Susanne Gerdom: Projekt Armageddon

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Susanne Gerdom: Projekt Armageddon
ET (D)
2012
Ausgabe
E-Book
Format
ISBN-13
B008TFGB2O

Informationen zum Buch

Seiten
488

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Der Wanderer lehnt auf seinen Speer gestützt in der ewigen Nacht und blickt über den Weltenfächer.

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Handlungsort

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Ashley Fraxinus findet sich nach ihrem Tod unvermutet zwischen den Fronten eines seit Jahrtausenden tobenden Machtkampfes zwischen Göttern und Menschen, Engeln und Dämonen wieder. Der PLAN für ein geordnetes Weltende läuft, der Countdown tickt. Derweil kochen die dämonische Bürokratie und das Himmlische HQ ihr eigenes Süppchen. Mit im Spiel ist auch noch der in seinem Exil schmollende Luzifer, der eifrig intrigierend in der Quantenmetaphysik herumrührt. Die längst in Rente gegangenen Götter Odin und Loki, zerstrittene Brüder mit einem gemeinsamen Feind, versuchen, ihre eigene Haut und nebenbei die Welt zu retten. Und wer hat nun eigentlich wirklich Iduns goldene Äpfel gestohlen?

Ash macht sich auf, die Rätsel zu lösen und Armageddon zu verhindern. Oder wenigstens bis zum Kaffee wieder zu Hause in ihrem alten Leben zu sein ...

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Die richtige Mischung um zu begeistern!

Ash und ihr Freund Ravi sterben bei einem Motorradunfall und landen in einer seltsamen Nach-Welt, in der Schwarz und Weiß in einem ewigen Kampf verstrickt sind.
In der Zwischenzeit sieht Odin, der nordische Göttervater Ragnarök, das Weltenende heran nahen. Um das zu verhindert braucht er seine Enkelin. Aber die ist vor kurzem gestorben. Odin macht sich auf die Suche nach ihr…

Wie diese beiden Handlungsebenen zusammenpassen, immer wieder zusammentreffen und sich am Ende ganz vereinen, sorgt für skurrile, dramatische, witzige, rasante und gefühlvolle Unterhaltung.
Als Leser erlebt man ein ständiges Schwanken der Gefühle. Ist man in einem Moment noch entsetzt oder kaut sich Nägel vor Spannung ab, so muss man im nächsten Moment schon wieder lachen. Diese Mischung macht die Geschichte so unwiderstehlich!
In diesem Buch stimmt eigentlich alles, sogar der Titel ist perfekt gewählt.

Nach ein paar Schwierigkeiten zu Beginn, war ich schnell gefangen von der skurrilen und spannenden Handlung.
Auch wenn ich Ashs Handlungsstrang mehr abgewinnen konnte, so sorgt die zweite Erzählperspektive mit Odin für genau die richtige Abwechslung. Zusätzlich kann man als Leser so noch besser miträtseln, wie denn nun alles zusammenhängt.
Genau das Miträtseln macht sicher den größten Reiz der Geschichte aus, denn auch die Hauptprotagonistin tappt die meiste Zeit der Handlung wegen ihrer fehlenden Erinnerung im Dunkeln.
Als Leser sollte man sich also keinesfalls entmutigen lassen, wenn man nicht zu Beginn gleich alles versteht. Keine Sorge: Das löst sich noch alles auf!

Wie üblich bei Susanne Gerdom (Frances G. Hill, Julian Frost) sind die Charaktere die wahre Stärke des Buchs. Keiner von ihnen ist glatt oder langweilig, selbst die Nebenpersonen werden mit vielen Details zum Leben erweckt.
Besonders die wichtigsten Protagonisten hatten es mir angetan. Ash mochte ich sofort, ebenso wie Loki, Mac und Lucifer. Ravi macht sich gewaltig, was mir sehr gefiel. Es ist immer schön, wenn sich Charaktere auch weiter entwickeln. Weniger angetan war ich persönlich von Odin, aber immerhin hat er eine starke Frau an seiner Seite. Insgesamt sind die versammelten Persönlichkeiten so interessant, dass unmöglich Eintönigkeit aufkommen kann.
Hilfreich ist hier auch das Glossar, das bei der herrschenden Personenvielfalt sicher von Vielen gerne genutzt wird.

