Robert Corvus: Drachenmahr

 
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Robert Corvus: Drachenmahr
Verlag
ET (D)
2015
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783492280150

Informationen zum Buch

Seiten
400

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Das Mädchen sang, aber noch nicht einmal die vier Männer, die hinter ihm die Truhe die endlos erscheinende Treppe nach oben schleppten, verstanden sein Lied.

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Einst zwang die Glasbläserin Josefa einen mächtigen Drachen unter ihre Herrschaft und bewahrte so die Stadt vor der Vernichtung. Seitdem sind Jahrzehnte vergangen und noch immer halten starke Ketten das Monstrum in der Kathedrale. Tausende Tote aus dem großen Krieg streifen als Geister durch das Leidende Land, das die Stadt umgibt. Niemand kann sie verlassen, niemand entkommt den Alpträumen, die die Kinder des Drachen säen. Als die junge Zarria den Mord am Obristen der Drachengarde untersucht, wird sie zur Figur im Lügen- und Intrigenspiel der Patrizier. Doch Zarria vertraut nicht auf Schmeicheleien, sondern auf ihren Verstand, und so erkundet sie die dunklen Geheimnisse der Stadt, die zu Füßen des Drachen liegt ...

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Der Drache und das Mädchen

Die Stadt Koda wird von der mächtigen Patrizierin Josefa und einem Drachen, den nur sie alleine beherrschen kann, beschützt und beherrscht. Außerhalb der sicheren Stadtmauern herrschen Geister, die keine Skrupel haben die Lebenden anzufallen und zu töten. In dieser Stadt arbeitet die junge Zarria als Stadtwächterin und ist eigentlich mit ihrem Leben zufrieden. Bis nach einer langen anstrengenden Schicht in einem der Außentürme ihre Ablösungskameraden von den Geistern getötet werden. Bis dato haben die Geister noch nie einen Turm angegriffen. Als gleichzeitig der oberste Drachengardist keines natürlichen Todes stirbt, erwacht in Zarria ihr Gerechtigkeitssinn und sie begibt sich auf Tätersuche. Nicht ahnend, dass sie dabei ganz tief in die Geheimnisse der Stadt eindringen wird und sich dabei gefährliche Gegner schafft.

Das Buch ist in der Ich-Perspektive von Zarria geschrieben und ich als Leser tauchte sofort ganz tief in Zarria's Gedankenwelt und v. a. diese düstere Stadt Koda ein. Auch die Bilder in meinem Kopf, die bei der Erzählung entstanden, waren immer in düsteren, grauen Farben gehalten. Die doch irgendwie zum Teil agressive Stimmung der Stadt konnte mir sehr gut vermittelt werden und mir hat diese dunkle, geheimnisvolle Aura sehr gut gefallen.

Zarria ist sehr zielstrebig und hat einen sehr starken ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, der schnell dazu führt, dass sie sich nicht einfach mit Halbwahrheiten abspeisen lässt. Ich habe sie gerne bei ihrer Spurensuche begleitet und fand ihren Charakter ganz großartig angelegt. Trotz der Ich-Perspektive wurde auch den anderen auftauchenden Figuren viel Leben eingehaucht und auch wenn die Sicht immer durch Zarria's Wahrnehmung gefärbt war, hatte ich die anderen Charaktere doch immer gut vor Augen.
Interessant fand ich dabei die Verwendung des Stilmittels, dass Zarria zum Teil den Geschehnissen vorgreift und schon vorab oft so Hinweise einstreut, dass sie sich getäuscht hat oder die Dinge anders liegen als gedacht. Dabei werden diese Hinweise so geschickt eingebaut, dass ich mir nie sicher sein konnte, was als nächstes passieren wird.

Die Idee zur Stadt, die Figur der Josefa und die Hintergründe zu dem Drachen gefallen mir sehr gut und mit der Auflösung am Ende hatte ich die ganze Zeit nicht gerechnet. Insgesamt wartete das Buch immer wieder mit einigen Überraschungen und interessanten Einfällen auf.

Alles in allem ein sehr spannender Fantasy-Roman, der mir viele Dinge zum Nachdenken und Spekulieren geliefert hat und mich doch immer wieder überraschen konnte. Zusammen mit einer sehr interessanten Hauptfigur konnte der Roman mich sehr gut fesseln und ich kann ihn nur an Fans von düsterer Fantasy weiter empfehlen.

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Eine Stadt, ein Drache und seine Meisterin – und ihren dunklen Geheimnisse

Vor vielen Jahrzehnten konnte die Glasbläserin Josefa Rubinsteyn mithilfe eines Drachen ihre Heimatstadt retten. Seitdem liegt der Drache in der Kathedrale angekettet und sorgt dafür, daß der Stadt weiterhin keine Gefahr durch die Geister droht, die rund um die Stadt durch das Leidende Land streifen. Als der Obrist der Drachengarde ermordet wird, wird die junge Zarria Machon, Leutnant der Stadtwache, mit den Ermittlungen beauftragt. Sie erkennt die Gefahr, eine Spielfigur der Hohen Häuser zu sein und verlässt sich auf ihren Verstand und dringt immer tiefer in das Geheimnis des Drachen, der Geister und der Geschichte der Stadt.

