Maggie Stiefvater: Wer die Lilie träumt

Maggie Stiefvater: Wer die Lilie träumt

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Maggie Stiefvater: Wer die Lilie träumt
Verlag
ET (D)
2014
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
Originaltitel
The Dream Thieves
ET (Original)
2013
ISBN-13
9783839001547

Informationen zum Buch

Seiten
528

Serieninfo

Sonstiges

Originalsprache
amerikanisch
Erster Satz
Ein Geheimnis ist etwas Seltsames.

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Handlungsort

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Mit jedem Tag, den Blue mit Gansey verbringt, fällt es ihr schwerer, sich nicht in ihn zu verlieben – obwohl sie weiß, dass ein Kuss von ihr der Grund für seinen nahen Tod sein könnte. Sie ist fasziniert von seiner leidenschaftlichen Suche nach dem verschwundenen König Glendower, und in der knisternden Hitze des Sommers kommen Blue, Gansey und die Raven Boys diesem Ziel immer näher. Vor allem Ronans Fähigkeit, Gegenstände aus seinen Träumen in die reale Welt zu bringen, lässt die Lösung greifbar werden. Doch das Spiel mit der Traumwelt ist gefährlich und Blue und ihre Freunde sind nicht die Einzigen, die sich ihre Wünsche herbeiträumen wollen …

Autoren-Bewertungen

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Wunderbar atmosphärisch

„Wer die Lilie träumt“ ist die Fortsetzung von „Wen der Rabe ruft“ und schließt direkt an diesen Roman an. Blue ist mittlerweile ein vollwertiges Mitglied der Raven Boy-Clique. Gemeinsam mit Gansey, Ronan, Adam und Noah ist sie weiter dem legendären König Glendower auf der Spur.

Mir hat dieser zweite Band noch besser als der erste gefallen. Die Handlung entwickelt sich weiter und wir lernen die Jungs viel besser kennen, als das bisher der Fall war. Besonders Ronan und Adam spielen eine große Rolle. Adam, weil er Cabeswater ein Opfer gebracht hat, und Ronan wegen seiner Fähigkeit, Dinge aus dem Traum in die Wirklichkeit mitzunehmen. Wir dürfen stark an den Gefühlen der Jungs und Blues teilhaben, Gefühle zwischen Verzweiflung, Liebe und Sehnsucht nach Anerkennung und Freundschaft.

Gefährlich wird es unter anderem auch durch eine neue Figur: Mr Gray, der graue Mann, ein Auftragsmörder, der für seinen Boss den Greywaren aufstöbern soll. Doch was ist der Greywaren? - Das weiß zunächst niemand. Doch gegen Ende des Buches erfahren wir auch das.

Durch Maggie Stiefvaters ganz besonderen Schreibstil kann man tief in die Geschichte eintauchen, fast mit den Protagonisten verschmelzen. So leidet und fiebert man mit ihnen mit. Die Atmosphäre ist absolut dicht, und auch wenn die Handlung wenig realistisch IST, WIRKT sie doch so. Spannung zieht sich eher unterschwellig durch das ganze Buch, es gibt aber auch vereinzelte Spannungsspitzen. Garniert ist das Ganze noch mit einigen Prisen Humor, die vor allem auf die Mitglieder von Blues Familie zurückgehen. Die Wahrsagerinnen mischen wieder kräftig mit.

Ich freue mich schon auf Band 3 und 4 und hoffe, dass sie nicht allzu lange auf sich warten lassen.

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Gelungene Fortsetzung zu "Wen der Rabe ruft"

Meine Meinung zu“ Wen der Rabe ruft“ habe ich damals damit eingeleitet, das ich fand die Handlung würde sich von hinten in mein Herz schleichen. So ähnlich ergeht es mir nun auch mit „Wer die Lilie träumt“. Zunächst war ich etwas gespalten und wusste nicht so richtig, wie ich den Roman finden würde.

Je länger ich darüber nachdenke desto mehr fällt mir aber dann doch ein. Das liegt auch daran das Maggie Stiefvater eine meiner Lieblingsschriftellerinnen ist. Gerade weil ihre Figuren eher sperrig sind und es eher düster und auch irgendwie traurig zugeht.

Dieses Mal lag der Fokus stärker auf eine der Figuren, Ronan steht im Mittelpunkt und man hat weniger das Gefühl, dass alle gleichwertige Hauptfiguren sind. Noah spielte zum Beispiel kaum eine Rolle. Und für meinen Geschmack kam mir Blue etwas zu kurz. Andererseits gab es genau zwischen diesen beiden Figuren eine der besten Szenen des Romans.

Dafür rückte der graue Mann in den Fokus. Eine interessante Figur die der Handlung am Ende noch einmal eine spannende Entwicklungen nach sich zieht. Adam dagegen mag ich nach wie vor am wenigsten. Ich finde einfach keinen Zugang zu ihm, das liegt aber an seinem Verhalten und nicht daran, dass die Autorin ihn schlecht beschreiben würde. Aber auch er hat natürlich seine Berechtigung in der Handlung, bestimmte Ereignisse wären sonst gar nicht möglich.

