Maggie Stiefvater: Rot wie das Meer

Maggie Stiefvater: Rot wie das Meer

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Maggie Stiefvater: Rot wie das Meer
Verlag
ET (D)
2012
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ISBN-13
9783839001479

Informationen zum Buch

Seiten
400

Sonstiges

Schlagworte

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Handlungsort

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Jedes Jahr im November wird die Insel Thisby von Capaill Uisce heimgesucht, Meereswesen, die in Gestalt wunderschöner Pferde Tod und Verderben bringen. Schnell wie der Seewind und tückisch wie das Meer, ziehen sie die Menschen in ihren Bann. Wie viele junge Männer der Insel fiebert auch Sean Kendrick dem Skorpio-Rennen entgegen, bei dem sie auf Capaill Uisce gegeneinander antreten. Nicht wenige bezahlen dafür mit ihrem Leben. Das diesjährige Rennen aber wird sein wie keines zuvor: Als erste Frau wagt Puck Connolly, sich einen Platz in dieser Männerwelt zu erkämpfen. Sie gewinnt den Respekt von Sean Kendrick, der ihr anfangs widerwillig, dann selbstlos hilft. Schließlich fällt der Startschuss und auch diesmal erreichen viele Reiter nicht das Ziel. Ihr Blut und das ihrer Capaill Uisce färben die Wellen des Meeres rot

Mehr Infos rund um Maggie Stiefvater und ihre Bücher unter: www.maggiestiefvater.de

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Sie sind schnell und tödlich, wild und schön

Inhalt:
Jedes Jahr im November findet auf der Insel Thisby das große Rennen am Strand statt. Kurz zuvor kommen magische Pferde, die Wasserpferde Capaill Uisce (kleiner Tipp: die korrekte Aussprache findet sich gleich vorne im Buch) an Land. Sie sind wunderschön, aber gefährlich. Sie töten Mensch und Tier, wenn man nicht auf der Hut ist. Und doch ziehen sie die Bewohner der Insel in ihren Bann. Mutige Männer fangen sie ein und trainieren mit ihnen für das Rennen. Doch viele überleben schon das Training nicht und ihr Blut färbt das Meer. Sean Kendrick ist mit dem Hengst Corr der Favorit. Sean ist der „Pferdeflüsterer“ der Insel, er versteht es wie kein Zweiter, mit Pferden und auch mit den Capaill Uisce umzugehen. Doch in diesem Jahr bekommen die Männer Konkurrenz von einem Mädchen, Kate Conolly, genannt Puck. Ihre Anmeldung zum Rennen stößt auf harten Widerstand, doch Puck will sich nicht unterkriegen lassen. Wird sie sich in der rauen Umgebung durchsetzen können?

Meine Meinung:
Mit „Rot wie das Meer“ hat Maggie Stiefvater einen wunderbar atmosphärischen Roman geschaffen. Die Stimmung ist fast durchweg melancholisch. Sie erinnerte mich stark an „Das Mädchen mit den gläsernen Füßen“ von Ali Shaw. Doch die Handlung bzw. die Charaktere haben mich bei Stiefvater viel mehr begeistert. Die Geschichte über die Wasserpferde lehnt sich an die Legende von den schottischen Kelpies an und entführt den Leser in eine mystische Welt. Die Beschreibungen der Insel und der Pferde sind sehr bildhaft und eindringlich. Bei mir sprang direkt das Kopfkino an.

Die Erzählperspektive wechselt zwischen Puck und Sean. So wird dasselbe Geschehen oftmals von beiden Seiten beleuchtet. Man lernt diese beiden Protagonisten sehr gut kennen und kann tief in ihre Gedanken und Gefühle eintauchen. Ich hatte keinerlei Probleme, ihre Handlungsweisen nachzuvollziehen. Auch einige der Nebenfiguren haben es mir angetan, so Pucks jüngerer Bruder Finn oder der Pferdekäufer Holly, die sich auf den zweiten Blick als recht vielschichtig und interessant herausstellten.