Obwohl die nordische Mythologie nicht unbedingt ein ganz innovatives Thema ist, auch wenn es noch lange nicht so verbraucht ist wie andere Motive, so schafft die Autorin es mal wieder etwas ganz Neues und Frisches aus einem altbekannten Thema zu schaffen.
Nichtkenner der nordischen Mythologie sollten sich nicht abschrecken lassen. Auch als Neuling in diesem Bereich ist die Geschichte verständlich. Vorwissen wird nicht gebraucht.
Wer es wiederum keine Vorliebe für nordischen Gottheiten hat, der sollte dennoch hier zugreifen. Die nordische Götterwelt stellt jedoch nur einen kleinen Rahmen für eine größere Geschichte.

Im großen Finale geht dann alles etwas schnell und man muss konzentriert lesen, um alle Entwicklungen mit zu bekommen.
So richtig gelungen ist dann das Ende, in dem die Geschichte noch mal schön ausklingen kann und man als Leser Zeit hat alles noch mal zu rekapitulieren.
Die letzte Seite wird man mit Bedauern schließen, gleichzeitig aber auch begeistert sein.

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Eine komplexe und ungewöhnliche Geschichte mit einer starken mythologischen Seite

An dem letzten gemeinsamen Abend, den Ash und ihr Ex-Freund Ravi miteinander verbringen, sterben die beiden bei einem Motorradunfall. Aber es gibt ein Leben nach dem Tod, denn sie landen im Limbus – einem Schlachtfeld der Dämonen und Himmlischen Heerscharen, auf dem für den Weltuntergang trainiert wird. Ash hat die Erinnerung an ihr früheres Leben verloren, aber sie gibt nicht auf, weil sie deutlich spürt, dass dort noch etwas wichtiges auf sie wartet. Kann eine Liebe stärker als der Tod sein? Kann eine große Aufgabe sie selbst bis in den Tod verfolgen? Kann beides ihr Schicksal sein?

Und dann ist da Odin, der einsame Wanderer und Anführer des Göttergeschlechts der Asen aus der nordischen Mythologie. Dieser verzweifelt, weil er seine geliebte Enkelin nicht mehr aufspüren kann – jemand hat sie ihm genommen, ihre Verbindung durchtrennt. Dieser jemand kann nach all der Zeit nur Ragnarök im Sinn haben – den Untergang der alten Welt. Armageddon. Aber warum, wo doch die meisten Götter durch den Verlust von Iduns goldenen Äpfeln, die ihnen Unsterblichkeit verleihen, verschwunden sind?

Ich habe es sehr genossen, so tief in meine Lieblings-Mythologie entführt zu werden. Da gab es nicht nur unzählige Andeutungen und Verbindungen, über die ich hier und da schonmal etwas gelesen hatte, sondern auch wundervoll dargestellte Figuren. Bei Odin war ich ja vorbelastet, weil er mich einfach sehr fasziniert. Von Loki kann man das aber ganz bestimmt nicht sagen – und doch war er mir hier sehr nah, ich habe andere Seiten von ihm kennengelernt. Auch wenn ich ihm immer noch nicht ganz traue, sind die Dinge, die mich normalerweise einen großen Bogen um ihn schlagen lassen, hier immer mehr in den Hintergrund gerückt.

Da ich so auf diese Mythologie anspringe, hat es mich nicht wirklich überrascht, dass ich mich in der Nebenhandlung am wohlsten gefühlt habe. Das bedeutet aber nicht, dass ich mit der Haupthandlung nichts anfangen konnte. Ganz im Gegenteil! Sie hat mich vielleicht nicht ganz so intensiv erwischt, aber es gab nur sehr wenige Momente, wo ich nicht tief in der Geschichte versunken war. Zu Ash hatte mir am Anfang der richtige Zugang gefehlt, obwohl ich sie gleich mochte und als einen spannenden Charakter empfand. Dies wurde aber bald besser – mit jedem gelesenen Kapitel spürte ich eine größere Nähe, auch wenn sie nicht zu meiner Lieblingsfigur wurde.

Die Geschichte wirkt “erwachsener” auf mich, sie ist sehr komplex und sorgt für Verwirrung – bei dem einen eher, bei dem anderen später. Aber ich mag es, wenn ich da gefordert werde und mich auch dadurch so intensiv mit einem Buch auseinandersetzen kann. Außerdem ist sie ein wenig schräg und oft sehr humorvoll – beides Dinge, mit denen ich meinen Lesegeschmack jetzt nicht unbedingt beschreiben würde. Vorsichtig formuliert. Ganz im Gegensatz zu der mythologischen Seite, damit “kriegt” man mich ja immer. Aber selten habe ich da etwas gelesen, was mich so intensiv erwischt und solche Begeisterung bei mir ausgelöst hat!

