen Cliffhanger, die Story des Buches, die als Auslese bezeichnete Prüfungsreihe, ist abgeschlossen, man kann hier also auch gut aus der Reihe aussteigen. Dennoch finde ich das Ende irgendwie - im positiven Sinne! - fies gewählt. Es sind einfach noch sehr viele Fragen offen, in diesem Buch wurde fast noch nichts erklärt. Da Cia sich aber zum Ende ähnliche Fragen stellt wie ich, vermute ich stark das wir in den weiteren Teilen mehr erfahren werden. Es bleibt also spannend. Mir ist es ohnehin lieber die Hintergründe erst einmal im Dunkeln zu lassen und nicht bereits im ersten Band halbgare oder unlogische Erklärungen anzubieten. Wer unbedingt auf Erklärungen wartet wird hingegen enttäuscht sein.

Fazit: Eine spannende Dystopie mit einigen guten Ideen. Weil mir Cia als Charakter zu perfekt war, die eingebaute Liebesgeschichte überflüssig und ich im Mittelteil einen kleinen Durchhänger hatte gebe ich "nur" 4 Sterne. Es hat mir trotz der genannten Kritikpunkte gut gefallen.

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Gelungener, wenn auch brutaler Auftakt zu einer vielversprechenden Trilogie

In einer fernen Zukunft ist die Erde durch besonders schlimme Formen von Kriegen nachhaltig zerstört. Die wenigen Menschen, die die Kriege überlebt haben, wohnen in Kolonien und versuchen mühsam die Erde wieder fruchtbar und bewohnbar zu machen. In dieser Welt wächst Cia auf. Sie ist eine sehr gute Schülerin und hofft nach ihrem Abschluss für die Auswahl ausgewählt zu werden. Zu dieser Auswahl werden nur die Elite-Schüler der einzelnen Kolonien zugelassen, wo sie sich dann nochmal beweisen müssen, bevor sie zur Uni zugelassen werden. Was sich zuerst harmlos anhört, entpuppt sich jedoch nach und nach als Alptraum und Cia kämpft bald nicht nur um einen Platz an der Uni.

Obwohl ich in letzter Zeit sehr viele Bücher gelesen, die düstere Zukunftsszenarien aufbauen und Jugendliche durch die absolute Hölle schicken, hat mich dieses Buch doch von der ersten Seite gepackt. Auch hier wird aus der Ich-Perspektive von Cia erzählt, aber Cia hat ihre fünf Sinne zusammen und reagiert nicht wie ein kleines Dummchen, sondern steht sehr gut "ihre Frau". Von der ersten Seite an war sie mir sehr sympathisch und der Schreibstil an und für sich hatte mich schnell in seinen Bann gezogen.

Trotz der Ich-Perspektive wurden auch andere Figuren näher beleuchtet und auch wenn einige noch geheimnisvoll geblieben sind, hatte ich trotzdem von allen ein gutes Bild vor Augen.

Die zarte Liebesgeschichte, die eingebaut worden ist, ist so dezent gehalten, dass ich sie sehr passend für das Buch fand. Hier steht eindeutig nicht die Liebe im Vordergrund, sondern ein übles System und die Protagonistin verliert auch nicht komplett ihren Verstand wegen eines Jungen, sondern setzt ihre Prioritäten so, wie sie angesichts der Lage auch sein sollten. Das hat mir sehr gut gefallen, da ich es oft unpassend finde, wenn Menschen durch die Hölle gehen und sich dabei gleichzeitig nur noch im Liebestaumel befinden. Ich denke doch, dass jeder Mensch zuerst an sein Überleben denkt und dann erst an die Liebe.

Dieses Buch ist nichts für schwache Nerven und ich würde es eindeutig nicht als Jugendbuch ansehen. Einige Szenen sind ziemlich grausam und haben bei mir für einiges an Entsetzen gesorgt. Gleichzeitig weiß ich immer noch nicht, welches Ziel hinter all dem steckt und hoffe sehr, dass in den beiden folgenden Bänden die Geheimnisse, die jetzt noch geblieben sind, gelüftet werden.

