Ju Honisch: Schwingen aus Stein

 
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Ju Honisch: Schwingen aus Stein
ET (D)
2013
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783867621700

Informationen zum Buch

Seiten
608

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Es war ein Fehler gewesen, das Dampfschiff donauaufwärts zu nehmen.

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Handlungsort

Handlungsorte
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Ein Geheimnis liegt auf dem Bayerwald, ein Fluch, der vor langer Zeit Unheil ausgelöst hat. Auf der Flucht vor der Bruderschaft des Lichts, die alles jagt, was ihnen teuflisch oder dämonisch verdächtig erscheint, werden Konstanze, die Gouvernante, und Clarissa, ihre Schülerin, in den Bann der Ereignisse gezogen. Bei dem Versuch, ihre Schülerin zu befreien, dringt Konstanze immer tiefer in den finsteren Wald vor, ohne zu ahnen, welche Unbill dort ihrer harrt. Schmuggler, Mörder, Wölfe, Ungeheuer, Geistwesen, Magier, die Mönche der Bruderschaft sie alle sind in einem Netz der Ereignisse verstrickt, und sie alle haben ihre sehr eigenen Pläne für Konstanze und Clarissa. Und selbst die beiden seltsamen Herren, die Hilfe versprochen haben, sind ganz und gar nicht das, was sie zu sein scheinen.

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Fantasy mit Blick fürs Detail und großartigem Humor

Wir befinden uns im finsteren Bayrischen Wald, irgendwann im 19. Jahrhundert. Eigentlich eine menschenarme Gegend, doch zurzeit treiben sich hier jede Menge Leute herum.

Nach einem spektakulären Zusammentreffen in Passau wären da nun: die beiden Mitglieder einer Münchner Magierloge, die eigentlich den harmlosen Auftrag haben, einige verschollene Bücher wiederzufinden. Eine Gouvernante, die das ihr anvertraute Mädchen vor einem garstigen Onkel retten wollte und es dabei an viel schlimmere Gestalten verloren hat. Ebendieses Mädchen, das immer wieder in einen besonderen Zustand fällt und damit für eine kleine Schar Mönche der Bruderschaft des Lichts als besessen und gefährlich gilt. Ein Gentleman, der sich durch sein uneigennütziges Hilfsangebot selbst in einen gefährlichen Zustand bringt und ein geheimnisvoller Rabenmann, dessen Motive lange völlig undurchschaubar bleiben. Und noch eine Handvoll Nebenfiguren.

Klingt kompliziert? Ist es nicht, denn der Autorin gelingt es, all diese Figuren in unterschiedlichen Handlungssträngen vorankommen, aufeinanderprallen und wieder auseinanderdriften zu lassen, so dass man ihnen als Leser gut folgen kann. Der große Zusammenhang bleibt lange offen, aber das lädt zum Spekulieren und Miträtseln ein. Bei einigen Figuren ist klar, auf welcher Seite sie stehen und für welche Ziele sie eintreten, andere bleiben rätselhaft und mysteriös. Die Charaktere sind alle detailliert dargestellt, so dass trotz der Personenschar jeder klar definiert und gut nachvollziehbar ist. Ein kurzes Personenverzeichnis erleichtert das Nachschlagen, falls man doch mal jemand nicht einordnen kann.

Völlig zu Recht hat meiner Meinung nach „Schwingen aus Stein“ 2014 den Literaturpreis SERAPH gewonnen, es ist eine außergewöhnliche Geschichte, die ich jedem Fantasy-Leser und auch anderen nur ans Herz legen kann!

Die Handlung ist voller spannender Details und neben allen mysteriösen und finsteren Gestalten kommt vor allem der Humor nicht zu kurz. Zahlreiche Dialoge brachten mich wirklich laut zum Lachen und schmunzeln.

Es gibt, vor allem bei den beiden Magiern, immer wieder kleine Hinweise auf das frühere Geschehen, welches in anderen Büchern der Autorin nachzulesen ist. Man kann aber die Geschichte hier aber auch ohne Vorkenntnisse lesen und genießen – allerdings will man danach unbedingt mehr, ich zumindest habe mir die Vorgänger schon auf meinen Lesestapel gelegt und freue mich auch mehr davon!

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Ein rasantes Fantasy-Abenteuer mit viel Humor

Die junge Gouvernante Konstanze Vanholst ist mit ihrem Schützling Clarissa Thernow auf der Flucht vor deren Onkel, der seine Nichte entmündigen lassen möchte, um an ihr Erbe zu kommen. Die beiden Frauen geraten jedoch in einen Hinterhalt: Konstanze überlebt nur knapp, aber Clarissa wird entführt. Da bietet Konstanze ein geheimnisvoller Mann, der sie an einen Schwarm Raben erinnert, seine Hilfe an – allerdings nicht ohne eine Gegenleistung.
Gleichzeitig werden Douglas Sutton und Ian McMullen, Mitglieder der Münchner Magierloge Aroria, damit beauftragt, drei Bücher zu suchen, die vor ca. 100 Jahren verschwunden sind. Kaum haben sie sich auf die Reise gemacht, stolpern sie über die entführte Clarissa – und befinden sich plötzlich mitten in einem Kampf mit Verbrechern, Inquisition und einer Bestie.