Außerdem gibt es so viele wundervolle Stellen und poetische Beschreibungen, die zu der für mich ganz besonderen Atmosphäre beigetragen haben. Die Szenen mit Odin und Jörd liebe ich, da ist mir einfach immer das Herz aufgegangen. Wegen der mythologischen Stimmung, der Herzenswärme, dem milden liebevollem Spott und ihrem Miteinander. So schön! Die Sprache hat mir sehr gefallen, auch wenn diese manchmal ungewohnt ist – sie passt ganz wunderbar zu der mythologischen Seite und “klingt”. Ich habe mich auf sie eingestimmt, ohne es so richtig zu bemerken – das kam erst, als das Buch ausgelesen war und mir danach so einiges fehlte…

Die Mischung aus all den verschiedenen Elementen macht das Ungewöhnliche und Besondere dieser vielschichtigen Geschichte aus, die meinen Geschmack voll getroffen hat. So sehr, dass “Projekt Armageddon” ganz eindeutig zu meinem Lieblingsbuch von Susanne Gerdom geworden ist. Ich musste oft in mich hineingrinsen und zum Schrecken meiner Katzen auch öfter kichern. Oder glücklich vor mich hinseufzen, wenn ich mal wieder eine besonders schöne Szene mehrfach las. Oft war ich aber auch einfach nur still und klebte förmlich an den Seiten – dann hatte ich meist Kopfkino. Richtiges Kopfkino mit ganzen Filmen! Dabei habe ich manchmal sogar vergessen, mich um meine Lieblingsfiguren zu sorgen…

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Ein göttlicher Spaß, dämonisch gut

Inhalt
Ash und ihr Freund Ravi werden bei einem Motorradunfall getötet und landen auf dem Limbus,dem Schlachtfeld, auf dem schon mal für den Weltuntergang trainiert wird, und damit mitten in die schon ewig währenden Auseinandersetzungen zwischen Göttern, Engeln, Menschen und Dämonen. Die Flucht von diesem grausigen Ort bringt hilft ihnen auch nicht weiter, denn sie landen in der "Zentrale", einem staubigen Bürotrakt mit einem dämonischen Vorsteher. Nun mal hineingezogen in den Kampf erkennt Ash, dass es höchste Zeit wird, etwas gegen den Schlamassel zu unternehmen.... An anderer Stelle verzweifelt Odin fast daran, dass sich die Prophezeiungen über Ragnarök offensichtlich bewahrheiten, die anderen Götter sind sogar schon nicht mehr da. Egal, wo er sucht, alles ist verwaist, selbst seine geliebte Enkelin findet er nicht mehr. Nur Loki, sein verlogener Bruder, und Jörd, seine liebe Gefährtin sind noch da. Doch so schnell lässt sich ein Göttervater nicht aufs Abstellgleis verfrachten ...

Meine Meinung
Meine Kenntnisse über die nordische Mythologie sind sehr vage, entsprechend gespannt war ich, was wohl auf mich zukommen wird und ob ich mich mit der Geschichte zurechtfinden werde. Und ich kann sagen: Ja. Das fehlende Hintergrundwissen zu den Göttergeschichten hat zwar zur Folge, dass man die immer wieder einfließenden Andeutungen dazu nicht immer versteht und die genannten Götter nicht alle kennt, aber es verhindert ganz und gar nicht, der aktuellen Geschichte zu folgen. Man kann die entsprechenden Rückblicke und Erinnerungen einfach hinnehmen, wie eine Landschaftsbeschreibung und auf sich wirken lassen und lernt dabei doch sehr gut, das Wesen der göttlichen Protagonisten kennen. Teilweise waren es mir zwar auch mal zu viele Einschübe, aber im Großen und Ganzen kam ich sehr gut damit zurecht. Es hatte sogar den Nebeneffekt, dass ich mich parallel und ganz besonders nun nach der Lektüre, intensiver mit der Mythologie beschäftigen will, anscheinend habe ich da die ganze Zeit etwas verpasst! Verwirrend sind anfangs allerdings die verschiedenen Namen für ein und dieselbe Person. Im Zweifelsfall ist es immer Odin oder man beansprucht einfach das ausführliche Glossar/Personenverzeichnis, das sehr hilfreich ist.