Obwohl Sean und Puck beim Rennen Konkurrenten sind, erweisen sie sich als äußerst faire Gegner. Beide haben ein starkes Motiv, warum sie das Rennen unbedingt gewinnen müssen. Das macht die Sache umso spannender. Doch gibt es ja auch noch die anderen Teilnehmer des Rennens, und die kämpfen mit allen (unlauteren) Mitteln. Wie Sean und Puck sich im Laufe der Zeit gefühlsmäßig immer näher kommen, wird von der Autorin sehr einfühlsam dargestellt und nimmt auch nicht zu viel Raum ein. Das wurde in meinen Augen perfekt gelöst.

Da ich Pferde sehr gerne mag, hatte ich einige Schwierigkeiten, mir die Wasserpferde als brutale Monster vorzustellen. Doch später konnte ich es dann akzeptieren, dass sie außer der Körperform nicht viel mit echten Pferden gemeinsam haben. Es geht wirklich brutal zu in diesem Buch, es fließt mehr Blut als in manchem Thriller. Für zartbesaitete Jugendliche würde ich es daher nicht unbedingt empfehlen. Ich persönlich fand es nicht so schlimm, da der phantastische Charakter der Erzählung klar zum Ausdruck kommt.

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Wilde Pferde aus dem Meer

Thisby ist eine kleine, karge Insel. Im Meer rund um die Insel leben die sogenannten Capaill Uisce, Wasserpferde von großer Schönheit und Schnelligkeit, aber auch voller Gefahr, denn sie sind tückische Fleischfresser, kaum zu zähmen und auch an Land immer voller Sehnsucht nach ihrem eigentlichen Element, der See.
Der alljährliche Höhepunkt des Insellebens ist das Skorpio-Rennen, bei dem nur die mutigsten Männern auf ihren Wasserpferden antreten. Dem Sieger winkt neben Ruhm und Ehre auch ein erhebliches Preisgeld.

Kate „Puck“ Connolly ist die erste Frau, die sich zum Rennen anmeldet. Seit dem Tod ihrer Eltern leben sie und ihre beiden Brüder recht ärmlich und nun will ihr älterer Bruder Gabe die Insel verlassen. Ihr spontaner Entschluss zur Teilnahme wird von vielen zuerst belächelt und auch abgelehnt, aber Kate steht zur ihrer Entscheidung.

Unterstützt wird sie durch Sean Kendrick, den mehrfachen Gewinner des Rennens. Der junge Mann hat eine ganz besondere Begabung, mit den Capaill Uisce umzugehen und insbesondere seinen Hengst Corr und ihn verbindet eine ganz besondere Beziehung.

Maggie Stiefvaters Schreibstil hat mir schon in ihrer Mercy Fall-Trilogie unglaublich gefallen und mich über diverse Schwachstellen in ihren Geschichten hinwegsehen lassen.

Hier bietet sie den Lesern eine deutlich düsterere und grausamere Geschichte. Die Capaill Uisce sind keine Kuscheltiere und im Verlauf der Handlung gibt es reichlich Tote. An einigen Stellen hat das Buch etwas von einem Horrorfilm!

Die Geschichte wird in kurzen Kapiteln abwechselnd aus der Perspektive von Sean und Kate erzählt. Ich mag diese Erzählform, durch die teilweise wirklich recht kurzen Absätze kommt Tempo in die Story, allerdings wird man als Leser an einigen Stellen auch immer wieder etwas aprupt aus dem Handlungsfluss herausgerissen.

Die langsame Entwicklung der Beziehung zwischen Sean und Kate fand ich sehr schön dargestellt, beide Figuren sind mir im Verlauf des Buches richtig ans Herz gewachsen, obwohl sie beide keine ganz einfachen Charaktere sind.

Auch die Nebenfiguren sind der Autorin großartig gelungen, ebenso wie die Beschreibung der Insel.

