Andreas Saumweber: Schattenkrieg

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Andreas Saumweber: Schattenkrieg
Verlag
ET (D)
2010
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783746626086

Informationen zum Buch

Seiten
799

Serieninfo

Sonstiges

Erster Satz
Im Grunde genommen war es ein lausiger Job.

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Druiden kämpfen gegen einen mächtigen Schattenlord Keelin ist eine stressgeplagte Krankenschwester in Inverness. Ihre Nächte sind erfüllt von Alpträumen. Als sie feststellt, dass diese Träume Wirklichkeit sind, gerät ihr Leben komplett aus den Fugen. Plötzlich wird sie von düsteren Schattenwesen gejagt und findet Zuflucht bei Druiden, die in einer anderen Welt als archaische Herrscher die Traditionen jahrtausendealter Stämme bewachen. Doch die erhoffte Sicherheit findet sie hier nicht - ein großer Konflikt zwischen Schatten und Stämmen bahnt sich an. Und während die Druiden Ränke und Intrigen schmieden, rüsten die Schattenlords zum Krieg. Keelin erkennt, dass auch sie kämpfen werden muss, um in dem heraufziehenden Konflikt nicht unterzugehen. Derrien, seines Zeichens ein keltischer Druide, glaubte, die Schattenarmee des dunklen Lords Rushai endgültig besiegt zu haben, doch plötzlich mehren sich die Anzeichen, dass die Schatten zurück sind - und mit Menschenwesen,, die von ihnen zu Sklaven gemacht werden. Aus der modernen Außenwelt dringen sie in die archaishe Innenwelt ein - um die Kelten und Bretonen zurückzudrängen. Auch wenn er den Krieg verabscheut, so scheint Derrien keine Wahl zu haben, als sich dem dunklen Gegner erneut zu stellen. Doch da gerät er in eine magische Falle...

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Andreas Saumweber – Schattenkrieg

Schattenkrieg spielt zum Teil in einer Welt, die zu unserer parallel ist. In der sogenannten Innenwelt (unsere Realität hier ist entsprechend die Außenwelt) gibt es mehrere „Gruppen“, die einander feindlich gegenüberstehen.

Zum einen gibt es die Kelten, angeführt von den Druiden, die über bestimmte Zauberkräfte verfügen, und die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die Welt vor Industrie und Umweltverschmutzung zu schützen.

Nicht ganz uneigennützig, denn ihre Gegenspieler, die „Schatten“, treiben diese voran, um die Welt auf beiden Seiten der Portale zu unterjochen. Die Zerstörung der Natur ist ihnen dabei dienlich.

Dazwischen stehen die Menschen aus der Außenwelt, die, wenn sie bestimmte Fähigkeiten entwickeln, auf die Seite der Innenweltler geholt werden können und so zu Druiden werden können, wenn sie bestimmte keltische Rituale durchführen. Doch ebenso ist es den Schatten möglich, Menschen zu sogenannten Formorern zu machen, dafür werden keine speziellen Fähigkeiten der Opfer benötigt, die Schatten sind daher ungleich erfolgreicher im Aufbau ihrer Gefolgschaft.

Die Geschichte wird aus dem Blickwinkel mehrerer Personen erzählt.
Ronan und Derrien sind zwei ungleiche Brüder aus den Reihen der Kelten, Ronan angesehener Druide in seinem Dorf, Derrien ist ein Waldläufer, der eine ungeheure Entdeckung gemacht hat, die für Furore unter den keltischen Stämmen sorgt.

Keelin, eine junge schottische Krankenschwester, gelangt mehr oder weniger unfreiwillig in die Innenwelt, weil sie merkwürdige Träume entwickelt, die die Druiden auf sie aufmerksam machen.

Auch Baturix ist ehemaliger Außenweltler, nun aber seinem Retter, einem helvetischen Kriegsherr, treu ergeben und dessen rechte Hand.

Und dann ist da noch Veronika, eine junge deutsche Offizierin, die im Kosovo stationiert ist und dort den zweiten Zug eines Fallschirmjägerbataillons befehligt.

Die Perspektive springt nun immer zwischen diesen Personen hin und her, was im Einstieg ziemlich verwirrend und nicht ganz einfach zu verfolgen ist. Zudem ist in der ersten Hälfte des Buches die Handlung sehr zäh und wenig flüssig erzählt.

