Ben Aaronovitch: Schwarzer Mond über Soho

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Ben Aaronovitch: Schwarzer Mond über Soho
Verlag
ET (D)
2012
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
Moon over Soho
ET (Original)
2011
ISBN-13
9783423213806

Informationen zum Buch

Seiten
416

Sonstiges

Originalsprache
englisch
Übersetzer/in
Erster Satz
Es ist eine traurige Tatsache des modernen Lebens, dass man, wenn man lange genug fährt, früher oder später London hinter sich lassen muss.

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Handlungsort

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Constable Peter Grant ist ein ganz normaler Londoner Bobby. Die Abteilung, in der er arbeitet, ist allerdings alles andere als normal: ihr Spezialgebiet ist – die Magie. Peters Vorgesetzter, Detective Inspector Thomas Nightingale, ist der letzte Magier Englands und Peter seit kurzem bei ihm in der Ausbildung.

Was im Moment vor allem das Auswendiglernen von Lateinvokabeln bedeutet, die uralten Zaubersprüche wollen schließlich korrekt aufgesagt werden. Doch als Peter eines Nachts zu der Leiche eines Jazzmusikers gerufen wird, verliert das Lateinstudium auf einmal seine Dringlichkeit. Peter findet heraus, dass in den Jazzclubs in Soho, im Herzen Londons, plötzlich verdächtig viele Musiker eines unerwarteten Todes sterben. Hier geht etwas nicht mit rechten Dingen zu ...

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Magie - Spannung - Humor

ACHTUNG: Dies ist der 2. Band der Peter Grant-Reihe. Meine Rezension kann daher SPOILER zum 1. Band enthalten. Diesen sollte man vorher gelesen haben.

Inhalt:
Constable Peter Grant ist der 2. Mann einer ganz besonderen Abteilung der Londoner Met. Er ist nämlich für magische Verbrechen zuständig. Da sein Chef und Meister, Thomas Nightingale, beim letzten Einsatz schwer verletzt wurde, ist Peter nun weitgehend auf sich selbst gestellt. Mit seinen bisher nur rudimentären Magie-Kenntnissen sorgt er immer wieder für Chaos auf Londons Straßen.

Meine Meinung:
Die Handlung von „Die Flüsse von London“ wird in „Schwarzer Mond über Soho“ ansatzlos weitergeführt. Es ist daher notwendig, die Reihe mit dem 1. Band zu beginnen.

Diesmal bekommt die magische Abteilung es mit verschiedenen Verbrechen zu tun: zum einen ist eine Frau unterwegs, die ihren Opfern den Penis abbeißt, und zwar nicht mit dem Mund. Zum anderen sterben auffällig viele Jazzmusiker eines scheinbar natürlichen Todes. Schnell steht fest, dass hier schwarze Magie im Spiel sein muss. Peter wirft sich ins Verfolgungsgetümmel, wie immer ohne Rücksicht auf Verluste. Es macht einen Heidenspaß, ihn bei seiner Jagd quer durch London zu begleiten. Manche Szenen sprühen vor schwarzem Humor, andere sind hochspannend. Dazwischen geht es ein wenig, aber wirklich nur ein wenig, ruhiger zu, wenn Peter sich mit seiner Holden im Bett vergnügt. Die Handlung ist also total abwechslungsreich.

Auch die Londoner Flüsse spielen wieder eine Rolle. Aber Peter weiß sie mittlerweile schon ganz gut zu nehmen. Ebenso macht er in Sachen Magie gute Fortschritte.

Leider bleibt Peters Kollegin Lesley ganz im Hintergrund. Nach der Attacke im 1. Band ist ihr Gesicht furchtbar entstellt und sie ist noch nicht wieder im Dienst. Dafür begegnen wir immer wieder Stephanopoulos, die mich mit ihren sarkastischen Bemerkungen ständig zum Schmunzeln brachte.

Ein Teil der Verbrechen kann in diesem Band aufgeklärt werden, doch es sieht so aus, als gäbe es einen gefährlichen Magier, der in London sein Unwesen treibt. Ihn endgültig zu besiegen, wird alles andere als einfach sein. Aber ich freue mich schon auf den nächsten Band mit Peter Grant, in dem er den Kampf weiterführt.