Alles in allem konnte ich das Buch einmal begonnen nicht mehr aus der Hand legen und bin jetzt schon sehr gespannt auf den 2. Teil. Insgesamt ein sehr gelungener Auftakt zu einer vielversprechenden Trilogie. Ich hoffe, dass sie halten wird, was der erste Band bis jetzt verspricht.

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Spannend durch sinnlose Brutalität

Inhalt:
Cia ist 16 Jahre alt und hat gerade die Schule beendet. Sie hofft, für die Auslese in die Hauptstadt geholt zu werden. Die besten Prüflinge werden anschließend an der Universität zugelassen. Doch Cias Vater ist gar nicht begeistert, als Cia tatsächlich die Familie verlassen muss, denn auch er hat damals die Auslese durchlaufen und wird seither von Albträumen geplagt. Denn die Auslese ist hart und nur die Besten überleben…

Meine Meinung:
„Die Auslese – Nur die Besten überleben“ ist nichts wirklich Neues am Dystopienhimmel. Der Roman vereinigt Elemente aus bereits bekannten Büchern wie z.B. „Die Tribute von Panem“, „Die Bestimmung“, „Cassia & Ky“ und anderen. Das ist nicht unbedingt schlecht, auf Dauer ist es wohl auch einfach unmöglich, immer Neues zu kreieren. Es wirkte auf mich auch überhaupt nicht abgekupfert, denn das Bekannte wird zusammen mit neuen Ideen zu einer eigenständigen Handlung verbunden. Und diese Handlung ist spannend. Oft enden die Kapitel mit einem Cliffhanger, sodass man immer weiter lesen muss. Ein Großteil der Spannung ist allerdings darauf zurückzuführen, dass die Auslese so brutal abläuft, Fehler werden bestraft, unter Umständen sogar mit dem Tod.

Der Schreibstil hat mir leider nicht besonders zugesagt. Die Sprache wirkt für meinen Geschmack viel zu altbacken für eine 16-Jährige. Wir erleben die Geschichte aus Cias Sicht, die in der 1. Person im Präsens erzählt. Dadurch wird man natürlich mit dieser Protagonistin sehr vertraut. Man kann ihre ganzen Gedanken, Überlegungen und ihre Gefühle gut nachvollziehen. Sie ist auch sehr sympathisch, sodass man sich gerne mit ihr identifiziert. Leider gibt es relativ wenig Dialoge, dafür umso mehr Beschreibungen, was zum Teil etwas öde wirkt.

„Die Auslese – Nur die Besten überleben“ ist der Auftakt zu einer Reihe. Leider bleiben am Ende noch sehr viele Fragen offen, speziell was die Hintergründe zu dieser Gesellschaft angeht oder warum die Auslese so brutal gehalten wird. Darüber erfährt man in diesem Band kaum etwas.

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Großes Gemetzel - wenig Hintergründe

Cia ist 16 und hat gerade die Schule beendet. Sie war eine fleißige und ehrgeizige Schülerin und so ist sie zuerst sehr enttäuscht, dass sie nicht für die Auslese ausgewählt wurde. In diesen Prüfungen werden die besten jungen Leute als allen Kolonien des Landes getestet und nur wer dort besteht, darf an die Universität und studieren und erhält später einen wichtigen Posten, darf Wissenschaftler oder Lehrer werden oder in die Politik gehen. Nach einer Reihe von Kriegen ist das Land über weite Flächen hinweg immer noch verwüstet und verseucht, die überlebenden Menschen kämpfen in ihren jeweiligen Kolonien darum, es wieder nutzbar zu machen und widerstandsfähige Tiere und Pflanzen zu züchten, um so den täglichen Bedarf decken zu können. Aus der kleinen Kolonie, in der Cia lebt, ist schon lange niemand mehr ausgesucht worden, doch dieses Jahr ist es dann doch anders und gleich vier Jugendliche werden in die Hauptstadt geschickt, darunter auch Cia. Sie ist stolz und freut sich, doch kurz vor der Abreise nimmt ihr Vater, der damals selbst an der Auslese teilgenommen hat, sie beiseite und erzählt ihr einige Dinge, die sie verunsichern. Er lässt sie schwören, niemandem zu vertrauen, doch Cia braucht einfach einen Freund und Tomas kennt sie schon seit ihrer Kindheit, so dass die beiden schnell ein Team bilden, als die Prüfungen beginnen. Was sie während der Auslese erwartet, hätten sie sich wohl nie ausmalen können und so müssen sie nun über sich selbst hinauswachsen, um die Tests zu bestehen – und zu überleben!