Einzig die Geschichte um Veronika hat mich von Anfang an gefesselt – vielleicht aus dem Grund, dass zunächst nicht abzusehen ist, wie sie in die Geschehnisse des Buches überhaupt hineinpasst, denn in ihrem Part gibt es kaum fantastische oder mystische Elemente.

Nachdem in der zweiten Hälfte der Handlung die Geschichten von Ronan, Derrien, Baturix und Keelin zusammengeführt wurden, nimmt die Handlung (endlich, möchte man laut sagen) an Fahrt auf. Die Lage zwischen den Schatten und den Kelten spitzt sich zu, eine offene Konfrontation scheint unvermeidlich und alle rüsten sich zum großen Kampf.

Zeitgleich läuft auch Veronikas Geschichte ihrem Höhepunkt entgegen und gipfelt in einem surrealen Ereignis, was jetzt auch ahnen lässt, wer Veronika ist und was ihre Rolle in diesem großen Spiel sein könnte.

Trotzdem das Buch ein halbwegs abgeschlossenes Ende bietet, bleiben doch noch viel zu viele Fragen offen. Dennoch bin ich wegen der teilweise wirkliche langweiligen Phasen nicht so neugierig, dass ich nun unbedingt den zweiten Band lesen und haben wollen würde.

Daher bekommt das Buch von mir insgesamt nur zwei Sterne, wobei ich eine Bonus-Ratte an den Veronika-Teil vergebe und also auf drei Sterne in der Gesamtwertung komme.

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Inhaltlich kann man das Buch schlecht zusammenfassen, da "Schattenkrieg" mit vielen interessanten Personen und Handlungssträngen aufwartet.

Die Grundidee ist ein Roman über das Leben und die Gefahren in einer fantastischen Parallelwelt. Hier treffe ich als Leser auf keltische Druiden, mystische Rituale und ein mittelalterlich anmutendes Stammesleben ohne morderne Einflüsse. Im Gegensatz dazu hat die mir bekannte Außenwelt mit Chaos und Umweltkatastrophen zu kämpfen. Hier agieren im Untergrund mächtige Feinde, von deren Existenz ein Normalsterblicher nichts ahnen kann. Durch Portale sind die Welten miteinander verbunden. Sie selbst müssen im Gleichgewicht bleiben und die Charaktere suchen nach ihrem richtigem Platz.

Der Prolog liest sich wie ein Mysterythriller und baut eine unheimliche Spannung auf. Danach lernt man immer neue Personen kennen, die Rätsel aufgeben und die Neugier anstacheln. Ich persönlich hatte anfangs Probleme, mich in der fremden Innenwelt einzufinden. Der Autor nutzt aber einen Sympathieträger, um es etwas leichter zu machen. Bei mir hat das gut funktioniert.

Da es sich um den Beginn einer Trilogie handelt, ist die Geschichte natürlich sehr detailreich und bietet Raum für viele Spekulationen. Die Geschehnisse in der Außenwelt haben mich am meisten gefesselt. Die unheimlichen Einflüsse von Rattenmenschen, Schatten und Dämonen geben der Story einen übersinnlichen Effekt. Andreas Saumweber schafft es gut, jeder Person die richtigen Worte in der passenden Stimmung in den Mund zu legen. Auch der Wechsel zwischen verschiedenen Sichtweisen auf ein und die selbe Szene ist sehr gelungen. So bemerkt man auch Kleinigkeiten, die vorher verborgen blieben.

Als Extra zum Buch hilft ein Personenregister, den Überblick zu behalten. Anfangs hielt ich das für unersetzlich, aber rückblickend habe ich es kaum benutzt. Wenn man die Geschichte erst verinnerlicht hat, flutscht es fast von allein.

Ein Nachteil ist das sehr, sehr offene Ende. Teil 2 kommt direkt auf den Wunschzettel.