Gansey hat finde ich auch wenig Raum in der Handlung, bekommt aber auch durchaus seine Auftritte. Aber ich mag Ronan am liebsten, weshalb ich das nicht soo schlimm fand. Seine innere Wut und seine Träume, diese Mischung war sehr spannend und ich war gespannt was die Autorin daraus weiter machen würde. Sie lässt ihn eine Entwicklung machen und am Ende des Romans ist er ein anderer. Das hat gut zu ihm gepasst und ich bin neugierig was mit ihm noch passieren wird. Ich vermute das in Band drei der Fokus dann auf einer der anderen Figuren liegen könnte.
Maggie Stiefvaters Stil hat mich auch hier wieder sehr angesprochen, ich mag ihre ganz eigene Melancholie die über der Handlung steht und mir gefällt die Art und Weise wie sie hier eine Liebesgeschichte einbaut.

Manch Entwicklung war mir allerdings etwas zu früh und ich hätte sie erst in einem anderen Band der Reihe erwartet. Insgesamt fand ich den ersten Band der Raben-Tetralogie etwas besser, sicher auch weil dort noch alles neu war und man einiges erst kennengelernt hat. Jetzt hat sich das ganz Neue und Überraschende etwas verflüchtigt. Die Handlung muss stärker für sich selbst stehen. Natürlich bleiben noch genügend offene Fragen zurück und ich finde bisher kann keiner der beiden Bände wirklich für sich selbst stehen, man hat den Eindruck das sie sich stärker auf einander beziehen. Allerdings werde ich beim nächsten Band sicher noch mal die beiden anderen davor lesen, über ein Jahr vergisst man doch das ein oder andere und ich musste zu Beginn mein Gedächtnis etwas auffrischen.

Fazit: Für mich eine gelungene Fortsetzung mit der für Maggie Stiefvater eigenen Poetik, die mir immer wieder sehr gefällt.
Den Abzug gibt es in Abstufung zum ersten Band.

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viel Luft nach oben

Blue ist immer noch mit den Raven Boys unterwegs, um das Geheimnis der Ley-Linie weiter zu ergründen. Seitdem Adam diesen Magiestrom durch ein Opfer geweckt hat, ist er anders. Er verschließt sich noch mehr vor den anderen als ohnehin schon. Blue stellt damit fest, dass Adam nicht ihre wahre Liebe ist und dies auch nie sein wird. Stattdessen fühlt sie sich immer mehr zu Gansey hingezogen, was gar keine gute Idee ist, weil ihre Schicksale eng miteinander verwoben sind. Währenddessen wird Ronan von seiner Vergangenheit eingeholt. Er entwickelt seine Kräfte, Gegenstände aus seinen Träumen mitzunehmen, weiter, jedoch ist dies eine Fähigkeit, nach der einige mächtige Männer gieren.

Wer die Lilie träumt knüpft nahltos an seinen Vorgänger Wen der Rabe ruft an. Schnell musste ich feststellen, dass die Probleme, die ich mit dem ersten Band hatte, hier auch vorzufinden bzw. noch "schlimmer" sind.

Auch hier fand ich, dass es viel zu langsam voranging. Die meiste Zeit wusste man nicht, wohin der Roman hinführen soll, ein roter Faden hat mir gefehlt. Ich hatte das Gefühl, als würde hier und da etwas erzählt werden. Diese einzelnen Segmente sind zwar alle für sich wichtig und haben für den weiteren Verlauf einen Sinn, trotzdem habe ich mich immer etwas verloren gefühlt.
Andererseits war aber auch handlungstechnisch viel zu viel los. Wie passt das zusammen?
Erzählt wird wieder aus der Sicht mehrerer Personen. Auffällig ist dabei, dass der Figur Ronans viel mehr Platz eingeräumt wird. Das ist teilweise so viel Raum, dass Blue nur noch zur Nebenfigur wird. Wenn dann wieder aus ihrer Sicht erzählt wird, habe ich das Gefühl, ich würde einen völlig anderen Roman lesen, weil die Geschichten der beiden soweit auseinander gehen. Für mich ist die Handlung in diesem Sinne zu viel, zu vielschichtig und nicht linear genug. Es kommt mir alles etwas zerstückelt vor; auch der graue Mann passt da nicht so ganz hinein. Zwar fügen sich die Handlungsstränge am Ende schön zusammen, trotzdem hatte ich als Leser das Gefühl, immer außen vor gelassen zu werden. Ich konnte mich nie richtig in die Handlung hineinfinden, weil die einzelnen Erzählungen zu weit auseinander lagen.

Positiv war natürlich mal wieder die Sprache. Stiefvater spielt eine Menge damit herum und schafft so ganz tolle Sachen.

"Wenn man nie die Sterne gesehen hatte, waren einem Kerzen genug." (S. 79).


Auch wenn ich mit der Handlung immer noch nicht so ganz klar komme, möchte ich trotzdem wissen, wie es weitergeht. Ich würde mir für die Folgebände wünschen, dass ein roter Faden besser erkennbar wäre und man sich auf eine Haupthandlung fokussieren würde. Mehrere Handlungsstränge sind ja eigentlich kein Problem, aber hier stört es mich echt extrem. Ich hatte nie das geliebte Gefühl, weiterlesen zu müssen. Gegenüber der Geschichte hatte ich ein mildes Interesse, aber ich bin zu keiner Zeit vor Spannung gestorben, dass das Lesen zu einer Sucht geworden wäre. Dabei finde ich, dass die Reihe eigentlich Potential dazu hätte!
Deswegen hoffe ich auf eine Besserung in den Folgebänden.

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