Die Reihe:
1. Die Flüsse von London
2. Schwarzer Mond über Soho
3. Ein Wispern unter Baker Street
4. Der böse Ort
5. Fingerhut-Sommer
6. Der Galgen von Tyburn

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Jazz kann tödlich sein

"An Jazz kann man nicht sterben," sagte Dr. Wald. "Oder?" Eine berechtigte Frage, denn der Tod von Cyrus Wilkinson wirft bei Constable Peter Grant und Dr. Walid Fragen auf: Leise ist bei der Leiche der Jazzklassiker Body and Soul zu hören. Dieses so genannte Vestigium ist ein eindeutiger Hinweis darauf, dass Magie beim Tod im Spiel war. Grant macht sich auf die Suche nach dem Täter - alleine allerdings, denn seine ehemalige Kollegin Lesley muss sich von einer schweren magischen Attacke erholen und auch sein Chef Nightingale soll sich auf ärztliche Anweisung hin noch zurückhalten.

Als Sohn eines bekannten Jazzers findet Grant schnell Zugang zur Szene und beginnt mit seinen Ermittlungen. Er freundet sich mit den ehemaligen Bandmitgliedern von Wilkinson an und findet tatsächlich Hinweise darauf, dass Cyrus Wilkinson nicht das einzige Jazz-Opfer ist.

Das Team aus dem "Folly", wo die magiebegabten Polizisten untergebracht sind, begegnet zudem einem bekannten Tätermuster aus dem ersten Band: Erneut verblutet ein Mann nach einem heimlichen Treffen mit einer Liebhaberin auf einer Toilette, nachdem sein bestes Stück abgebissen wurde. Grant hat nun mehere Aufgaben am Hals, nachdem ihm sein Lehrmeister Nightingale nicht besonders helfen kann. Statt dessen holt er sich Unterstützung bei der solide recherchierenden Lesley, der vor Langeweile und ohne ihren Job im kleinen Londoner Vorort die Decke auf den Kopf fällt. Ohne die Erfahrung vom Chef wird die Ermittlungsarbeit mühselig; beim Lesen kann man Grant dadurch bestens nachfühlen, wie er sich durch unbekannte Motive, Lebewesen und Strategien laviert.

Freilich bekommt auch dieser Band einen Cliffhanger, der uns in Band 3 weiter beschäftigen wird. Ein böser Magier aus alten Zeiten scheint sein verwerfliches Treiben erneut aufzunehmen und diesen Fall wird Grant auf keinen Fall ohne Nightingale lösen können.

Wie schon im ersten Band punktet Aaronovitch mit Humor und Sprachwitz. Grant hat ein freches Mundwerk, das er selbst gegenüber den Flussgöttern nicht ablegt - nur bei einigen Kollegen und Vorgesetzten von der "normalen" Polizei kann er sich maßvoll zurückhalten (und kommentiert dafür still im Geiste, was er von Maus und Mann hält). Phantasievoll und originell bleibt Aaronovitch und wenn das so weiter geht, darf Peter Grant gerne so lange magisch ermitteln, wie sein Chef mindestens alt ist.

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(Aktualisiert: 20 März 2013)
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Schwarzer Mond über Soho

Der zweite Teil von Zauberlehrling Peter Grant.

Nachdem ich den ersten Teil nur mittelmäßig fand, ist dieser doch einen kleinen Ticken besser. Aber auch nur, weil mein Interesse geweckt wurde, wie es weitergeht mit Peter, ein paar weiteren Figuren und vorallem Leslie, eine Kollegin und gute Freundin von Peter Grant, die ein schweres Schicksal aus Band 1 zu ertragen hat.

Oft plätschert die Geschichte leider nur vor sich. Der Leser wartet vergeblich auf den Punkt, an dem die Spannung steigt und die Magie sich voll entwickelt und den Leser in seinen Bann zieht.

Die Fälle, die magischer Natur sind, fallen ziemlich seicht aus. Peters Figur entwickelt sich in ganz langsamen Schritten, sodass der Leser aufpassen muss, nicht von der Geschichte abzudriften.

Ich hoffe immer noch, dass mich die Peter-Manie packt, da mir die Gesamtidee von Peter, dem Polizei-Zauberlehrling, sehr gut gefällt!

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(Aktualisiert: 02 Januar 2015)
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Eine Empfehlung für alle Krimi und/oder CSI-Fans

Zitat:
"Sie dürfen zu so jemandem nicht schwarzer Magier sagen."
"[...] Wie sollen wir sie also nennen?"
"Ethisch fragwürdiger Magieanwender?"

