Robin Gates: Dilmun: Jäger des ewigen Lebens

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Robin Gates: Dilmun: Jäger des ewigen Lebens
Untertitel
2017 als "Suche nach ewigem Leben" neu aufgelegt
ET (D)
2012
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783800056897

Informationen zum Buch

Seiten
448

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Warmes Abendlicht leuchtete über dem breiten Fluss, traf auf die Glasfassade des Hochauses an dessen Ostufer und erfüllte die Luxuswohnungen dahinter mit orangefarbenem Schein.

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Das Buch erschient 2017 neu unter dem Titel "Suche nach dem ewigen Leben"

Der Historiker Colin Rendall erwirbt ein Bild, das sich in ein Fenster zu einem magischen Ort verwandelt. Mit seiner Studentin Annika Talbach gerät er in eine uralte Auseinandersetzung: Ein geheimer Garten namens Dilmun wird von mythischen Wesen, den Devas, bewacht. Ihre in die Menschenwelt verstoßenen Verwandten wollen die Kontrolle über diesen Ort der Wunder an sich bringen. Sie sind nicht die einzigen, die Dilmun für sich beanspruchen. In einer wilden Jagd durch mehrere Länder suchen Colin und Annika nach den drei Teilen des Schlüssels, der das Tor zum Garten der Devas öffnen kann, immer verfolgt von ihren Gegenspielern, denen jedes Mittel recht ist, um an ihr Ziel zu kommen ...

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Ein paradiesischer Garten und die Suche nach dem ewigen Leben

Durch Zufall gelangt der Geschichtsprofessor Colin Rendall in den Besitz eines Bildes, einer Fotografie, welche ihn auf unerklärliche Weise fasziniert. Kaum hat er das Bild aufgehängt, bemerkt er schnell, dass es sich bei dem Foto nicht um eine gewöhnliche Aufnahme handelt, sondern um ein Fenster zu dem auf dem Bild abgelichteten Ort. Colin entdeckt den magischen Garten Dilmun, der von mythischen Wesen bewacht wird und erfährt, dass nicht nur die verstoßenen Verwandten der Wächter die Kontrolle über den Garten an sich bringen wollen.

Bei dem Garten Dilmun zieht man unweigerlich die Verbindung zum Garten Eden, dem Sündenfall und der Vertreibung der Menschen aus dem Paradies. Es gibt zwischen Dilmun und Eden einige Parallelen, aber auch Unterschiede, wie der Handlungsverlauf zeigt. Die Wächter von Dilmun, die Devas, führen seit langer Zeit Krieg gegen ihre verstoßenen Verwandten, die Ashura, die mit aller Macht wieder die Kontrolle über den Garten an sich bringen wollen.
Aber auch menschliche Interessen setzen alles daran, an den Schlüssel zu dem magischen Garten zu gelangen.

Dann gibt es noch den Hüter des Gartens, bei dem es sich um einen Menschen handelt und für den ein Nachfolger gesucht wird. Zusammen mit der Studentin Annika wird Colin in die rasante Jagd nach dem Schlüssel zu Dilmun verwickelt, der ewiges Leben verspricht.

Colin Rendall als Geschichtsdozent hat mir gut gefallen, da er seinen Beruf wirklich lebt und nicht nur trockene Vorträge hält. Er begrüßt es, wenn seine Studenten mit eigenen Gedanken und Zweifel die Vorlesungen bereichern. So wie es bei der Studentin Annika der Fall ist. Wobei ich mit Annika nicht ganz so schnell warm geworden bin: sie ist neugierig, clever und mutig und voller Ideale, was mir gut gefallen hat. Allerdings hat sie durch ihre Ideale eine ziemlich radikale Seite an sich, die mich etwas abgestoßen hat, auch wenn ich nachvollziehen kann, warum sie so geworden ist. Aber genau dadurch war ich bei ihr neugierig, wie sie sich im Laufe der Handlung weiterentwickeln wird.

Als sehr eindrücklich und lebendig empfand ich die Beschreibungen der auf den Fotografien abgebildeten Lokalitäten. Die Stimmungen, welche die Fotos ausstrahlten, kamen dabei sehr gut bei mir an.

