Britta Strauß: Sturmherz

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Britta Strauß: Sturmherz
ET (D)
2012
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783931989774

Informationen zum Buch

Seiten
352

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Von meinem Versteck hinter einem Felsen aus beobachtete ich das Mädchen.

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Handlungsort

Handlungsorte
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Maris Sehnsucht nach dem Meer wächst von Tag zu Tag. Immer wieder träumt sie sich in eine Welt voller Wunder und Freiheit, bis sie in einer eisigen Winternacht erkennt, welche Geheimnisse der Ozean tatsächlich verbirgt. Man sagt, es gäbe Seehunde, die ihre Tiergestalt ablegen und zu Menschen werden. Man sagt, sie seien ebenso kaltherzig wie verführerisch. Nur ein Märchen für kalte Winterabende? Während Mari die Wahrheit hinter einer uralten Legende aufdeckt, entspinnt sich eine Liebesgeschichte, wie sie magischer nicht sein könnte. Doch die Gier eines gnadenlosen Feindes droht alles zu zerstören.

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Magisch und spannend

Inhaltsangabe:

Mari lebt bei ihrem Vater, einem begeisterten Gärtner, an der schottischen Küste. Das raue Meer übt eine große Anziehungskraft auf Mari aus und als sie einen verletzten Seehund findet, gibt es für sie keine andere Wahl, als ihn mitzunehmen und im Schuppen ihres Vaters zu pflegen. Doch der Seehund verbirgt eine Überraschung: er ist ein Selkie, ein Wesen, das es eigentlich gar nicht geben dürfte – ein Junge namens Louan, der sich in einen Seehund verwandeln kann. Louan und Mari freunden sich an und bald empfinden beide mehr füreinander. Alles könnte gut sein – doch dann kommen zwei Wissenschaftler auf Louans Spur und wollen sein Geheimnis um jeden Preis lüften. Mari und Louan geraten in große Gefahr, und es sieht so aus, als hätte ihre Liebe keine Chance ...

Der erste Satz:

„Von meinem Versteck hinter einem Felsen beobachtete ich das Mädchen.“

Meine Meinung zum Buch:

Britta Strauss hat uns hier wieder eine magische Geschichte geschrieben, bei der ich das Lesen immer nur ungern unterbrochen habe.

Die Geschichte hatte mich schnell gepackt, und die Atmosphäre der schottischen Küste war ganz wunderbar beschrieben. Ich konnte beim Lesen das Meer und den Wind fast hören, es war sehr bildhaft.

Mari ist ein authentischer Teenager, ich konnte mich gut in sie hineinversetzen und mit ihr hoffen oder bangen. Auch Louan war gut charakterisiert. Seine beiden Seiten, Seehund und junger Mann, sind gut sichtbar – die Wildheit seines Seehundwesens wurde ebenso deutlich wie seine menschlichen Gedanken und Gefühle.

Außer den beiden gibt es auch noch eine ganze Reihe von Nebenfiguren: Maris Vater, der Fischer MacMuffin, Olivia, Raer und die Wissenschaftler Aaron und Ruth. Sie stehen zwar hinter Mari und Louan zurück, aber sie tragen ihren Teil zur Spannung bei und sind dabei auch noch so gut charakterisiert, dass sie sehr lebendig wirken.

Die Geschichte ist zwar (wenn ich es richtig gelesen habe), als Jugendbuch ausgeschrieben, aber auch Erwachsene werden beim Lesen auf ihre Kosten kommen. Außerdem habe ich mich gefreut, mal wieder einen schönen, in sich geschlossenen Einzelband zu lesen, mit wunderbar rundem Ende und ohne offen gelassene Handlungsfäden.

Klare Empfehlung!

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Legenden werden wahr

Mari lebt mit ihrem Vater zusammen auf einer Insel vor der Küste Schottlands. Die Mutter hat sie schon vor Jahren verlassen, da sie das karge Leben nicht ertragen hat, doch Mari ist glücklich hier. Der Vater führt eine Gärtnerei mit exotischen Pflanzen und Mari hilft ihm neben der Schule dabei. Doch immer schon spürt Mari eine besondere Faszination für das Meer und die Sagen, die sich um seine Bewohner ranken. Eines Tages findet sie am Strand einen verletzten Seehund und bringt ihn zu sich nach Hause. Sie traut ihren Augen kaum, als der Seehund auf einmal verschwunden ist und stattdessen ein verletzter junger Mann in ihrem Schuppen liegt. Offensichtlich steckt doch mehr in den Legenden über Selkies, als sie je zu träumen gewagt hat.