Am Anfang des Buches fühlte ich mich stark an „Die Tribute von Panem“ erinnert, dieses ganze Auslese-Szenario, die beiden Hauptfiguren, das ist schon sehr ähnlich wie bei den Tributen.

Das Buch ließ sich ungemein leicht lesen, blieb dabei aber eher distanziert und voller sinnloser Gewalt.
Zwischendurch vermisste ich an vielen Stellen die Logik, das fängt schon ganz zu Anfang an, wo man sich fragen muss, warum die Familie Cia überhaupt so erfolgreich in der Schule sein lässt, wo sie doch eigentlich um jeden Preis verhindern wollen, dass sie zur Auslese ausgewählt wird. Die Liebesgeschichte zwischen Tomas und Cia fand ich leider auch höchst unromantisch. Die beiden kennen sich schon ein Leben lang, anscheinend sind sie sich vor einem Jahr auf einem Schulfest auch schon mal ein bisschen nähergekommen, aber mehr war nicht und auf einmal sind da diese großen Gefühle? Ausgerechnet jetzt, wo Cia doch eigentlich niemandem vertrauen sollte?

Noch unlogischer ist der ganze Prozess der Auslese an sich, zumindest bei den Informationen, die wir Leser hier im ersten Band erhalten. Warum legt es dieses System darauf an, einen Großteil seines qualifizierten Nachwuchses zu töten? Was steckt wirklich hinter der Auslese? Man kann nur hoffen, dass die Autorin in den Folgebänden eine plausible Erklärung für das Gemetzel unter den Auserwählten parat haben wird. Am Ende dieses ersten Teils ist die Auslese an sich immerhin abgeschlossen, Fragen über die Hintergründe bleiben allerdings völlig offen.

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Die Auslese

Inhalt:

Nachdem die sieben Stadien des Krieges vorbei sind und die Menschen seit einigen Jahren dabei sind, das Land wiederaufzubauen, werden die Besten der Abschlussklassen ausgewählt, um an der Auslese teilzunehmen. Diejenigen, die diese Auslese bestehen, werden zu Führungskräften für das Land ausgebildet. Als Cia für die Auslese ausgewählt wird, scheint ein Traum in Erfüllung zu gehen. Jedoch währt die Freude nicht lange, da ihr Vater, der einst selbst diesen Schritt gegangen ist, sie vor den kommenden Aufgaben warnt.

Erster Satz:

Heute ist also der Tag der Abschlussfeier

Meine Meinung:

Die Autorin Joelle Charbonneau beginnt den ersten Roman ihrer Trilogie sehr langsam, sodass der Leser die Chance hat, sich in die ungewohnte Welt hineinzufinden. Cia, die sechzehnjährige Protagonistin, zeigt uns ihre Welt und wie sich das Leben nach den Kriegen auf der Erde für die Menschen verändert hat. Sie ist sehr ehrgeizig, jedoch auch ein sehr liebenswerter und familienverbundener Mensch, der zwar seine Ziele verfolgt, jedoch ohne sich dabei selbst zu verlieren. Mit Cia hat dieser Roman eine Protagonistin, die sich in vielen Situationen genau so verhält, wie man es sich von sich selbst wünschen würde.
Sehr bald kommt Tomas, den sie schon von kleinauf kennt, an ihre Seite. Die beiden verbindet bald mehr als nur eine gemeinsame Vergangenheit. Jedoch kann man aufgrund der einseitigen Sicht des Buches nur schwer nachvollziehen, ob es wahre Gefühle sind oder ob es für beide nur Mittel zum Zweck ist. Mir haben diese romantischen Episoden gut gefallen, da sie das Hauptgeschehen des Buches aufgelockert haben. Die Stimmung des Buches wurde dadurch weniger düster.