Doch dies ist sowieso mehr Beiwerk für die spannenden und seltsamen Erlebnisse der jungen Ash und ihres Freundes Ravi, die bei einem Motorradunfall ums Leben kommen und sich anschließend auf dem großen Schlachtfeld zur Vorbereitung auf den Weltuntergang wiederfinden. Und von dort so schnell wie möglich wieder verschwinden wollen. Die staubige Zentrale mit ihren vielen noch staubigeren Akten ist zwar auch kein viel schönerer Ort für Tote, aber hier finden sich doch genug Möglichkeiten und Verbündete, um sich um das drohende Armageddon zu kümmern.

Die Vermischung zwischen der modernen Realität, in der mit Motorrädern herumgefahren wird und auch mal Tupperdosen durch den Raum fliegen, und der gleichzeitig beschriebenen so mystisch wirkenden Mythenwelt ist klasse. Der Kontrast zwischen Modern und Alt ist toll erlebbar, auch durch die entsprechend angepasste Sprache.

Die Atmosphäre ist durchweg sehr gut beschrieben und übermittelt dem Leser ein Wechselbad an Gefühlen, tolle Bilder und beeindruckendes Kopfkino: Bedrückende und unheimliche Endzeitstimmung auf den Schlachtfeldern, wenn sich die Hellen und Dunklen Mächte gegenüberstehen, Geflügelte dabei über den Kämpfenden schweben und im nächsten Moment vom Himmel stürzen; Ernsthafte und traurige Emotionen, wenn Odin und seine Gefährtin sich voller Sorge auf die Suche nach ihrer Enkelin machen und große Verzweiflung über das ungewisse Schicksal der göttlichen Welt und ihrer verschwundenen Bewohner ausstrahlen. Die Szenen haben immer eine besondere Intensität und sind so kontrastreich zum Rest, wirken langsamer und ernster gegenüber dem schneller und lockerer wirkenden Teil um Ash und ihren Kampf; Surreale und seltsam magische Momente, wenn man Zeit und Raum wechselt, sich Ebenen verschieben, die Zeit stehen bleibt oder Figuren im wahrsten Sinne des Wortes vor Leidenschaft entflammen; Und auch skurrile Szenen, wenn man z. B. mit der toten Ash im Wartezimmer der Zentrale darauf wartet, aufgerufen zu werden. Man kann sich vorstellen, dass da offensichtlich einiges Absurdes passiert, wenn man als Leser ganz plötzlich das Gefühl bekommen kann, es müsste nun gleich ein weißes Kaninchen vorbeistürzen, das hektisch ruft, es habe keine Zeit . ;)

Die Mischung aus Humor, rätselhaften Geschehnissen, magischen und spannenden Szenen und ernsthaften Gesprächen gefiel mir richtig gut. Ich kam beim Lesen oft in eine eigenartige und besondere "schräge" Stimmung und gleichzeitig empfand ich auch die Nachdenklichkeit und Ernsthaftigkeit anderer Szenen, ohne dass das eine das andere ausschließt. Es werden die unterschiedlichsten Sinne und Gefühle angesprochen. Das ist sehr gut gemacht!

Ganz besonders stark sind auch die Charaktere: Sie sind nicht einfach glatt schwarz und weiß, sondern sehr lebendig und vielschichtig, nicht immer zu durchschauen und haben alle eine sehr starke Ausstrahlung und ganz besondere Herzlichkeit und Wärme. Zudem entwickeln sie sich weiter, bieten dem Leser viel Grund, sich gedanklich mit ihnen zu beschäftigen und wachsen einem dabei mehr und mehr ans Herz.

Inhaltlich mag ich gar nicht mehr verraten, denn die Geschichte muss man selbst erleben und sich von ihr überraschen lassen. Ich war am Ende jedenfalls rundum zufrieden damit und könnte gleich weiterlesen, denn es gibt noch das ein oder andere, was mich beschäftigt und was Stoff für weitere Abenteuer bietet.

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(Aktualisiert: 09 August 2012)
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Eine genial schräge Geschichte um die humorvoll entstaubte nordische Mythologie

Inhalt:
„Es gibt nun eine Prophezeiung – in jeder guten Geschichte muss es eine Prophezeiung geben.“ So erzählt die junge Ash ihrem (Ex-)Freund Ravi die Geschichte der nordischen Götter. Die Prophezeiung besagt, dass das Ende der Welt bevorsteht, dass die Götter und alle neun Welten untergehen werden. Götterdämmerung, Ragnarök, Armageddon.

Und ausgerechnet Ash ist dazu berufen, das Weltende zu verhindern. Doch wie soll ihr dies gelingen, wenn sie bei einem Unfall ums Leben kommt und sich auf einem Schlachtfeld im Limbus wiederfindet? Zu allem Überfluss kann sie sich an nichts mehr erinnern.