Obwohl Louan zuerst äußerst misstrauisch ist, entwickelt sich zwischen Mari und ihm schnell eine Liebesbeziehung. Hier gelingt es der Autorin, die Gefühle zwischen den beiden wundervoll darzustellen. Auch der Humor kommt nicht zu kurz, an einigen Stellen (ich sag nur „kleine rote Qualle“) musste ich beinahe laut auflachen!

Doch es ist nicht alles ganz so einfach und wunderbar, sondern bald zieht auch eine drohende Gefahr in Gestalt einer ehrgeizigen Wissenschaftlerin herauf. Ruth hat durch Zufall Wind von der Existenz des Selkie erfahren und macht sich mit ihrem Helfer Aaron auf, um Louan zu fangen und damit eine wissenschaftliche Sensation an die Öffentlichkeit zu bringen.

Nach „Nocona“ war mir schon klar, dass ich die Autorin Britta Strauß unbedingt im Auge behalten will, umso erfreuter war ich darüber, dass schon so bald ein weiteres Werk von ihr erschienen ist (und die älteren muss ich nun auch unbedingt bald lesen). Hier geht es zwar um eine Liebesgeschichte zwischen Jugendlichen, aber auch als Erwachsene konnte mich das Buch absolut fesseln und begeistern. Allerdings sollte man als Leser nichts gegen teilweise wirklich sehr rosarote Romantik haben, an einigen Stellen könnte man beinahe von Kitsch sprechen – aber einfach nur schön!

Für mich ein wunderbares Wohlfühlbuch, um dem Alltag einige Stunden zu entfliehen, obwohl es an einigen Stellen auch zum Nachdenken anregt, im Bezug auf unseren Umgang mit der Umwelt, unsere Flucht vor der Natur in mehr oder weniger sinnfreie Technik-Unterhaltung, etc.

Daher absolute Leseempfehlung von mir!

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Eine Legende erwacht zum Leben

Mari lebt mit ihrem Vater auf den Orkney-Inseln. Ihre Mutter hat die beiden vor einigen Jahren verlassen. Thomas, Maris Vater betreibt eine Gärtnerei für exotische Pflanzen, sehr außergewöhnlich in diesem rauen Klima. Genauso außergewöhnlich ist auch die ganze Geschichte, mit der Britta Strauß die Herzen ihrer Leserschaft erwärmt.

Eines Tages findet Mari bei einem Spaziergang einen angeschossenen Seehund. Ihr Vater tut für das Tier, was er kann. Mari wacht bei ihm, als sich der Seehund plötzlich vor ihren Augen in einen jungen Mann verwandelt. Die Legende von den Selkies aus der schottischen Mythologie wird wahr. Natürlich verlieben sich Mari und Louan, der Selkie, doch ist diese Liebe von vorneherein scheinbar zum Scheitern verurteilt. Als dann auch noch Wissenschaftler von dem Selkie erfahren, wird es richtig gefährlich.

Britta Strauß versteht es mal wieder, den Leser von der ersten Seite an zu fesseln. Ihr Schreibstil ist bildhaft und wortgewaltig, einfühlsam und atemberaubend. Von Zeit zu Zeit streut die Autorin eine Prise Humor ein, was den Lesespaß noch erhöht. Die Erzählperspektive wechselt zwischen den beiden Protagonisten (1. Person) und später auch Nebenfiguren (3. Person). Dadurch erhält man ein umfassendes Bild von der Situation und den Charakteren und kann umso intensiver eintauchen.

Mari und Louan waren mir von Anfang an sympathisch. Ich habe gerne mit ihnen mitgelitten und gebangt. Zuweilen lief alles etwas zu glatt oder wurde ein bisschen kitschig beschrieben, aber das gehört zur Romantik einfach dazu, oder? Die beiden haben ständig Zweifel, ob sie zusammen sein können und sollen, das kommt sehr schön zum Ausdruck. Doch wie kann etwas falsch sein, das sich so richtig anfühlt?

Die Beschreibungen der Inseln und des Meeres haben mich begeistert. Das wirkt alles so lebendig und realitätsnah, dass man den Eindruck bekommt, wirklich dort zu sein. Ganz nebenbei setzt sich Britta Strauß auch noch für die Umwelt ein, indem sie hier z.B. die Ausrottung verschiedener Tierarten aufs Korn nimmt. Doch fügt sich das ganz natürlich in die Handlung ein und wirkt überhaupt nicht wie ein erhobener Zeigefinger.

Ich habe es sehr genossen, dieses schöne, gefühlvolle und auch spannende Buch zu lesen, auch wenn ich mir manchmal mehr Erklärungen gewünscht hätte. Ein paar zusätzliche Seiten hätten dem Roman nicht geschadet und außerdem das Lesevergnügen verlängert.

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Ein Mythos wird wahr...

