Cornelia Funke: Tintentod

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Cornelia Funke: Tintentod
Verlag
ET (D)
2007
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ISBN-13
9783791504766

Informationen zum Buch

Seiten
760

Serieninfo

Sonstiges

Erster Satz
Mondlicht fiel auf Elinors Morgenmantel, auf ihr Nachthemd, ihre nackten Füße und den Hund, der zu ihren Füßen lag.

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Handlungsort

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Es sind erst wenige Wochen vergangen, seit die Weißen Frauen Staubfinger mit sich genommen haben. Meggie und ihre Eltern leben auf einem verlassenen Hof in den Hügeln östlich von Ombra. An diesem friedlichen Ort lässt sich fast vergessen, was auf der Nachtburg geschehen ist. Doch in der Dunkelheit, wenn Meggie am Fenster steht und auf Farid wartet, hört sie den Eichelhäher schreien. Und dann verschwindet ihr Vater mit dem Schwarzen Prinzen und dem Starken Mann im Wald, denn es muss alles getan werden, damit die Schatten über Ombra weichen.

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Der ungeduldig erwartete dritte Teil der Tintenherz-Trilogie, „Tintentod“, erzählt von der wahrgewordenen Bedrohung in einer erfundenen Welt. In der Tintenwelt herrschen die Gesetzte des geschriebenen Worts. Im Kampf Gut gegen Böse geht es natürlich um das Schicksal der Tintenwelt und darum wer das Ende dieser Geschichte schreibt. Ist es Fenoglio, der Erschaffer der Tintenwelt, oder doch Orpheus, der sie ganz nach seinem Gutdünken manipuliert? Vielleicht schreibt sich die Geschichte aber auch selbst und hat ihre eigenen Pläne mit Meggie, Mo, Resa und Farid … Vor allem Orpheus, der im Besitz des letzten Tintenherz-Exemplares ist, lässt keine Gelegenheit aus, der Geschichte seinen Stempel aufzudrücken.

… Mo, der „Eichelhäher“, hat die Ihm von Fenolio auf den Leib geschriebene Rolle des Eichenhähers angenommen. Ganz zum Missfallen von Mo´s Frau Resa und seiner Tochter Meggie. Wie eine Art Robin Hood versucht er zusammen mit dem schwarzen Prinzen die Gerechtigkeit in Ombra, und dem Umland wieder herzustellen. Dies ist jedoch nicht ganz ungefährlich.

Mo, Buchbinder, Zauberzunge und Eichelhäher in einer Person, hat sich nicht nur bei dem „Hänfling“ Feinde gemacht. Auch der Silberfürst, dem er das leere, unsterblich machende Buch gebunden hat, will Mo eines grausamen Todes sterben sehen – aber erst, nachdem der Buchbinder das von Schimmel durchsetzte Buch wieder heilt. Denn dadurch das Mo die Seiten des Buches befeuchtet und sie dadurch dem schnellen Verfallprozeß anheim gegeben hat, durchleidet auch der Silberfürst diesen Verfall und „rottet“ vor sich hin.

Resa hat Angst um ihren Mann, ihre Tochter und ihr ungeborenes Kind, und versucht alles wieder in ihre Welt zurück zu kommen. In dieser wartet Elenore ungeduldig auf Ihre Rückkehr, da sie es jedoch nicht abwarten kann entscheidet sie sich für einen riskanten Versuchen Ihnen in die Tintenwelt zu folgen.

Cornelia Funke beschreibt die Faszinantion ihrer Tintenwelt wesentlich dichter als in den vorangegangenen Bänden und man darf gespannt sein, wer die Geschicke dieser fremden, mittelalterlichen Welt bestimmen wird. Die Feen, auch die schillernd-bunten, die Orpheus hinzugedichtet hat, sowie die Glasmänner und andere Wesen erhalten mehr Raum in der Erzählung und machen die Tintenwelt lebendiger. Auch andere, magische Begebenheiten bekommen mehr Bedeutung in diesem Band.

Diesmal heißt es jeder gegen jeden, auch die „Bösewichte“ sind nicht immer gut Freund. Die Machtverhältnisse scheinen sich nicht zuletzt durch die Manipulationen von Orpheus verschoben zu haben. Überzeugend und herausfordernd erzählt Cornelia Funke von den miteinander verwobenen Schicksalen ihrer Charaktere. Sehr viel stärker als zuvor erweckt sie ihre Darsteller und damit ihre Welt zum Leben und integriert sie in die Handlung, indem sie auf ihre Geschichte in der Tintenwelt verweist.