Meine Meinung:
Man muss sich in der Mythologie nicht auskennen, um Spaß an diesem Buch zu haben. Ich selbst bin ohne jegliches Vorwissen drangegangen und habe mich einfach von dem bildhaften, wortgewaltigen Schreibstil treiben lassen. Im ersten Moment habe ich bei den Götterpassagen gestutzt, weil sich das so altmodisch anhört und ich eigentlich kein Freund von schwülstiger Sprache bin, aber es passt einfach perfekt zum Inhalt. Daher war es für mich auch total in Ordnung und später wollte ich es gar nicht mehr missen.

Trotz allem hat mich die Handlung um Ash mehr gefesselt, es ist ja auch die Haupthandlung. Auch hier habe ich, wie bei den Göttern, lange Zeit gerätselt, wie alles zusammenhängt, da die Informationen immer nur in kleinen Häppchen eingestreut wurden. Aber ich fand die Geschichte und die Charaktere von Anfang an interessant und fesselnd, so dass ich einfach immer weitergelesen habe, in der Hoffnung, dass irgendwann der Knoten platzt und sich alles auflöst, was es dann im Endeffekt auch getan hat. Die Protagonisten erlebt man in vielen verschiedenen Ebenen und Zeiten, wo sie zum Teil verschiedene Namen und Funktionen haben. Wem das zu viel Verwirrung ist, der kann ein hilfreiches Glossar mit allen Namen und wichtigen Begriffen zu Rate ziehen.

Ich kann mich nicht erinnern, schon jemals ein so vielschichtiges und verzwicktes Handlungsgebilde in einem Roman erlebt zu haben. Und das Beste: es passt! Am Ende sind alle Fäden logisch entwirrt und laufen in die richtige Richtung. Genial!

Faszinierend finde ich bei Susanne Gerdom immer die Beschreibungen von Magie oder in diesem Buch die Beschreibung des Nullraums. Auch wenn es reine Fiktion ist, wirkt es immer sehr wissenschaftlich und ich habe den Eindruck, genau so könnte es sein. Die Atmosphäre einer Szene kommt so plastisch hervor, dass bei mir sofort das Kopfkino anspringt. Ich lasse mich fallen und werde in die Geschichte hineingesogen. Das ist einfach großartig!

Auch wenn die Handlung abgeschlossen ist, finden sich immer noch ein paar lose Fäden, die man weiterspinnen könnte. Ich würde mich über eine baldige Fortsetzung freuen!

Fazit:
Die Geschichte ist herrlich skurril, humorvoll und verwirrend, dabei aber auch gefühlvoll, ernst, spannend und voller Überraschungen. Manchmal wusste ich nicht mehr, wo oben und wo unten ist, ein Gefühl wie auf der Achterbahn. Doch am Ende blieb ich absolut zufrieden und begeistert zurück!

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Eine Klasse Geschichte!

Zwei Welten die aufeinander treffen und nicht unabhängig voneinander existieren können, verbunden durch den Nullraum den man nicht gefahrlos durchqueren kann! Nordische Mythologie trifft auf das hier und jetzt!

Trotz fehlendem Wissen im Bereich der nordischen Mythologie hat mir das Lesen des Buches sehr schöne Lesestunden bereitet! Denn neben der Mythologie war das Buch voll mit Fantastischen Elementen. Allein die Beschreibung der miteinander verwebten Welten war ein Genuss, auch wenn ich am Anfang etwas länger gebraucht habe bis ich sie entworren habe. Aber bei diesem Buch lohnt es sich wenn man am Ball bleibt, denn die Geschichte die man geschenkt bekommt beim lesen des Buches ist einfach unbeschreiblich und sehr facettenreich.

Die Charaktere die in diesem Buch miteinander agieren, versuchen sich zu manipulieren oder gar zu anulieren sind sehr gut ausgearbeitet. Man kann die Entwicklung der Einzelnen in dem Buch miterleben und sie wachsen einem in dem Verlauf der Geschichte richtig ans Herz!

In dieser Geschichte bekommt man alles geboten, Liebe, Verrat, Freundschaft und fantastische Welten. Auch der Humor kommt in dieser Geschichte nicht zu kurz oft hatte ich beim lesen der Geschichte ein schmunzeln im Gesicht. Und was ich total wichtig fand ist das die Geschichte bei mir die Lust geweckt hat, mich mehr mit der Mythologie auseinander zu setzen.

Wenn es eine Fortsetzung geben sollte werde ich sie auf jeden Fall lesen.

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