Ann-Kathrin Karschnick: Phoenix - Tochter der Asche

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Ann-Kathrin Karschnick: Phoenix - Tochter der Asche
ET (D)
2013
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783944544052

Informationen zum Buch

Seiten
400

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Das Experiment hatte alles verändert, dachte Tavi bitter und warf einen gehetzten Blick um die Hausecke.

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Handlungsort

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Europa liegt nach einem fehlgeschlagenen Experiment im Jahr 1913 und diversen Kriegen mit Amerika in Trümmern. Mithilfe des damals führenden Wissenschaftlers Nicola Tesla bauten die Saiwalo, eine überirdische Macht, Europa langsam wieder auf. 120 Jahre später erschüttert eine Mordserie Hamburg, die sich niemand erklären kann. Leon, ein Anhänger der Saiwalo und Mitglied der Kontinentalarmee, wird auf die Fälle angesetzt und trifft bei seinen Ermittlungen auf die rätselhafte Tavi. Wer ist sie und wieso ist sie so fest von der Schuld der Saiwalo an den Morden überzeugt?

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Düster-spannender Auftakt

Die Handlung spielt Anfang 2030 in einer düsteren Zukunft. Nach einem fehlgeschlagenen Experiment 1913 ist die Welt im Chaos versunken. Die Wiederherstellung der Ordnung übernahmen Geistwesen, die Saiwalo, die seitdem an der Macht sind. Sie rotten nach und nach alle unsterblichen Wesen aus, und verunglimpfen sie als Seelenlose. Tavi ist ein Phoenix und eine der ältesten Seelenlosen, die es überhaupt gibt. Als in Hamburg eine rätselhafte Mordserie beginnt, muss sie irgendwann feststellen, dass es anscheinend einen Zusammenhang mit ihr gibt, denn sie kannte jedes der Opfer. Tavi will den Mörder stoppen und herausfinden, worum es ihm überhaupt geht.

Leon ist Ermittler bei der Kontinentalarmee und ebenfalls auf die Mordfälle angesetzt. Er ist höchst ehrgeizig und will schnellstmöglich in der Hierarchie aufsteigen. Er ist den Saiwalo treu ergeben und hat nie an ihnen gezweifelt.

Als Tavi und Leon aufeinandertreffen, begegnen sich zwei Welten. Leon sieht in der Phoenix vor allem eine Möglichkeit, sich zu beweisen und befördert zu werden. Tavi hingegen versucht ihn davon zu überzeugen, dass Unsterbliche durchaus eine Seele haben und die Saiwalo ein völlig falsches Bild von ihnen zeichnen. Notgedrungen machen sich die beiden gemeinsam auf die Suche nach dem Mörder. Und da ist dieses seltsame Gefühl zwischen ihnen – ob ihre Feindschaft vielleicht doch eines Tages in etwas anderes umgekehrt werden könnte?
Insbesondere Tavi hat mir als Figur sehr gut gefallen, mit Leon hatte ich über weite Strecken so meine Probleme, er ist kein einfacher Charakter.

Eine tolle Geschichte, die den Leser allerdings auch fordert. Die Autorin entwirft hier eine spannende, aber düstere neue Welt. Die verschiedenen Wesen und ihre Zusammenhänge erschließen sich erst nach und nach.
Alle Fragen werden auch nicht beantwortet, denn es handelt sich um den ersten Band einer Reihe. Der zweite Teil „Erbe des Feuers“ ist im August erschienen und ich freue mich schon auf die Fortsetzung der Geschichte!

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Erster Teil der Teslapunk-Trilogie

Die Phönix Tavi befindet sich in Hamburg – mal wieder – auf der Flucht vor den Regierungstruppen. Als sogenannte Seelenlose muß sie im Untergrund leben und ihre Aura der Unsterblichkeit unterdrücken, um nicht in das Visier der Kontinentalarmee zu geraten, die sämtliche Unsterblichen verfolgen und gefangen nehmen. Gleichzeitig geschehen mehrere Morde in Hamburg, was sehr ungewöhnlich ist: der Ermittler Leon steht vor einem Rätsel, zumal er Dinge an den Opfern wahrnimmt, die scheinbar sonst niemand sieht. Schnell stellt sich heraus, daß Tavi alle Opfer von früher kannte; sie setzt alles daran, dem Mörder auf die Spur zu kommen – und läuft damit Leon über den Weg, der es sich zum Ziel gesetzt hat, sowohl den Mörder als auch Tavi festzunehmen.