Dieses Buch spielt in der gleichen Fantasy-Welt wie z.B. „Die Salzträume“ oder „Jenseits des Karussells“, aber es ist keine Voraussetzung, die anderen Bücher zuvor gelesen zu haben. Da mir dieses Buch aber sehr gut gefallen hat, bin ich nun neugierig auf die Vorgänger und möchte sie in jedem Fall noch lesen.

Das Tempo des Buches ist sehr hoch, die Protagonisten stolpern von einem Abenteuer in das nächste, vor allem Konstanze trifft es immer wieder ziemlich heftig, daher verwundert es mich überhaupt nicht, wenn sie das eine oder andere Mal kurz vor einem hysterischen Anfall steht. Man muß aber konzentriert lesen, damit man die vielen Hinweise nicht überliest, einige Punkte werden nur angedeutet und lassen damit der Phantasie des Lesers viel Raum zum Spekulieren.

Ein absoluter Höhepunkt des Romans ist sein Humor: vor allem die Dialoge zwischen Ian und Sutton sind voller Sarkasmus, Ironie und sprühendem Witz, der mich immer wieder zum lachen gebracht hat.

Das Finale ist nochmal ein Paukenschlag und auch hier muß man gut aufpassen, daß man die ganzen Verbindungen nachvollziehen kann, da die Autorin die verschiedenen Charaktere und Schicksale sehr geschickt miteinander verwoben hat.

Konstanze Vanholst ist eine sehr mutige Frau, die Clarissa vor deren gierigen Verwandten schützen will. Als Clarissa entführt wird, kämpft Konstanze mutig wie eine Löwin um das Kind und ist dafür bereit Opfer zu bringen, die sie zuvor nicht für möglich gehalten hat. Schmunzeln mußte ich immer, wenn Konstanze sich Gedanken macht, wie sie in dem ganzen Durcheinander noch irgendwie Sitte und Anstand aufrechterhalten kann.

Neben Konstanze gehören ganz klar Sutton und McMullen zu meinen Lieblingsfiguren: Sutton ist ein Meister der Aroria-Loge und den Frauen ganz und gar nicht abgeneigt, daher schleppt er zu Beginn ihrer Suche den unerfahrenen Ian erst mal in ein Bordell – mit weitreichenden Folgen. Wenn Frauen aber in Bedrängnis sind, dann ist es für die beiden Gentlemen keine Frage, daß sie ihnen beistehen.

Mir hat dieses Buch spannende und unterhaltsame Lesestunden beschert und ich würde mich freuen, wenn es irgendwann ein Wiedersehen mit einigen der Protagonisten geben würde.

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Ju Honisch - Schwingen aus Stein

Ju Honisch - Schwingen aus Stein

Als allererstes ist mir das sehr gelungene Cover des Buches aufgefallen, wirklich gut gemacht. Auch die anderen Bücher der Autorin sind mit ähnlich tollen Covern ausgestattet und ich hatte schon länger vor, diese endlich zu lesen. Nun ist es mir gelungen und ich wurde nicht enttäuscht !

Der Geschichte geht ein Personenregister voraus, das wirklich sehr hilfreich ist und das ich am Anfang das eine oder andere mal frequentiert habe, um mich zu orientieren.
Die Geschichte handelt von mehreren Personen, die aus unterschiedlichen Gründen, alle zur selben Zeit unterwegs sind und deren Wege sich im Laufe der Geschichte zunehmend kreuzen, bis sie am Ende so miteinander verwoben sind, das sie unwissendlich einer größeren Sache dienen...