Aus der Ich-Perspektive der Zarria Machon lernt der Leser die Stadt Koda, ihre Bewohner, Gepflogenheiten und Geheimnisse kennen. Immer mehr Details werden im Laufe des Romans aufgedeckt, die nicht nur Fragen beantworten, sondern auch neue Fragen aufwerfen. Immer tiefer gräbt sich Zarria in die dunklen Geheimnisse, die niemand erfahren soll. Dabei kommt es zu Wendungen, die ich überhaupt nicht erwartet hatte.

Wie auch in den anderen Büchern des Autors verbirgt sich hinter Kodas Geheimnis nicht nur eine einfache Wahrheit, sondern sie besteht aus verschiedenen Facetten, die sich gegenseitig beeinflussen und nicht einfach nur in Gut oder Böse einzuteilen ist.

Diese Mehrdimensionalität zieht sich auch wieder durch die Figuren, was sie besonders spannend und unberechenbar macht, man kann sich als Leser nie sicher sein, wie sie reagieren werden oder was sie wirklich denken. Und ebenso unsicher ist es, welche der Figuren das Ende des Buches überleben werden oder nicht. Aber ganz so düster wie in der Schattenherrentrilogie geht es in Drachenmahr nicht zu.

Sehr gut hat mir die wunderschöne Kartenzeichnung der Stadt Koda und seiner näheren Umgebung am Anfang des Buches gefallen – es lohnt sich, während des Lesens immer wieder einen Blick darauf zu werfen. Der Autor bietet übrigens auf seiner Homepage als besonders Bonbon eine interaktive Version der Karte an.

Das Ende beantwortet alle relevanten Fragen und kommt einerseits kämpferisch, andererseits auch ruhig daher.

Mich konnte dieser raffiniert aufgebaute Roman wieder voll überzeugen und in seinen Bann ziehen, spätestens jetzt ist Robert Corvus zu einem meiner Lieblingsautoren der deutschen Fantasy geworden.

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eine etwas andere Drachengeschichte

zum Buch:

Die Stadt Koda wurde vor 90 Jahren angegriffen und stand kurz vor dem Untergang. Die 8jährige Josefa Rubinsteyn rettet mit Hilfe eines mächtigen Drachen die Stadt, indem sie ihn unter ihre Herrschaft zwang. Seitdem liegt der Drache in der Kathedrale in Ketten und die Glasbläserin Josefa ist seine Drachenmeisterin. In der Stadt herrscht ein eisernes Regime und eine klare Hierachie zwischen Patriziern (herrschende Hohe Häuser) und Bürgerlichen.
Als Gerro Rubinsteyn, Obrist der Dachengarde ermordet wird, wird die junge Zarria Machon, Leutnant der Stadtwache, mit der Untersuchung beauftragt. Dabei gerät sie immer mehr in das Intrigenspiel der Mächtigen und muss bald erkennen, dass es hier um viel mehr geht, als nur diesen Mord ...

meine Meinung:

Es war für mich das erste Buch aus dem Genre "Dark Fantasie" und auch das Erste dieses Autors (aber mit Sicherheit nicht das Letzte). Die Hauptfigur, Zarria Machon, ist eine Patrizierin, gehört aber einer Nebenlinie der Machons an. Daher kennt sie sich gut mit dem Leben der einfachen Bürgerlichen sowie auch der Hohen Häuser aus. Zarria erzählt die Geschichte aus ihrer Sicht und dadurch bekommt der Leser gute Einblicke in das Wesen und das System von Koda. Der Leser merkt schnell, dass Zarria anders ist und sich nicht so leicht in das Intrigenspiel der Familien verwickeln lässt. Sie handelt selbständig, benutzt ihren Verstand und zieht eigene Schlüsse. Das hat mir sehr gut gefallen und ich mochte Zarria von Anfang an.
Die Geschichte ist fesselnd und sehr spannend. Im Laufe der Zeit werden immer mehr dunkle Geheimnisse der Stadt aufgedeckt und Fragen beantwortet. Diese führen dann aber häufig wieder zu neuen Fragen. Der so aufgebaute Spannungspegel zieht sich durch das gesamte Buch. Die Charaktere des Buches sind oft vielschichtig und haben verschiedene Wahrheiten, die sich nicht immer nur einfach in gut oder böse einteilen lassen. Außerdem werden die Handlungen der Figuren dadurch nicht vorhersehbar und es passieren überraschende Wendungen. Das macht das Buch spannend bis zu letzten Seite.
Manche Fragen im Buch bleiben offen, so dass sich der Leser seine eigene Wahrheit dazu bilden kann. Das finde ich sehr gut, so hat die eigene Fantasie die Möglichkeit sich zu entfalten und jeder kann zu der Geschichte einen eigenen Bezug aufbauen.

Fazit: Ich habe das Buch gern gelesen und mit steigender Spannung konnte ich das Buch immer schwieriger aus der Hand legen.

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