Das Buch beginnt rasant mit einer Verfolgungsjagd, dadurch bekommt der Leser direkt viele Informationen über Hamburg und dem Leben in dieser Stadt, vor allem aus Sicht der Unsterblichen, die als Staatsfeinde gelten und gnadenlos verfolgt werden. Die sog. Seelenlosen werden für den Mißerfolg eines Experiments verantwortlich gemacht, das Jahrzehnte zurückliegt. Bis auf wenige Informationen wird im ersten Band nicht aufgelöst, was es mit dem Experiment genau auf sich hat. Das Buch ist von der Handlung zwar in sich abgeschlossen, aber die Rahmenhandlung und die Geheimnisse um die Saiwalo, den Regierenden, wird erst im Laufe der nächsten beiden Bücher aufgeklärt.

Bei Tavi, der Phönix, wird schnell klar, daß sie einige Jahre auf dem Buckel hat – wieviele kann man sich selbst ausrechnen, da sie eine historisch belegte Figur ist. Durch ihre lange Lebenszeit ist sie in der Lage, den Saiwalo immer wieder zu entwischen und ein relativ unauffälliges Leben in Hamburg zu führen. Sie hat den jungen Nathan unter ihre Fittiche genommen, den sie vor Jahren aus einem brennenden Haus gerettet und in ihm die Fähigkeiten eines Geisterwächters erkannt hat. Geisterwächter bilden die Kommunikationsschnittstelle zwischen Saiwalo und Menschen – um zu verhindern, daß Nathan zu einem willenlosen Diener der Saiwalo wird, bildet sie ihn aus, damit er in der Zukunft mit ihr gemeinsam gegen die Regierung antreten kann.

Leon ist der Sohn einer Seelenlosenjägerin und als Angestellter der Kontinentalarmee nicht gut auf die Unsterblichen zu sprechen. Seine ganze Loyalität gilt den Saiwalo. Um seine Karriere zu beflügeln, würde ihm der Fang einer alten Phönix gerade recht kommen. Warum kann er aber Dinge an den Mordopfern sehen, die für andere unsichtbar sind? Und warum verspürt er in Tavis Gegenwart diese seltsame Vertrautheit? Leon ist kein einfacher Charakter: man schwankt als Leser zwischen Sympathie und ihm in den Hintern treten zu wollen.

Aber auch Nathan hat mir gut gefallen: er ist ein typischer Jugendlicher, der oft nicht verstehen kann, warum seine Ziehmutter sich so viele Sorgen um ihn macht und er nicht einfach ein normales Leben führen kann, sondern durch seine Fähigkeiten als wilder Geisterwächter auf der Hut sein muß, damit sie verborgen bleiben.

Das Ende dieses ersten Teils ist sehr rasant und voller Action und leider nicht unbedingt so, wie ich mir das erwünscht habe. Aber es gibt noch viele Geheimnisse, die weder der Leser noch die Protagonisten kennen und daher hoffe ich auf die nächsten Bände, daß sich doch noch alles zum Guten wenden wird. Glücklicherweise muß ich auf den zweiten Band nicht lange warten.

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Phoenix - Tochter der Asche

Mit „Phoenix- Tochter der Asche“ hat Ann- Kathrin Karschnick den Auftakt einer Fantasyreihe rund um die Phoenix Tavi geschaffen. Dieses Buch kann in die Unterordnung des Tesla- Punks eingeordnet werden.

Inhaltsangabe (Quelle: Klappentext):
Europa liegt nach einem fehlgeschlagenen Experiment im Jahr 1913 und diversen Kriegen mit Amerika in Trümmern. Mithilfe des damals führenden Wissenschaftlers Nicola Tesla bauten die Saiwalo, eine überirdische Macht, Europa langsam wieder auf. 120 Jahre später erschüttert eine Mordserie Hamburg, die sich niemand erklären kann. Leon, ein Anhänger der Saiwalo und Mitglied der Kontinentalarmee, wird auf die Fälle angesetzt und trifft bei seinen Ermittlungen auf die rätselhafte Tavi. Wer ist sie und wieso ist sie so fest von der Schuld der Saiwalo an den Morden überzeugt?