Obwohl der Roman zunächst langsam beginnt, ändert sich dies im Verlauf dramatisch. Teilweise konnte ich das Buch gar nicht aus den Händen legen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht. Dies lag nicht nur daran, dass es für mich ein paar unerwartete Wendungen gab, sondern auch an dem Schreibstil der Autorin. Er ist leicht und flüssig zu lesen, jedoch verwendet sie auch teilweise Wörter, die von vielen nicht im aktiven Wortschatz sind. Für mich stellte dies kein Problem dar, sondern ich empfand es als Bereicherung. Es wirkte auf mich so, als ob es ein bewusst eingesetztes Stilmittel war.

Zwischenzeitlich konnte ich auch einige Parallelen zu den Tributen von Panem ziehen. Jedoch werden viele Dystopien, die für Jugendliche geschrieben sind, mit dieser Reihe verglichen. Es waren Ähnlichkeiten vorhanden, jedoch waren diese für mich nicht gravierend. Ähnlich wie bei den Tributen von Panem wird der Leser auch hier mit viel Gewalt und Brutalität konfrontiert. An sehr vielen Stellen wirkte sie auf mich schockierend, jedoch hat es für mich im Rahmen dieser Geschichte auch wiederum Sinn gemacht, dass es Szenen gab, in denen es Gewalt gegenüber Menschen gab.

Alles in allem ist für mich "Die Auslese - Nur die besten überleben" ein gelungener Auftaktroman, der mich gepackt und schockiert hat. Ich kann es jetzt schon kaum abwarten, bis ich den Folgeroman lesen kann, da noch viele Fragen offen geblieben sind und ich das weitere Geschehen beobachten möchte.