Ein Mythos über die Selkies wird lebendig und Britta Strauß umwebt dies in einer zarten aber auch spannenden Liebesromanze.

Inhalt:
Mari lebt mit ihrem Vater auf den Orkney Inseln. Alles ist wie immer, bis sie eines Tages einen verletzten Seehund finden und dieser sich plötzlich auch noch einer Verwandlung unterzieht und zu einem Mensch wird.
Mari kennt die Mythen der Insel um die Selkies und ist langsam immer mehr davon überzeugt, dass ihr ein leibhaftiger Seehundmensch begegnet ist. Einen Mythos den sie so gerne erforschen und kennenlernen will. Nichts ahnend, dass sie einen tiefen Gefühlsstrudeln gerissen wird...

Meine Meinung:
Wie ich oben schon schrieb, ist dies eine Liebesgeschichte, die ein schönes Gleichgewicht zwischen einer Romanze und einer abenteuerreichen Erzählung herstellt.
Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich gut lesen. Durch Die Unterteilungen der Erzähler, wird der Lesefluss nicht beeinträchtigt, sodass sich diese Geschichte in einem fort genießen lässt.
Viele kleinste Details sind genau beschrieben, sodass ich mich in ihre Welt hinein träumen konnte. Hinein in das tosende Meer, die salzhaltige Luft riechen konnte und die wunderschöne Unterwasserwelt und deren Bewohner sehen konnte, die das Meer bietet. Bittersüße Gefühle, ob vor Traurigkeit oder Glück, die Mari und Louan empfanden, spiegelten sich klar in den einzelnen Zeilen und brachten mich zum träumen. Weit weg von hier und hin zu den Orkney Inseln...

So schön und zart der Anfang auch war, so ereignisreich ist der Schluss und die Erlebnisse überschlagen sich schnell. Hier hätte ich mir einen langsameren und weniger durchschaubaren Verlauf der Geschichte gewünscht, der sich an den passend geschriebenen Schluss anschmiegt.

Fazit:
Eine traumhafte bildhafte Erzählung über ein junges Menschenmädchen und einem Selkie, deren Liebe große Hürden überwinden muss. Ein Muss für den Romantiker :-)

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Ein schottischer Mythos

Inhalt

In der schottischen Mythologie erzählt man sich Geschichten von den "Selkies". Wesen, die als Seehunde im Wasser leben, sich allerdings an Land in Menschen verwandeln können, wenn sie ihr Fell ablegen.
Auf den schottischen Orkney-Inseln lebt Mari mit ihrem Vater. Sie findet am Strand einen verletzten Seehund und nimmt ihn mit nach Hause, dort sieht sie sich einem verletzten jungen Mann gegenüber.

Meine Meinung

Die Legende der Selkies ist an sich schon wunderschön und geheimnisvoll.

Britta Strauss erzählt eine Geschichte um diese Legende, die die Herzen aller Romantikerinnen und Romantiker höher schlagen lässt. Ein schöner mythisch ausgeschmückter Schreibstil, der sich sehr flüssig lesen lässt, bringt einen dazu, das Buch nicht aus der Hand legen zu wollen. Mari und Louan sind in ihrem Charakter sehr schön ausgearbeitet, ich konnte alle Handlungen und Wendungen gut nachvollziehen.
Jedes Kapitel wird durch ein Gedicht eingeleitet, was sehr gut zum märchenhaften Charakter des Romans passt und einen sofort in die richtige Stimmung versetzt.
Sowohl die rauhe schottische Landschaft der Orkney-Inseln als auch die wunderbare Vielfalt des Meeres wurden so gut beschrieben, dass man sich vorstellen konnte, selbst vor Ort zu sein. Während man die salzige Luft atmet, hält man fast schon selbst Ausschau nach einem Selkie.

Ich lege jedem, der gerne romantische Bücher mit einem Hauch von Mystik liest, dieses Buch ans' Herz, man wird nicht entäuscht werden.



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Sturmherz

Jeder kennt die Geschichten die einem am Lagerfeuer erzählt, mal sind sie gruselig manchmal so fantastisch das man ihnen keinen Glauben schenkt. Britta Strauss erzählt von einer dieser Geschichten, die Geschichte der Selkie, die hier nicht so verbreitet ist.

Mari lebt mit ihrem Vater auf einer kleinen schottischen Insel. Sie ist vernarrt in das Meer, schon immer hat sie sich zu diesem hingezogen gefühlt, jede freie Minute verbringt sie dort. Doch eines Tages findet sie am Strand einen verletzten Seehund, zusammen mir ihrem Vater trägt sie ihn zu sich nach Hause um ihn dort wieder gesund zu pflegen. Doch schon bald passiert etwas was ihr Leben verändern wird.