Die verschiedenen Personen, bzw. Gruppierungen begleitet der Leser in dem jeweiligen Handlungsstrang durch das Buch und es ist auch gut so - man behält leichter den Überblick :) Und das ist in dieser Geschichte manchmal gar nicht so einfach, man muss schon sehr konzentriert und genau lesen, um den Anschluss zu behalten. Das tut man aber automatisch, weil man einfach eine große Anzahl an Informationen und wichtigen Hinweisen erhält, die zum Spekulieren geradezu einladen...Außerdem bietet die Autorin Dialoge mit viel Humor und mit noch mehr Ironie, das man sogar absichtlich langsamer und genauer liest, um auch ja wirklich alles einzufangen. Ich hatte unglaublich viel Spaß beim Lesen und mir hat das hohe Tempo der Geschichte sehr zugesagt. Sie hat mich manchmal ebenso atemlos werden lassen, wie eine der Protagonistinnen - Konstanze. Eine wirklich taffe Gouvernante, die auf ihrer Odysee durch den Bayrischen Wald, auf der Suche nach ihrem Mündel Clarissa, mehr als einmal die Schicklichkeit außer Acht lässt und ebenso oft über ihre Grenzen geht !
Und so verwirrt man zwischen zeitlich auch sein mag, am Ende schafft es die Autorin in bewundernswert stimmiger Art und Weise, das ganze Wirrwarr unter einen passenden Hut zu bringen und keine Frage offen zu lassen - jedenfalls bei mir nicht ! Und ich hatte eine Menge Fragen...

Es liegen noch weitere Bände von Ju Honisch vor und in mindestens zwei von ihnen trifft man aus diesem Buch bekannte Charaktere wieder. Ich habe sie selber noch nicht gelesen, habe mir aber sagen lassen, das man sie unabhängig von einander lesen kann. Und das freut mich sehr, weil die Autorin mit ihrem Schreibstil und dem Wortwitz genau mein Ding ist!

Fazit : Das Buch ist super und eins, das ich uneingeschränkt weiter empfehlen kann und deswegen ein

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intelligente Fantasy mit wunderschöner Sprache und Humor

Zum Inhalt:
In der Passauer Gegend im 19. Jahrhundert sind verschiedene Personengruppen mit verschiedensten Intentionen unterwegs: Die Gouvernante Konstanze Vanholst mit ihrem Schützling Clarissa auf der Flucht vor Clarissas erbschleicherischem Onkel, Douglas Sutton und Ian McMullan, ein Meistermagier und ein Schüler der Münchner Magierloge Aroria auf der Suche nach drei verschwundenen Büchern sowie eine Gruppe von drei Mönchen beim Versuch Hexen und/oder Besessene zur Strecke zu bringen – alles natürlich „nur“ im Auftrag des Herrn (oder sonstiger Geldgeber ;)).
Weiter gibt es noch einen zwielichtigen Schurken, einen reichen, hilfsbereiten Landadligen mit Geheimnis sowie einen weiteren Herrn, bei dem man sich seiner Motive nicht ganz sicher sein kann und der noch viel geheimnisvoller daher kommt, einen Schwarm Raben, einen Wolf und eine Kräuterfrau, die zwar tot, aber noch nicht ganz von uns gegangen ist...

Meine Meinung:
Die verschiedenen Personen und Handlungsstränge werden in meisterlicher Weise miteinander verwoben. Obwohl das alles zunächst unübersichtlich und chaotisch wirken mag (ich hatte mich anfangs von der Vielzahl an Personen abschrecken lassen), zieht einen das Buch sofort in seinen Bann.
In rasanter Geschwindigkeit überschlagen sich die Ereignisse. Der Leser muss immer schön konzentriert bei der Sache bleiben, sonst entgehen ihm die diversen Anspielungen und Hinweise, die Ju Honisch ausgestreut hat. Man kann sehr viel rätseln und spekulieren und befindet sich dabei gerne auch mal auf dem Holzweg. Die vielen losen Stränge und offenen Fragen werden zum Schluss allerdings sehr gekonnt alle unter einen Hut gebracht und hinterlassen den Leser zufrieden und ein bisschen wehmütig, weil das Buch schon zu Ende ist.
Was mich ganz besonders begeistert hat, war die poetische Sprache in diesem Buch. Immer wieder musste ich mir Stellen markieren, weil sie mich so beeindruckt hatten.
„Ihr Geschrei hatte den Schleier zwischen Leben und Tod zerrissen und die Seele ihrer Mutter war hinübergeschlüpft, während ihre gesamte Liebe zurückblieb und sich ein neues Zuhause suchte.“

Ein weiterer großer Pluspunkt für dieses Buch ist der intelligente Humor, zB in den Dialogen zwischen den beiden Magiern Ian und Sutton, denen selbst in ausweglosen Situationen die ironischen Sprüche nicht ausgehen.

So wird man als Leser durch die Ereignisse gepeitscht, atemlos und zum Teil verwirrt aufgrund der rätselhaften Begebenheiten, schmunzelnd innehaltend und immer wieder berührt von der Schönheit der Sprache, die die Autorin benutzt.
Für mich ist es das erste Buch von Ju Honisch – zum Glück, denn so habe ich noch viele Bücher der Autorin vor mir:)

Schwingen aus Stein ist ein echter Buchtipp - ein Buch, das mir 100prozentig gefallen hat, weil es intelligente Fantasy mit wunderschöner Sprache und Humor ist.

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