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Nur die Besten überleben

Inhalt
Nach den verheerenden Kriegen der Vergangenheit, bei denen ein Großteil der Bevölkerung getötet wurde und es zu einer dramatischen Zerstörung des Ökosystems kam, versucht die Nachkriegsgesellschaft des Commonwealth langsam wieder Fuß zu fassen und aus den früheren Fehlern zu lernen. Daher hat die Regierung beschlossen, die zukünftige Führungselite besonders sorgfältig in speziellen Auswahlverfahren auszusuchen, ehe sie an der Universität von Tosu-Stadt ausgebildet wird, um die zukünftigen Geschicke des Landes zu lenken.
Die 16jährige Cia Vale, die mit ihrer Familie in der kleinen Kolonie Five Lakes lebt, ist überglücklich, denn ihr sehnlichster Wunsch scheint in Erfüllung gegangen zu sein. Sie wurde als eine der Besten ihrer Abschlussklasse für die in der Hauptstadt stattfindende „Auslese“ ausgewählt. Doch ihre Vorfreude wird schnell getrübt, denn ihr schockierter Vater, der selbst ein „Auserwählter“ war, gibt ihr für ihre Zukunft die deutliche Warnung mit auf den Weg, niemandem zu vertrauen und sehr vorsichtig zu sein!
Schon bald nach Beginn der Prüfungen muss Cia voller Schrecken erkennen, dass tatsächlich nur die Besten die gnadenlose Auslese überleben werden…
MEINE MEINUNG
„Die Auslese“ lautet der viel versprechende Titel einer neuen Dystopie für Jugendliche der amerikanischen Autorin Joelle Charbonneau, der zugleich den Auftakt einer geplanten Trilogie darstellt. Zusammen mit dem Untertitel „Nur die Besten überleben“ wird uns schon ziemlich viel darüber verraten, was uns in diesem Buch erwartet.
Bei der Vielzahl der mittlerweile erschienenen Dystopien haben es Neuerscheinungen in diesem Genre schwer. So findet man leider auch in dieser Dystopie bisweilen deutliche Parallelen zu bekannten Werken, doch beinhaltet es eben auch wirklich neue Ideen der Autorin, wodurch sich das Buch doch wieder von den anderen absetzen kann.
Als Einstieg in die Geschichte gibt uns die Autorin einen guten Einblick in Cias familiäre Verhältnisse und die Lebensbedingungen in der Kolonie. Durch geschickt in die Handlung eingestreute Informationen erhalten wir erst allmählich einen Überblick über die Gesamtsituation des Vereinigten Commonwealth und über relevante Hintergründe zum herrschenden System der dystopischen Welt. Während die Geschichte zunächst sehr behutsam und harmonisch beginnt, kippt recht bald die angenehme Stimmung und bei Cias Abschied ahnen wir bereits, dass ihr große Herausforderungen bevorstehen werden. Mit Beginn der Auslese in Tosu-Stadt entwickelt sich die Handlung immer rasanter. Mit den immer schwieriger werdenden Prüfungen wird eine enorme Spannung aufgebaut, die sich stetig steigert und schließlich in der letzten Prüfung ihren absoluten Höhepunkt findet. Während die Anzahl der Prüflinge zunächst durch Wissens- und Intelligenztests reduziert wird, müssen sie zum Schluss einen gnadenlosen Überlebenskampf in der unwirtlichen Wildnis bestehen, dessen Ausgang für alle Teilnehmer ungewiss ist.
Erzählt wird die Geschichte aus der Ich-Perspektive der 16jährigen Protagonistin Cia, so dass man sich gut in ihr Gefühlsleben und ihre Lage hineinversetzten konnte. Sie wird als sehr mitfühlend, intelligent und ehrgeizig geschildert, wodurch sie einem auf Anhieb sympathisch erscheint. Im Laufe der Geschichte erleben wir Cia dann als eine extrem willensstarke Persönlichkeit mit sehr ausgeprägten Talenten, so dass sie auf mich in vielen Situationen fast etwas zu perfekt und teilweise auch unnahbar wirkte. Dadurch fiel es mir auch schwer, mit Cia mitzufiebern. So hätte ich mir gewünscht, dass sie während der Ausleseprüfungen deutlich an Profil hinzugewinnt, an den Aufgaben wachsen würde und die Herausforderungen nicht alle gleich auf Anhieb meistern kann. Da der Fokus der Geschichte eindeutig auf Cia liegt, sind die Nebenfiguren mit ihren sehr unterschiedlichen Persönlichkeiten auch eher oberflächlich ausgearbeitet und wirken oft sehr farblos und undurchsichtig. Insbesondere ihr männlicher Gegenpart Tomas erschien gegenüber Cia extrem blass, ohne ausgeprägte Charaktereigenschaften und konnte mich nicht überzeugen.
Die mangelnde Ausarbeitung der Nebenfiguren ist in der Wettbewerbssituation natürlich enorm spannend und bewirkt zwangsläufig, dass einem viele Charaktere suspekt erscheinen. Schon bald wird klar, dass jede Fehleinschätzung bei der Auslese sehr fatale Konsequenzen haben kann. So konnte man sich als Leser genau wie die Protagonistin Cia nie ganz sicher sein, wem man vertrauen kann und wer sich gegen einen wenden würde.
Die sich plötzlich entwickelnde, zarte Liebesgeschichte zwischen Cia und Tomas wirkte sehr konstruiert und oberflächlich. So war für mich bis zum Ende nicht klar, ob es nicht doch ein geschicktes Täuschungsmanöver von Tomas war.
Trotz einiger Ungereimtheiten in der Handlung gelingt es der Autorin, uns mit fesselnden Wendungen zu überraschen und mit vielen Action-Szenen zu unterhalten. Für meinen Geschmack gibt es allerdings einige schockierende und abstoßende Szenen, die unnötige Grausamkeiten und Brutalität enthalten, deren Sinn sich mir nicht erschließt und somit allein dem Spannungsaufbau dienen. Der Hintergrund, warum das führende System dieses kaltblütige, menschenverachtende Ausleseverfahren auf Leben und Tod bei seinen begabtesten Eliteschülern, die das Land im Wiederaufbau eigentlich dringend benötigt, anwendet, wird leider in diesem Band nicht erläutert und war für mich nicht nachvollziehbar. So hoffe ich doch sehr, dass sich im Folgeband mehr plausible Erläuterungen und Hintergründe hierzu finden lassen. Insgesamt ist der Schreibstil der Autorin angenehm und flüssig zu lesen. Allerdings fallen einem an einigen Stellen etwas ungeschickte, holprige Formulierungen auf, die möglicherweise auch der Übersetzung geschuldet sind. Leider haben auch einige kleinere Logikfehler meinen Lesegenuss etwas geschmälert.
Das Ende ist in sich abgeschlossen und gibt einen spannenden Ausblick auf die kommenden Geschehnissen, so dass ich sehr neugierig darauf bin, wie es mit Cia im nächsten Band weitergehen wird.
FAZIT
Ein packender Dystopie-Auftakt, der mich mit unerwarteten Wendungen und vielen Action-Szenen gut unterhalten hat. Bei der Umsetzung fehlten mir allerdings das gewisse Etwas und charismatische Protagonisten zum Mitfiebern, um mich völlig überzeugen und begeistern zu können!