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Atemberaubend

Inhalt:
Um es vorweg zu nehmen, es ist schwierig, den Inhalt dieses Buches kurz und knapp zusammen zu fassen. In Band eins dieser Trilogie wird wert auf die Einführung der Protagonisten gelegt. Jedes Kapitel ist mit dem jeweiligen Namen der Person betitelt, von der es handelt. Erst am Ende laufen die einzelnen Fäden zusammen und jede wichtige Person ist an dem Platz an dem sie sein sollte.
1999: Im Nordmeer verschwindet eine Ölplattform, in Iverness steigen die Arbeitslosenzahlen dramatisch an und Bandenkriege brechen aus. Menschen verschwinden spurlos. Überall gibt es einen sprunghaften Anstieg von Katastrophen und Gewalt, deren Ursache unklar ist. Diese Katastrophen haben Auswirkungen auf die Innenwelt. In der Innenwelt leben die Menschen ohne Technik und Fortschritt in verschiedenen Clans, angeführt von Clanführern und Druiden. Dort erkennt man schnell, dass die Ursache für diese Katastrophen das Wiederauftauchen der Schatten ist. Die Schatten sind ein uralter Feind der Druiden und sie versuchen alles, um die Innenwelt zu erobern. Vor zehn Jahren fand der letzte Krieg zwischen dem Schattenheer und den Clans statt, den die Clans unter großen Verlusten knapp gewonnen hatten. Ronan, ein Wetterdruide und sein Bruder Darrien Schattenfeind, der Anführer der Waldläufer sind die führenden Köpfe bei der Verteidigung der Innenwelt. Ronan stellt ein Heer zusammen während sich Darrien in die Außenwelt begibt um mehr über die Schatten und ihren Angriffsplan zu erfahren. Er kontaktiert dort die Renegaten und bittet sie um Hilfe bei der Verteidigung ihrer alten Heimat. denn auch die Renegaten waren einstmals Druiden in der Innenwelt, haben dieser Welt aber den Rücken gekehrt.
Hauptpersonen des Buches sind neben den Brüder Ronan und Darrien noch: Keelin, eine Krankenschwester aus Iverness, die eine Aura entwickelt, die sie als Druidin kennzeichnet. Kurz bevor die Schatten sie aufspüren und töten können, wird sie von einer Druidin gerettet und in die Innenwelt gebraucht. Dort wird sie zu einer Druidin auf dem Pfad des Heilens ausgebildet.
Veronika ist eine junge Frau aus Deutschland. Ohne Zukunftsperspektive und ohne Chance auf einen vernünftigen Job tritt sie notgedrungen der Bundeswehr bei. Nach diversen Einsätzen u.a. in Somalia wird sie als Kompanieführerin eines Fallschirmjägerbataillons in den Kosovo versetzt. Als junge Frau hat sie es in der Männerdomäne nicht einfach. Doch durch ihren sehr ausgeprägten Gefahrensinn rettet sie ihre Einheit mehrmals vor einem Hinterhalt und erkämpft sich somit langsam den Respekt ihrer Männer. Ihre Sinne entwickeln sich immer weiter, so dass sie bald die Aura von jedem ihrer Untergegeben spüren kann. Als sich ihre Sinne immer mehr erweitern zweifelt sie langsam an ihrem Verstand. Wie auch bei Keelin, werden die Schatten auf Veronika aufmerksam und erspüren ihre Aura.

Fazit.:
Am Anfang des Buches sind die Fronten zwischen gut und böse klar. Doch je weiter man liest, desto mehr verschwimmen die Grenzen. Die Menschen, die in der Außenwelt verschwinden, werden von den Schatten entführt und in die Innenwelt gebracht. Diese Menschen werden in der Innenwelt Foromer genannt, sie werden in das Heer der Schatten gepresst und müssen in vorderster Front in einem Krieg kämpfen, der nicht der ihre ist. Entführt, ihrer Heimat und ihrer Liebsten beraubt kämpfen sie einen verzweifelten Kampf ums überleben. Eine Flucht ist nicht möglich, da sie die Innenwelt nicht verlassen können. Dies ist nur Druiden und den Schatten möglich.
Die Kelten führen einen gnadenlosen Krieg gegen die Foromer. Sie wollen die Foromer und die Schatten genauso vernichten, wie sie einstmals die Germanen vernichtet haben. Sie kennen kein Erbarmen und keine Gnade und töten die Foromer, auch in dem Wissen, dass diese unschuldige Opfer sind. Die Schlachten werden vom Autor sehr detailreich und sehr brutal geschildert. Mir persönlich war das fast etwas zuviel. Ein Manko für mich war auch. dass die zwischenmenschlichen Gefühle auf der Strecke bleiben. Die einzigen Schilderungen von Zuneigung gibt es zwischen Vater und Sohn.
Alles in allem ein spannendes Buch. Die Karte vorne und das Personenregister sind sehr hilfreich und das Cover finde ich absolut gelungen. Der Autor geht sehr gut mit der deutschen Sprache um, er vermeidet Wiederholungen und schafft es in gut formulierten Sätzen, ein Bild des Geschehens vor dem Auge des Lesers entstehen zu lassen. Band 2 lese ich schon.




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