In einer wunderbar dichten und regelrecht poetischen Sprache beschreibt Cornelia Funke die Aktionen, Motive und Gefühle ihrer Protagonisten.

Die Geschichte zeigt das kreative Talent ihrer Autorin: Während Fenoglio die Dinge schreibt, passieren an anderer Stelle tatsächlich in der Geschichte. So werden die Zeilen aus Fenoglios Manuskript auch Teil der uns vorliegenden Geschichte. Das eine fliesst nun in das andere. Sie spielt geschickt mit den Ebenen innerhalb und außerhalb ihrer Geschichte, so wie auch mit der unserer realen Welt. Was aber ist real? Das Ungeschriebene oder das, was wir gerade lesen? Die Gedanken, die sich der vermeintliche „Erfinder“ der Tintenwelt, Fenoglio, macht, sind nicht abwegig. Denn was wäre, wenn auch er nur eine Figur im Buch ist? Daran mag der alte, eitle Mann gar nicht denken. Und so wissen auch wir, dass die Helden wie auch die Bösewichte wohl kaum den Verlauf der Geschichte bestimmen können. Sie können versuchen, ihre Möglichkeiten spielen zu lassen, doch das letzte Wort wird sie, die Autorin, haben.

Das Ende, das sei hier verraten, beschert wahrlich knisternde Spannung mit Herzklopfen. Cornelia Funke schafft mit ihrem genialen Einfall einen perfekten Abschluss ihrer Trilogie. Obwohl … einer könnte den Verlauf vielleicht doch noch verändern. Doch nur Cornelia Funke allein weiß, ob sie diesen einen auch gewähren läßt.

Viel doppeldeutiger, verzwickter und tiefsinniger empfängt uns die Tintenwelt in ihrem dritten und letzten Teil. Und läd uns zum Verweilen in der fantastischen und dennoch so realistisch erscheinenden Welt ein. Rasant erzählt liefert uns Cornelia Funke den Höhepunkt ihrer Trilogie!

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Tintenherz & Tintenblut waren ein Leseschmaus aller erste Sahne! Aber nun das.. ich frage mich, wie ich es bis zur letzten Seite geschafft habe. Nachdem ich den Wälzer durchhatte, legte ich ihn neben mich und sagte zu mir selbst: Klasse, das hättest Dir sparen können! Ich fand dieses Buch sehr enttäuschend. Es kam nicht in Gang und zog sich lang, war nicht spannend, eher lahm geschrieben, oberflächlich und quälend langweilig. Nicht lesenswert! Das Ende war zudem ebenfalls nicht gut.

Zu Ehren des Buches sei gesagt, dass es gute Vorgänger hatte, schöne Zitate, und vielseitige Charakter.

Fazit: Man muss wirklich ein sehr treuer Fan der Tintenherz-Reihe sein (Bemerkung: Ich mochte die Bücher wirklich sehr und hätte mich auch als Fan bezeichnet) um dieses Buch zu lesen.

Sonst eher nicht sein Geld wert!

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Ich muss erstmal vorausschicken, dass ich die "Tintentrilogie" innerhalb von 4 Tagen gelesen habe (also praktisch Tag und Nacht), weil ich es so außergewöhnlich fand. Ich stimme der Rezension von Literaturschock zu, dass dieser 3.Band kompakter geschrieben ist und wesentlich mehr über die Ambivalenz der Menschen erzählt. Ich dachte öfter mal "Das könnte jetzt auch das Ende des Buches sein.", war aber immer froh, dass ich noch viele Seiten vor mir hatte. Manchmal kamen mir Staubfinger (meine persönliche Lieblingsfigur) und Mo etwas ZU gut und ZU "allmächtig" vor, aber, da ich beide mochte, war es eher schön, so "richtig schöne" Szenen zu lesen, die ich mir so oft in anderen Büchern herbeigewünscht habe. Das mag aber auch daran liegen, dass ich sowieso immer die Figuren und nicht unbedingt die Geschichte an einem Buch am interessantesten finde. Schade nur, dass ich sie nicht alle mal treffen kann und, dass es in unserer Welt keine Menschen ohne dunkle Geheimnisse gibt...=(

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