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Die Auslese - spannend aber brutal

Inhalt:
Die Welt, wie wir sie kennen, gibt es nicht mehr. Durch einen grausamen und jahrelangen Krieg wurde fast das komplette Ökosystem zerstört und die Menscheit nahezu ausgelöscht. Jahre nach dem Krieg versuchen die verbliebenen Menschen, die Welt wieder ein bisschen besser zu machen. Die Natur zu regenerieren um Lebensraum zu schaffen und Nahrung anzubauen.
Cia ist 16 Jahre alt und in der Five Lakes - Kolonie aufgewachsen. Jedes Jahr werden die Besten des Abschlussjahrganges aus allen Kolonien ausgewählt, um an der Auslese der Regierung teilzunehmen. Den Prüfungsbesten wird ein Platz an der Universität zur Verfügung gestellt. Cia's größter Traum ist es, einen von diesen begehrten und rar gesähten Plätzen an der Universität zu ergattern. Ihr ganzes Leben hat sie darauf hin gearbeitet. Doch bald schon erfährt sie, was es mit der Auslese wirklich auf sich hat und wie schwer es sein wird, diese zu bestehen...

Meine Meinung:
Anfangs kam ich nicht umhin, diese Geschichte mit der Trilogie "Die Tribute von Panem" zu vergleichen. Doch schon bald stellte sich heraus, dass die Welt zwar ähnlich aufgebaut ist, uns die Geschichte allerdings in eine ganz andere Richtung führen wird.
Das Buch liest sich sehr flüssig und es ist spanned, aber auch sehr brutal. Fast schon zu brutal, meiner Meinung nach. Die Auslese glich regelrecht einem Gemetzel.
Die Charaktere waren zwar ganz nett beschrieben, aber so richtig nah kam mir keiner von ihnen. Tomas, gutaussehend, klug und liebenswert. Cia, superschlau, total talentiert und ein richtiger Überflieger. Klar, nur die Besten werden zu dieser Auslese ausgewählt, aber als Cia dann schon spüren kann, wie sie beobachtet wird und noch so ein paar andere Dinge perfekt und ohne Probleme löst, war mir das ein bisschen zu viel des Guten... Die Liebesgeschichte war ganz nett, aber so richtig verzaubert hat sie mich nicht. Es gab ein paar überraschende Wendungen und die Geschichte wird zum Ende hin immer rasanter, aber auch brutaler.