Inhalt:
Peter Grant arbeitet in einer unterfinanzierten Zwei-Mann-Sondereinheit der Londoner Polizei. Er wird nebenbei von Nightingale in der Zauberlehre unterrichtet, als erster Lehrling seit 50 Jahren. Seine Partnerin Lesley wurde jüngst bei einem magischen Unfall schwer verletzt und ist nicht dienstfähig. Aufgrund der zu spürenden Vestigia wird Peter zu den Mordermittlungen des Jazz-Musikers Cyrus gerufen. Die Ermittlungen dauern noch an, als Grant auf ein zweites Mordopfer stößt, wieder ein Jazzer. Durch seine besondere Begabung wird Peter auch von anderen Einheiten hinzugerufen. Dort findet er weitere Hinweise auf andere Magier, die keinesfalls seiner Seite angehören können... Was verbindet seine Fälle?

Meinung:
Ich empfehle jedem, den ersten Band "Die Flüsse von London" zu lesen, bevor er sich in das zweite Abenteuer von Peter Grant stürzt.
Der Einstieg in die Geschichte fiel mir mehr als schwer. Ich wurde in zahlreiche überdetaillierte Ortsbeschreibungen und der Tatsache, dass es Vereine für die Zauberei gibt und noch mehr, hineingeworfen. Dann war da noch die Sache mit dem Toten und die vielen neuen Zaubervokabeln.
Die Handlung ist meiner Meinung nach mit verwirrenden, unnützen Hintergrundinformationen zugestopft, was meinen Lesefluss anfangs sehr störte.

Der Hauptprotagonist Peter Grant ist ein großartiger Charakter. Er ist todehrlich und kommentiert - zumindest in Gedanken - alles und jeden mit einem unbeschreiblich guten Humor gepaart mit Sarkasmus ohne Gleichen.
Als Magier steht er noch am Beginn seiner Karriere, was auch daran liegen mag, dass er seinen Ausbilder Nightingale nicht immer folgt und sich statt vernünftiges Latein zu lernen lieber anderen Dingen widmet.
Peter vermisst seine Partnerin Lesley, die er nur zu Beginn und zum Ende des Buches besucht, die ihm aber während des gesamten Falles zur Seite steht und ihn trotz ihres Unfalles, bei dem sie ihr Gesicht verloren hat, unterstützt. Alleine wegen ihr würde ich weiterlesen wollen...
Der mysteriöse Nightingale, Peters Ausbilder, altert seit ein paar Jahren rückwärts und keiner kann sich erklären, woran das liegt. Die über 100 Jahre sieht man ihm kaum an. Er ist sehr streng mit Peter, traut ihm aber letzten Endes einiges zu.

Der Schreibstil ist - wie bereits erwähnt - sehr gewöhnungsbedürftig, aber sehr locker und umgangsprachlich. Dass ein einziger Satz eine halbe Seite einnimmt, kommt ebenso häufig vor wie die überdetaillierten Ortsbeschreibungen, die mich teilweise überforderten. Ich wollte wissen, wie es weitergeht und nicht, welche Straße, welche Brücke und an welchen edwardianischen oder viktorianischen Gebäuden man passieren muss, geschweige denn deren ganze Geschichte. Für London-Fans ist dies aber wohl ein extra Punkt.
Ab dem zweiten Drittel hatte ich mein Lesetief überwunden und die Spannung stieg kontinuierlich, so dass ich über die Seiten flog.

Urteil:

Vielleicht liegt mein Empfinden auch daran, dass ich ansonsten keine Krimis lese und die gefühlte "Berichterstattung" zu diesem Genre gehört?
"Schwarzer Mond über Soho" war für mich aber trotz der tollen Idee und den interessanten Charakteren nur Durchschnitt. Eine extra Ratte gibt es aber für den durchgängigen trockenen Humor und Peters Sarkasmus, die mich mehr als einmal zum Lachen gebracht haben.
Daher bewerte ich "Schwarzer Mond über Soho" mit 4/5 Ratten.

Das Buch ist eine Empfehlung für alle Krimi und/oder CSI-Fans, die Übernatürlichem nicht abgeneigt sind und trockenen Humor zu schätzen wissen.

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