Schon das Cover hat mich vom ersten Anblick in seinen Bann gezogen, die Gestaltung des Buches gefällt mir ausgesprochen gut. Der Auftakt einer Trilogie kann in die Kategorie Tesla- Punk eingeordnet werden und bietet eine gelungene Mischung aus Dystopie und Krimi, wobei auch die Liebesgeschichte nicht zu kurz kommt. Man wird gut in die Geschichte und die Welt eingeführt, wobei jedoch einige Fragen diesbezüglich offen bleiben, z.B. wie sich eigentlich die Regierung zusammensetzt. Auf diese Aspekte soll jedoch im zweiten Teil der Reihe näher eingegangen werden. Ich hatte keinerlei Probleme, gut in die Geschichte hereinzukommen und konnte mir Hamburg in seinem beschriebenen Zustand ziemlich gut vorstellen. Auch die Charaktere werden liebevoll beschrieben, man bekommt einen guten Einblick in ihr Tun und Handeln, aber auch in ihre Gedankenwelt. Im Laufe der Geschichte wachsen einen die Charaktere ans Herz, bei anderen ist es ein Wechselbad der Gefühle – ständig ändernde Sympathie und Antipathie – man weiß nicht, was man von manchen Charakteren halten soll, und das ist auch gut so – denn im realen Leben ist es manchmal auch so. Tavi und ich Schützling Nathan sind mir dabei besonders lieb geworden. Die Darstellung des Wesen Phoenix hat mir persönlich sehr gut gefallen, auch wie solche Wesen eigentlich entstehen. Im Gegensatz dazu bin ich mit Leon leider nicht richtig warm geworden. Die Spannung wird im Verlauf der Geschichte permanent aufrecht erhalten, es ereignen sich immer neue Mordfälle und es ist interessant zu lesen, wie Tavi und Leon miteinander zurecht kommen müssen. Die Situation spitzt sich immer mehr zu und am Ende kommt es zu einem fulminanten Ende, das man so vielleicht nicht gedacht hätte. Und in meinem Fall auch so nicht unbedingt gelesen hätte, die Zukunft diverser Charakteren steht in der Schwebe – ein recht offenes Ende, dass auf jeden Fall die Spannung auf den folgenden Teil aufrecht erhält. Die Liebesgeschichte nimmt in diesem Buch eine recht zentrale Bedeutung ein, dies sollte man sich vor dem Lesen auf jeden Fall bewusst sein – jedoch ist es jetzt auch keine kitschige Liebesgeschichte.

Mein Fazit: ein durchaus lesenswertes Buch, ich warte schon sehnsüchtig auf den zweiten Teil, da ich wissen will, wie es weitergeht. Das Buch bekommt von mir wohlverdiente 4 Sterne.

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Phoenix:Tochter der Asche

Phoenix:Tochter der Asche von Ann-Kathrin Karschnik
Note 2 plus
Zum Inhalt:
Die Welt hat sich nach einem missglückten Experiment verändert und diie Saiwalo übernehmen die Regierung. Leon arbeitet als Polizist für die Saiwalo. Er ist gerade mit einer mysteriösen Mordserie betraut. Im Zuge der Ermittlungen trifft er auf Tavi. Tavi ist eine sogenannte Seelenlose, eine Phoenix. Und die Saiwalo jagen alle Seelenlosen.

Meine Meinung:
Phoenix ist der Auftakt einer Trilogie. Die beiden Hauptpersonen dieser Geschichte sind sehr interessante Charaktere.

Bei Leon könnte man manchmal ein bisschen aufstöhnen. Auf der einen Seite ist er durchaus liebenswert, auf der anderen Seite handelt er aber manchmal unbedacht und man möchte ihn schütteln. Ein Held mit Ecken und Kanten.

Tavi, eine schon sehr alte Phoenix, hasst die Saiwalo und ihre Handlanger. Auch sie wird auf die Mordserie aufmerksam. Es gibt eine Verbindung zwischen ihr und den Mordopfern, und sie möchte den Mörder unbedingt finden und stoppen. Eine Zusammenarbeit zwischen ihr und Leon ist nicht unbedingt einfach, für uns Leser aber sehr interessant.

Außerdem gibt es noch viele weitere interessante Personen in dieser Geschichte. Nathan, Tavis angenommener Sohn und die Hexe Katharina waren zwei weitere Personen die mir sehr gut gefallen haben.

Die Geschichte hat sich sehr gut lesen lassen. Die Autorin hat eine gutdurchdachte Welt erfunden und mit interessanten Charakteren bestückt. Zum Ende des ersten Bandes werden natürlich nicht alle Fragen geklärt. Nun heißt es warten auf den zweiten Teil. Ich freue mich schon darauf!

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