Gewünscht hätte ich mir ein bisschen mehr Erklärungen rund um die Wasserpferde, ihre Herkunft und ihr Zusammenleben mit den Menschen auf Thisby. Ebenfalls ein bisschen kurz kamen mir die Motive hinter einigen Handlungen. Und am Ende ging einiges für meinen Geschmack zu schnell, hier hätte ich mir ein paar Seiten mehr gewünscht, das hätte für mich besser zum vorherigen Verlauf der Geschichte gepasst, wo die Autorin sich und der Handlung ja auch genügend Zeit und Raum gelassen hat.

Man muss kein Pferdefan sein, um die Handlung spannend zu finden, ein bisschen Wissen über diese Tiere schadet aber nicht.

Trotz der Kritikpunkte hat mir das Buch sehr gut gefallen, ich hatte es schnell ausgelesen und freue mich jetzt schon auf weitere Bücher der Autorin!

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Wundervoll!

Inhalt:
Es ist November in Thisby, einer kleinen, wilden Insel. Und wie in jedem Jahr, so soll auch dieses Jahr wieder ein Pferderennen alles andere in den Hintergrund drängen. Dieses Rennen ist aber kein gewöhnliches, denn die Reittiere, auf denen dieses gefährliche Rennen am Strand ausgetragen wird, sind selber gefährlich. Man nennt sie „Capaill Uisce“ und sie kommen aus dem Meer. Auf den ersten Blick ähneln sie ihren Verwandten an Land, doch sind sie weitaus größer, kräftiger und sie sind wild. Wild und darauf aus, Blut zu trinken und Fleisch zu fressen. Doch sind sie bei all ihrer Gefährlichkeit auch wunderschön und das macht einen Großteil der Gefahr aus, in die man gerät, wenn man nicht auf der Hut ist und einem Capall Uisce zu nahe kommt. Denn dann könnte es passieren, dass es seine Zähne in das Fleisch senkt und einen tötet…

In diesem Jahr jedoch, da soll noch eine andere Sache die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Puck Conolly, elternloses Mädchen, dass mit seinen beiden Brüdern leidlich versucht, zu überleben, hat es sich in den Kopf gesetzt, mit ihrer Ponystute, einer ganz normalen, gutmütigen Stute, an dem Rennen teilzunehmen. Für sie ist dies die einzige Chance, ihr Elternhaus weiterhin zu halten, denn sie lässt sich auf einen irrwitzigen Handel mit dem größten Stallbesitzer der Insel ein: Das elterliche Gehöft bleibt in ihrem Besitz, wenn sie das Rennen gewinnt. Doch wie soll sie es schaffen. Sie, mit ihrer Stute, gegen die blitzschnellen, unschlagbaren, blutrünstigen „Wasserpferde“? Wie gegen die Meinung der Männer der Insel, eine Frau bringe nur Unglück und dürfe nicht beim Rennen teilnehmen?

Da tritt Sean Kendrick in ihr Leben und damit ist Puck nicht mehr allein. Er selber ist seit Jahren der beste Reiter der Capaill Uisce, er und der Hengst Corr, ein roter, wunderschöner Hengst von bestem Capall-Blut, führen die Rennen immer an. Doch auch in seinem Leben scheint sich eine Wendung zu ergeben. Er will Corr ganz sein Eigen nennen, auch wenn dies bedeuten würde, seinen Job im Gestüt zu verlieren. Sean und Corr verbindet weitaus mehr, wie das Rennen.

Sean unterstützt Puck, gegen alle Widrigkeiten und der Tag des Rennens kommt näher! Doch schon jetzt ist der Strand blutgetränkt und es sind Tote zu beklagen. Wird es Puck gelingen, sich durchzusetzen und ihr Elternhaus zu retten?

Meine Meinung:

Wundervoll!

Ich muss mich wirklich sehr bemühen, mich nicht zu sehr in Lobeshymnen zu verstricken, vor Allem aber, nicht zu viel zu verraten. Dieses Buch ist etwas so Anderes, dass mir bestimmt bald die Superlative ausgehen werden!