Die Autorin hat mit dieser Geschichte einen wundervollen Jugendroman geschrieben, den man auch als Erwachsener gut lesen kann. Denn wer erinnert sich nicht gern an die erste große Liebe und die Träume die man hatte. Ich konnte sehr gut in die Geschichte abtauchen und den Alltag einfach mal links liegen lassen. Die Seiten flogen beim lesen nur so dahin und ich war schon etwas traurig als ich das Buch zur Seite legen musste. Gerne hätte ich noch mehr Zeit in der Welt von Mari verbracht, die mir wirklich sehr ans Herz gewachsen ist.

Aber auch in dieser Geschichte ist nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen... Denn natürlich gibt es in dieser Geschichte auch Menschen die Zerstören wollen und denen hätte ich wirklich regelmäßig den Hals umdrehen können. Die Figuren sind gut beschrieben worden und obwohl ich die klassische Schwarzweiß Trennung nicht gerne lese, hat es mich bei dieser Geschichte nicht gestört. Es passt halt alles zu den mythischen Sagenwelten!

Aber zwischen all dem fantastischen greift die Autorin auch das Thema Umwelt auf. Es geht um die Ausrottung bedrohter Tierarten oder schon ausgestorbenen Tieren und das professionelle Fischfang Gewerbe. Das Thema hat mich auch schon vorher interessiert und ich finde es gut das es in einem romantischen Jugendroman thematisiert wird! Denn so werden uns die Augen geöffnet ohne den erhobenen Zeigefinger.

Diese Geschichte hat mich gut unterhalten und ich freue mich schon auf das nächste Werk der Autorin!

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"Sturmherz" von Britta Strauss

Die Ankündigung des Buches "Sturmherz" als Leserunde erweckte sofort mein Interesse und ich habe meine Teilnahme nicht bereut. Da ich letztes Jahr in Schottland war und zudem schon von der Mythologie der Selkies gehört hatte, war ich richtig gespannt auf das Buch.
Umso schöner, wenn man Gelegenheit hat, seine Eindrücke zeitnah mit der Autorin zu besprechen.

Als ich das Buch in die Hand nahm und ein paar Seiten darin las, wurde ich sofort in die Atmosphäre hineingezogen. Man glaubt tatsächlich, nur schnuppern zu müssen, um den Geruch des Meeres riechen oder kurz zu lauschen, um sich brechende Wellen oder das heulen des Windes lauschen zu können.
Auch die Hauptcharaktere gehen einem sofort unter die Haut und man fühlt schnell mit ihnen. Zuerst zu nennen natürlich Mari, nachdenklich, naturverbunden und Einzelgängerin, der Typ Mensch von dem man glaubt, er könnte seelenverwandt mit einem sein. Dann der wunderschöne Louan, der Selkie, einsam wider Willens, hat bereits viel Kummer erleben müssen, man möchte ihn trösten und wärmen. Zudem Maris Vater, ein Eigenbrödler und Individualist, hat sich sein kleine Reich geschaffen mit dieser exotischen Gärtnerei und ist Mari ein guter kumpelhafter Vater. Auch Olivia kommt sympathisch rüber, man kann ihre Sehnsucht nach dem Meer nachvollziehen und stellt sich die Gespräche mit ihr nett und unterhaltsam vor. Der kauzige MacMuffin mit seinem Fischkutter, immer ein nettes Wort für Mari, der "Sprotte", auf den Lippen.
Leider gibt es nicht nur sympathische Menschen in dieser Geschichte und dann ist man auch schon mitten in ihr drin.

Werden Mari und Louan in dieser feindlichen und gefährlichen Welt ihre Liebe bewahren und leben können? Werden alle Charaktere, die einem schnell ans Herz wachsen, ihr Glück finden? Werden die, die eingenützige Ziele verfolgen, ohne davor zu zögern, dabei anderen zu schaden, Erfolg haben oder zurückgedrängt werden?

Das alles möchte man schnellstens herausfinden und schon verschlingt man das Buch. Knapp 350 Seiten sind nicht viel und ich musste mich wirklich zügeln, um nicht einfach so durchzurauschen. Ich hätte auch keiner Probleme mit einem doppelt so dicken Buch und ein paar mehr Schnörkel und Details gehabt.
Die Geschichte ist vielleicht eher auf Jugendliche zugeschnitten und daher hin und wieder für meinem Geschmack einen Tick zu idealisierend und romantisch, aber die bewegenden Momente überwiegen definitiv. Die Stimmung ist magisch und sehnsüchtig und die ewige Präsenz des Meeres bildet einen poetischen und bilderreichen Rahmen für die Handlung.
Also ein spannendes, gefühlvolles, nachdenklich stimmendes Buch und sehr zu empfehlen!

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