Die Suche nach dem Schlüssel für den Garten ist nicht nur rasant und spannend beschrieben, sondern überraschte mich auch mit einigen unerwarteten Wendungen. Gefallen haben mir auch die moralischen Fragen, mit denen nicht nur der Leser konfrontiert wird, Fragen, die nicht nur den Konflikt zwischen den Devas und Ashura betreffen, sondern uns Menschen leider allzu vertraut sind.

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Hüter des Paradieses

Ahmad ist seit vielen Jahrhunderten der Hüter des geheimnisumwitterten Gartens Dilmun, des Paradieses aus der sumerischen Mythologie, um das vor Urzeiten ein Kampf entbrannt ist. Denn die Bewohner des Gartens, die Deva, begannen, gegeneinander um die Vorherrschaft in ihrem Paradies zu kämpfen, wobei die aufständische Gruppe den Garten verlassen musste und sich von nun an Ashura nannte. Und ebenso seit Urzeiten versuchen die Ausgestoßenen, nach Dilmun zurückzukehren, was ihnen aber von den Deva verwehrt wird.
Ahmad weiß, dass seine Kräfte erlahmen und dass er einem neuen Hüter Platz machen muss. Die Suche nach einem würdigen Nachfolger steht im Mittelpunkt des spannenden und bildgewaltigen Fantasyromans von Robin Gates, in dem er die reale Welt, in der Ahmads Nachfolger gefunden werden soll, mit der mythologischen, gleichsam der Parallelwelt verwebt, in der das Gute mit dem Bösen ringt, in der sich geheimnisvolle, buntschillernde, im Lichterglanz der Abendsonne erstrahlende, aber auch düstere, schwarze, unheimliche Wesen der Dunkelheit tummeln und in der auf die Protagonisten allenthalben Gefahren lauern, die sie überwinden müssen, um die drei Teile des Schlüssels zur Pforte des Gartens Dilmun zu finden, mit dem der würdige Nachfolger das Tor öffnen kann.

Es ist kaum möglich, sich der Faszination zu entziehen, die von diesem mich geradezu überwältigenden Roman ausgeht!
Nicht nur lässt der Autor den Leser eintauchen in eine Welt, die er mit betörend schönen Worten und Bildern beschreibt, er hat sich auch eine mitreißende, berührende Handlung ausgedacht, die gefangen nimmt und mitfiebern lässt, in der Hoffnung, dass die "bösen Buben" in Gestalt der Ashura und des mächtigen Konzerns des todkranken Belgiers Vandenberg, dessen Ziel nicht nur die Beherrschung des Gartens ist, sondern auch das ewige Leben, das dieser verspricht, nicht obsiegen werden.

Den vor Gewalt und Mord nicht zurückschreckenden Feinden des Paradieses stehen die Bewahrer, die Devas, gegenüber - und die kleine Gruppe derjenigen, die Ahmads potentielle Nachfolger sind.
Auch diese positiven Charaktere, Colin, ein Professor für Alte Geschichte aus Berlin, seine ungestüme Studentin Annika und Tarik, ein junger Architekt aus Istanbul, sind vom Autor hervorragend ausgearbeitet und agieren überzeugend.
Auf der Suche nach den Teilen des Schlüssels dürfen sie eine Entwicklung durchmachen, die ihnen tiefe Einsichten in das Leben beschert und sie auf ungeahnte Weise zu sich selbst führt, indem sie mit ihren wahren, bislang uneingestandenen oder gar beschönigten Wünschen, Sehnsüchten und Ambitionen konfrontiert werden, die womöglich im Widerspruch zu den Eigenschaften stehen, die der rechte Nachfolger Ahmads aufweisen muss.
Hier zeigt sich Robin Gates auch als profunder Kenner der menschlichen Natur, ihren Stärken und Schwächen, denen er mit großer Empathie und einem guten Schuss Weisheit begegnet.

Fürwahr - ein ganz besonderer, facettenreicher Roman, der nicht nur Freunden der Fantasyliteratur empfohlen werden kann!

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