Richten wir doch zunächst mal unseren Blick auf dieses traumhaft schöne Cover. Wahnsinn, wirklich, es wirkt schon so auf einen ziemlich hypnotisch, man mag es immerzu ansehen und anfassen. Schön ist auch, dass nicht nur der Schutzumschlag schön ist, sondern der Einband als solches, schneeweiß und in blutroter Schrift der Titel darauf prangt. Also auch „blank“ eine echte Schönheit. Gut, es gibt Bücher, die sind von der Optik her wirkliche Schönheiten, aber der Inhalt… Nun, hier würde ich sagen, ist es ein Volltreffer, Außen und Innen entsprechen einander.

Es war ein Experiment. Ich war neugierig. Maggie Stiefvater hatte ich bisher noch nicht gelesen, auch wenn schon ein Teil der Wolf-Serie im Schrank steht. Und so bin ich, was die Autorin angeht, völlig unvoreingenommen an das Buch ran gegangen. Zum Inhalt hab ich mich auch nicht viel beeinflussen lassen. Hab nur schon vorher von unterschiedlich angesiedelten Lesern (junge, ältere, kritische…) sehr viel Gutes gehört. Und auch immer den Hinweis, dass man sich nicht abschrecken lassen soll, wenn man ansonsten keine Pferdebücher liest. Wie gut, dass ich mir das zu Herzen genommen habe!

So war ich denn ziemlich glücklich, als ich für das Forum von Literaturschock das Buch testlesen durfte. Dafür gebührt den Machern und dem Verlag auf jeden Fall ein dickes Dankeschön!

Ich habe mich reinfallen lassen, in die Geschichte. Und ziemlich schnell wurde ich mitgerissen. Vor meinem Auge ließ die Autorin sehr lebhaft und authentisch diese Insel entstehen. Für mich eine irische Insel, die Geschichte angesiedelt so kurz nach dem 2. Weltkrieg. Ich fühlte die Meerluft, roch die Pferde, den Schweiß der Reiter, das Heu, sah DAS Grün oder auch das sturmgepeitschte Grau…und war einfach überwältigt!

Es ist ein Erlebnis, streckenweise sehr sehr brutal und unerwartet blutig, was einem dann und wann doch Herzklopfen beschert, ein „Oh nein!“ entlockt, die Augen aufreißen lässt, mit offenem Mund weiter lesen lässt und zwischendurch muss man dann einfach mal kurz das Buch beiseite legen, weil es einen wirklich schafft. Aber in positivem Sinn!

Denn bei aller Gewalt, die einem begegnet ist das fantastische Element so schön, das Sanfte der zarten Bande zwischen Puck und Sean so herzerweichend, dass man einfach weiter lesen muss. Und man verliebt sich. In Corr, den roten Hengst, dieses wunderschöne, aber auch gefährliche Wasserpferd, was aber durch ein sehr starkes Band mit Sean verbunden ist und in bestimmten Momenten auch eine weiche Seite zeigt.

Ich denke, man kann merken, wie sehr mich dieses Buch beeindruckt, mitgenommen, mitgerissen hat. Und ich war traurig, als ich es ausgelesen hatte. Wenn es nach mir ginge, wäre es weitergegangen, da sind so viele Fragen, die ich noch habe, die nicht beantwortet wurden. Aber nicht, dass das dem Buch, der Geschichte abträglich wäre, nein, es lässt eher Raum für Spekulationen, sich noch weiter mit der Geschichte zu beschäftigen (ja, es gibt gewisse Ursprünge, die sich in den Capaill Uisce wieder finden!). Auch wenn ich mir wünschen würde, dass es eine Fortsetzung gibt, auch so ist „Rot wie das Meer“ ein echtes Highlight.

Fazit:
Sehr real verfasste Fantasy, die ganz bestimmt nicht ausschließlich für Pferdenarren mit starken Mägen geschaffen wurde, sondern auch ein gefühlvolles, teilweise blutiges Fantasyhighlight für reifere Fantasyliebhaber und sehr zu empfehlen!

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