Alles in allem fand ich das Buch ganz unterhaltsam, auch wenn ich ein wenig das Gefühl hatte, dass die Autorin nur durch die eingestreuten Gewalttaten Spannung erzeugen konnte. Die Welt, das zerstörte Ökosystem und die Versuche, dieses wieder herzustellen, fand ich dagegen sehr gelungen. Gerne würde ich darüber noch etwas mehr erfahren. Ebenso wie über die Charaktere, allen voran Will. Außerdem würde mich interessieren, ob Cia tatsächlich nie wieder nach Hause zurück kann, oder ob sie noch Gelegenheit haben wird, ihre Familie und Freunde wieder zu sehen.

Glücklicherweise lässt die Autorin zwar einige Fragen offen, die Geschichte endet aber nicht mit einem fiesen Cliffhanger.
So richtig gepackt hat mich der Auftakt dieser Trilogie leider nicht. Nichtsdestotrotz war die Geschichte flott zu lesen und ich bin neugierig, wie es weitergehen und was noch so alles passieren wird, so dass ich den zweiten Band bestimmt auch lesen werde.

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Luft nach Oben

Fazit

Ich habe ein spannendes Buch erwartet, habe aber leider eine glatte Hauptperson und eine nicht spannende Story erhalten. Das Buch lies sich aber trotzdessen schnell durchlesen.

Bewertung

Was ich erwarte?
Ich erwarte viel Spannung und einige Kämpfe (ob diese auch körperlich sind, würde ich so nicht sagen). Außerdem hoffe ich auf eine faire Kämpferin, die sich den Aufgaben stellt. Ich hoffe außerdem, dass sie in ihren Kampf, ihre Menschlichkeit nicht verliert.

Und was hat sich davon erfüllt?
Leider war die Spannung meistens nicht vorhanden. Auch gab es für mich kaum Kämpfe. Dafür war Cia fair und behielt ihre Menschlichkeit.

Cia ist schon sehr aufgeregt und hoffe das sie in die Auslese kommt. Welches auch passiert, aber ihr Vater erzählt ihr beunruhigende Dinge. Diese verunsichern sie sehr.
Sie scheint ein sehr intelligenter und bodenständiges Mädel sein. Auch ist sie jemand, der auch Kleinigkeiten auffallen. So hat sie einen guten Blick auf die Anderen, außerdem hat sie eine gute Beobachtungsgabe und erkennt schnell neue Situationen. Da sie auch überhaupt nicht abgehoben ist und sich als was besseres fühlt, finde ich sie sehr sympathisch. Weniger sympathisch wirkt ihre Perfektheit. Sie spricht zwar auch über Ängste, aber diese kommen von den Gefühlen nicht ganz an mich ran. Ich merke nur immer wieder, dass sie einfach immer das Richtige sagt, auch wenn sie Angst hat. Immer total Selbstbewusst. Daher erhalte ich auch in traurigen Situationen keinen Draht zu Cia. Es ist einfach alles zu glatt und vorhersehbar. Dies bleibt leider bis zum Ende des Buches so. Cia kann mich einfach nicht mitreißen.

Außerdem fehlt mir häufig die Spannung, die Geschichte plätschert meistens nur dahin und es passiert nichts aufregendes.

Ich habe ja schon öfter gelesen, dass das Buch Ähnlichkeiten mit Panem aufweisen soll. Ich finde, ein paar Sachen sind da ähnlich. Es sind aber eher die Grundideen, wie die Auslese, aber sowas ähnliches gibt es auch bei der Bestimmung, aber eben anderes. Aber was wird schon ganz neu erfunden...

Das Buch berichtet aus der Sicht von Cia. Es wäre hier wohl ganz spannend gewesen, mal was aus einer anderen Sicht zu hören.

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